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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2025

The Academy

The Academy
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„The Academy“ entführt die Leserinnen und Leser an die angesehene Tiffin Academy im ländlichen New England – ein traditionsreiches Highschool-Internat, an dem Ehrgeiz, Freundschaft und Rivalitäten aufeinandertreffen. ...

„The Academy“ entführt die Leserinnen und Leser an die angesehene Tiffin Academy im ländlichen New England – ein traditionsreiches Highschool-Internat, an dem Ehrgeiz, Freundschaft und Rivalitäten aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt stehen eine Gruppe von Schülern der oberen Klassen, die nicht nur mit schulischem Druck, sondern auch mit persönlichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Themen wie Außenseitertum, erste Liebe, Bulimie, Suizidgedanken, Lehrer-Schüler-Beziehungen und die Erwartungen an ein perfektes Leben werden feinfühlig und spannend aufgegriffen. Über alles liegt das Geheimnis einer mysteriösen E-Mail, die erst am Tag der Abschlussfeier eröffnet werden soll – und die letztendlich alles verändern könnte.

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, schon das Cover hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht. Von den beiden Autorinnen hatte ich bisher noch kein Werk gelesen, umso gespannter war ich, was mich erwarten würde. Der Klappentext klang vielversprechend, und die Idee eines Internatsromans voller Intrigen und jugendlicher Dynamik hat mich sofort gereizt.

Sehr hilfreich fand ich, dass zu Beginn alle Charaktere aufgelistet waren, denn die Geschichte umfasst eine Vielzahl von Figuren mit eigenen Geschichten und Perspektiven. Allerdings habe ich das Buch als E-Book gelesen, und da ist das Zurückblättern etwas umständlich. Ich musste mich daher bis zum Ende etwas durch die vielen Namen und Beziehungen durcharbeiten, bis ich wirklich alles klar zuordnen konnte.

Der Campus-Alltag ist lebendig beschrieben, und die Atmosphäre des Internats mit seinen Traditionen, Festen und kleinen Dramen wird gut eingefangen. Ich hatte mir stellenweise noch mehr Tiefe oder emotionale Wucht erhofft – der Roman blieb für mich eher auf Distanz, auch wenn die Themen durchaus ernst und interessant sind.

Was das Lesen meines Flusses allerdings deutlich gestört hat, war der häufige Gebrauch von Einschüben in Klammern. Diese ständigen Erklärungen unterbrachen für mich oft den Erzählfluss und nahmen dem Text eine Spannung an. Ohne diese stilistischen Brüche hätte ich das Buch wahrscheinlich flüssiger und mit noch mehr Freude gelesen.

Insgesamt ist The Academy ein solider, atmosphärisch dichterer Internatsroman mit vielen spannenden Facetten, aber für mich persönlich kein absolutes Highlight. Ich habe ihn gern gelesen und bin gespannt auf weitere Werke der Autorinnen – vielleicht findet das nächste Buch etwas besser den emotionalen Kern, den ich mir hier gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Der Donnerstagsmordclub

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Der Roman „Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“ ist der fünfte Band der beliebten Reihe von Richard Osman, in dem vier ungewöhnliche Hobbydetektive – Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron – in einer ...

Der Roman „Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“ ist der fünfte Band der beliebten Reihe von Richard Osman, in dem vier ungewöhnliche Hobbydetektive – Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron – in einer englischen Seniorenresidenz jeden Donnerstag zusammenkommen, um ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Auch dieses Mal geraten sie in ein neues, verschlungenes Rätsel, bei dem es um Geheimcodes, alte Verbindungen und gefährliche Gegner geht. Wie gewohnt treffen Humor, Spannung und zwischenmenschliche Wärme aufeinander – eine Mischung, die die Reihe so besonders macht.

Ich bin ohne große Vorkenntnisse in die Lektüre eingestiegen, nachdem ich bisher nur die Verfilmung des ersten Teils gesehen habe. Der Film hatte mich bereits begeistert, weshalb ich unbedingt einmal selbst eines der Bücher lesen wollte. Rückblickend würde ich jedoch empfehlen, die Serie von Anfang an zu verfolgen. Ohne das Wissen um die bisherigen Geschehnisse und die Entwicklung der Figuren fehlten mir anfangs einige Zusammenhänge, besonders was die Beziehungen der vier Hauptpersonen und ihre gemeinsame Vergangenheit betrifft. Das erschwerte es mir zunächst, richtig in die Geschichte hineinzufinden.

