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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2025

Gut

Haltung gut, alles gut
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Ein wirklich verständlich geschriebenes Buch, das viele verschiedene Aspekte rund um Haltung und körperliche Beschwerden aufgreift – vom klassischen Handynacken bis hin zu weniger bekannten Themen wie ...

Ein wirklich verständlich geschriebenes Buch, das viele verschiedene Aspekte rund um Haltung und körperliche Beschwerden aufgreift – vom klassischen Handynacken bis hin zu weniger bekannten Themen wie dem Birnenmuskel oder dem Zwerchfell. Natürlich betreffen einen nicht alle Krankheitsbilder, aber man findet sich in mehr wieder, als man vielleicht vorher denkt.

Was mir besonders gut gefallen hat: Die Kapitel stehen für sich, sodass man gezielt das lesen kann, was einen interessiert. Und die Übungen am Ende jedes Abschnitts sind sehr anschaulich gestaltet, nachvollziehbar erklärt und oft direkt umsetzbar. Ein paar davon werde ich sicher regelmäßig machen.

Klar, ein paar kleinere Wünsche hätte ich trotzdem: Ich hätte mir ein allgemeines Einstiegskapitel zur „guten Haltung“ als Basis gewünscht – also so eine Art Mini-Grundlage ganz am Anfang. Und das Kapitel zum Zwerchfell wäre meiner Meinung nach weiter vorne besser platziert gewesen, weil in vielen Übungen das Atmen sowieso eine Rolle spielt. Aber das ist eher eine strukturelle Kleinigkeit.

Der Schreibstil ist angenehm locker und an vielen Stellen sogar witzig, ohne dabei unseriös zu wirken. Man merkt, dass hier jemand mit medizinischem Know-how schreibt, der aber trotzdem auf Augenhöhe bleiben möchte.

Und ja, das Cover … sagen wir mal: Geschmackssache. Der nackte Fuß hat bei mir kurz Stirnrunzeln ausgelöst, aber irgendwie passt er auch zu der ungewöhnlichen Mischung aus medizinischem Fachwissen und lockerer Ansprache.

Insgesamt ein empfehlenswertes Buch für alle, die besser verstehen wollen, wie Haltung mit Gesundheit zusammenhängt.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Bewegend

Beduinenmilch
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Beduinenmilch hat mich richtig berührt. Talia reist 2014 nach Israel, um ihren Militärdienst anzutreten – aus dem Gefühl heraus, endlich etwas Sinnvolles für ihre Familie zu tun. Anfangs ist sie noch voller ...

Beduinenmilch hat mich richtig berührt. Talia reist 2014 nach Israel, um ihren Militärdienst anzutreten – aus dem Gefühl heraus, endlich etwas Sinnvolles für ihre Familie zu tun. Anfangs ist sie noch voller Elan, ein bisschen naiv vielleicht, aber entschlossen. Und dann kommt alles ganz anders.

Was mir besonders gefallen hat: Man begleitet sie wirklich auf einer Reise. Ihre Sicht auf die Welt verändert sich, sie trifft Menschen, die sie herausfordern, und merkt, dass man Israelis und Palästinenser nicht einfach in Gut und Böse einteilen kann, auch wenn ihr Umfeld das gern so hätte. Parallel dazu erfährt man viel über die Geschichte von Israel und ihrer Familie, vor allem über ihren Großvater, der im Unabhängigkeitskrieg beteiligt war.

Das Buch regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu sein. Es ist einfach ehrlich erzählt – ruhig, aber eindringlich. Und obwohl es als Jugendbuch gilt, hat es mich auch als Erwachsene total abgeholt. Ich mochte Talia sehr, sie war nahbar, echt, und es war einfach schön, sie zu begleiten.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Kurzbeschreibung nimmt schon ein bisschen viel vorweg.

Insgesamt ein richtig gutes Buch, das lange im Kopf bleibt.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Detailreich

Putins Angriff auf Deutschland
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Ich hatte gehofft, mit diesem Buch ein klareres Verständnis für die Mechanismen russischer Desinformation zu bekommen. Der Klappentext klang hochaktuell und dringend, und gerade deshalb wollte ich mich ...

Ich hatte gehofft, mit diesem Buch ein klareres Verständnis für die Mechanismen russischer Desinformation zu bekommen. Der Klappentext klang hochaktuell und dringend, und gerade deshalb wollte ich mich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen. Leider habe ich mich beim Lesen oft mehr gequält als informiert gefühlt.

Die Autoren haben offensichtlich gründlich recherchiert, das möchte ich ihnen keineswegs absprechen. Jede Seite ist voll mit Daten, Fakten und Beispielen. Aber genau darin liegt für mich das Problem: Es wird so viel gleichzeitig erzählt, dass kaum Raum für Struktur oder Verständlichkeit bleibt. Statt einer klaren Argumentationslinie oder eines roten Fadens fühlt es sich an wie ein permanentes Zubomben mit Informationen.

