Packende Spurensuche mit keinen Schwächen
Was muss einem jungen Menschen widerfahren, dass dieser sich das Leben nimmt? Mit dieser Frage startet Lou Sandberg in den neuen Krimi um die ErmittlerInnen Sebastian Buck und Maike Lange. Dabei fällt ...
Was muss einem jungen Menschen widerfahren, dass dieser sich das Leben nimmt? Mit dieser Frage startet Lou Sandberg in den neuen Krimi um die ErmittlerInnen Sebastian Buck und Maike Lange. Dabei fällt die Einordnung in starre Kategorien Thriller oder Roman schwer, denn im Grunde liegt kein Verbrechen im eigentlichen Sinne vor, da Tyra sich selbst das Leben genommen hat und sie nicht ermordet wurde. Doch die Suche nach den Beweggründen führt das Ermittlerduo in den harten Alltag einer Schule in Frankfurt und in stereotype Familienstrukturen und Rollenvorstellungen innerhalb von Familien.
Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen. Lou Sandberg hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil. Sie versteht es Spannung aufzubauen und die Geschichte voranzutreiben. Das Ende fiel für meinen Geschmack ein wenig zu abrupt aus und ich hätte es mir ein wenig ausführlicher gewünscht.
Die Charaktere waren nicht durchweg sympathisch, aber ihren Rollen entsprechen gut ausgeformt und logisch. Der Gebrauch der Jugendsprache an den Stellen, an denen sich die Jugendlichen unterhalten oder aus deren Perspektive geschildert wird macht absolt Sinn und trägt zur Authentizität des Romans bei. Die Geschichte könnte sich so oder ähnlich leider immer wieder zutragen.