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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2025

Muss man nicht unbedingt lesen

Unbedingt lesen, wenn ...
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Unter der Vielzahl an Ratgebern ist dieser für mich leider kein großer Hit.

Das Buch ist in drei thematische Teile mit vielen Unterkapiteln aufgeteilt. Jedes Kapitel startet mit einem Brief der Autorin. ...

Unter der Vielzahl an Ratgebern ist dieser für mich leider kein großer Hit.

Das Buch ist in drei thematische Teile mit vielen Unterkapiteln aufgeteilt. Jedes Kapitel startet mit einem Brief der Autorin. Die sollten vermutlich einfühlsam sein, haben mich aber oft nicht abgeholt – stattdessen hatte ich eher das Gefühl, dass mir gesagt wird, wie ich mich gerade fühle. Teilweise habe ich die Briefe dann einfach übersprungen.

Insgesamt fand ich die Auseinandersetzung mit den Themen seltsam blass und oberflächlich. Manche Texte wirkten repetitiv und banal. Es tauchen Aussagen auf wie „Gute Freunde bereichern dein Leben, schlechte eher nicht“, „Überlege was dir in der Situation helfen kann“ oder „Selbstkritik bringt dich nicht weiter“. Klar, stimme ich zu, aber für mich hätte es das Buch dafür nicht gebraucht.

Die Tools fand ich überwiegend vage, unpraktisch und schwer in den Alltag zu integrieren.

Letztlich ist das aber super individuell – für mich war es halt nichts.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Schön illustriert und voll mit Infos!

True Crime in Nature
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Für die Illustration würde ich ohne zu zögern direkt fünf Sterne vergeben. Es sind wunderbare Zeichnungen vor jedem Kapitel und im Text dabei und auch das Cover ist unglaublich toll umgesetzt. Bravo!

Für ...


Für die Illustration würde ich ohne zu zögern direkt fünf Sterne vergeben. Es sind wunderbare Zeichnungen vor jedem Kapitel und im Text dabei und auch das Cover ist unglaublich toll umgesetzt. Bravo!

Für den Text schwanke ich irgendwo zwischen drei und vier Sternen. Zwar fand ich das Thema super und auch die verschiedenen Crimes in der Natur waren interessant, aber die Texte hatten für mich auch Schwächen.
Teilweise wurden recht viele Tiere innerhalb kürzester Zeit abgehandelt, Fotos und kleine Infoblasen waren dann an den falschen Stellen und ich fand es schwierig dran zu bleiben. Die Autorin ist immer wieder etwas abgeschweift. Irgendwie hatte ich etwas Spannendes erwartet, wofür man bei einigen Tieren noch mehr hätte in die Tiefe gehen müssen. Vielleicht ist das dem Titel geschuldet, da habe ich, als True-Crime-Liebhaberin, andere Erwartungen gehabt.

Trotzdem eine tolle Idee mit schönen Illustrationen.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Langsam

All die kleinen Vogelherzen
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Das Buch ist definitiv einzigartig und vom Schreibstil her mal ganz anders. Sunday, die autistische Protagonistin, mag nur weißes Essen, orientiert sich an einem alten Benimmbuch und ist unsicher in sozialen ...

Das Buch ist definitiv einzigartig und vom Schreibstil her mal ganz anders. Sunday, die autistische Protagonistin, mag nur weißes Essen, orientiert sich an einem alten Benimmbuch und ist unsicher in sozialen Situationen. Als ein Ehepaar nebenan einzieht und sie sich anfreunden, verändert sich ihr Leben.

Trotz der interessanten Idee war das Pacing irgendwie seltsam, Sundays Gedanken wiederholen sich ständig, und eine richtige Handlung gibt es eigentlich nicht. Ich fand es echt schwierig, mich überhaupt zum Weiterhören zu motivieren und dann auch wirklich dranzubleiben.

