Cover-Bild Böses Kind
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: epubli
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerromane
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 328
  • Ersterscheinung: 01.10.2018
  • ISBN: 9783746766447
Martin Krist

Böses Kind

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei
Band 6 der epubli Jubiläumsedition
Berlins authentischster Erfolgsautor bietet Spannung bis zur letzten Seite!
Hart. Realistisch. Spannend.

Zahlreiche Fans können nicht irren:
»Der Meister der vielen Ebenen ist zurück und bereitet mit Berlins dunklen Seiten schlaflose Nächte.« Denise Börner, Tapsis Buchblog
»Martin Krist ist der wirklich böse Bube unter den deutschen Krimi-Schreibern.« Claudia Keikus, Berliner Kurier

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2019

Solider Thriller

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Böses Kind von Martin Krist ist der Auftakt seiner Reihe um den Ermittler Henry Frei, mit dem er einen sehr sympathischen und sehr speziellen Charakter geschaffen hat.

Das Buch beginnt mit einem Prolog ...

Böses Kind von Martin Krist ist der Auftakt seiner Reihe um den Ermittler Henry Frei, mit dem er einen sehr sympathischen und sehr speziellen Charakter geschaffen hat.

Das Buch beginnt mit einem Prolog in dem sich eine Frau in Gefangenschaft befindet. Viel mehr erfährt man aber nicht und so stellt sich natürlich sogleich die Frage, ob es sich um die verschwundene Jacqueline handelt.
Gleich darauf lernen wir dann im ersten Kapitel die im Klappentext angesprochene, alleinerziehende Suse kennen. Schnell wird klar, dass sie mit einem Baby, einem Kleinkind und einem pubertierenden Teenager zusätzlich zu ihrem Job und dem Haushalt heillos überfordert ist.
Im zweiten Kapitel treffen wir auf Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers. Beide waren mir sofort sympathisch. Frei hat ein paar komische Macken (zum Beispiel muss er Sachen immer perfekt ordnen) und Albers geht mit einer ganz eigenen lockeren Art damit um. Man merkt sofort, dass sie ein eingespieltes Team sind, was ich bei Ermittlerduos immer besonders mag.
Im Verlauf des Buches wechseln sich diese drei Erzählstränge dann ab, wodurch die Spannung stets hoch bleibt. So bekommt man nämlich immer hier und da ein paar Informationen, die sich Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammensetzen.
Interessanterweise taucht die im Klappentext erwähnte Leiche dabei erst nach circa 100 Seiten auf, was bei einem Buch mit nur 320 Seiten relativ spät ist. Krist schafft es aber durch seinen Erzählstil, dass bis dahin trotzdem keine Langweile aufkommt und umso rasanter wird es ab dem Zeitpunkt des Leichenfundes dann natürlich.
Dabei legt er mir einem seiner Erzählstränge gelungen eine falsche Fährte. Als diese gegen Ende dann aufgedeckt wird, lässt sie einen das bis dahin gelesene plötzlich in einem ganz anderen Licht sehen und die Puzzleteile fallen wie von selbst an ihren Platz.
So gut mir das Buch insgesamt auch gefallen hat, das Ende fand ich trotz der Wendung leider etwas enttäuschend. Der Täter war einfach zu offensichtlich, hier hat es sich der Autor sehr leicht gemacht und den naheliegendsten Verdächtigen genommen. Nach der geschickt konstruierten Wendung, hätte ich hier auch bei der Täterwahl etwas mehr Rafinesse erwartet. Da das Buch insgesamt aber dennoch sehr spannend war, kann ich es durchaus empfehlen. Es ist ein packender, knackig-kurzer Thriller, der mit Schockmomenten zu unterhalten weiß.

Veröffentlicht am 01.01.2019

Durchschnittlich

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Zum Inhalt:
Erst wird ein Hundekadaver gefunden, dann ein toter Jugendlicher. Die Spuren führen zu Suse, einer alleinerziehenden Mutter, die mit ihrer Situation völlig überfordert scheint. Zu allem Überfluss ...

Zum Inhalt:
Erst wird ein Hundekadaver gefunden, dann ein toter Jugendlicher. Die Spuren führen zu Suse, einer alleinerziehenden Mutter, die mit ihrer Situation völlig überfordert scheint. Zu allem Überfluss ist ihre Tochter Jacqueline verschwunden. Freiwillig? Neben der Leiche finden sich Gegenstände, die dem Mädchen zugeordnet werden können und Kriminalkommissar Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers müssen all ihr Können aufbringen und ihre Kontakte nutzen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Mein Eindruck:
Einiges in dem Buch ist Krist wirklich sehr gelungen. Der dubiose Beginn seines Buches, der eine überraschende Auflösung birgt und die Aufklärung des Täters sind wirklich meisterhaft. Leider fehlt dem Buch aber sonst eine tiefergehende Behandlung der Charaktere. Einfach nur die unterschiedlichsten Probleme aufzählen, die einem der Nachwuchs so bescheren kann, ist der Krimispannung nicht besonders zuträglich und nervt irgendwann nur noch kolossal. Die Einführung eines Charakters, der wahrscheinlich – wie die Rahmenhandlung – für weitere Bände um Kommissar Frei wichtig ist bzw. wird, benötigt ebenfalls viel Platz und 320 Seiten sind dann nicht genug für eine ausführliche Krimihandlung mit mehreren Verdächtigen und mehr als holzschnittartige Charakterzeichnungen der handelnden Personen. Aber was Krist aus diesem gegebenen Material dann noch erschafft, nötigt einiges an Bewunderung ab – auch wenn er an der Lage selber Schuld hat.
Und so erfreut man sich an einem schönen Schreibstil, einem bei allen unnötigen Längen doch noch interessanten Plot mit einer sehr guten Auflösung und einem Cliffhanger, der wunderbar auf ein nächstes Buch überleitet. In diesem wird hoffentlich der Nachwuchs ruhiger oder leichtgängiger und dadurch, dass alle wichtigen Charaktere eingeführt sind, ergibt sich dann hoffentlich schneller eine Krimispannung.

Mein Fazit:
Handwerklich gelungen, leider mit vielen unnötigen Längen durch viele unnötige Extra-Probleme. Babies schreien schon einmal, Pubertät ist schwierig und Asperger ist auch nicht mehr das Neueste.