Cover-Bild Das Hexenzeichen

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9,81
inkl. MwSt
  • Verlag: Tinte & Feder
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 475
  • Ersterscheinung: 12.09.2017
  • ISBN: 9781542047357
Nora Berger

Das Hexenzeichen

Ein packender historischer Roman von der Erfolgsautorin Nora Berger: Dramatisch und voller Atmosphäre führt die Geschichte durch das finstere Mittelalter.

Oberschwaben, im Jahre 1415: Emmas Leben beginnt auf den Stufen eines Klosters. Als sich die Burgherrin Magdalena des Findelkindes annimmt und es als ihr eigenes ausgibt, scheint ihre Zukunft gesichert. Doch das Schicksal ist unberechenbar. Emma wächst bei ihrem Vater und ihrem Stiefbruder Ekart auf. Sorgenfrei verlebt sie eine unbeschwerte Kindheit, und als sie sich unsterblich in den Ritter Wolfram verliebt, glaubt Emma, ihr Glück gefunden zu haben. Doch ihre Liebe steht vor großen Herausforderungen: Ihr Geliebter ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Kirchenreform und ein Verteidiger des Ketzers Jan Hus. Zudem verbirgt Emma ein großes Geheimnis: Ein Muttermal, von dem nur wenige Menschen wissen. Als Vater und Bruder zu einer Pilgerreise ins Heilige Land nach Jerusalem aufbrechen, gerät ihre Welt aus den Fugen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2018

Drei Schicksale

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Emma hat Glück im Unglück. Als sie als Findelkind im Kloster abgegeben wird, findet sich schnell eine adlige Ziehmutter, die sie an Kindes statt aufnimmt. Sie versteht sich gut mit ihrem jüngeren Bruder ...

Emma hat Glück im Unglück. Als sie als Findelkind im Kloster abgegeben wird, findet sich schnell eine adlige Ziehmutter, die sie an Kindes statt aufnimmt. Sie versteht sich gut mit ihrem jüngeren Bruder Ekart und verliebt sich als junges Mädchen in den Ritter Wolfram. 
Anhand dieser drei Schicksale beschreibt die Autorin Nora Berger das Leben im Mittelalter zur Zeit des Konzils zu Konstanz.
Aus Emmas Blickwinkel erfährt man viel über das Leben in einer Burg, die Pflichten einer Frau und nimmt Anteil an ihrem schweren Schicksal.
Mit Ekart begibt sich der Leser auf einen Kreuzzug ins Heilige Land, und Wolfram wird zum Anhänger von Jan Hus, aus damaliger Sicht einem Ketzer, aus heutiger einem Vorläufer der Reformation durch Martin Luther.
Das Buch verknüpft zwar die drei menschlichen Schicksale miteinander, liefert auch einiges an geschichtlichem Hintergrund (wobei ich nicht beurteilen kann, wie gut die Tatsachen dargestellt werden), aber es konnte mich nicht fesseln. Es waren für mich einfach zu viele Personen und Schauplätze, so dass ich mich nicht auf ein Geschehen konzentrieren konnte. Da half es auch nichts, dass zum Schluss alle Handlungsstränge schnell in einen münden. 

Veröffentlicht am 27.01.2018

Vielfältige Einblicke mit wenig Tiefgang, märchenhaftes Schwarz-Weiß dominiert

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Das Reformations-Jubiläum nahm ich zum Anlass, einen historischen Roman auszuwählen, der in dieser Epoche spielt.
Dieses Werk ist 1415 und 1416 verortet. Es wird der auktoriale Erzählstil (allwissender ...

