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Veröffentlicht am 27.07.2025

Nicht verkehrt

Sei glücklich, älter wirst du sowieso
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Der Titel „Sei glücklich, älter wirst du sowieso“ hat mich sofort angesprochen – witzig, direkt. Also habe ich mir das Buch geschnappt und war gespannt, was mich erwartet.

Die Autorin trägt darin Studien, ...

Der Titel „Sei glücklich, älter wirst du sowieso“ hat mich sofort angesprochen – witzig, direkt. Also habe ich mir das Buch geschnappt und war gespannt, was mich erwartet.

Die Autorin trägt darin Studien, Erfahrungen und Gedanken zum Thema Älterwerden zusammen – mit einem ganzheitlichen Blick auf Körper, Geist und Umfeld. Dabei geht es um Themen wie Selbstfürsorge, Optimismus, Verbundenheit, Kreativität oder Dopaminroutinen. Vieles davon ist aber ehrlich gesagt nicht besonders neu – einiges kannte ich schon, anderes kommt einem sehr vertraut vor, wenn man sich mit diesen Themen schon ein bisschen beschäftigt hat.

Dennoch: Für viele dürfte es hilfreich sein, all das mal in einem Buch zusammengefasst zu finden. Gerade als Einstieg oder Überblick. Für meinen Geschmack blieb es inhaltlich oft etwas oberflächlich. Es werden viele Namen, Zitate und Studien in den Raum geworfen – teilweise fast schon ein bisschen plakativ. Aber: Einige der erwähnten Bücher werde ich mir definitiv noch anschauen. Und vielleicht höre ich auch mal in den Podcast der Autorin rein.

Die Übungen am Ende jedes Kapitels fand ich grundsätzlich eine schöne Idee – sie bringen das Gelesene nochmal auf den Punkt. Allerdings waren manche Vorschläge entweder extrem vage oder ganz schön groß:
„Holen Sie sich das Gefühl von Verbundenheit in Ihrem Viertel!“ oder
„Finden Sie Ihre Kreativität, Ihren Flow und Ihre Dopaminpraktik und üben Sie sie jeden Tag aus!“
Das ist mir persönlich manchmal ein bisschen zu viel auf einmal.

Alles in allem ein Buch mit guter Grundidee, sympathischer Stimme und einem positiven Zugang zum Thema Altern – aber mit Luft nach oben, wenn es um Tiefe und Konkretheit geht.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Schnelle Orient-Küche

Vegan trifft Orient – Express
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Ein liebevoll gemachtes Kochbuch mit richtig stimmungsvollen Bildern – sowohl von den Gerichten als auch von der Autorin selbst. Alles ist optisch sehr hochwertig, auch wenn die Food-Fotos ziemlich stark ...

Ein liebevoll gemachtes Kochbuch mit richtig stimmungsvollen Bildern – sowohl von den Gerichten als auch von der Autorin selbst. Alles ist optisch sehr hochwertig, auch wenn die Food-Fotos ziemlich stark bearbeitet sind (aber das ist ja Geschmackssache).

Die Rezepte fand ich spannend und viele kannte ich überhaupt nicht, was mir gut gefallen hat. Es gibt Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen, also eine richtig schöne Auswahl. Toll finde ich auch, dass alles schnell geht und der Mengen- und Nährwertrechner vom Verlag ist ein super Extra.

Was mich allerdings etwas gestört hat, ist die wiederholte Eigenwerbung – vor allem für das Granatapfelkonzentrat oder ihre eigene Gewürzmischung. Was mache ich denn, wenn ich nichts online bestellen will?

Heute habe ich Zucchini in Joghurt mit gerösteter Sonnenblumenkern-Paprika-Butter und die Würzige Maronensuppe mit Croûtons ausprobiert – war schnell gemacht und ziemlich lecker!

Insgesamt ein schönes Buch für alle, die mal ein bisschen frischen Wind in ihre pflanzliche Alltagsküche bringen wollen. Einige Rezepte werde ich auf jeden Fall noch testen. Ich hatte mir gleich ein weiteres Buch der Autorin geholt: „Orient trifft Fit“, das war aber bei Weitem nicht so gut.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Ein kreatives Buch

Lieblingsrezepte aus deinem Airfryer – vegetarisch
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Ein witziges Buch! Die Gestaltung ist genau so, wie es das Cover schon andeutet: bunt, klar, ein bisschen schräg. Auch die Fotos sehen so aus – manchmal fast ein bisschen trocken, aber irgendwie passt ...

Ein witziges Buch! Die Gestaltung ist genau so, wie es das Cover schon andeutet: bunt, klar, ein bisschen schräg. Auch die Fotos sehen so aus – manchmal fast ein bisschen trocken, aber irgendwie passt das zur Stimmung.

Die Rezepte sind richtig kreativ. Von Bang-Bang-Brokkoli über Okonomiyaki mit Kohl bis hin zu Zimt-Nachos mit Himbeeren – auf sowas muss man erst mal kommen. Die Zimt-Nachos waren übrigens mega lecker!

Ich würde das Buch vor allem Leuten empfehlen, die:
1. ihren Ofen oder Pfannen ungern nutzen
2. und einen ziemlich großen Airfryer besitzen – vielleicht sogar mit zwei Fächern.

Mit meinem kleinen Gerät muss ich die Sachen oft auf mehrere Durchgänge aufteilen, das nervt dann ein bisschen. Gnocchi mit Sommergemüse oder auch Bananenpfannkuchen mache ich dann ehrlich gesagt doch lieber in der Pfanne oder im Ofen. Das ist für mich einfacher.

Trotzdem: Wer mal was anderes ausprobieren will, Lust auf abgefahrene vegetarische Kombis hat und seinen Airfryer voll ausnutzen möchte, findet hier viele Ideen. Ich hab definitiv ein paar Sachen entdeckt, die ich wieder machen werde.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Eine Stütze

Trauma ENDLICH überwinden
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Zuerst mal: Das Buch dreht sich inhaltlich vor allem um Entwicklungstraumata – das kommt im Klappentext leider kaum durch. Stattdessen klingt es eher nach einem typischen Ratgeber zum „Lebensfreude zurückholen“. ...

Zuerst mal: Das Buch dreht sich inhaltlich vor allem um Entwicklungstraumata – das kommt im Klappentext leider kaum durch. Stattdessen klingt es eher nach einem typischen Ratgeber zum „Lebensfreude zurückholen“. Auch das Cover mit der springenden Figur wirkt in dem Zusammenhang eher unpassend. Man kann ja auch traumatisiert lachen oder funktionieren – das macht es nicht weniger ernst.

Was mir gut gefallen hat: Das Buch ist sehr ausführlich (über 400 Seiten) und gut strukturiert. Es lässt sich nicht mal eben „weglesen“, aber genau das ist vielleicht seine Stärke. Die Autorin erklärt sehr klar, wie Trauma entstehen kann, wie es sich zeigt und welche Wege es geben kann, damit umzugehen. Besonders hilfreich fand ich die Praxisbeispiele – sie machen das alles greifbarer.

Dr. Thiel betont auch, dass ihr Buch keine Therapie ersetzen kann – das fand ich wichtig. Trotzdem ist es durch die zugängliche Sprache und die nachvollziehbaren Erklärungen eine gute Unterstützung, vor allem, wenn man sich selbst mit dem Thema beschäftigt oder nach einem Einstieg sucht.

Man sollte allerdings bereit sein, sich wirklich darauf einzulassen – mit Zeit, Offenheit und vielleicht einem Notizbuch. Wer nur ein bisschen „schnelle Hilfe“ erwartet, wird hier eher nicht fündig.

Insgesamt ein sehr gutes Buch zu einem wichtigen Thema, aber mit irreführendem Cover und Klappentext.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Gutes Thema, aber leider nicht gut erzählt

Dein Körper glaubt dir alles
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Ich fand das Thema von Anfang an total spannend – wie groß der Einfluss unserer Gedanken auf Heilung sein kann, fasziniert mich schon lange. Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut und auf wissenschaftlich ...

Ich fand das Thema von Anfang an total spannend – wie groß der Einfluss unserer Gedanken auf Heilung sein kann, fasziniert mich schon lange. Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut und auf wissenschaftlich fundierte, klar strukturierte Einblicke in den Placebo-Effekt gehofft.

Ein paar interessante neue Perspektiven waren tatsächlich dabei: etwa Placebo-Effekte unter Narkose, der Umgang mit Generika oder der Nocebo-Effekt. Auch der Einstieg ins Thema war vielversprechend und gut verständlich. Danach hat mich das Buch leider zunehmend verloren.

Der Aufbau wirkt sprunghaft, manchmal sogar ein bisschen konfus – es ging plötzlich nicht mehr wirklich um Placebo, sondern eher allgemein um die Arzt-Patienten-Beziehung, Kommunikation, Empathie, Erwartungshaltungen. Alles irgendwie verwandt mit dem Thema, aber nicht immer sinnvoll verbunden. Ich hätte mir da mehr roten Faden gewünscht.

Auch stilistisch war es schwierig: Teilweise klang es fast wie ein wissenschaftlicher Fachartikel, dann wieder sehr locker bis belehrend. Der Wechsel zwischen Ansprache an Ärzt:innen und Patient:innen ohne klare Trennung hat das Ganze zusätzlich unruhig gemacht. Ich hatte oft das Gefühl, das Buch wüsste selbst nicht, an wen es sich eigentlich richtet.

Dazu kamen viele Wiederholungen, viele Abscheifungen und oft nur oberflächliche Studiennennungen – da hätte ich mir mehr Einordnung und Tiefe gewünscht. Vor allem: Was bedeutet ein signifikanter Unterschied konkret? Wie groß ist der Effekt? Ist das übertragbar?

Viel mitnehmen konnte ich leider nicht – außer vielleicht den Appell, als Patientin mit einer positiven Haltung in den Arzttermin zu gehen. Das ist natürlich ein sinnvoller Impuls, aber für ein ganzes Buch über Placebo doch etwas wenig.

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