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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein spannendes, gruseliges und geheimnisvolles Jugendbuch

Anna und die flüsternden Stimmen
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Anna ist 15 und freut sich überhaupt nicht auf die Ferien. Sie fährt mit ihrer Familie in den Urlaub, in einen kleinen Ort namens Qual. Und sie erwartet, dass das Dorf seinem Namen alle Ehre macht. Als ...

Anna ist 15 und freut sich überhaupt nicht auf die Ferien. Sie fährt mit ihrer Familie in den Urlaub, in einen kleinen Ort namens Qual. Und sie erwartet, dass das Dorf seinem Namen alle Ehre macht. Als sie ankommt, merkt sie aber schnell, dass es doch nicht so langweilig wird wie gedacht. Zum einen lernt sie den netten Tjark kennen. Und dann sind da auch noch unheimliche Ereignisse, die sie auf die Spur eines alten Geheimnisses führen.
„Anna und die flüsternden Stimmen“ ist ein tolles Jugendbuch. Mir hat vor allem die Hauptfigur Anna gefallen. Sie ist klug, mutig, neugierig und mitfühlend. Mit viel Entschlossenheit deckt sie nach und nach einen wichtigen Teil der Geschichte von Qual auf. Diese Entwicklungen haben mich auch sehr gefesselt. Die Entdeckungen wären auch ohne übernatürlich und gruselige Elemente spannend. Die Mystik hat für mich aber noch einiges zur Spannung hinzugefügt. Die einzelnen unheimlichen Geschehnisse sind gut in die Geschichte eingebaut und bringen eine besondere Atmosphäre mit sich.
Neben diesem Erzählungsstrang baut Sabine Städing auch typische Teenagerprobleme ein. Anna mag Tjark, aber sie muss erst herausfinden, wie ihre Gefühle genau aussehen. Und dann muss sie auch noch Tjarks Gefühle abschätzen. Natürlich ist da ein innerliches Chaos vorprogrammiert. Der romantische Erzählstrang ist gut in die Geschichte eingewebt und mit den anderen Elementen ausbalanciert.
„Anna und die flüsternden Stimmen“ hat mich gut unterhalten und ist ein empfehlenswertes Jugendbuch.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Ein wunderschönes Buch über Angst, Verlust und Trost

Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge
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Malte & Oskar und der Lauf der Dinge ist ein wunderschönes Buch mit einem wichtigen Thema. Schon der Einband ist atemberaubend. Das Titelbild zeigt Malte und Oskar vor einem wunderschönen Sonnenuntergang ...

Malte & Oskar und der Lauf der Dinge ist ein wunderschönes Buch mit einem wichtigen Thema. Schon der Einband ist atemberaubend. Das Titelbild zeigt Malte und Oskar vor einem wunderschönen Sonnenuntergang in lila, pink und gelb. Diese Farbgebung zieht sich durch das gesamte Buch. Zusätzlich sind viele Elemente in blaugrünen Farbtönen gestaltet. Dadurch gewinnt die Geschichte einen traumhaften Charakter. Passend dazu ist der Zeichenstil zart und niedlich gehalten. Insgesamt ergibt sich so ein richtiges Kunstwerk. Überall konnte ich kleine Details entdecken, die die Geschichte bereichern.
Und auch die Geschichte selbst ist wunderschön und emotional. Malte und Oskar stellen sich der Angst, einen Verlust zu erleben. Sie entdecken Traurigkeit und Trost und eine Welt, in der sie das Leben feiern. Die Geschichte ist wunderschön geschrieben und kann helfen, die Angst vor Verlusten ein bisschen besser zu verstehen und zu verarbeiten. Der Schreibstil ist einfach, gut verständlich und wunderschön.
Malte & Oskar und der Lauf der Dinge ist auch zum Vorlesen sehr gut geeignet. Kinder werden sicher Trost und Antworten in der Geschichte finden. Ich bin froh, dass ich dieses tolle Buch lesen durfte.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Spannender Einblick in eine Welt mit vorbestimmten Lebensläufen

Die Spur der Vertrauten
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In der Welt von Claire und Goliath hat jeder Mensch einen Instinkt. Und damit erfüllen sie eine Aufgabe, die für das WIR von Bedeutung ist. Es gibt Beschützer, Reparateure, Vertraute, Ernährer und noch ...

