Cover-Bild Am Ende der Straße die Schlei
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 06.02.2026
  • ISBN: 9783455020267
Lars Haider

Am Ende der Straße die Schlei

Roman

Wenige Tage vor seinem 40. Geburtstag erhält Konstantin Wagner einen Anruf, der ihn nach langen Jahren wieder an die Schlei führt – in das Haus, in dem er endlose Sommer seiner Kindheit verbracht hat und das er nun für seine Eltern verkaufen soll. Aus dem verlängerten Wochenende wird eine Woche, dann mehr. Und während zu Hause in Hamburg seine Freundin alles für die Geburtstagsfeier vorbereitet, steht Konstantin unverhofft vor großen Fragen: Wo und wie will er wirklich leben? 

Eine unvergessliche Geschichte über den Zauber der See, die Liebe zum Land und das, was wirklich wichtig ist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

So schön

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Konstantin Wagner steht kurz vor seinem 40. Geburtstag. Entscheidungen stehen an. Eine schicke Eigentumswohnung in Hamburg wird gesucht und ist seine Freundin die Frau, mit der er Kinder haben und alt ...

Konstantin Wagner steht kurz vor seinem 40. Geburtstag. Entscheidungen stehen an. Eine schicke Eigentumswohnung in Hamburg wird gesucht und ist seine Freundin die Frau, mit der er Kinder haben und alt werden möchte? Als seine Eltern ihn bitten das Haus der Großmutter an der Schlei zu verkaufen, reist er für ein verlängertes Wochenende hin um Besichtigungen durchzuführen. Doch irgendwas passiert dort mit ihm. Eine innere Ruhe stellt sich ein, ein Gefühl der Verbundenheit. Den Drang einem Kaufinteressenten zuzusagen hat er auch nicht. Aus dem verlängerten Wochenende werden mehrere Tage. Will er wirklich zurück nach Hamburg?

Eine berührende Suche nach sich selbst. Lars Haider gelingt hier eine traumhafte Atmosphäre. Die Beschreibung der Straßen, der Personen und der Landschaft sind so präzise, da hatte ich das Gefühl direkt dabei zu sein. Er will uns nicht bekehren, sondern ermutigt uns Leser auf unser Bauchgefühl zu hören, auf unsere Bedürfnisse und Gefühle einzugehen. Das ist so wunderbar gelungen, dass man direkt selber über einige Entscheidungen im Leben nachdenkt. Still, melancholisch und nachdenklich wird geschrieben. Das Leben an der Schlei wird jetzt nicht komplett idealisiert, auch da ist nicht immer alles schön. Aber diese wunderschöne Natur macht was mit den Menschen, lässt sie zur Ruhe kommen, das Telefon abschalten, sich selbst spüren. Ja und was ist eigentlich Heimat? Der Ort, an dem wir aufgewachsen sind? Der Ort, an dem wir die schönsten Erinnerungen haben? Oder einfach da wo der Arbeitsplatz ist?

Eine berührende Reise zu sich selbst, feinfühlig und warmherzig. Empfehle ich euch ganz unbedingt weiter.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Zwischen Wasser, Weite und Wendepunkt

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Konstantin kehrt kurz vor seinem 40. Geburtstag an die Schlei zurück – in das Haus seiner Kindheit, in eine Landschaft voller Erinnerungen und stiller Sommer. Aus einem kurzen Aufenthalt wird ein Innehalten, ...

Konstantin kehrt kurz vor seinem 40. Geburtstag an die Schlei zurück – in das Haus seiner Kindheit, in eine Landschaft voller Erinnerungen und stiller Sommer. Aus einem kurzen Aufenthalt wird ein Innehalten, aus einem Auftrag eine Lebensfrage.
Das Buch liest sich leicht, ruhig, fast meditativ. Es berührt genau diese Phase im Leben, in der viele anfangen zu fragen: War das schon alles? Lebe ich richtig? Was ist eigentlich wichtig? Achtsamkeit, Entschleunigung, Rückbesinnung – all das schwingt spürbar mit, ohne aufdringlich zu werden. Und ehrlich: Es tut gut, dass diese Fragen wieder Raum bekommen.
Was mich etwas auf Abstand gehalten hat, war die starke Fokussierung auf Konstantins Innenwelt. Man ist sehr nah bei ihm, fast ausschließlich in seiner Perspektive. Ich hätte mir mehr Dialog, mehr Reibung, mehr echte Begegnung gewünscht. Vielleicht ein Gegenüber, das ihm widerspricht, ihn spiegelt, ihn herausfordert. So bleibt vieles eher Selbstgespräch als Beziehung.
Für Leser:innen, die ruhige Romane mögen, Natur, Rückzug, Lebensfragen und diese leisen Wendepunkte im „Mittel des Lebens“, ist das ein stimmiges Buch. Wer tief gezeichnete Figuren und intensive Beziehungen sucht, könnte etwas vermissen.
Fazit: Ein stiller, achtsamer Roman über Neubeginn und Lebensfragen – schön zu lesen, atmosphärisch stark, menschlich aber etwas zu einseitig erzählt.

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