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Veröffentlicht am 19.03.2025

Süße YA-Romance

Betting on you
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Lynn Painter, ist meine RomCom-Queen. Nach dem Doppelschlag von “Better than-” & “Nothing like the movies” habe ich mich wie verrückt auf ihr neues Buch “Betting on you” gefreut. Ich wurde auch nicht enttäuscht. ...

Lynn Painter, ist meine RomCom-Queen. Nach dem Doppelschlag von “Better than-” & “Nothing like the movies” habe ich mich wie verrückt auf ihr neues Buch “Betting on you” gefreut. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Lynn Painter hat erneut abgeliefert.
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Darum geht’s: Bailey und Charlie könnten unterschiedlicher nicht sein. Bei ihrer ersten Zufallsbegegnung sind sie sich gleich unsympathisch. Dann kreuzen sich ihre Wege wieder … als Arbeitskollegen! Freundschaft? Nein! Liebe? Niemals! Oder doch???
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“Betting on you” ist, wie schon die beiden vorangegangenen Bücher, wieder ein YA-Roman von Lynn Painter. Die Protagonisten Bailey und Charlie sind gerade mal süße 17. Aber die Charaktere sind so angelegt, dass ihr sehr junges Alter für mich überhaupt keine Rolle gespielt hat. Ich kann mich trotzdem in die beiden hineinversetzen, so dass ihre Geschichte für mich gefühlsmäßig viel mehr ist, als irgendeine beliebige Teenie-Romance. Was Lynn Painter schreibt, ist Kino in Buchform. Auch “Betting on you” hat wieder Film-Potenzial. Die Anfangsszenen haben mich in ihrer leichtgängig-witzigen Art und Bildhaftigkeit direkt eingefangen. Die Handlung entwickelt sich flott, richtig süß und sehr humorvoll. Ich hatte von Anfang an ein Grinsen im Gesicht und musste immer wieder Lachen. Die Geschichte macht also vor allem eins: Ganz viel Spaß. Lynn Painter packt aber als Ausgleich auch ein gutes Portiönchen Ernsthaftigkeit in die Story. Das gefällt mir richtig gut. Die Protagonisten durchlaufen eine Persönlichkeitsentwicklung, die ich einfach nur gerne und voller Freude miterlebt habe. Sowohl Bailey als auch Charlie haben emotionale Tiefe und kommen beide authentisch und sympathisch rüber. Ich konnte gar nicht anders, als sie zu mögen.
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Mit Liz & Wes aus den Movies-Romanen mitzuhalten ist schwer. Die beiden haben mein Herz im Sturm erobert und sind eines meiner All time favorite-Pärchen. Bailey und Charlie reichen da nicht ganz ran. Trotzdem sind auch diese Zwei herzerwärmend und “Betting on you” eine Gute Laune- und Feel Good-Romance, die mich darin bestärkt, dass ich noch viel mehr von Lynn Painter lesen will.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Ein starkes Finale

Teufels Tanz
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“Teufelstanz” ist der Abschlussband der dreiteiligen Krimi-Serie um die Mordgruppe Wien. Und Ursula Poznanski hat hier zum Finale das ganz große Besteck aufgefahren. Ich nehme es schon mal vorweg: “Teufelstanz” ...

