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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2017

Großartig!

Scythe – Die Hüter des Todes
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Als ich dieses Cover gesehen habe, war mein einziger Gedanke: "Das muss ich haben!!". Die Figur und der Metallic-Look: Wahnsinn! Der Blick auf meinen SUB hat mich allerdings abgehalten es sofort zu bestellen. ...

Als ich dieses Cover gesehen habe, war mein einziger Gedanke: "Das muss ich haben!!". Die Figur und der Metallic-Look: Wahnsinn! Der Blick auf meinen SUB hat mich allerdings abgehalten es sofort zu bestellen. Doch schon am gleichen Abend konnte ich nicht anders und habe es geholt. Beste Entscheidung! Schon der ein Einstieg war so fesselnd, wie ich es schon lange nicht mehr hatte. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen (ich weiß, das sage ich öfters, aber hier war es wirklich magisch).
Mir fällt es so schwer dieses Buch in Worte zu fassen, ich fand es einfach hammer!
Allein die dystopische Welt fand ich faszinierend. Es gibt weder Krankheit noch Tod. Wer sich körperlich zu alt fühlt, kann sich einfach wieder verjüngern lassen. Wer durch einen Unfall schwerverletzt wurde, kann sich in einem Zentrum wieder herstellen lassen. Alles überhaupt kein Problem. Doch wenn Menschen geboren werden, aber nie sterben, werden die Städte irgendwann überfüllt sein. Deshalb wurden die Scythe geschaffen, sie stehen über dem Gesetz und haben nur eine Aufgaben: Menschen auszulesen. Das ganze System der Scythe ist wirklich faszinierend, wie sie funktionieren und nach welchen Regeln sie leben. Die Rangordnung und die unterschiedlichen "Menschen" hinter der Kutte. Es ist eine ganz eigene Welt, die ich so in noch keinem anderen Buch gefunden habe.

Neben der außergewöhnlichen Welt gibt es unheimlich viele außergewöhnliche Charaktere in der Geschichte. Alle sehr gut durchdacht und durch besondere Charakterzüge ausgezeichnet.
Im Vordergrund stehen natürlich die Protagonisten Citra und Rowan. Die Geschichte wird aus beider Sichten erzählt und gibt dadurch einen sehr guten Einblick in die unterschiedlichen Leben der beiden.
Citra ist die Ehrgeizige. Alles was sie tut ist durchdacht und hat einen Sinn. Sie ist weniger impulsiv und verfolgt stehts ihre Ziele. Sie wirkt manchmal etwas streberhaft, aber ich mochte sie trotzdem sehr gerne.
Rowan ist der emotionalere Charakter. Er ist manchmal etwas Macho und bevormundet Citra mit seinen Entscheidungen. Aber auch er ist ein Kämpfer und verfolgt hartnäckig seine Ziele, dabei stellt er sich oft selbst zurück.
Zwischen den beiden ist immer wieder eine Spannung zu spüren, sie mögen sich sehr, wollen es sich aber nicht eingestehen. Und obwohl immer wieder eine Liebesgeschichte durchblitzt, bleibt sie stehts im Hintergrund. Ich liebe diese Kombination.

Band 1 der Scythe-Reihe ist von Anfang bis Ende super spannend und fesselnd. Auf 513 Seiten kommt nie Langeweile oder ein Tief auf. Ich kann es kaum erwarten wie es weiter geht.
Dieses Buch könnte der Anfang einer großen Liebe werden.

Veröffentlicht am 05.09.2017

Leben oder Sterben? Stimmen sie heute ab

Marthas Widerstand
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Cover und Klapptext zu "Marthas Widerstand" fand ich von Anfang an interessant, aber nicht so besonders, um es sofort zu kaufen. Dank einer Leserunde bei Lesejury, bei der ich dieses Buch als Rezensionsexemplar ...

Cover und Klapptext zu "Marthas Widerstand" fand ich von Anfang an interessant, aber nicht so besonders, um es sofort zu kaufen. Dank einer Leserunde bei Lesejury, bei der ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe, konnte ich die Geschichte endlich lesen.

Und was soll ich sagen: Ich fand es großartig.

Leider fällt es mir auch gerade deswegen so schwer, meine Meinung in Worte zu fassen.

Die Geschichte wird in verschiedene Abschnitte unterteilt: Zelle 1 bis 7 und aus verschiedenen Sichten erzählt: unter anderem Martha, Psychologische Betreuung & Death is Justice.


