Ein spannendes, gruseliges und geheimnisvolles Jugendbuch
Anna und die flüsternden StimmenAnna ist 15 und freut sich überhaupt nicht auf die Ferien. Sie fährt mit ihrer Familie in den Urlaub, in einen kleinen Ort namens Qual. Und sie erwartet, dass das Dorf seinem Namen alle Ehre macht. Als ...
Anna ist 15 und freut sich überhaupt nicht auf die Ferien. Sie fährt mit ihrer Familie in den Urlaub, in einen kleinen Ort namens Qual. Und sie erwartet, dass das Dorf seinem Namen alle Ehre macht. Als sie ankommt, merkt sie aber schnell, dass es doch nicht so langweilig wird wie gedacht. Zum einen lernt sie den netten Tjark kennen. Und dann sind da auch noch unheimliche Ereignisse, die sie auf die Spur eines alten Geheimnisses führen.
„Anna und die flüsternden Stimmen“ ist ein tolles Jugendbuch. Mir hat vor allem die Hauptfigur Anna gefallen. Sie ist klug, mutig, neugierig und mitfühlend. Mit viel Entschlossenheit deckt sie nach und nach einen wichtigen Teil der Geschichte von Qual auf. Diese Entwicklungen haben mich auch sehr gefesselt. Die Entdeckungen wären auch ohne übernatürlich und gruselige Elemente spannend. Die Mystik hat für mich aber noch einiges zur Spannung hinzugefügt. Die einzelnen unheimlichen Geschehnisse sind gut in die Geschichte eingebaut und bringen eine besondere Atmosphäre mit sich.
Neben diesem Erzählungsstrang baut Sabine Städing auch typische Teenagerprobleme ein. Anna mag Tjark, aber sie muss erst herausfinden, wie ihre Gefühle genau aussehen. Und dann muss sie auch noch Tjarks Gefühle abschätzen. Natürlich ist da ein innerliches Chaos vorprogrammiert. Der romantische Erzählstrang ist gut in die Geschichte eingewebt und mit den anderen Elementen ausbalanciert.
„Anna und die flüsternden Stimmen“ hat mich gut unterhalten und ist ein empfehlenswertes Jugendbuch.