“Teufelstanz” ist der Abschlussband der dreiteiligen Krimi-Serie um die Mordgruppe Wien. Und Ursula Poznanski hat hier zum Finale das ganz große Besteck aufgefahren. Ich nehme es schon mal vorweg: “Teufelstanz” ist ein hervorragender Krimi.
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Ursula Poznanski hat ihre Trilogie um die Mordgruppe Wien perfekt aufgebaut. Die Reihe steigert sich von Band zu Band. “Stille blutet” war für meinen Geschmack noch ein verhaltener Einstieg, aber mit Potenzial. Deshalb habe ich weitergelesen. “Böses Licht” konnte dann schon deutlich eins draufsetzen. Das lag vor allem daran, dass ein sehr mysteriöser Teil der Geschichte zumindest etwas klarer geworden ist. Dieser Part rückt nun in “Teufelstanz” in den Fokus. Es ist an der Zeit, die geheimnisvolle Zwischenstimme aufzuklären. Und da lässt Ursula Poznanski sich nicht lumpen und bringt die Reihe zu einem wirklich fulminanten Abschluss.
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Jetzt ist ja schon wieder einige Zeit vergangen, seit ich die ersten beiden Bände gelesen habe. Einerseits habe ich mich sehr auf den finalen Teil gefreut. Andererseits war ich aber auch skeptisch, ob ich aufgrund des Anstands wieder den Anschluss finde. Jeglicher Zweifel wurde mir aber sofort genommen. Ich war direkt drin im Geschehen und Ermittlerin Fina Plank und ihren Kollegen in diesem Band so nah, wie in keinem der anderen beiden zuvor. Die Zeichnung der Charaktere ist hier überaus gut gelungen. Hinzu kommt, dass der Fall mich von Beginn an gepackt hat. Seite um Seite habe ich gebannt die Entwicklung verfolgt. Und dann kam das letzte Drittel…
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Ich kann guten Gewissens behaupten, dass mich schon lange kein Krimi mehr so gepackt hat wie “Teufelstanz”. Das letzte Drittel hat mir emotional komplett den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen und bin auf der Achterbahn der Gefühle gefahren. Ich war gespannt und angespannt, ich habe mitgefiebert, ich hatte Gänsehaut, ich wollte es nicht kommen sehen und dann kamen mir tatsächlich noch die Tränen. Am Schluss habe ich dann mit Fina Plank das Licht ausgeschaltet. Gibt es einen besseren Abschluss für so eine Trilogie? Eindeutig: Nein.
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Ich kann nur sagen: WOW! “Teufelstanz” hat mir wahnsinnig gut gefallen - auf wirklich allen Ebenen. Nach Anlaufschwierigkeiten mit der Reihe, hätte ich jetzt richtig Lust, die drei Bände nochmal im Verbund nacheinander wegzulesen. Ich denke, dass ich dann auch Band 1 ganz anders sehen und bewerten würde. Das Finale hat mich komplett geflasht und wird bei mir noch lange nachhallen. Diesen Effekt können nun wirklich nicht viele Krimis für sich verbuchen. Insofern: Hut ab, Ursula Poznanski, das war großartig! 

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Nette Unterhaltung

Luzie in den Wolken
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“Luzie in den Wolken” heißt der neue Roman von Charlotte Lucas. Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht.
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Darum geht’s: Gabriel ist ein erfolgreicher Romanautor - allerdings gerade komplett ...

