Spannend
„...Was war das? Unter ihm erschien etwas. Ryan hatte kaum Zeit abzubremsen, um nicht in die undefinierbare Masse zu schwimmen, die da über dem See schwebte...“
Die Taucherstaffel der Polizei war zum ...
„...Was war das? Unter ihm erschien etwas. Ryan hatte kaum Zeit abzubremsen, um nicht in die undefinierbare Masse zu schwimmen, die da über dem See schwebte...“
Die Taucherstaffel der Polizei war zum Training im See unterwegs, als sie einen Toten finden. Von der Leiche existiert kaum mehr als der Torso.
Die Autorin hat ein abwechslungsreiches Buch geschrieben. Einerseits ist es ein spannender Thriller, andererseits enthält die Geschichte eine Prise Romantik. Nicht zuletzt geht es um die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er sorgt für den extrem hohen Spannungsbogen.
Ryan klopft bei Leigh an und fragt, ob sie ihren Bootsteg für die Bergung der Leiche und die Arbeit der Polizei nutzen können. Die beiden kennen sich. Leighs Bruder ist Ryans bester Freund. Bevor er mit seiner Frau nach Europa abgereist ist, hat er Ryan gebeten, ein Auge auf seine Schwester zu haben. Außerdem bittet Ryan sie, sich die Bilder ansehen zu dürfen, die die Kamera auf den Grundstück aufgenommen ht.
„...Aber ich habe gelernt, dass man keine Möglichkeit außer Acht lassen darf. Manchmal findet man Dinge, die man gar nicht gesucht hat, und das sind dann genau die, die man braucht, um einen Fall zu lösen...“
Doch bald haben Ryan und seine Kollegen ein weiteres Problem. Als Leigh, die als Krankenschwester auf der Notfallstation arbeitet, von der Arbeit kommt, hat sie einen Unfall. Jemand hat die Bremsleitung ihres Autos manipuliert. Das sollte der erste, aber nicht der letzte Anschlag auf ihr Leben sein. Leigh ringt mit ihren Glauben. Dabei erinnert sie sich an ein Wort ihrer Mutter.
„...Du kannst dich von ihm abwenden, wenn Schwierigkeiten kommen, oder du kannst dich ihm zuwenden, Leigh […] Ich habe mich ihm zugewandt. Und er war treu...“
Auch im Kreise der Ermittler gibt es spannende Diskussionen über das Leben. Im Gespräch geht es um Rebecca, Ryans Schwester, die von ihrem Mann mit zwei Kindern verlassen wurde, nachdem sie ihm sein Medizinstudium ermöglicht hatte.
„...Das Leben ist nun mal schwer, Parker. Jeder hat Probleme. Es gibt keine perfekte Beziehung und keinen perfekten Job und kein perfektes Haus, die einem ein leichtes Leben bescheren...“
Es bedarf einer Menge an Arbeit, bis die Fälle endlich gelöst sind und Leigh und Ryan erkennen, was sie einander bedeuten.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.