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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2018

Leise, aber trotzdem spannend - mich hat es zum Nachdenken gebracht und begeistert

Constellation - Gegen alle Sterne
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Fragt mich nicht wieso, aber ich bin seit einiger Zeit großer Fan von Büchern, in denen künstliche Intelligenzen oder Ähnliches drin vorkommen. Da lag es nur nahe, dass ich irgendwann auch “Constellation” ...

Fragt mich nicht wieso, aber ich bin seit einiger Zeit großer Fan von Büchern, in denen künstliche Intelligenzen oder Ähnliches drin vorkommen. Da lag es nur nahe, dass ich irgendwann auch “Constellation” von Claudia Gray lesen werde. Ich habe es gelesen und ich bin hin und weg.

Die Menschen der Erde haben ihren Planeten kaputt gewirtschaftet. Das Eis der Pole ist geschmolzen, ganze Länder liegen komplett unter Wasser und die Luftverschmutzung ist schlimmer als je zuvor. Der Planet Erde wird bald keine Menschen mehr beherbergen können.
Schon vor hunderten von Jahren hat die Erdbevölkerung es geschafft diverse andere Planeten zu bevölkern, um auf ihnen zu leben oder lediglich um Rohstoffe von ihnen zu gewinnen.
Auf all diesen Planeten werden die Menschen von sogenannten Mechs unterstützt. Künstliche Intelligenzen, die dem Menschen nachempfunden wurden – zumindest optisch. Es gibt primitive Mechs und höher entwickelte, komplexere Mechs, die sich beispielsweise um die medizinische Versorgung und die Erziehung der Kinder kümmern, außerdem Soldaten und Mechs, die nur für das persönliche Vergnügen gebaut wurden. Sie alle tun, was von ihnen verlangt wird und keiner hat ein eigenes Bewusstsein.

Auf der Suche nach einem neuen Planeten, der die Erdbevölkerung aufnehmen soll, entbricht ein Jahrzehnte dauernder Krieg zwischen der Erde und dem Planeten Genesis. Genesis ist das, was die Erde früher einmal war. Der Planet ist gesund, die Menschen sind friedvoll und leben ein schönes Leben, was unter anderem daran liegt, dass sie der Technologisierung abgeschworen haben. Mechs sind auf Genesis beispielsweise gar nicht erlaubt.

Eines Tages brechen die Soldaten Genesis zu einer Kampfübung ins Weltall auf, als sie plötzlich einem Überraschungsangriff der Erde gegenüber stehen. In einem erbitterten Kampf wird Noemis beste Freundin verletzt. Noemi versucht auf einem vor 30 Jahren verlassenen Schiff der Erde, das im All gestrandet ist, Hilfe für ihre schwer verletzte Freundin zu finden und stößt dort auf Abel. Abel ist darauf programmiert sie zu töten, gleichzeitig muss er aber dem ranghöchsten Mitglied des Schiffes gehorchen.
Abel ist ein Mech, der einzige seiner Art. Abel ist anders – er besitzt ein Bewusstsein.

Wow, das war eine lange Inhaltangabe, aber alles davon ist meiner Meinung nach wichtig. Das Thema “künstliche Intelligenz”, wie sie sich entwickelt und ob sie in der Lage ist ein eigenes Bewusstsein herauszubilden, finde ich unheimlich spannend. Immerhin sind wir nicht mehr weit davon entfernt, dass auch auf unseren Straßen Mechs herumlaufen. Aber was passiert, wenn diese Mechs anfangen wie ein Mensch zu denken und zu fühlen?

Claudia Gray hat sich dieser Thematik in einem leisen, aber dennoch sehr spannenden Setting angenommen. “Constellation” ist spannend, tiefgründig, leicht verständlich und nicht überladen. Meiner Meinung nach perfekt für ein Jugendbuch ab 14 Jahren.
Es folgt keine Actionszene nach der anderen, ab und an geht es – wie gesagt – auch sehr leise von statten und der Leser wird zum Nachdenken animiert.

In der angenehm flüssigen Schreibweise der Autorin tauchen wir abwechselnd in die Gedanken- und Gefühlswelt von Abel und Noemi ein. Wir erleben wie sich ihre Beziehung zueinander wandelt und wächst. Ich finde, dass Claudia Gray das ganz hervorragend gemacht hat.
Sie hat ein gutes Händchen für Charaktere und ich konnte mir jede einzelne Person bildlich vorstellen.

