Cover-Bild Der gestohlene Sommer
19,95
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Wunderlich
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 27.03.2015
  • ISBN: 9783805250818
Lauren Willig

Der gestohlene Sommer

Mechtild Sandberg-Ciletti (Übersetzer)

Eine packende Geschichte um eine tragische Liebe und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Der grandiose neue Roman von Bestsellerautorin Lauren Willig, für alle Leserinnen von Kate Morton und Katherine Webb.Als die New Yorker Anwältin Julia Conley erfährt, dass sie ein Haus in der Nähe von London geerbt hat, glaubt sie zunächst an einen Scherz. Schließlich war sie nicht mehr in England, seit sie sechs Jahre alt war. Damals kam ihre Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben, alle Erinnerungen an ihre frühe Kindheit hat sie verdrängt. In Herne Hill angekommen, will Julia das Haus so schnell wie möglich verkaufen. Doch dann findet sie, verborgen hinter einer Schrankwand, ein präraffaelitisches Gemälde. Wer ist die porträtierte Frau? Und warum sieht sie so traurig aus? Gemeinsam mit dem attraktiven wortkargen Antiquitätenhändler Nicholas stellt Julia Nachforschungen an. Als sie einem 150 Jahre alten Geheimnis um eine verlorene Liebe auf die Spur kommen, wird Julia klar, dass der spektakuläre Fund mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun hat. Und plötzlich kommt ihre Erinnerung wieder…

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2017

Interessante Lektüre um Kunst , alten Plunder und ein Haus. Zwei Zeitepochen mit Geheimnis.

0

Das Cover von Der gestohlene Sommer mutet sehr geheimnisvoll an und der Buchtitel erklärt sich in der Geschichte.

Lauren Willig verwendet einen Schreibstil den ich flüssig lesen konnte und ist gut verständlich.
Die ...

Das Cover von Der gestohlene Sommer mutet sehr geheimnisvoll an und der Buchtitel erklärt sich in der Geschichte.

Lauren Willig verwendet einen Schreibstil den ich flüssig lesen konnte und ist gut verständlich.
Die Erzählweise ist teilweise etwas langatmig und lenkt die Gedanken ab.

Die wechselnde Sicht zwischen Gegenwart 2009 und Vergangenheit 1840 mochte ich sehr. Wobei mich die Gegenwart mehr fesseln konnte.
Die Protagonistin Julia mochte ich sehr und fand sie auch sympathisch.
Allen anderen Charakteren fehlte die Tiefe um sich bei mir in mein Herz zu stehlen.
Trotzdem waren sie glaubhaft erdacht.

Die Handlung mochte ich da Lauren Willig das alte Haus , Kunst und anderen alten Plunder zu einer schönen Geschichte verwoben hat, die mich gut unterhalten konnte.
Kurzzeitig war ich von meinem Alltag entführt und habe Gavin beim Malen über die Schulter geschaut.

Das Ende hat mich überraschen können und war gut aufgelöst und nachvollziehbar erläutert.

Daher vergebe ich für Der gestohlene Sommer 4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.09.2016

„Die Vergangenheit ist ein fremdes Land“ (S. 21)

0

Die New Yorkerin Julia Conley erbt ungeahnt ein Haus in der Nähe von London von ihrer verstorbenen Tante. Sie ahnt nicht, was sich dort für ein Schatz versteckt. Julia, die England im Alter von sechs Jahren ...

Die New Yorkerin Julia Conley erbt ungeahnt ein Haus in der Nähe von London von ihrer verstorbenen Tante. Sie ahnt nicht, was sich dort für ein Schatz versteckt. Julia, die England im Alter von sechs Jahren verlassen hat, macht sich schließlich auf den Weg dorthin. Dort führt sie der Fund eines präraffaelitischen Gemäldes nicht nur in die Vergangenheit ihrer Urahnin Imogen, sondern sie erinnert sich auch an ihre eigene Kindheit…

Lauren Willig hat einen sehr angenehmen Schreibstil. In ihrer Geschichte entführt sie uns nach Herne Hill in der Nähe von London. Die Handlung selbst findet auf zwei Ebenen statt. Zum einen erleben wir die Geschichte von Julia, die in der Gegenwart stattfindet, aber wir erleben auch die Vergangenheit durch Imogen.
Stilistisch ist Willigs Werk top. Ich hatte jedes Mal das Gefühl, dass ich tatsächlich ins 19. Jahrhundert abtauche, wenn sich die Geschichte um Imogen drehte, aber auch wieder zurück in die Gegenwart zurückzukommen, wenn das Hauptaugenmerk der Geschichte wieder zurück zu Julia schwenkte. Die beiden Hauptcharaktere, Julia und Imogen, sind wunderbar gelungen. So lernen wir sie im Laufe des Romans immer mehr kennen, erfahren etwas über ihre Vergangenheit, ihre Ängste und über ihre Gefühle. Wir erfahren, wie sich Julia in Nick verliebt und wie sich die tragische Liebe zwischen Imogen und Gavin entwickelt.
So detailreich die beiden Protagonisten auch sind, so wurde aber teilweise mit Details an den Nebenfiguren gespart. Abgesehen von den beiden Geliebten unserer Protagonistinnen, wirken die meisten Nebenfiguren recht blass. So erscheint Imogens Ehemann Arthur ziemlich farblos im Vergleich zu den anderen Figuren und er bleibt der große Unbekannte, was meiner Meinung nach aber auch einen Aspekt ihrer Ehe widerspiegelt.
Für mich war der Ausgang der Geschichte allerdings keine Überraschung, denn für mich war es von Beginn des Buches klar, dass es auf dieses Ende hinauslaufen würde. Für mich war aber das „wie“ der Geschichte entscheidend. So fand ich es spannend zu erfahren, wie sich die Geschichte entwickelt.
Trotz allem hat die Geschichte ein offenes Ende. Mich hat das aber weniger gestört. Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Es gibt aber genügend Hinweise, womit ich diese Fragen für mich beantworten konnte. Ob meine Antworten nun stimmen oder nicht, es ist meiner Fantasie überlassen und eine Aufklärung hätte die Geschichte meiner Meinung nach nur unnötig in die Länge gezogen, vermutlich auch kaputtgemacht, wenn es dann doch nicht meiner Vorstellung entsprochen hätte. So jedoch war das Ende für mich aber passend.

Im Großen und Ganzen ein gelungenes Werk, das mich fesseln konnte. Es weist sicher einige Schwächen auf, die mich aber nicht weiter störten. Wen also ein offenes Ende nicht stört und wer auch keine Probleme damit hat, den Ausgang der Geschichte zu erahnen, aber mehr an dem „wie“ interessiert ist, demjenigen kann ich diesen Roman nur empfehlen.