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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2020

Eine amüsante Liebesgeschichte

Wolfes of Wall Street - Ian
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Ich durfte "Wolfes of Wall Street - Ian" im Zuge einer Leserunde kennen lernen und es war mein erstes Buch der Autorin Lauren Layne. Ich muss gleich vorweg gestehen, dass ich mir anhand des Klappentextes ...

Ich durfte "Wolfes of Wall Street - Ian" im Zuge einer Leserunde kennen lernen und es war mein erstes Buch der Autorin Lauren Layne. Ich muss gleich vorweg gestehen, dass ich mir anhand des Klappentextes etwas anderes vorgestellt habe. Der Satz: "Eine toughe Agentin eröffnet die Jagd auf den heißesten Broker der Wall Street - und verbrennt sich die Finger!" hat mich auf einen Wirtschaftskrimi mit Liebesgeschichte schließen lassen. Der äußerst erfolgreiche Broker Ian gerät ja auch in den Fokus der SEC, der Börsenaufsicht, wegen dem Verdacht auf Insiderhandel und die Agentin Lara soll ihn überführen. Es stehen allerdings nicht die Ermittlungen im Vordergrund, sondern die Anziehung zwischen Lara und Ian, die dadurch in eine Zwickmühle geraten. Für beide ist es riskant dem Verlangen nachzugehen, für Lara natürlich mehr als für Ian und vor allem ist es Ian nicht gewöhnt verzichten zu müssen. Der (von mir erhoffte) Krimianteil ist gerade einmal Nebenhandlung, aber trotzdem muss ich sagen, dass ich von den beiden gut unterhalten wurde. Das Hin und Her, der Eiertanz umeinander und die Sticheleien waren sehr amüsant zu lesen. Und durch die Ich-Erzählweise von Ian und Lara im Wechsel konnte man die "Probleme" der beiden gut nachvollziehen und eben im Wechsel gegenüberstellen. Auch dass man als Leser immer wieder direkt angesprochen wird, hat mir gefallen.
Also wer Lust hat auf eine Büro-Romanze mit Enemy-to-Lovers-Anteil sollte hier auf jeden Fall zugreifen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.06.2020

Krimi und Urlaubslektüre in einem

Tod in Saint Merlot
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Ich durfte von „Tod in Saint Merlot“ ein Rezensionsexemplar über die Plattform Lesejury lesen und möchte mich dafür bedanken, meine Meinung zum Buch ist davon aber nicht beeinflusst worden. Bei Krimis ...

Ich durfte von „Tod in Saint Merlot“ ein Rezensionsexemplar über die Plattform Lesejury lesen und möchte mich dafür bedanken, meine Meinung zum Buch ist davon aber nicht beeinflusst worden. Bei Krimis bin ich generell vorsichtig, damit ich nicht aus Versehen zu viel verrate und anderen Lesern so den Spaß und vor allem die Spannung verderbe. Deswegen zitiere ich hier nur den Klappentext und gebe den Inhalt nicht in eigenen Worten wieder: „Bei einem Urlaub in der Provence verliebt sich die Britin Penelope Kite in einen alten Bauernhof. Kurzerhand erwirbt die Frührentnerin das Gehöft und zieht um. Doch kaum angekommen, erlebt sie den Schreck ihres Lebens: Im Swimmingpool schwimmt eine Leiche! Es ist Manuel Avore, der ehemalige Besitzer des Hofes, der diesen wegen Spielschulden verkaufen musste. Die Polizei geht von einem Unfall aus, doch Penelope ist sich da nicht so sicher. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln ...“
Ein neuer Lebensabschnitt, ein neues Land und ein neues Haus, die Engländerin Penelope hat sich ihr neues Leben in der französischen Provence so schön vorgestellt. Und dann stolpert sie über eine Leiche in ihrem neuen Pool. Und irgendwie mauert das ganze Dorf, hier muss doch mehr dahinterstecken und Penelope ist sich sicher, sie kommt dahinter. Die Atmosphäre der Provence wird so authentisch dargestellt, dass man sich selbst wie im Frankreich-Urlaub fühlt, schöne Landschaft, gutes Essen und Wein, eigentlich sehr viel Wein – so stellt man sich ein Leben wie Gott in Frankreich doch vor, oder? Dennoch schafft es die Autorin Serena Kent eine durchgehende Spannung zu erzeugen, auch mit Hilfe von einigen amüsanten Beobachtungen und falschen Spuren, Ablenkungen auf dem Weg zur Lösung. Auch den Charakteren, nicht nur den Hauptfiguren wurde sehr viel Sorgfalt gewidmet und sie wirken sehr lebendig und authentisch auf mich. Der „Tod in Saint Merlot“ ist kein blutiger Krimi, mit Schusswechseln, wobei es wird sogar geschossen, wilden Verfolgungsjagden oder langwierigen Verhören – es ist ein Krimi mit einem gewissen Pfiff, einer Gemütlichkeit, der von seiner unkonventionellen Hobby-Detektivin und ihrem Spürsinn lebt. Ich persönlich habe ihn sehr genossen.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Figuren
Veröffentlicht am 31.03.2020