“Constelletion” ist der Auftakt einer Reihe, der glücklicherweise mit keinen fiesen Cliffhanger endet, aber dennoch Lust auf mehr macht. Ich werde den zweiten Teil definitiv lesen.

Fazit

Science-Fiction, geschrieben für Jugendliche, die mich auch als Erwachsenen völlig überzeugt hat. Mal spannend, mal rasant, dann wieder leise, bedächtig und nachdenklich. All das vereint dieses Buch. Ich habe es sehr gerne gelesen und freue mich jetzt schon auf den zweiten Band.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 20.07.2017

Tolle Fortsetzung - lesenswert!

Die Doppel-Kekse 2: Chaos hoch zwei mit Papagei
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Meine Meinung zum Buch

Die Doppel-Kekse sind wieder da! Kinderbücher lese ich (noch) relativ selten, aber wenn alle Kinderbücher wie die Doppel-Kekse wären, würde ich ganz sicher jetzt schon häufiger ...

Meine Meinung zum Buch

Die Doppel-Kekse sind wieder da! Kinderbücher lese ich (noch) relativ selten, aber wenn alle Kinderbücher wie die Doppel-Kekse wären, würde ich ganz sicher jetzt schon häufiger welche lesen.
Nachdem mir Band 1 schon so gut gefallen hat, war es natürlich klar, dass ich bei Band 2 auch wieder mit dabei sein muss.

Das Cover ist wieder genauso schön gestaltet wie es bereits beim ersten Band der Fall war. So sieht man gleich, dass die Bücher zur einer Reihe gehören, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich habe es gerne einheitlich, besonders bei Büchern. Allerdings besteht auch leichte Verwechslungsgefahr, denn man muss in der Buchhandlung schon genau hingucken, um den richtigen Band zu erwischen. Also im Zweifelsfall einfach beide Bände kaufen. ?

“Chaos hoch zwei mit Papagei” fängt mit einer kleinen “Wiederholung” in Form einer Liste an, die die Erinnerung an Band 1 prima auffrischt und all denjenigen, die den ersten Band noch nicht gelesen haben, einen einfacheren Einstieg in diese Geschichte ermöglicht.
Ich bin ja großer Fan solcher Stilmittel, wie handgeschriebene Listen/Zeilen und kleine Bildchen in Büchern. Sie lockern das Buch optisch so schön auf.

Patricia Schröders Schreibstil ist gewohnt locker, flüssig und humorvoll, so dass ich das Buch mit vielen Schmunzlern im Gesicht und einigen ausgewachsenen Lachern zügig lesen konnte.
Auch wenn das Buch mich sehr gut unterhalten hat, freut es mich dennoch sehr, dass neben der locker leichten Unterhaltung auch ernstere Themen, wie beispielweise Mobbing oder auch die erste Liebe angesprochen werden. Beim Thema Mobbing hätte ich mir allerdings noch zwei, drei Seiten mehr Inhalt dazu gewünscht, damit es nicht ganz so schnell wieder untergeht.

Trotz dieses kleinen Kritikpunktes hat mir das Buch rundum gefallen. Die Charaktere sind toll authentisch gezeichnet und ich habe mit ihnen sympathisiert oder eben auch nicht. Die Geschichte ist gut durchdacht und schließt den ersten Band wunderbar ab. Doch auch, wenn nun keine Fragen mehr offen bleiben, würde ich mir einen dritten Band der Doppel-Kekse wünschen, um die beiden liebenswerten Zwillinge weiter begleiten zu dürfen.

Fazit

Band 2 der Doppel-Kekse hat mir genauso gut gefallen wie der erste Band, wenn nicht sogar ein kleines bisschen besser. Trotz meines kleinen Kritikpunktes kann ich einfach kein Pünktchen abziehen und empfehle dieses tolle Kinderbuch mit 5 von 5 Sternen gerne allen interessierten Lesern ab 10 Jahren gerne weiter.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Tolle Debüt, spannend und nimmt sich ernster Themen an

Niemand wird sie finden
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Meine Meinung zum Buch

Lange Zeit habe ich keinen Thriller mehr gelesen und hatte mal wieder Lust auf etwas mit Spannung. Auch wenn das hier “nur” ein Jugendthriller ist, hat mich der Klappentext sofort ...

Meine Meinung zum Buch

Lange Zeit habe ich keinen Thriller mehr gelesen und hatte mal wieder Lust auf etwas mit Spannung. Auch wenn das hier “nur” ein Jugendthriller ist, hat mich der Klappentext sofort angesprochen und ich wollte mehr erfahren.