In der Welt von Claire und Goliath hat jeder Mensch einen Instinkt. Und damit erfüllen sie eine Aufgabe, die für das WIR von Bedeutung ist. Es gibt Beschützer, Reparateure, Vertraute, Ernährer und noch viele mehr. Jeder muss die Aufgabe erfüllen, die sein Instinkt ihm zuweist. Und der Drang des Instinkts lässt keine eigene Entscheidung zu. In dieser Welt bemerken Claire und Goliath, dass Schüler verschwinden, und sie versuchen diese zu finden.
Das Buch hat mich schon mit seiner äußeren Gestaltung überzeugt. Der Einband und der Schutzumschlag sind in einem wunderschönen Lila gefärbt. Das Titelbild zeigt ein Labyrinth, auf dem eine Figur steht. Unter dem Umschlag ist ein schimmernder Einband, auf dem hinten und vorne jeweils ein Satz aus dem Buch stehen. Der äußere Eindruck hat mir schon sehr gut gefallen.
Neben der äußeren Gestaltung hat mich auch der Klappentext abgeholt. Ich liebe dystopische Welten, die unserer ähneln, aber doch auf fundamentale Welt anders funktionieren. In solchen Settings können philosophische Ideen interessant ausgearbeitet werden. Und das ist Christelle Dabos hier gut gelungen. Die unabwendbaren Instinkte schränken die Freiheit der Menschen ein. Selbst den Beruf können sich die Personen nicht selbst aussuchen.
Darüber hinaus sind die Menschen durch die Instinkte zu einem WIR verbunden. Propaganda und die Möglichkeit in der Gesellschaft aufzusteigen, sorgen zusätzlich dafür, dass niemand die Welt hinterfragt.
Ich finde die Gesellschaftsordnung ist sehr gut beschrieben und sorgt auch dafür, dass die Schwierigkeiten sehr deutlich werden. Dadurch konnte ich mich gut auf die Geschichte einlassen. Die beiden Hauptcharaktere sind mir auch sehr sympathisch. Sie sind sehr unterschiedlich und im Laufe der Geschichte lernt man auch sehr gut, warum sie so sind. Die Dynamik zwischen den beiden hat mir auch gut gefallen.
Spannend fand ich, dass die Geschichte sehr deutlich in zwei Teile unterteilt ist. Beide Teile haben einen eigenen Spannungsboden, so dass die Story auch in zwei Büchern untergebracht werden könnte. Ich finde es schön, dass das hier nicht so entschieden wurde. Allerdings ist das Buch damit auch ein ziemlicher Brocken. Das könnte den einen oder anderen Menschen abschrecken. Ich bin aber sehr glücklich, dass es so gehandhabt wurde. Dadurch muss niemand lange auf das Ende der Geschichte warten.
Ich fand die Auflösung der Handlung gut gelungen. Es war immer spannend. Allerdings haben mir an einigen Stellen deutlichere Erklärungen für die Geschehnisse gefehlt. Ich würde die Welt gerne in allen Facetten verstehen.
Insgesamt ist Die Spur der Vertrauten ein spannendes Buch und die philosophischen Ideen sind richtig gut in die Ereignisse eingebaut.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein kurzer Roman mit viel Gefühl

Die Filmerzählerin
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María lebt in einer Minensiedlung in der chilenischen Atacama-Wüste. Der abgelegene Ort bietet nicht viel Unterhaltung. Einzig ein kleines Kino kann die Langeweile durchbrechen. Doch der Eintritt ist teuer ...

María lebt in einer Minensiedlung in der chilenischen Atacama-Wüste. Der abgelegene Ort bietet nicht viel Unterhaltung. Einzig ein kleines Kino kann die Langeweile durchbrechen. Doch der Eintritt ist teuer und María erzählt die Filme zu Hause nach. Und bezaubert damit alle Anwesenden.
Die Filmerzählerin ist ein kurzes Buch, doch dem Autor gelingt es, mit wenigen Worten eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Dadurch können wir uns Marías Leben sehr gut vorstellen. Sie liebt das Kino und das konnte auch ich als Leserin wahrnehmen. Ihre Filmerzählungen brachten ihr Bewunderung und Anerkennung. Aber der Autor spart auch die harten Seiten des Lebens in der Atacama-Wüste dar.
Der kurze Roman bildet die Freude und Begeisterung für Filme ab, aber auch die Verzweiflung, Einsamkeit und Ausweglosigkeit in der kleinen Minensiedlung. Die Geschichte hat mich bewegt und ich kann sie allen Menschen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Toller Manga mit einer außergewöhnlichen Protagonistin

Die Tagebücher der Apothekerin - Geheimnisse am Kaiserhof 1
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Die Tagebücher der Apothekerin basieren auf einer Online-Romanreihe von Natsu Hyuuga. Diese wurden als Manga umgesetzt und später auch als Anime umgesetzt. Vor dem Lesen des Mangas kannte ich schon einen ...

Die Tagebücher der Apothekerin basieren auf einer Online-Romanreihe von Natsu Hyuuga. Diese wurden als Manga umgesetzt und später auch als Anime umgesetzt. Vor dem Lesen des Mangas kannte ich schon einen Teil der Serie. Die beiden Medien sind optisch im gleichen Stil umgesetzt. Dieser gefällt mir sehr gut.
Auch die Geschichte weicht im Vergleich der Medien kaum ab. Das ist aber auch nicht schlecht. Ich liebe das ganze Setting. Maomao ist die Adoptivtochter eines Apothekers. Beim Kräutersammeln wird sie allerdings von Menschenhändlern gefangen und landet als Dienerin am Hof des Kaisers. Dort will sie still und unauffällig ihre Schuld abarbeiten. Aber Maomao ist klug, neugierig und hat ein besonderes Interesse an Giften. Dadurch bemerkt sie, warum die Kinder des Kaisers sterben.
Maomao ist ein faszinierender Charakter. Sie scherrt sich nicht um Konventionen und hat einen scharfen Verstand. Ihre Faszination für Gifte hat sie schon früher durch Eigenversuche ausgelebt. Damit hat sie ein für Frauen absolut unübliches Interesse.
Neben Maomao ist der höhergestellte Jinshin die zweite Hauptperson der Serie. Ihn fasziniert Maomaos Charakter und er nimmt sie mit, wenn er ungewöhnliche Ereignisse untersucht. Durch ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten entwickeln sie eine lustige Art miteinander umzugehen. Maomao bringt Jinshin auch immer wieder in Verlegenheit. Diese Dynamik zwischen den Beiden macht einen weiteren Teil des Charmes der Geschichte aus.
Am Ende entsteht eine Art von Kriminalgeschichte mit zwei klugen und interessanten Hauptcharakteren. Diese Mischung finde ich genial und ich freue mich auf die weiteren Bände.

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