Puppen, Kunst und Schmetterlinge

The Doll Factory
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Ich durfte den Roman „The Doll Factory“ der Autorin Elizabeth Macneal im Zuge einer Leserunde bei der Lesejury lesen und möchte mich gleich einmal herzlich dafür bedanken, meine Rezension wurde davon aber ...

Ich durfte den Roman „The Doll Factory“ der Autorin Elizabeth Macneal im Zuge einer Leserunde bei der Lesejury lesen und möchte mich gleich einmal herzlich dafür bedanken, meine Rezension wurde davon aber nicht beeinflusst, auch wenn ich gleich vorweg sagen muss, dass ich begeistert war.
„The Doll Factory“ spielt in London zur Mitte des 19. Jahrhunderts, die ganze Stadt ist im Bann der ersten Weltausstellung. Auch die Protagonistin Iris ist davon gefesselt. Iris und ihre Zwillingsschwester schuften in einem Puppenladen und stellen Puppen her, allerdings träumt Iris von Höheren, sie will malen. Als sie die Möglichkeit erhält für Louis Frost, einem Mitglied der präraffaelitischen Bruderschaft Modell zustehen und von ihm zu lernen, ergreift sie ihre Chance, obwohl sie als Malermodell ihren guten Ruf verliert. Man kann sagen, dass das der historische Teil des Romans ist, gut recherchiert, voller interessanter Fakten zu der Zeit und zur Gesellschaft. Aber es gibt noch eine zweite Ebene in diesem Roman und den kann ich eigentlich nur als Psychothriller bezeichnen, denn Iris hat einen stillen Verehrer und mit dem Hinweis auf Psychothriller wird schnell klar, es ist ein Stalker – doch mehr will ich hier gar nicht verraten.
Erzählt wird von einem Allwissenden Erzähler, der den einzelnen Protagonisten folgt und von ihnen und ihren Schicksalen berichtet, aber das auf eine äußerst packende und fesselnde Art und Weise. Abgewechselt oder auch bereichert wird das Ganze durch Briefe und Artikel, die teils wichtige Hinweise zum Handlungsgeschehen liefern. Mit ihrem flüssigen und auch etwas unkonventionellen Schreibstil hat mich die Autorin von der ersten Seite in ihren Bann gezogen und der kontinuierliche Spannungsbogen mit der dunklen, aber schwer fassbaren Bedrohung hat mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Wer Lust hat auf einen gutrecherchierten und ungeschönten historischen Roman aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem ganz gehörigen Thrilleranteil ist hier bestens unterhalten.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.03.2020

Das Leben muss weiter gehen

Mein Herz in deinen Händen
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Ich durfte von dem Roman „Mein Herz in Deinen Händen“ der Autorin Corinne Michaels im Zuge einer Leserunde hier auf Lesejury lesen und möchte mich gleich dafür bedanken, meine Rezension wurde davon aber ...

