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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2018

Unerreicht

Verdammnis
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Stieg Larsson ist einfach der beste skandinavische Autor. Da gibt es keine/n, der an seine Klasse heran reicht.
Die Geschichte um Lisbeth Salander, zu der man tiefere Einblicke bekommt, verwoben mit ...

Stieg Larsson ist einfach der beste skandinavische Autor. Da gibt es keine/n, der an seine Klasse heran reicht.
Die Geschichte um Lisbeth Salander, zu der man tiefere Einblicke bekommt, verwoben mit den Recherchen eines aktuellen Falles - einfach eine klasse Meisterleistung. Auch, auf über 700 Seiten durchgängig eine Grundspannung aufrecht zu erhalten und dass sich zu keiner Zeit Längen oder Durchhänger in die Story schleichen, ist geradezu perfekt.
Unbedingte Lektüre-Empfehlung

Veröffentlicht am 05.12.2018

Unter dem Messer, aber hinter den Erwartungen

Unter dem Messer
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Worum geht's:
Die angesehene Chirurgin Rita Wu steht kurz davor, eine völlig neuartige OP mit einem vollautomatischen Roboter durchzuführen.
Finney, dessen Frau vor einem Jahr bei einer OP, bei der Rita ...

Worum geht's:
Die angesehene Chirurgin Rita Wu steht kurz davor, eine völlig neuartige OP mit einem vollautomatischen Roboter durchzuführen.
Finney, dessen Frau vor einem Jahr bei einer OP, bei der Rita das Skalpell führte, zu Tode kam, kann mit dem Schmerz seines Verlustes kaum umgehen und sinnt auf Rache.
Dann ist da noch Ritas Vergangenheit, ihr Verhältnis zu ihrer Schwester Darcy und ihrem Ex Spencer.

Mit seinem Debütroman "Auf ewig Dein" verschaffte sich der Mediziner Kelly Parsons in den USA große Beachtung. Die will Parsons nun toppen mit dem Medical Thriller "Unter dem Messer", in dem es um modernste medizinische Verfahren geht.

Rita Wu ist eine Vorzeige-Chirurgin des Turner-Krankenhauses. Sie gilt als erfolgreich, tough, strebsam, ja, nahezu perfekt und makellos, möchte man sagen.
Diese junge, erfolgreiche Ärztin wacht auf in einem OP - nackt und in einem schrecklichen Zustand, wenn man bedenkt, dass sie an diesem Tag eine wichtige OP durchführen soll.
Und dann ist da Finney, den der Tod seiner Frau Jenny nach einer OP durch Rita blind werden lässt vor Rache an Rita.

Meine Meinung:
Aufgrund der Informationen über Rita, die man erlangt, wenn man an der Hochglanz-Oberfläche kratzt, gelange ich zu der Erkenntnis, dass sie mir nicht sympathisch ist. Zudem werden ihre Vorzüge meines Erachtens am zu vielen Stellen im Text "über den Klee gelobt", will meinen, die Hervorhebung ihrer Persönlichkeit zerrt am Nervig-Sein.
Wenn man den Grund von Jennys Tod kennt, kann man Finneys Verzweiflung über ihren Verlust nachvollziehen. Allerdings schießt seine Art und Weise, wie er diese kompensieren will, über das Ziel hinaus.

Rita's Ex Spencer, der ebenfalls am Turner-Krankenhaus beschäftigt ist, ist über die Trennung von Rita nici immer nicht hinweg. Angesichts des Grundes, den Rita für ihre Trennung anführt, ist sein Unverständnis nachvollziehbar. Ritas Schwester Darcy, um die Rita sich schon in der Kindheit gekümmert hat; und weitere Geister aus Ritas Vergangenheit, die sich am Tag der geplanten, von Rita durchzuführenden OP zuspitzen. All diese Puzzleteile versprechen gehörig Spannung im hoch interessanten Umfeld einer Klinik.

Jedoch mangelt es doch in einigen Punkten.
Zum einen wirken die kurzen Kapitel, die als Überschrift die Vornamen der Protagonisten tragen, störend - störend insofern, weil sie den Erzählfluss unterbrechen. Zudem werden in kürzester Zeit viele Personen ins Rennen geschickt - dieser Schreibstil sagt mir persönlich nicht zu.