“Luzie in den Wolken” heißt der neue Roman von Charlotte Lucas. Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht.
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Darum geht’s: Gabriel ist ein erfolgreicher Romanautor - allerdings gerade komplett ausgebrannt mit einer fetten Schreibblockade. An der Elbe flattert ihm ein roter Luftballon mit einer emotionalen Kinder-Botschaft vor die Füße. Ein Zufallsfund, mit ungeahnten Folgen…
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Ich weiß nicht warum, aber ich musste bei dem Ansatz irgendwie spontan an das Buch
“Hallo Mister Gott, hier spricht Anna” denken. Das hat ja nun schon etliche Jahre auf dem Buckel und ist vom Stil und Inhalt her dann auch eine ganz andere Hausnummer. Philosophische Gedanken gibt es in “Luzie in den Wolken” auch, aber sie sind anders und zeitgemäßer verpackt. Der Roman kommt trotz teilweise schwerer Thematik insgesamt recht spielerisch daher. Die liebenswerte Story erfüllt zwar einen gewissen Anspruch, sie ist aber mit so viel Herz und auch Humor geschrieben, dass sie erkennbar darauf abzielt, zu unterhalten. Die lockere Erzählweise und die Entwicklungen haben teilweise sogar waschechte RomCom-Züge.
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Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Die Protagonisten Gabriel und Miriam sind sympathische und authentische Charaktere, mit denen man sich schnell verbunden fühlen kann. Mir hat vor allem Gabriel gefallen, der hier in eine Situation hineingerät, die dann ihre ganz eigene Dynamik entwickelt. Der weibliche Part ist mit Miriam nett, aber auch etwas farblos besetzt. Mit Luzie hatte ich das typische Kinderproblem, weil die Kleine zwar ganz süß, aber auch recht neunmal klug daherkommt. Richtig gemocht habe ich Rebecca, die Gabriel mit ihrem Misstrauen ganz schön ins Schwitzen bringt, was bei mir immer wieder für Lacher gesorgt hat.
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Der Handlungsansatz ansich ist nicht neu. Das zugrundeliegende Trauer-Thema wird mit Fingerspitzengefühl und leichtgängig interpretiert. Das streckenweise sehr gemächliche Erzähltempo sorgt im Mittelteil für ein paar Längen. Trotzdem ist der Roman größtenteils aber einfach schön und locker zu lesen. Die Geschichte berührt, macht aber gleichzeitig auch Spaß. Sie ist nicht so ernst und tiefgründig, wie zunächst vermutet, sondern tatsächlich massentauglich ausgelegt. Hier und da hatte ich mal kurz einen Kloß im Hals, bevor ein Schmunzeln das Ruder schon wieder rumgerissen hat. Damit bleibt “Luzie in den Wolken” auf einem sehr angenehmen und unterhaltsamen Level und garantiert eine gute Lesezeit.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Unendliche Liebe

Our Infinite Fates
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„Our Infinite Fates“ von Laura Steven war für mich ein Glücksgriff. Ich hatte das Gefühl, kurz vor einer Leseflaute zu stehen und gerade partout keine Lust auf ein Buch von meiner aktuellen Leseliste. ...

„Our Infinite Fates“ von Laura Steven war für mich ein Glücksgriff. Ich hatte das Gefühl, kurz vor einer Leseflaute zu stehen und gerade partout keine Lust auf ein Buch von meiner aktuellen Leseliste. In der Mayerschen hat mich dann diese Romantasy magisch angezogen. Das Buch wollte zu mir. Ich wollte zu diesem Buch. Also: Spontankauf. Riskant. Gerade in einem Genre, dass ich bisher nur ansatzweise erkundet habe und das immer noch außerhalb meiner Komfortzone liegt. Voller Freude, aber trotzdem etwas skeptisch, bin ich also an das Buch herangegangen. Umso mehr freue ich mich sagen zu können, dass mich die Story dann komplett begeistert hat.
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Darum geht’s: Evelyn lebt bereits ihr x-tes Leben. Und sie weiß jedes Mal, dass sie vor ihrem 18. Geburtstag sterben wird – ermordet von ihrer großen Liebe Arden, der sie immer wieder findet. In ihrem aktuellen Leben will Evelyn ihre todkranke Schwester retten. Gleichzeitig rückt ihr 18. Geburtstag unaufhaltsam näher …
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„Ich liebe dich. Und ich habe dich geliebt. Und ich werde dich lieben.“ Diese Sätze zieren das nackte Hardcover. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Story. Und sie spiegeln die Gefühle, die die Handlung tragen und die die Geschichte transportiert perfekt wider. Ich hatte es nicht zu hoffen gewagt, aber ich habe mich tatsächlich in dieses Buch verliebt.
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Obwohl es sich hier um ein Jugendbuch handelt, das für Leser*innen ab 14 Jahren empfohlen wird, hat mich die Story abgeholt und gecatcht. Vielleicht, weil es sich ja um alte Seelen handelt. Der Schreibstil von Laura Steven ist einerseits jugendlich-leicht, gleichzeitig aber auch feinsinnig-schön. Die Autorin trifft einen besonderen Ton und schafft auch noch die passende Atmosphäre dazu. Der Großteil der Geschichte spielt in der Gegenwart. Dazwischen gibt es Rückblicke in viele vergangene Leben. Über Jahrhunderte hinweg. Das hat mich unglaublich fasziniert. Auch das die Protagonisten noch sehr jung sind, hat mich nicht gestört. Vielleicht weil es sich quasi um alte Seelen handelt.
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Evelyn ist das sympathische Mädel von nebenan und Arden der charismatische und undurchsichtige Bösewicht. Es gibt noch ein paar andere Charaktere, die aber allesamt nicht mehr als nur Nebenrollen spielen. In einem Fall fand ich das etwas schade. Wichtig sind hier aber eben nur die beiden Hauptfiguren. Um sie, ihre Geschichte und ihre Gefühle dreht sich eben alles. Die schicksalhafte Verbindung von Evelyn & Arden hat mich emotional gecatcht. Ihre Lovestory hat mein Herz berührt.
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„Our Infinite Fates“ ist großes Gefühlskino mit Spannung & Herzklopfen. Für mich ist es ein besonderes Buch, das eine ganz große Leseempfehlung von mir bekommt. Ich lieb’s!