Martha sitzt im Gefängnis und in 7 Tagen wird sie höchstwarscheinlich hingerichtet. Das junge Mädchen hat etwas Unfassbares getan, sie hat eine berühmte und verehrte Persönlichkeit ermordet. "Eiskalt und skrupellos", so sehen es die Medien. Martha hat längst gestanden und eigentlich wäre der Fall damit abgeschlossen. Doch etwas ist seltsam an der Geschichte und Martha schweigt beharrlich. Kaum jemand möchte an ihre Unschuld glauben, doch irgendwann kommen jemanden Zweifel und nicht nur ihr Fall, sondern das gesamte Rechtssystem wird in Frage gestellt.


Dieses "Rechtssystem", man kann es kaum so nennen, hat mich besonders fasziniert und schockiert. Richter wurden abgeschafft, nachdem die falschen Leute freigesprochen wurden. Nun kann jeder über das Schicksal eines Verbrechers entscheiden: Das Volk stimmt ab. Per SMS. Oder per Anruf.

7 Tage hat die Gesellschaft Zeit ihr Urteil zu fällen. 7 Tage, in dem der Täter leiden muss. 7 Tage, 7 verschiedene Zellen, eine schlimmer als die andere. Der einzige Kontakt: eine psychologische Betreuerin.

Dieses System ist mehr als fragwürdig, doch es kommt noch schlimmer:

Die Fernsehshow "Death is justice".

Eigentlich sollte sie Fakten liefern, aber im Grunde wird der Zuschauer nur manipuliert. Es werden Aussagen gekauft, verdreht oder geschnitten. Alles, damit ein Ziel erreicht wird: Die Verurteilung oder Freisprechung einer bestimmten Person.

Als ich dieses Szenen gelesen habe, wurde ich regelmäßig stinksauer. Ich hätte die Moderatorin am liebsten erwürgt. So eine falsche Person... Die Abschnitte waren schlimm für mich zu lesen, aber auch unheimlich wichtig für die Geschichte. Medien können manipulieren ohne dass wir es merken. Ein klarer Beweis.


Man ahnt schon zu Beginn, dass etwas seltsam an Marthas Geschichte ist, doch bis zum Ende muss der Leser warten. Man spekuliert und kombiniert, es bleibt spannend bis zum Schluss.

Das Ende gefiel mir sehr gut, die Ereignisse überschlagen sich, ein Schockmoment jagt den anderen. Ich möchte nichts genaueres verraten, aber ich hoffe, dass es einen zweiten Teil geben wird!


Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich habe das Buch verschlungen und es hat mich einfach überzeugt. Es ist mir eine Höchstwertung wert ?


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Originalität
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2017

Für Fans von "Die Purge"

AchtNacht
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"AchtNacht" hat mich aufgrund der Thematik sehr an "Anonym" von Ursula Poznanski und Arno Strobel, sowie an den Film "The Purge" erinnert (was natürlich nachvollziehbar ist, da das Buch von diesem Film ...

"AchtNacht" hat mich aufgrund der Thematik sehr an "Anonym" von Ursula Poznanski und Arno Strobel, sowie an den Film "The Purge" erinnert (was natürlich nachvollziehbar ist, da das Buch von diesem Film inspiriert wurde). Diesen Wiedererkennungswert habe ich zum Teil als positiv empfunden, denn ich finde das Thema allgemein interessant, zum Teil aber auch als negativ, da vieles bereits schon gelesen/gehört und daher nicht unbedingt etwas neues war.
Trotzallem hat mich Fitzeks Schreibstil wieder von der ersten Seite an gepackt. Ich war selbst überrascht, wie schnell ich die Hälfte durch hatte. Der Protagonist Benjamin ist eine Person mit Vergangenheit und Leben, natürlich hat auch er, wie die meisten von Fitzeks Protagonisten, besondere Dinge erlebt. Auch trifft man in diesem Buch einen alten Bekannten wieder: Martin Schwartz. Allerdings hatte er eine so kleine, meist unscheinbare Rolle, dass es eben so gut ein völlig Fremder übernehmen hätte können.
Leider hatte für mich die Geschichte im letzten Drittel einen kleinen Cut. Irgendwie war die Luft ein wenig raus. Zum Glück schaffte es aber der Autor nach ein paar Kapitel das Buch zu einem spannenden und überraschendem Ende zu bringen. Manche Dinge konnte man als Leser bereits kombinieren, bei anderen war ich völlig ahnungslos. Es war nicht der beste "Wow"-Effekt der Fitzek-Bücher, dennoch sehr gut.