Flynn hat January geliebt, schon lange bevor sie ein Paar wurden, denn ursprünglich waren sie beste Freunde und haben alles miteinander geteilt. Naja, fast alles. Denn Flynn hat ein Geheimnis, das er sich noch nicht einmal selber eingestehen möchte…wie soll er es dann January verraten?
Die beiden waren ein Herz und eine Seele. Haben miteinander gelacht und geweint, waren immer füreinander da, kannten einander in- und auswendig bis es ernster wurde in ihrer Beziehung und January, aufgrund der Hochzeit ihrer Mutter mit einem angehenden Senator, auf eine Privatschule wechseln musste. Dort haben die Probleme begonnen und hatten ihren Höhepunkt an dem Abend bevor January spurlos verschwunden ist.

Nach Januarys Verschwinden setzt Flynn alles daran seine Freundin zu finden und beginnt selber zu ermitteln. Er befragt die neuen Mitschüler und Freunde von January und muss mit Entsetzen feststellen, dass er scheinbar ein ganz anderes Mädchen kannte. Wer war seine Freundin wirklich und was hatte sie zu verbergen? Hat das alles mit ihrem Verschwinden zu tun?

“Niemand wird sie finden” hat mich wirklich auf ganzer Linie überzeugt. Das Buch ist spannend und gut geschrieben. Ich hatte es in Null Komma Nix durchgelesen, da ich unbedingt wissen musste wie es ausgeht.

Caleb Roehrigs Debüt glänzt mit einem fesselnden Schreibstil und gut ausgearbeiteten, authentischen Charakteren. Er macht auch vor wirklich ernsten Themen nicht Halt und webt diese geschickt in seine Geschichte mit ein.
Gut ausgearbeitete Charaktere mit Tiefe, die sich im Laufe des Buches weiterentwickeln, sind mir bei einem Buch besonders wichtig. Denn nur so kann ich mich in die Personen hineinfühlen und auch mit ihnen mitfühlen. Besitzen die Charaktere zu wenig Tiefe, empfinde ich meistens eine gewisse Art von Distanz und es ist mir mehr oder weniger egal, was mit ihnen passiert.
Hätte ich mit Flynn und den anderen Charakteren in diesem Buch nicht mitfühlen können, dann hätte der Autor auf ganzer Linie versagt. Der Spannungsbogen wäre dahin und ich hätte January vermutlich als Zicke abgetan.
Glücklicherweise hat Caleb Roehrig ein Händchen für seine Charaktere gehabt und wusste auch wie man einen Spannungsbogen konstant hoch hält.
Auch wenn ich schon recht früh eine Ahnung hatte, wer hinter allem stecken könnte, diese sich auch bewahrheitete, machte es mir erstaunlicherweise nicht viel aus, da der Autor es im letzten Drittel des Buches noch geschafft hat Wendungen einzufügen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Normalerweise ärgere ich mich immer sehr, wenn ich schon so früh die Auflösung erahne, doch hier hat mich der Autor noch überrascht.

Ohne großartig blutig oder eklig zu werden ist der Jugendthriller nicht unbedingt leichte Kost, aber meiner Meinung nach sehr gut für Jugendliche umgesetzt. Die ernsten Themen erhalten genügend Aufmerksamkeit ohne einen zu erdrücken und wer zu einem Thriller greift, sollte ja eh wissen, dass dort nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Fazit

Caleb Roehrig ist mit seinem Debüt ein Jugendthriller gelungen, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Eine spannende Story, Charaktere mit Tiefgang und keine Scheu vor ernsteren Themen.
Es ist und bleibt aber ein Jugendthriller für Leser ab 14 Jahren – das sollten erwachsene Leser nicht vergessen, wenn sie dieses Buch für sich in Erwägung ziehen.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Emotionsgeladene und in sich stimmige Coming-of-Age Geschichte, die ich wärmstens empfehlen kann

Eden Summer
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Meine Meinung zum Buch

Es ist selten, dass mich ein Klappentext und ein Zitat aus dem Buch so sehr angesprungen haben, wie es hier bei “Eden Summer” der Fall war. Spätestens als ich das Zitat auf dem ...