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Zu langatmig

Schattenschwester
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Thriller made in Schweden und ich – das ist irgendwie Liebe. Ich mag es Nordic Noir und springe automatisch auf skandinavische Spannung an. Auch bei Tina N. Martin war schon beim Auftakt klar, dass ich ...

Thriller made in Schweden und ich – das ist irgendwie Liebe. Ich mag es Nordic Noir und springe automatisch auf skandinavische Spannung an. Auch bei Tina N. Martin war schon beim Auftakt klar, dass ich hier am Ball bleibe. Im Januar ist mit „Schattenschwester“ der 3. Fall der Reihe erschienen. Und ich habe mich sehr darauf gefreut.
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Darum geht’s: Elvira ist spurlos aus einem Kinderheim verschwunden. Drei Jahre später stürzt sie von einem Kirchturm in den Tod. Hat sie sich das Leben genommen? Wurde sie ermordet? Die Kommissare Idun Lind und Calle Brand ermitteln…
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„Schattenschwester“ hat mich zunächst wie erwartet mitgerissen. Ich mag den Schreibstil von Tina N. Martin bzw. das, was die deutsche Übersetzung davon transportiert. Der Einstieg ins Buch ist wirklich super. Die Story beginnt richtig packend, so dass ich so schnell wie möglich weiterlesen wollte. Was mir ebenfalls gefällt, sind die psychologischen Aspekte der Geschichte. Und ich mag die Aufbereitung mit Rückblenden, die eine Parallelgeschichte erzählen, die sich Stück für Stück in das Gesamtgeschehen einfügt.
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Statt aber immer tiefer in die Handlung einzutauchen, habe ich im Verlauf irgendwie das Interesse verloren. Das anfängliche Spannungslevel hat sich aufgelöst. Rund 560 Seiten Thriller sind für meinen Geschmack hier einfach zu viel. Die Story hat Längen bekommen. Es wurde mir teilweise viel zu ausschweifend und zu wenig auf den Punkt erzählt. Das hat mich aus dem Lesetritt gebracht
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Auch was den Blick ins Privatleben unserer Protagonistin angeht, bin ich zwiegespalten. Anfangs fand ich Idun in diesem Fall sehr nahbar und menschlich eingefangen. Im Verlauf wurde sie mir aber zunehmend unsympathischer. Den Sinneswandel, den sie vollzieht, habe ich nicht verstanden. Und wie sie sich in der Schlussphase der Ermittlung verhält, habe ich ihr einfach nicht abgekauft.
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Fazit: „Schattenschwester“ beginnt sehr stark und verliert dann durch Langatmigkeit. Insgesamt hat mir dieser Fall nur mittelprächtig bis weniger gut gefallen. Vielleicht hat mich der Thriller aber gerade auch nur auf dem falschen Fuß erwischt.

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