Facettenreich
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Minou und ihre Familie, Hugenotten aus Frankreich, die am Bartholomäustag 1572 ihre Heimat verliert und fliehen muss. Sie finden in den Niederlanden, in der Stadt Amsterdam, ...
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Minou und ihre Familie, Hugenotten aus Frankreich, die am Bartholomäustag 1572 ihre Heimat verliert und fliehen muss. Sie finden in den Niederlanden, in der Stadt Amsterdam, ein neues Zuhause. Der Verlust ihrer Tochter, die im Pariser Chaos verloren ging, hängt ihr nach. Ein zweiter Erzählstrang befasst sich mit ihrem Feind Vidal, der ebenfalls die Flucht angetreten hat und den es in einen anderen Teil Frankreichs verschlagen hat. Beide Stränge werden nebeneinander erzählt und gekonnt zum Ende hin zusammenführt.
Der Schreibstil gefällt mir gut, er ist angenehm zu lesen. Man ist mitten im Geschehen drin; fühlt und leidet mit den Protagonisten. Die Beschreibungen sind sehr bildhaft und lassen authentische Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Die historischen Begebenheiten der damaligen Zeit bilden einen passenden Rahmen. Auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, gab es keine Verständnisprobleme, es macht diesen Roman problemlos individuell lesbar.