Aber das ist natürlich nur meine Meinung. Wer langsame, besondere Bücher mag, wird vielleicht genau das daran schätzen. Und es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass autistische Autorinnen mehr Raum bekommen und autistische FMCs öfter in Büchern vorkommen.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Eine unerträgliche Serienmörderin

How To Kill a Guy in Ten Ways
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Eine feministische Serienmörderin, die üble Männer aus dem Verkehr zieht? Klingt erstmal nach einer großartigen Prämisse. Aber was dieses Buch daraus macht … puh.

Millie ist einfach nur furchtbar. Nicht, ...

Eine feministische Serienmörderin, die üble Männer aus dem Verkehr zieht? Klingt erstmal nach einer großartigen Prämisse. Aber was dieses Buch daraus macht … puh.

Millie ist einfach nur furchtbar. Nicht, weil sie mordet – sondern weil sie denkt, wie sie denkt. Missgünstig, selbstbezogen, sexistisch (ja, wirklich!), und einfach unangenehm. Ich brauche keine netten weiblichen Protagonistinnen, aber ich sollte auch nicht alle paar Seiten schreien wollen, weil sie so unfassbar heuchlerisch ist. Die Morde sollten das moralisch Verwerfliche sein, nicht ihr ganzer Blick auf andere Frauen.

Auch suggeriert der Klappentext eine komplett andere Geschichte. Millie rettet über ihre Message M Hotline Frauen vor üblen Männern. Stattdessen geht es kaum darum und es werden Männer mit fadenscheinigen Begründungen ausgewählt und um die Ecke gebracht.

Dazu zieht sich das Buch ohne Ende. Schon der Titel verrät: zehn Morde. Warum dann nicht auch zehn Kapitel? Stattdessen passiert nach Mord Nummer drei … bis zum letzten Drittel nichts Spannendes mehr. Und als dann auch noch ein komplett unsinniger Love Interest und ein Plottwist aus dem Nichts dazukommen, war’s endgültig vorbei. Ich habe wirklich gehofft, dass Millie einfach eingesperrt wird – nicht mal aus moralischen Gründen, sondern weil es dann wenigstens vorbei gewesen wäre. Das Ende ist schrecklich unfair, mir tuen wirklich alle um Millie herum leid.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Ich bin in die Falle getappt

The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?
6

Nach der Leseprobe dachte ich: Endlich mal etwas anderes! Kein 08/15-Thriller, sondern eine neue Geschichte. Eine Frau sucht ihre entführte Schwester, streift nachts allein durch die Straßen und steigt ...

Nach der Leseprobe dachte ich: Endlich mal etwas anderes! Kein 08/15-Thriller, sondern eine neue Geschichte. Eine Frau sucht ihre entführte Schwester, streift nachts allein durch die Straßen und steigt sogar in das Auto eines Fremden. Ich war sofort gespannt: Wird sie so den Entführer finden? In welche weiteren gefährlichen Situationen gerät sie? Am meisten hatte ich mich auf eine Szene gefreut, in der sie den Täter endlich aufspürt und versucht, ihn anzugreifen.

Doch Fehlanzeige – diese Szene war die erste und letzte ihrer Art. Stattdessen bekommen wir eine Ermittlungsgeschichte mit mehreren POVs und Zeitebenen: die Schwester Lucy, die Ermittlerinnen Angela und Denise, der Täter – und als wäre das nicht genug, kommen im Laufe des Buches noch mehr dazu. Dazu noch jede Menge Nebencharaktere, bei denen ich oft nicht mal verstanden habe, warum sie überhaupt eine Rolle spielen. Ermittlungsarbeiten finde ich ohnehin meist langweilig, und hier haben sie mich auch nicht packen können. Unsere Protagonistin stolpert währenddessen von einer unsinnigen Entscheidung in die nächste. Die meiste Zeit war ich einfach nur verwirrt – zu viele Perspektiven, zu viele Plotholes. Am Ende ergibt kaum noch etwas Sinn.

Die Wendungen? Unplausibel und völlig an den Haaren herbeigezogen. Und das Ende? Einfach nicht vorhanden. Das Buch hört einfach mittendrin auf, als hätte jemand die zweite Hälfte vergessen.

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