Insgesamt hat mir "AchNacht" gut gefallen, da ich besonders die Thematik interessant fand. Leider hatte das Buch auch seine kleinen Tiefen und es war nichts neues, die Parallelen sind nicht übersehbar. Ich gebe dem Buch eine Leseempfehlung, denn es lohnt sich, ist aber kein Highlight.

Veröffentlicht am 03.08.2017

Manche Schuld lässt sich nicht begleichen

Die Seele meiner Schwester
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Das Buch handelt von zwei Zwillingsschwestern, die zwar optisch identisch wirken, ihr Charakter aber nicht unterschiedlicher sein könnte. Ella ist die brave und ruhige. Sie verbringt am liebsten Zeit ...

Das Buch handelt von zwei Zwillingsschwestern, die zwar optisch identisch wirken, ihr Charakter aber nicht unterschiedlicher sein könnte. Ella ist die brave und ruhige. Sie verbringt am liebsten Zeit mit ihrem besten Freund oder ihrem Zeichenblock, im Mittelpunkt zu stehen ist ihr eher angenehm. Maddy ist genau das Gegenteil. Sie ist beliebt, der Schwarm der Schule ist ihr Freund, sie ist Co-Trainerin des Hockyteams und genießt ihr Leben in vollen Zügen... So scheint es zumindest. Immer wieder kommt zu Reiberein zwischen den Schwester, jede fühlt sich unverstanden und im Recht. Dann geschieht das Schreckliche... Ein Autounfall... Eine der Schwestern stirbt. Als Ella aufwacht scheinen alle zu hoffen, dass Maddy überlebt hat. Da Ella überzeugt ist, dass sie Schuld am Tod ihrer Schwester ist und Maddy den Menschen wesentlich wichtiger ist als Ella, beschließt sie die Rolle ihrer Schwester zu übernehmen. Sie möchte ihre Eltern nicht enttäuschen und Buhse am Tod ihrer Schwester tun: Maddy soll weiterleben!
Doch Ella ist nunmal nicht Maddy und ihr fällt es immer schwerer die Rolle aufrecht zu erhalten. Sie merkt, wie wenig sie eigentlich über ihre Schwester weiß und muss versuchen ein schreckliches Geheimnis aufzudecken.

Diese Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, ich konnte und wollte es garnicht aus der Hand legen. Es fiel mir sehr einfach mich in Ella hineinzuversetzen und habe mit ihr mitgelitten.
Der Roman ist wirkich packend, der Klapptext verspricht nicht zu viel.

Veröffentlicht am 03.08.2017

Wenn Bücher flüstern

BookLess 1. Wörter durchfluten die Zeit
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Der Einstieg fiel mir zunächst nicht so leicht, lag aber wahrscheinlich daran, dass ich das Buch jetzt lesen "musste" und nicht spontan danach gegriffen hatte.
Nach den ersten Kapiteln konnte mich die ...

Der Einstieg fiel mir zunächst nicht so leicht, lag aber wahrscheinlich daran, dass ich das Buch jetzt lesen "musste" und nicht spontan danach gegriffen hatte.
Nach den ersten Kapiteln konnte mich die Geschichte aber mehr und mehr begeistern und fesseln. Sie lässt sich schnell und locker lesen und die Länge der Kapitel ist sehr angenehm.
Die Charaktere Lucy und Nathan sind interessant und werden gut dem Leser näher gebracht. Dennoch haben mich manche Dinge im Zusammenhang mit den Charakteren etwas gestört. Beispielsweise rücken alle Freunde von Lucy schnell in den Hintergrund. Lucy scheint oft zu vergessen, dass sie eine beste Freundin hat, und wendet sich lieber an Nathan, den sie eigentlich überhaupt nicht kennt und über den sie kaum etwas weiß. Diese schnelle Vertrautheit zwischen den Protagonisten hat mich immer wieder gestört, Lucy handelt für mich oft zu naiv und gutmütig. Ihr wird gesagt "Erzähl niemanden davon" und sie erzählt es sofort Nathan. Natürlich weiß sie, im Gegensatz zum Leser, nicht, welches Geheimnis er verbirgt. Ähnlich wie in einem Horrorfilm, in dem man rufen möchte "Geh nicht in den Keller!" und der Darsteller es doch tut. Vielleicht fiel es mir auch einfach schwer, mich in Lucys Situation hineinzuversetzen.
Das Buch hat einen guten Spannungsbogen und findet ein interessantes Ende, denn es macht definitiv neugierig auf mehr.