Für Einsteiger*innen in das Thema ist das Buch meiner Meinung nach nicht geeignet. Man verliert sich schnell in Details und bekommt nur schwer ein Gesamtbild. Für mich wirkte es eher wie eine Mischung aus wissenschaftlicher Abhandlung und politischer Analyse, aber ohne die Leichtigkeit, die es bräuchte, um auch ein breiteres Publikum wirklich zu erreichen.

Ich finde das schade, weil der Gegenstand absolut relevant und dringend ist. Propaganda, Manipulation und die Folgen für unsere Demokratie sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen. Aber das Buch hat es bei mir nicht geschafft, dieses Wissen so aufzubereiten, dass ich es wirklich aufnehmen und mitnehmen konnte. Stattdessen fühlte es sich irgendwann an wie eine unliebsame Pflichtlektüre.

Fazit: Ein wichtiges Anliegen, aber so überfrachtet und anstrengend aufbereitet, dass ich leider keine positive Bewertung geben kann.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Einzigartig

Not Quite Dead Yet
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War der Plot vorhersehbar? Ja.
Habe ich das Ende kommen sehen? Ja.
Habe ich trotzdem jede Seite verschlungen? Auch ja!

Die Prämisse ist einfach genial und mal etwas richtig Erfrischendes: Den eigenen ...

War der Plot vorhersehbar? Ja.
Habe ich das Ende kommen sehen? Ja.
Habe ich trotzdem jede Seite verschlungen? Auch ja!

Die Prämisse ist einfach genial und mal etwas richtig Erfrischendes: Den eigenen Mord aufklären und das in den letzten sieben Lebenstagen. Das sorgt sofort für einen spürbaren Zeitdruck, der die Geschichte von Anfang bis Ende antreibt. Selbst wenn ich die Auflösung schon im Gefühl hatte, hat mich das nicht gestört, weil der Weg dorthin so spannend erzählt ist.

Und Jet! Was für eine Hauptfigur. Galgenhumor, ein bisschen das schwarze Schaf der Familie, nicht perfekt, mit Ecken und Kanten und gerade deswegen so greifbar. Sie hat Makel, ja, aber auch Herz und Biss. Ich habe sie total ins Herz geschlossen und wollte gar nicht, dass die Zeit mit ihr endet.

Ein cleverer, witziger und gleichzeitig fesselnder Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Absolute Empfehlung und ganz sicher nicht mein letztes Buch von Holly Jackson.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Ich bin verzaubert

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Ich weiß wirklich nicht, wie ich geduldig auf den nächsten Teil der Dilogie warten soll…

Kiana habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist nachvollziehbar, vielschichtig und wirkt einfach so echt. Man ...

Ich weiß wirklich nicht, wie ich geduldig auf den nächsten Teil der Dilogie warten soll…

Kiana habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist nachvollziehbar, vielschichtig und wirkt einfach so echt. Man spürt in jeder Szene, wie sehr sie zwischen Pflichtgefühl, Verlust und der Sehnsucht nach einem eigenen Weg schwankt. Da kann ich sogar darüber hinwegsehen, dass unsere FMC mal wieder nur 19 Jahre alt und super tiny ist – sie hat genug Persönlichkeit, um das locker auszugleichen.

Auch der MMC hat es mir angetan. Er ist zwar voller Geheimnisse, wirkt manchmal fast abweisend, aber Kiana gegenüber oft so erfrischend ehrlich, dass ich jedes Gespräch zwischen den beiden gefeiert habe. Ihre Dynamik ist ein ständiges Hin und Her aus Reibung, gegenseitigem Vertrauen und diesen kleinen Momenten, in denen einfach alles passt. Genau die Art von Chemie, bei der man das Buch kaum aus der Hand legen will.

Inhaltlich streift die Geschichte große Themen: Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstvertrauen. An vielen Stellen geht es um weit mehr als nur den Plot – es geht darum, für sich selbst einzustehen, den eigenen Weg zu finden und sich nicht von äußeren Regeln bestimmen zu lassen. Diese Botschaft schwingt immer mit, ohne dass sie zu aufdringlich wird.

Die Welt, in der das Ganze spielt, ist außerdem richtig spannend aufgebaut: das Konzept der Seelenbänder, die strengen Gesetze, die Rolle der Novizen – all das wirkt durchdacht und lädt zum Eintauchen ein. Besonders mochte ich, dass man sofort merkt, wie viel Potenzial diese Welt noch für den zweiten Teil bereithält.

Ich bin wahnsinnig froh, über diese Autorin gestolpert zu sein. Die Geschichte zwischen Kiana und Tyron hat mich komplett gefesselt – und ich habe jede Seite genossen. Für alle, die „Ein Hof so grausam und schön“ mochten, ist das hier eine ganz klare Empfehlung!

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