Leider weit hinter meinen Erwartungen.
Um die Selbstständigkeit und die Gesundheit ihrer Mutter zu sichern, hat sich Monas ältere Schwester für unbestimmte Zeit auf den Weg nach Malibu gemacht. Nun muss Mona die Auffangstation „Safe Heaven ...
Um die Selbstständigkeit und die Gesundheit ihrer Mutter zu sichern, hat sich Monas ältere Schwester für unbestimmte Zeit auf den Weg nach Malibu gemacht. Nun muss Mona die Auffangstation „Safe Heaven for Nordic Dogs“ in dem Städtchen Healy Creek komplett alleine betreiben und zusätzlich zu ihren eigenen Aufgaben – der Versorgung und Resozialisierung der Tiere – auch Tess' stemmen. Gerade jetzt! Denn die Wochen vor Weihnachten sind aufgrund verschiedener Spendenaktionen und Öffentlichkeitsarbeiten – die Spezialität ihrer Schwester – ungemein wichtig für das Bestehen der Organisation und die nordischen Vierbeiner. In diesem Jahr heißt es also für Mona, sich ihrer Sozialphobie stellen. Und Hilfe annehmen. Selbst wenn diese von einem, in Healy gemiedenen, vermeintlichen Straftäter kommt …
Wo „Nordlichter über Alaska“ – ehemals „Huskyküsse zu Weihnachten“ – witzig, spritzig, voll von Wintervibes und verschiedenen Gefühlen war, war „Polarsternfunkeln über Alaska“ fad und low. Sowohl im Stil als auch im Verlauf. Das zu sagen, tut mir wirklich leid, denn ich hatte große Erwartungen an unseren zweiten Besuch in der Kleinstadt Alaskas. Aber weder konnten mich die Figuren, die sich nur einer oberflächlichen Ausarbeitung erfreuen, überzeugen, noch sprang der Funke für Setting und Romance über.
Maria schreibt in diesem Buch überraschend einfach und monoton. Die Protagonisten, die aus wechselnder Perspektive erzählen, wirken regelrecht TeenagerInnen-haft und mehrfach inkonsequent, was Gedanken vs. Handeln betrifft. Zusätzlich fehlte es mir insgesamt an Glaubhaftigkeit und Authentizität – angefangen bei den steifen Dialogen bis hin zu Tess, die meiner Einschätzung nach komplett (und unverhältnismäßig) überzogen reagierte. Bis es eine Annäherung und echte Kommunikation zwischen Mona und Nate gibt, vergeht die Hälfte der Story, wobei nach und nach die verschiedenen Päckchen beider zutage treten. Denn gerade Nate hat in dem Städtchen aufgrund seiner Vergangenheit und der dort brodelnden Gerüchteküche einen schlechten Stand – Vorurteile, die auch die Goodwin-Schwestern nicht kaltlassen.
Die (romantischen) Entwicklungen und das Ende waren maximal überstürzt und abrupt. Zugutehalten kann ich der Geschichte lediglich die im Verlauf aufgegriffenen, wichtigen Punkte: Huskys, deren oft nicht artgerechte Haltung und den Blick auf scheinbar professionelle Farmen. Maria Winter schafft Aufmerksamkeit für gemeinnützige Organisationen, wie es die „Safe Heaven for Nordic Dogs“ ist, und erinnert daran, dass Tiere niemals ein (Weihnachts-)Geschenk sein sollten.