Das Reformations-Jubiläum nahm ich zum Anlass, einen historischen Roman auszuwählen, der in dieser Epoche spielt.
Dieses Werk ist 1415 und 1416 verortet. Es wird der auktoriale Erzählstil (allwissender Erzähler) verwendet, bei dem in die Innenansichten vieler Figuren geschlüpft wird, im Wesentlichen dieser drei:
Wolfram, junger Mann adeliger Abstammung, der sich der deutschen Bewegung zur Reformation der Kirche anschließt und deshalb verfolgt wird.
Ekart, junger Mann und Sohn eines kleinen Adeligen, der mit seinem Vater zur Pilgerreise nach Jerusalem aufbricht. Hierbei erhält man Einblicke in Glaubenskonflikte mit dem Islam und auch zu den in der Wüste herumwandernden Nomaden.
Emma, seine Schwester, die mit ihrer Mutter auf der Burg in Oberschwaben zurückbleibt. Hier werden Impressionen zum Verwalten des Hofes, grassierenden Pestfällen, Hexenverfolgung und Wanderhuren (im Übrigen nicht für zarte Gemüter geeignet) geliefert.
Dadurch dass die meisten wiedergegebenen Perspektiven die von Adeligen sind und darüber hinausgehende aus meiner Sicht eher oberflächlich oder klischeehaft abgehandelt werden, sind brauchbare Einblicke zur damaligen Lebenswirklichkeit rar. Schade, weil ich differenzierte Einblicke ins Gesellschaftssystem regelmäßig besonders reizvoll finde.
Ich habe zu Beginn des Romans die Namen und wesentliche Ansichten und Leistungen einiger historischer Persönlichkeiten rund um das Kirchenschisma und die Anfänge der Reformation dazugelernt. Ich hatte zunächst die Sorge, es könnten zu viele Informationen werden, um sich diese zu merken, doch mit weiterem Fortschritt des Romans tritt Historie zugunsten fiktiver Elemente immer weiter in den Hintergrund, sodass ich am Ende eher enttäuscht über den geringen Kenntniszuwachs bin.
In Bezug auf fiktive Figuren und ihre Liebes- und Leidensgeschichten nahm meine Begeisterung auch immer mehr ab. Zu Beginn fand ich die Hauptfiguren sympathisch und nahm Anteil an ihren Erlebnissen, aber mittelfristig fehlten mir dann Ecken und Kanten. Die vermeintlich intelligenten Charaktere agieren oft naiv oder planlos. Es kristallisiert sich ein märchenhaftes Schwarz-Weiß-Schema heraus, welches viele Geschehnisse für mich vorhersehbar machte.
Die Perspektivwechsel sorgen aber immerhin für Abwechslung und sehr vielfältige - wenn auch nicht besonders tiefgreifende oder außergewöhnlich gut recherchiert anmutende – Eindrücke. Der Roman ließ sich einfach und flüssig lesen, war kurzweilig und ich tendierte bis kurz vor Ende zu einer 4-Sterne-Bewertung. Immerhin ist es nicht einfach, so viele Themen interessant und stimmig zu verpacken.
Angesichts dessen, dass es der Autorin lange ganz gut gelungen ist, zum jeweiligen Ort und zur jeweiligen Situation (romantisch, hoffnungsvoll, bedrohlich, gefährlich, …) die passende Atmosphäre zu kreieren, war ich dann aber ziemlich erschüttert, wie überhastet das Zusammenfügen aller Handlungsstränge auf den letzten Seiten und der Abschluss herbeigeführt wurde. Ich war perplex, wie sprunghaft sich alle Beteiligten verhalten und wie abrupt alle aufgestauten Konflikte abgehandelt werden. Der letzte Satz ist wörtliche Rede, es folgt kein Epilog, Nachwort oder Ähnliches. Zum einen für die fiktive Handlung ziemlich unbefriedigend. Zum anderen wäre eine Darlegung der Grenzen zwischen Historie und Fiktion und dem Schicksal angeführter Persönlichkeiten zur Abrundung noch schön gewesen.

Veröffentlicht am 21.01.2018

Leider konnte es mich nicht begeistern

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Dies war mein erster Ausflug in die Welt der historischen Romane und wahrscheinlich auch mein letzter.
Die Story konnte mich einfach nicht fesseln. Obwohl der Schreibstil sehr flüssig ist, hab ich mich ...

Dies war mein erster Ausflug in die Welt der historischen Romane und wahrscheinlich auch mein letzter.
Die Story konnte mich einfach nicht fesseln. Obwohl der Schreibstil sehr flüssig ist, hab ich mich förmlich durch die Kapitel kämpfen müssen. Die Autorin erzählt in drei Handlungssträngen (aus Sicht von Emma, Wolfram und Ekart). Es mag sein, dass die Handlung gut recherchiert ist, jedoch zogen mich die Protagonisten einfach nicht in ihren Bann.
Nach Seite 147 habe ich leider abgebrochen.

Mein Fazit
Für Historienfans sicherlich lesenswert und an sich ein gutes Buch. Leider konnte ich mit dem Buch nicht warm werden. Daher nur zwei Sterne.