Nachdem ich mich aber eingelesen hatte, konnte ich das Buch vollständig fesseln. Osman schreibt mit viel Witz, Feingefühl und einem Gespür für charmante Dialoge. Die Handlung bleibt spannend, ohne je in blutige Dramatik abzurutschen, und lebt von den liebenswerten Charakteren, deren Eigenheiten und Humor man schnell ins Herz schließt. Am Ende hat mich das Buch sehr gut unterhalten – so sehr, dass ich nun unbedingt mit dem ersten Band beginnen und die ganze Reihe in der Reihenfolge richtig lesen möchte.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Der Laden in der Mondlichtgasse

Der Laden in der Mondlichtgasse
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"Ich hatte bisher noch nichts von Hiyoko Kurisu gelesen und war deshalb sehr gespannt auf „Der Laden in der Mondlichtgasse“. Schon der Titel und das Cover haben mir eine besondere Atmosphäre versprochen. ...

"Ich hatte bisher noch nichts von Hiyoko Kurisu gelesen und war deshalb sehr gespannt auf „Der Laden in der Mondlichtgasse“. Schon der Titel und das Cover haben mir eine besondere Atmosphäre versprochen. Ich freute mich darauf, in eine neue Welt einzutauchen, die anders sein sollte als das, was ich üblicherweise lese.

Allerdings hat mich das Buch letztendlich nicht so sehr überzeugt, wie ich es zu Beginn gehofft hatte. Zunächst war mir nicht bewusst, dass es sich im Kern um eine Sammlung von losen zusammenhängenden Kurzgeschichten handelt. Da ich persönliche längere Erzählungen bevorzuge, fällt es mir schwer, eine tiefere Bindung zu den Figuren aufzubauen. Kaum hatte man angefangen, die Protagonisten kennenzulernen, war ihre Geschichte auch schon wieder zu Ende. Dadurch ist bei mir leider keine wirkliche Nähe entstanden, was für mein Leseerlebnis sehr entscheidend gewesen wäre.

Auch sprachlich gab es Stellen, mit denen ich etwas Probleme hatte. Einige Begriffe, die ich nicht sofort einordnen konnte, haben mein Lesen zunächst erschwert. Erst am Ende stellte ich fest, dass es ein Glossar mit Erklärungen gibt. Bei einem Ebook gestaltete sich das Hin- und Herblättern jedoch leider umständlicher als in einem gedruckten Buch, sodass ich diese Hilfestellung erst verspätet nutzen konnte.

Ein weiterer Punkt war für mich die Länge. Mit knapp 200 Seiten wirkt das Werk eher wie eine kurze Sammlung von Episoden als wie ein vollwertiger Roman. Gerade das hat mein Gefühl verstärkt, dass sich die Geschichten nur an der Oberfläche bewegen, ohne die Tiefe zu erreichen, die ich mir gewünscht hätte.

Trotzdem kann ich nicht abstreiten, dass das Buch eine gewisse poetische Stimmung vermittelt. Manche Szenen sind atmosphärisch dicht, nahezu märchenhaft, und die Idee eines besonderen Ladens in einer geheimnisvollen Gasse hat durchaus Potenzial. Wer kurze, leicht fantastische Episoden mit einem Hauch von Magie mag, könnte hier vielleicht auf seine Kosten kommen. Für meinen persönlichen Geschmack war es jedoch nicht die richtige Art von Erzählung."

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Warda - Die Dornen der Rose

WARDA
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Ich habe mit „Warda – Die Dornen der Rose“ erstmals ein Buch von Rose Daniel gelesen, obwohl sie bereits zwei andere Werke auf Deutsch veröffentlicht hat. Da mir der Klappentext sofort ins Auge gefallen ...

Ich habe mit „Warda – Die Dornen der Rose“ erstmals ein Buch von Rose Daniel gelesen, obwohl sie bereits zwei andere Werke auf Deutsch veröffentlicht hat. Da mir der Klappentext sofort ins Auge gefallen ist und starke Neugier geweckt hat, war meine Erwartung an die Geschichte entsprechend hoch. Besonders das Geheimnisvolle und Düstere, das schon im Vorfeld angedeutet wurde, sprach mich sehr an.

Von Anfang an fand ich es sehr interessant, dass die Leserschaft über Wardas Schuld am Anschlag bereits Bescheid wusste, während die Protagonistin selbst durch ihren Gedächtnisverlust völlig ahnungslos war. Dieser Spannungsmoment hat mich direkt in die Geschichte hineingezogen, weil man gleichzeitig mitfiebert, wie es für sie sein muss, Schritt für Schritt eine Wahrheit über sich selbst zu entdecken, die sie nicht kennt – oder nicht kennen will. Dadurch stellt die Autorin Fragen, die einen beim Lesen beschäftigen: Wie viel unsere Persönlichkeit hängt an unseren Erinnerungen? Sind wir noch dieselben Menschen, wenn wir unser „Vorher“ verlieren?