Meine Meinung zum Buch

Es ist selten, dass mich ein Klappentext und ein Zitat aus dem Buch so sehr angesprungen haben, wie es hier bei “Eden Summer” der Fall war. Spätestens als ich das Zitat auf dem Cover des Buches gelesen hatte, war mir klar, dass das eine Geschichte ist, die wie für mich gemacht ist. Und ich sollte recht behalten. Ich habe beim Lesen teilweise Rotz und Wasser geheult, aus Rührung, aus Sorge, vor Freude – eigentlich habe ich fast alle Emotionen mitgenommen.
Dazu muss ich sagen, dass das Thema Freundschaft für mich schon immer einen besonderen Stellenwert hat und hatte. Denn Freundschaft ist meiner Meinung nach sehr wichtig und ein kostbares Gut. Besonders, wenn sie so außergewöhnlich ist, wie die von Eden und Jess.

Der Klappentext verspricht übrigens nicht zu viel. Dieser Jugendthriller ist tatsächlich hochemotional und war für mich nicht immer leicht zu verdauen. Gerade jetzt als relativ frische Mama betrachte ich manche Dinge aus einem anderen Blickwinkel und das, was die Mütter von Eden und Jess mitmachen mussten, hat mich teilweise geradezu überwältigt. So etwas möchte ich nie im Leben erleben müssen und was noch viel wichtiger ist, ich möchte, dass meine Tochter nie mit so etwas konfrontiert werden muss. Ich sage euch ganz bewusst nicht, um was es sich genau handelt, denn würde ich es erwähnen, würde ich euch megamäßig spoilern.

Eden und Jess könnten nicht unterschiedlicher sein. Eden, die allseits beliebt und wunderschön ist und Jess, die äußerlich sehr auffällt, doch in ihrem Auftreten eher zurückhaltend ist. Beiden sind Dinge passiert, die gewaltige Spuren hinterlassen haben. Was genau passiert ist, verrät die Autorin aber nicht so schnell. Ein sehr kurzer Prolog lässt einen ein wenig erahnen, um was es gehen könnte, verrät aber nichts.
Die Geschichte wird aus Jess’ Perspektive erzählt und springt teilweise ohne Ankündigung von der Gegenwart in die Vergangenheit. Der Leser erlebt so zusammen mit Jess den Tag, nach Edens Verschwinden und erinnert sich gemeinsam mit Jess an den letzten Sommer mit Eden und andere Geschehnisse aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit.
Auch wenn das beim Lesen etwas mehr Konzentration erfordert, finde ich, dass die Autorin das ganz geschickt gemacht hat. Sie hält mit dieser Vorgehensweise den Spannungsbogen konstant hoch, aber ohne meine Geduld zu strapazieren. Für mich hat es sich angefühlt, als hätte sie immer in den richtigen Abständen genügend Fragen beantwortet, damit ich nicht ungeduldig werde, aber gleichzeitig noch so viel unbeantwortet gelassen, dass ich unbedingt weiterlesen musste.
Wie sich so nach und nach alles aufrollt, macht meiner Meinung nach viel von der Geschichte aus. Diese Art zu schreiben hat in nicht ganz unbedeutendem Maße dazu beigetragen, dass mir das Buch so gut gefallen hat.
Liz Flanagan hat mit ihrer Schreibweise und der Art wie sie ihre Charaktere zum Leben erweckt hat einen wirklich guten Job gemacht. Die Charaktere sind authentisch in ihrem Sein und Handeln und ich als Leserin konnte die Entwicklung aller Personen sehr gut nachvollziehen und nachempfinden. Der bildgewaltige Schreibstil hat mich zum Teil der Geschichte werden lassen. Ich habe nicht passiv konsumiert, sondern war live dabei und habe alles mitgefühlt.

Jess war mir insgesamt sympathischer als Eden und ihre Story hat mich auch mehr berührt. Sie ist gleichzeitig so verletzlich, aber auch unheimlich stark und setzt sich mit all ihren Kräften für Eden ein, obwohl diese sie nicht immer fair behandelt hat. Als Jess von Edens Verschwinden erfährt, hält sie nichts mehr zu Hause. Sie macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach Eden.
Wie die beiden füreinander einstehen und füreinander da sind, ist einfach nur toll und hat mich emotional sehr stark berührt. Beide sind starke Charaktere, die in ihrem Schmerz nicht immer nett zueinander waren, aber das hat sie nicht davon abgehalten der jeweils anderen zur Seite zu stehen.

Meiner Meinung nach sind Freundschaft und Liebe die zentralen Themen des Buches, aber die Autorin greift auch Gewalt, Intoleranz, Verlust und Schuld, aber auch Hoffnung auf und macht es so zu einem Buch, das für mich in sich absolut stimmig ist.