Weiterhin kommt es leider nicht nur einmal in den 460 Seiten vor, dass erhebliche Längen eingebaut werden, die sich dem Spannungsaufbau alles andere als förderlich erweisen. Medizinische Fachbegriffe werden nicht erklärt, sodass der Laie mit einem "C-Bogen" wohl nicht direkt etwas anzufangen weiß. Demgegenüber ist die seitenlange Einführung des "Auto-OP-Roboters" viel zu ausführlich und senkt den Spannungsbogen in erheblichem Maße. Ein gesundes Maß hätte der Storyline viel mehr gebracht.
Manche Handlungsstränge sind viel zu vorhersehbar, was leider auch den Showdown nicht ausklammert. Denn dieser war schon vorher absehbar.
Hat man das alles schon durch, so stellt das Ende dann schlussendlich auch keine große Überraschung mehr dar. Das Ende ist gar nicht schwer vorherzusehen, dass hätte so nicht sein müssen.

Zu keiner der handelnden Personen kann ich während der Lektüre Sympathie aufbauen, schon gar nicht zu Rita. Finneys Schmerz verstehe ich, Ritas Verhalten (in der Vergangenheit so wie in der Gegenwart) ist inakzeptabel bzw unverständlich, bisweilen unlogisch. Außerdem wird sie als Superfrau dargestellt, was teilweise schon unglaubwürdig rüber kommt. Am ehesten kann ich da noch Spencer verstehen oder auch Sebastian, die im Grunde gute Herzen haben. Aber auch zu den beiden will sich keine tiefergehende Sympathie aufbauen. Aber wer weiß.. vielleicht ist diese Distanz, dieses klinisch steril-kühle von Autor genauso ja gewollt, schließlich spielt die Handlung in einer Klinik.

Mein Fazit:
Der Medical "Thriller" kann mich nicht begeistern. Zu viele Längen lassen die Spannung abreißen, die Figuren überzeugen nicht, die Handlung ist an vielen Stellen zu vorhersehbar. Von eines Thrillers würdige Spannung kann hier auch nicht die Rede sein, daher setze ich diese in Anführungszeichen. Schade, denn das hier behandelte Thema ist ein durchaus interessantes.
Leider bleibt "Unter dem Messer" aufgrund der gravierenden Schwachpunkte weit hinter meinen Erwartungen.

Veröffentlicht am 22.11.2018

Was,wenn die Welt aus den Fugen gerät?

Die andere Frau
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Als ob das Schicksal nicht schon genug Schläge für den Psychologen Joe O'Loughlin ausgeteilt hätte: Erst der Tod seiner Frau vor einem Jahr, dann seine Diagnose Parkinson, jetzt liegt auch noch sein Vater ...

Als ob das Schicksal nicht schon genug Schläge für den Psychologen Joe O'Loughlin ausgeteilt hätte: Erst der Tod seiner Frau vor einem Jahr, dann seine Diagnose Parkinson, jetzt liegt auch noch sein Vater nach einem vermeintlichen Unfall im Koma. Doch der Alptraum setzt noch Erna drauf: Die Frau, die bei Joes Dad am Krankenbett sitzt, hat Joe noch nie in seinem Leben gesehen.
Wer ist diese Frau?
Was hat sie mit den schlimmen Verletzungen von Joes Vater zu tun?
Führt dieser womöglich ein Doppelleben?

Schon mit den ersten Sätzen nimmt dieses Buch gefangen. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen, weil man unbedingt Antworten auf die Fragen haben will, die sich einem auftun. Und weil Joe einem sofort sympathisch ist.
Unbedingte Lese-Empfehlung

Veröffentlicht am 13.11.2018

Eins der härtesten Bücher...

EVIL
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... die ich bislang gelesen habe.
Die Gewalt, die hier in absolut schnörkelloser Art&Weise auf den Leser einprasselt, lässt Stephen King wie einen Schüler aussehen.
Echt harte Kost - auf kennen Fall ...

... die ich bislang gelesen habe.
Die Gewalt, die hier in absolut schnörkelloser Art&Weise auf den Leser einprasselt, lässt Stephen King wie einen Schüler aussehen.
Echt harte Kost - auf kennen Fall für zart Besaitete geeignet.

Veröffentlicht am 04.11.2018

In Ansätzen interessant

Jenseits von Böse
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In diesem Buch wird das Thema Maßregelvollzug behandelt. Es werden einige Fälle beleuchtet, aber darüber hinaus enthält das Buch auch einige Interviews mit Patienten / Pflegern/ Richten u a.

Dass diese ...

In diesem Buch wird das Thema Maßregelvollzug behandelt. Es werden einige Fälle beleuchtet, aber darüber hinaus enthält das Buch auch einige Interviews mit Patienten / Pflegern/ Richten u a.

Dass diese komplexe Thematik natürlich nicht allumfänglich in 300 Seiten abgehandelt werden kann, sollte jedem klar sein.
Aber dafür, generell einmal hinein zu schnuppern, ist dieses Buch durchaus geeignet