Das Spiel mit Gedächtnislücken, Zweifeln und dem rekonstruierten Selbstbild war meiner Meinung nach das stärkste Element des Buches. Besonders spannend war für mich zu sehen, wie Warda ihr eigenes Weltbild überdenken muss, weil ihr die Basis – ihre Vergangenheit – fehlt. Diese innere Zerrissenheit war glaubwürdig dargestellt und hat die emotionale Ebene der Geschichte getragen.

Trotz all dieser interessanten Aspekte blieb mir persönlich am Ende jedoch eine gewisse Ernüchterung zurück. Ich hatte mir mehr erhofft – vielleicht eine noch dichtere Spannung, tiefere Figurenzeichnung oder eine stärkere emotionale Bindung zu Warda. Irgendetwas fehlte mir, um vollständig mitgerissen zu werden. Möglicherweise liegt es schlicht auch an meinem eigenen Lesezeitpunkt, denn manchmal hängt der Zugang zu einer Geschichte stark davon ab, in welcher Lebens- oder Gefühlslage man sich gerade befindet.

Insgesamt ist „Warda – Die Dornen der Rose“ für mich eine Geschichte, die viele spannende Fragen über Identität, Schuld und Erinnerung aufwirft und in ihrem Kern sehr interessant erzählt ist, die mich aber nicht gänzlich so berührt hat, wie ich es mir erhofft hatte. Ich könnte mir trotzdem vorstellen, noch ein weiteres Buch von Rose Daniel auszuprobieren, um herauszufinden, ob ich ihren Schreibstil in einem anderen Werk stärker fesseln kann.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Versprich mir, dass du tanzt

Versprich mir, dass du tanzt
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Dies war nicht mein erstes Buch von Dani Atkins, und auch diesmal hat sie mich nicht enttäuscht. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen, und dennoch war mir beim Lesen der Inhaltsangabe ...

Dies war nicht mein erstes Buch von Dani Atkins, und auch diesmal hat sie mich nicht enttäuscht. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen, und dennoch war mir beim Lesen der Inhaltsangabe klar, dass es eine sehr emotionale und bewegende Geschichte werden würde – und genau das ist eingetreten.

Im Mittelpunkt stehen Lilly und Adam, ein scheinbar glückliches Ehepaar, das gemeinsam mit seinem Hund ein erfülltes Leben führt – sowohl beruflich als auch privat. Doch diese Idylle zerbricht, als Adam unheilbar erkrankt. Bereits im ersten Kapitel erfährt man von seinem Tod, und schon an dieser Stelle musste ich mehrfach innehalten, weil mich die Gefühle so sehr überwältigten.

Im weiteren Verlauf des Romans taucht man tief in Lillys Erinnerungen ein. Stück für Stück erfährt man, wie sie Adam kennengelernt hat, wie sich ihre Liebe entwickelte und welche gemeinsamen Momente ihre Beziehung geprägt haben. Gleichzeitig zieht sich wie ein roter Faden das Geheimnis durch die Geschichte, weshalb Adam Lilly vor seinem Tod das Versprechen abnimmt, sich nach einiger Zeit mit Josh, ihrem Jugendfreund, in Verbindung zu setzen. Diese ungeklärte Frage verleiht dem Buch eine besondere Spannung und sorgt dafür, dass man unbedingt weiterlesen möchte, um die Hintergründe zu verstehen.

Dani Atkins gelingt es auf eindrucksvolle Weise, die Themen Liebe, Verlust und Hoffnung miteinander zu verweben. Obwohl die Handlung traurig und stellenweise kaum auszuhalten ist, vermittelt das Buch gleichzeitig Wärme, Menschlichkeit und die tröstliche Botschaft, dass Beziehungen über den Tod hinaus Bedeutung haben können. Der Schreibstil ist angenehm, sehr gefühlvoll und dennoch leicht zu lesen, sodass man trotz der Schwere der Thematik immer wieder hineingezogen wird.

Für mich ist dieses Buch ein berührendes Leseerlebnis, das nachhallt. Es ist eine Geschichte, die man nicht so schnell loslässt, und die sicher viele Herzen bewegen wird. Allerdings würde ich es nur dann empfehlen, wenn man sich emotional darauf einlassen kann – wer gerade selbst mit Erfahrungen zu ähnlichen Kämpfen hat, sollte vielleicht auf einen geeigneten Zeitpunkt warten.

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