Fazit

Mit “Eden Summer” ist Liz Flanagan ein emotionsgeladener und in sich stimmiger Debütroman gelungen, der mich gefühlstechnisch ganz schön mitgenommen hat. Die Coming-of-Age Geschichte wird ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung kann ich so zustimmen. Das Buch lässt sich schön leicht und flüssig lesen, regt aber zum Nachdenken an und erfordert auch ein gewisses Maß an Konzentration. Für mich ein Buch, das aus der Masse heraussticht, weil es ernste Themen authentisch verpackt anspricht.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Super süßes und witziges Kinderbuch - sehr empfehlenswert!

Die Doppel-Kekse 1: Einmal Zwilling, immer Zwilling
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Meine Meinung zum Buch

Vom Doppelten Lottchen bis Hanni und Nanni – ich habe Zwillingsgeschichten schon immer geliebt. Noch heute ziert meine Hanni und Nanni Sammlung das oberste Regalbrett meines Bücherregals ...

Meine Meinung zum Buch

Vom Doppelten Lottchen bis Hanni und Nanni – ich habe Zwillingsgeschichten schon immer geliebt. Noch heute ziert meine Hanni und Nanni Sammlung das oberste Regalbrett meines Bücherregals im Schlafzimmer.
Da liegt es nahe, dass “Die Doppel-Kekse” genau in mein Beuteschema passen und ich dieses Buch einfach lesen musste, obwohl ich nicht mehr ganz in die Zielgruppe (Mädchen ab 10 Jahren) passe. Wobei… ich bin ein Mädchen und ich bin über 10 Jahre alt…. Passt also doch! Winking smile

Wenn man das Buch “Die Doppel-Kekse” mal genauer betrachtet, dann fällt einem als erstes das absolut tolle Cover auf. Da hat sich jemand Gedanken gemacht und mit dem Design einen absoluten Hingucker im Regal gezaubert. Mir persönlich gefallen die pastellenen Farben sehr gut. Sie sind nicht so aufdringlich, aber durch das Bunte sind sie im Bücherregal einfach nicht zu übersehen. Außerdem bin ich großer Fan der verschiedenen Schriftarten, die auf dem Cover Verwendung gefunden haben. Die Keks-Applikationen finden sich auch im Buch wieder, was mich immer sehr freut. Gerade bei Kinderbüchern finde ich so ein Stilmittel toll.

Lea und Lucie gleichen sich äußerlich wie ein Ei dem Anderen, doch vom Charakter her könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Beides absolut liebenswerte Charaktere, die ihre Leser auf ein spanendes, aber auch sehr lustiges Abenteuer mitnehmen. Ich habe mich bereits auf den ersten paar Seiten mehrmals schlapp gelacht.
Da dies nicht mein erstes Buch von Patricia Schröder ist, konnte ich sofort ihren ureigenen Schreibstil identifizieren. Die Autorin hat ein unverwechselbares Gespür für super witzige Wortneuschöpfungen und Charakternamen. Der Papagei Punkt-um trifft hier auf die Nachbarin Frau Mäcker und die Lehrerin Frau Ohnewitz. Nicht nur für Kinder ein großes Vergnügen.
Patricia Schröders Schreibstil ist locker flockig, flüssig und mit einer großen Prise Witz gewürzt. Gerade für ein Kinderbuch ist das eine optimale Kombination.

Mit viel Liebe zum Detail sind auch die einzelnen Charaktere gezeichnet. Da ist für jeden etwas dabei. Die mutige, schlagfertige und etwas chaotische Lucie; die eher ruhige und überlegte Lea; der coole, intelligente und sportliche “Typ” – Rabatze; der liebevolle und etwas schusselige Opa Pistorix…und so weiter und so fort.
Das schöne an den Charakteren der Autorin: es geht keiner unter. Selbst die Nebencharaktere finden große Beachtung und ich konnte sie problemlos sympathisch oder aber auch unsympathisch finden und das klappt bei mir nur, wenn ich eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen kann.

Die Geschichte an sich ist prima für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Vermutlich wird sie eher Mädchen absprechen, aber ich finde, sie kann auch gut von Jungen gelesen werden. Themen wie Freundschaft, die erste Liebe, Familie und Schule finden hier Erwähnung.

Fazit

Ein rundum gelungenes Kinderbuch, das auch mich als Erwachsene begeistert hat. Liebenswerte Charaktere, eine spannende Geschichte und eine große Portion Humor machen dieses Buch zu einem Lesehighlight.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine klare Leseempfehlung.