Ich durfte von dem Roman „Mein Herz in Deinen Händen“ der Autorin Corinne Michaels im Zuge einer Leserunde hier auf Lesejury lesen und möchte mich gleich dafür bedanken, meine Rezension wurde davon aber nicht beeinflusst.
Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band der Trilogie um die Hennington-Brüder, jeder Band beschäftigt sich mit einem der Brüder und ihrer jeweiligen Partnerin, sie sind in sich abgeschlossen und so wirkte der erste Teil zumindest auf mich, unabhängig voneinander zu lesen. Hier geht es nun um Zach, dessen Jugendliebe Presley nach 17 Jahren als Witwe mit Zwillingssöhnen nach Hause zurückkehrt. Da Zach es mittlerweile bereut, Presley überhaupt verlassen zu haben, hat er nun eine zweite Chance – doch es ist schwer gegen einen toten Rivalen anzukommen. Erzählt wird die Liebesgeschichte der beiden von den beiden Protagonisten Presley und Zach selbst in Ich-Form, so lernt man vor allem Presleys innere Zerrissenheit besonders gut kennen, aber ganz ehrlich, zu Beginn des Buches steht eine Triggerwarnung, die ich trotz aller Emotionen und Schicksalsschläge nicht ganz verstanden habe. Ja Presley wurde in ihrem Leben arg gebeutelt, sie hat einige Tragödien überstehen müssen, aber trotz allem ist es auch eine romantische Liebesgeschichte mit vielen positiven Emotionen, ich möchte aber an dieser Stelle nicht zu viel erzählen. Alles in allem ist „Mein Herz in Deinen Händen“ eine emotionale Liebesgeschichte um einen Neuanfang und dank seines flüssigen Schreibstils und guter Charaktere recht schnell zu verschlingen. Wenn ihr Lust habt auf eine etwas andere Liebesgeschichte seit ihr hier auf jeden Fall richtig.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 12.02.2020

Ein Provence-Krimi

Die Mirabeau-Morde
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Ich durfte von „Mirabeau- Morde“ ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen und möchte mich dafür bedanken, meine Meinung zum Buch ist davon aber nicht beeinflusst worden. Bei Krimis bin ich generell vorsichtig, ...

Ich durfte von „Mirabeau- Morde“ ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen und möchte mich dafür bedanken, meine Meinung zum Buch ist davon aber nicht beeinflusst worden. Bei Krimis bin ich generell vorsichtig, damit ich nicht aus Versehen zu viel verrate und anderen Lesern so den Spaß und vor allem die Spannung verderbe. Deswegen zitiere ich hier nur den Klappentext und gebe den Inhalt nicht in eigenen Worten wieder: „Ein einfacher Fall, gutes Essen und ein paar Tage Urlaub im sonnigen Südfrankreich: Das erhofft sich der Münchner Kommissar Stefan Eltjen. Er soll die Polizei in Aix-en-Provence bei den Ermittlungen zum Mord an einer deutschen Studentin unterstützen. Doch die Sache wird komplizierter als gedacht: Das Opfer ist seltsam inszeniert, und der Mörder hat eine mysteriöse Botschaft auf provenzalisch hinterlassen. Bald gibt es neue Tote mit weiteren Botschaften, die auf die Geschichte des Ortes verweisen. Eltjen und seine Kollegen, Commissaire Dubarry und die forsche, attraktive Ermittlerin Alis, stehen vor einem Rätsel. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als tief in der Vergangenheit zu wühlen - aber das Unrecht, das sie schließlich aufdecken, steht in keinem Geschichtsbuch...“ Die Mirabeau-Morde sind der Auftaktband einer neuen Krimi-Serie rund um die Kommissare Eltjen und Dunbarry und in der Werbung zum Buch steht: „Ein spannender und atmosphärischer Provence-Krimi von Robert de Paca!“, das kann ich so ehrlich gesagt nur unterschreiben. Die Atmosphäre der Provence wird so authentisch dargestellt, dass man sich selbst wie im Frankreich-Urlaub fühlt. Der Landschaft, die verschlafenen Dörfer, ihre Bewohner und die Geschichte sind sehr realistisch und informativ geschildert – man kann glatt was lernen. Auch den Personen wurde sehr viel Sorgfalt gewidmet und sie wirken sehr lebendig und authentisch auf mich. Und dann sind da natürlich noch die Morde, die Inszenierungen und die Jagd nach dem Täter. Es wird kontinuierlich Spannung aufgebaut und gipfelt in einem plausiblen Schluss. Auf die Lösung kommen unsere beiden Kommissare dank genauer Polizeiarbeit und detektivischen Spürsinn, was mir immer sehr gut gefällt – ich mag es gar nicht wenn der Täter so plötzlich aus dem Hut gezaubert wird.
Ich bin schon sehr gespannt welchen Fall die beiden als nächstes lösen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung