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Veröffentlicht am 25.02.2026

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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Der Roman „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ erzählt von zwei Paaren, die gemeinsam Urlaub machen, und von Spannungen, die sich unter der scheinbar entspannten Oberfläche langsam entwickeln. ...

Der Roman „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ erzählt von zwei Paaren, die gemeinsam Urlaub machen, und von Spannungen, die sich unter der scheinbar entspannten Oberfläche langsam entwickeln. Linn und Matze folgen der Einladung von Felix, dem wohlhabenden Jugendfreund Matzes, in einen luxuriösen Bungalow am Strand. Für Linn ist dieser Urlaub mehr als nur eine Auszeit. Danach soll ihr ein Embryo eingesetzt werden, sie möchte endlich schwanger werden. Dieser Wunsch durchzieht den gesamten Roman.
Von Beginn an liegt eine unterschwellige Unruhe in der Luft. Während sich Matze und Felix mit Crémant, Angelausflügen und alten Erinnerungen beschäftigen und dabei die sozialen Unterschiede zwischen ihnen zu überspielen versuchen, beobachten sich die beiden Frauen eher vorsichtig. Linn schwankt zwischen starkem Kinderwunsch und der Angst, keine gute Mutter sein zu können. In Eva, die sich geduldig und selbstverständlich um ihren Sohn und das Baby kümmert, erkennt sie sowohl ein Vorbild als auch eine Projektionsfläche für ihre eigenen Zweifel. Diese innere Zerrissenheit ist gut geschildert und macht Linn zu einer greifbaren Figur.
Der Roman lebt stark von dem, was unausgesprochen bleibt. Vieles geschieht zwischen den Zeilen, in Blicken, Gesten und kurzen Gesprächen. Die Dynamiken innerhalb der beiden Beziehungen werden nach und nach sichtbar. Man spürt, dass es unter der Oberfläche brodelt.
Insgesamt ist die Grundidee des Romans plausibel. Die Themen Kinderwunsch, Rollenbilder und soziale Unterschiede sind klug gewählt und bieten viel Stoff für Konflikte. Dennoch fiel mir das Lesen nicht immer leicht. Der Text wirkte stellenweise sperrig, sodass kein wirklich flüssiger Lesefluss entstehen wollte. Auch die Perspektivwechsel empfand ich teilweise als sehr abrupt, was mich wiederholt aus der Handlung gerissen hat.
Positiv hervorzuheben ist, dass die Autorin viel Raum für Interpretation lässt. Die leisen Zwischentöne sind gelungen. Allerdings nimmt die Geschichte gegen Ende eine sehr abstruse Wendung, die für mich nicht ganz stimmig wirkte und das zuvor sorgfältig aufgebaute Spannungsgefüge etwas geschwächt hat.
Insgesamt ist „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ ein Roman mit einer interessanten Idee und feinem Gespür für zwischenmenschliche Spannungen, der jedoch Geduld erfordert und sich nicht nebenbei weglesen lässt. Wer sich auf die ruhige, teilweise sperrige Erzählweise einlässt, findet eine intensive Auseinandersetzung mit Nähe, Neid und der Frage, was es heißt, eine gute Mutter sein zu wollen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Wolfskälte

Wolfskälte
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„Wolfskälte“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte spielt auf einer abgelegenen, windgepeitschten Insel, auf der vor über hundert Jahren drei Leuchtturmwärter spurlos verschwanden. ...

„Wolfskälte“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte spielt auf einer abgelegenen, windgepeitschten Insel, auf der vor über hundert Jahren drei Leuchtturmwärter spurlos verschwanden. Als ein junger Mann tot am Fuße des Leuchtturms gefunden wird, reisen die beiden Polizisten Georgina und Richie aus Glasgow an, um den rätselhaften Fall zu untersuchen. Doch die Inselbewohner schweigen, wirken misstrauisch und scheinen etwas zu verbergen.

Besonders spannend ist Georgina, die nach einer schweren Verletzung im Außendienst versucht, wieder Fuß zu fassen. Sie ist stark, entschlossen und bringt sich oft selbst in Gefahr, wenn sie ihren Instinkten folgt. Auch Richie, ihr älterer Kollege, muss sich mit den Eigenheiten der Inselbewohner auseinandersetzen, die an alte Legenden und Sagen glauben und sich nach eigenen Regeln organisieren. Die ständige Spannung zwischen den Ermittlern und den Einheimischen trägt maßgeblich zur düsteren Atmosphäre bei.

Die Autorin Laura McClusky zeichnet die Charaktere sehr lebendig und realistisch. Man spürt die Ängste, den Aberglauben und die Verbundenheit der Dorfbewohner, gleichzeitig wird auch die innere Zerrissenheit von Georgina nachvollziehbar dargestellt. Besonders das Verhältnis zwischen den Ermittlern und dem Inselgeist von Geheimnissen und Misstrauen sorgt für eine bedrückende, fast greifbare Stimmung. Man ist sofort mittendrin, fiebert mit und möchte unbedingt erfahren, wie alles zusammenhängt.

Neben der spannenden Krimihandlung punktet „Wolfskälte“ auch mit überraschenden Wendungen und einem unerwarteten, aber glaubwürdigen Finale. Die Mischung aus Krimi, psychologischem Drama und mysteriöser Inselgeschichte macht das Buch besonders packend. Die Legenden, die alten Geschichten und das Geheimnis um die verschwundenen Leuchtturmwärter fügen sich nach und nach zu einem clever konstruierten Gesamtbild. Wer auf düstere, atmosphärische Krimis steht, wird von diesem Buch definitiv nicht enttäuscht.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Die Kunst, nicht auf alles zu reagieren

Die Kunst, nicht auf alles zu reagieren
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Ryushun Kusanagi ist buddhistischer Mönch und nähert sich in seinem Buch „Die Kunst, nicht auf alles zu reagieren“ dem Buddhismus nicht als Religion, sondern als praktische Lebenshaltung. Sein Ziel ist ...

Ryushun Kusanagi ist buddhistischer Mönch und nähert sich in seinem Buch „Die Kunst, nicht auf alles zu reagieren“ dem Buddhismus nicht als Religion, sondern als praktische Lebenshaltung. Sein Ziel ist es, Leserinnen und Leser dabei zu unterstützen, gelassener mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen. Dabei greift er Themen auf, die viele Menschen beschäftigen, etwa vorschnelles Urteilen, der Umgang mit den Meinungen anderer oder die Frage, warum uns manche Situationen emotional so stark mitnehmen.

Das Buch verbindet klassische buddhistische Lehren mit leicht verständlichen Beispielen aus dem Alltag. Kusanagi erklärt seine Gedanken in einem ruhigen, freundlichen Ton, ohne belehrend zu wirken. Die Kapitel sind kurz, klar strukturiert und bauen logisch aufeinander auf, was das Lesen angenehm und übersichtlich macht. Besonders das Kapitel über vorschnelles Urteilen hat mich sofort angesprochen. Der Autor zeigt eindrucksvoll, wie schnell wir uns eine Meinung bilden, ohne die Hintergründe wirklich zu kennen, und wie heilsam es sein kann, einen Moment innezuhalten, bevor wir reagieren.

Ein zentraler Gedanke des Buches ist, dass emotionale Reaktionen nicht durch äußere Ereignisse selbst entstehen, sondern durch unsere Bewertung dieser Ereignisse. Indem wir unsere Gefühle bewusst wahrnehmen, können sie an Intensität verlieren und sich mit der Zeit auflösen. Diese Idee wird durch zahlreiche Anekdoten aus dem Klosteralltag und aus Beratungssituationen veranschaulicht, was die Inhalte greifbar und lebensnah macht.

Gerade für Menschen, die sich bisher wenig mit Achtsamkeit oder eigenen Gedankenmustern beschäftigt haben, bietet das Buch einen sehr leichten Einstieg. Die Sprache ist klar, die Impulse sind sanft und laden dazu ein, die eigene Perspektive zu überdenken. Gleichzeitig sollte man keine tiefgehenden Analysen oder konkreten Lösungsstrategien erwarten. Kusanagi versteht sein Buch nicht als therapeutischen Ratgeber, sondern als Sammlung von Denkanstößen.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Inhaltlich extrem hochwertig und mit viel Liebe zum Detail aufbereitet.

National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt
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Dieses Buch hat meine Tochter und mich von der ersten Seite an begeistert. „National Geographic Kids – Die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ ist nicht nur wunderschön gestaltet, sondern auch inhaltlich ...

Dieses Buch hat meine Tochter und mich von der ersten Seite an begeistert. „National Geographic Kids – Die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ ist nicht nur wunderschön gestaltet, sondern auch inhaltlich extrem hochwertig und mit viel Liebe zum Detail aufbereitet.
Die Fotos sind einfach zauberhaft, gestochen scharf, farbenfroh und voller Emotionen. Vor allem die Tierbabys sind unglaublich süß und laden zum Staunen ein. Gleichzeitig vermittelt das Buch auf spielerische Weise sehr viel Wissen: über Tierbabys, ihre Familien, ihre Lebensräume und viele spannende Fakten, die geschickt und kindgerecht in die Texte eingewoben sind.
Besonders positiv hervorzuheben ist die Textlänge. Die Texte sind informativ, aber nicht zu lang, sodass auch Kinder aus der zweiten/dritten Klasse das Buch gut selbst lesen können. Der Aufbau ist klar strukturiert und übersichtlich, was das Lesen angenehm macht und das Buch zu einem echten Leseabenteuer werden lässt.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die aktive Einbindung der Kinder. Am Ende der Kapitel gibt es Fragen, die zum Nachdenken, Mitmachen und Austauschen anregen. Dadurch bleibt das Gelesene nicht nur hängen, sondern das Kind erlangt nachhaltig Wissen und wird neugierig auf mehr.
Inhaltlich überzeugt das Buch auch durch seine Vielfalt. Neben bekannten Tieren wie Bären, Elefanten, Pandas, Eisbären oder Wölfen finden auch Tiere Platz, die man in solchen Büchern oft vermisst. Amphibien, verschiedene Vogelarten, Flamingos oder Seepferdchen. Auch etwas exotischere Tiere bekommen hier ihre Bühne. Genau das macht das Buch besonders spannend, weil man viel Neues entdecken kann und Tiere kennenlernt, die man nicht sofort „auf dem Schirm“ hat.
Insgesamt ist dieses Buch eine absolute Bereicherung. Es ist hochwertig gestaltet, informativ, liebevoll aufgebaut und mit echtem Mehrwert für Kinder und die ganze Familie. Meine Tochter ist begeistert und für mich ist es eine klare Leseempfehlung und ein tolles Buch für jede Kinder- und Familienbibliothek.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Wer in diesem Bereich schon Vorwissen mitbringt, wird vieles wiedererkennen

Wintern
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Die Idee, den Winter neu zu betrachten und vielleicht sogar schätzen zu lernen, hat mich sofort angesprochen. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nur teilweise erfüllen.
Der größte Kritikpunkt ist ...

Die Idee, den Winter neu zu betrachten und vielleicht sogar schätzen zu lernen, hat mich sofort angesprochen. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nur teilweise erfüllen.
Der größte Kritikpunkt ist für mich ganz klar der Umfang. Die Grundgedanken sind interessant, werden aber sehr ausführlich und oft mehrfach erklärt. Viele Passagen wirken gestreckt, als hätte man dieselben Aussagen auch deutlich kürzer und prägnanter formulieren können. Dadurch zieht sich die Lektüre stellenweise und es fällt schwer, bis zum Ende dranzubleiben.
Inhaltlich richtet sich das Buch vor allem an Menschen, die sich bisher wenig mit positiver Psychologie oder mentaler Selbstfürsorge beschäftigt haben. Wer in diesem Bereich schon Vorwissen mitbringt, wird vieles wiedererkennen. Studien, Experimente und Beispiele sind zwar solide, aber selten überraschend. Auch die praktischen Wintertipps bleiben eher auf bekanntem Terrain. Dass Dinge wie Sauna, Kälte oder Rituale Körper und Psyche guttun können, wird sehr ausführlich erklärt, obwohl die Kernaussagen schnell klar sind.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Übersetzung recht sperrig wirkt und dem Text etwas die Leichtigkeit nimmt. Insgesamt hätte dem Buch eine kürzere, frischere Aufbereitung gutgetan. Mit weniger Wiederholungen, einer flüssigeren Sprache und vielleicht einer liebevolleren Gestaltung hätte es ein richtig schönes Winterbuch werden können.
Empfehlen würde ich „Wintern“ vor allem Menschen, die den Winter grundsätzlich ablehnen und sich bisher kaum mit Möglichkeiten beschäftigt haben, diese Jahreszeit bewusster zu erleben. Auch Leserinnen und Leser, die sich für Wintertraditionen aus verschiedenen Ländern oder psychologische Hintergründe interessieren, könnten hier fündig werden. Wer jedoch schon tiefer im Thema steckt, wird wahrscheinlich wenig Neues entdecken.

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