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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2026

Ein eidetisches Gedächtnis ist Segen und Fluch zugleich...

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Zum Buch: Luisa Menkhoff, die Tochter des verstorbenen Kommissars Bernd Menkhoff, entdeckt vor ihrer Uni in München ein Vermisstenplakat. Ihr stockt der Atem, als sie darauf Nicole Klement erkennt, ihre ...

Zum Buch: Luisa Menkhoff, die Tochter des verstorbenen Kommissars Bernd Menkhoff, entdeckt vor ihrer Uni in München ein Vermisstenplakat. Ihr stockt der Atem, als sie darauf Nicole Klement erkennt, ihre Entführerin, als sie fünf Jahre alt war. Durch ihr eidetisches Gedächtnis ist die Erinnerung noch da, als wäre es gestern gewesen. Sie ahnt Schlimmes und wendet sich an die Polizei. Der dort zuständige Beamte Ramin Brunner erkennt das Potential von Luisa und zieht sie in die Ermittlungen als externe Beraterin mit ein, nicht ahnend, dass er sie damit in große Gefahr bringt…

Meine Meinung: Das Buch nimmt ein wenig Bezug zu Arno Strobels Buch „Das Wesen“, was ich vorher extra noch gelesen habe. Ich kann nicht sagen, ob einem etwas fehlt, wenn man das Buch nicht kennt. Aber laut Autor kann man dieses Buch auch ohne jedwede Vorkenntnisse lesen!

Der Spannungsbogen baut sich langsam auf, da hätte ich mir von Anfang an mehr gewünscht. Aber das ist in Ermittlerkrimis ja oft so. Dennoch ist der Schreibstil packend und die Kapitellänge genau richtig, um immer weiterzulesen! Die Figur Nicole Klement bleibt wie immer etwas nebulös, man weiß bei ihr einfach nie, wann sie so richtig anwesend ist… eine super-interessante Figur! Und hier ist vielleicht das „Vorwissen“ hilfreich, um alles richtig zu verstehen. Außerdem kann ich „Das Wesen“ sowieso empfehlen! Die Ermittler finde ich sehr sympathisch, sie machen alles, was sie in ihrem Rahmen tun können, denn es sind zwei kleine Mädchen verschwunden und die Zeit drängt.

Mein Fazit: Bis auf den etwas zähen Einstieg fand ich das Buch super-spannend und bin nur so durchgeflogen! Das war erst der Start der Reihe und ich freue mich auf weitere Fälle aus der Cold-Case-Einheit!

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Drei verbliebene Schwestern und jede hat so ihre Geheimnisse...

Beth is dead
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Zum Buch: Am Neujahrsmorgen wird die junge Beth von ihrer Schwester tot im Schnee aufgefunden. War es ein Unfall oder Mord? Sie waren doch eben noch zusammen auf einer Party. Aber es gab einen Streit. ...

Zum Buch: Am Neujahrsmorgen wird die junge Beth von ihrer Schwester tot im Schnee aufgefunden. War es ein Unfall oder Mord? Sie waren doch eben noch zusammen auf einer Party. Aber es gab einen Streit. Schnell stellt sich heraus, dass es kein Unfall war und plötzlich rücken alle Geschwister ins Licht, denn jede von Beth´ Schwestern hat so ihre Geheimnisse…

Meine Meinung: Das Buch ist schon etwas Besonderes, denn der Schreibstil ist sehr besonders. Die Autorin erzählt nicht nur aus den verschiedenen Perspektiven der Schwestern, sondern auch noch in zwei Zeitsträngen. Das wird unterteilt in Vorher und Heute. Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten, alle Personen und ihre Freunde auseinanderzuhalten. Aber nach einigen Kapiteln ging das trotzdem ganz gut. Die Schwestern sind im Rampenlicht, da ihr Vater ein Buch über sie und ihr Leben geschrieben hat.

Interessant fand ich auch, dass hier Spannung aufgebaut wird, in dem eigentlich nichts passiert. Denn das Buch erzählt einfach vom Leben der Familie, von deren typischen Teenie-Sorgen und ihrem Verhältnis untereinander. Und das ist genau das Spannende daran, denn sie sind zwar Geschwister, die sich nahestehen, aber dennoch gibt es unterschwellig Spannungen. Da spielt Neid und Missgunst schon auch eine Rolle. Und so kommt es, dass man nacheinander immer wieder andere Personen verdächtigt…

Mein Fazit: Ich fand das Buch mal herrlich anders und erfrischend! Spannung ist von Anfang an gegeben und das Ende hat überrascht! Einen Stern ziehe ich ab, da ich mir ein Personenverzeichnis gewünscht hätte, denn das war das einzige Problem für mich. Aber ich gebe hier gerne eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Einer von beiden lügt...

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
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Zum Buch: Die junge Sylvia ist gerade auf Jobsuche, als ihr der junge, reiche und auch noch gutaussehende Adam über den Weg läuft. Er bietet ihr an, sich um seine kranke Frau Victoria zu kümmern. Obwohl ...

Zum Buch: Die junge Sylvia ist gerade auf Jobsuche, als ihr der junge, reiche und auch noch gutaussehende Adam über den Weg läuft. Er bietet ihr an, sich um seine kranke Frau Victoria zu kümmern. Obwohl ihr in dem riesigen abgelegenen Haus auf Long Island mulmig zumute ist, nimmt sie den Job an. Victoria hatte einen Unfall und ist seitdem pflegebedürftig. Doch – müssen die stark sedierenden Medikamente wirklich sein, die Adam ihr immer gibt? Dann entdeckt sie Victorias Tagebuch und ab da wird es richtig wild…

Meine Meinung: Ja, schon der Klappentext weist einige Parallelen mit einem anderen Buch auf und ja, der Plot ist auch wirklich sehr ähnlich. Dennoch sind es andere Charaktere, ein anderes Setting und ich wurde trotzdem gut unterhalten! Ich war mir einige Zeit wirklich unsicher, wem ich hier glauben soll. Das hat die Autorin wieder sehr geschickt eingefädelt!

Der Schreibstil lädt ja sowieso dazu ein, dass man selber miträtselt. Freida McFadden schafft es immer wieder zu überraschen, was ich schon eine starke Leistung finde! Da es hier nicht so viele Charaktere gibt, wird ihnen auch der nötige Raum gegeben. Wie immer bei dieser Autorin habe ich das Buch in kaum zwei Tagen durchgelesen!

Mein Fazit: Auch wenn man gewisse Parallelen zu einem anderen Buch sehen kann, lohnt sich „Die Ehefrau“ meiner Meinung nach trotzdem! Denn die Autorin spielt hier mit unserer eigenen Unsicherheit, wem man hier trauen darf. Und solche Plots liebe ich ja! Also ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter!

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Diese Geschichte hat mich mitten ins Herz getroffen!

Seltsame Sally Diamond
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Zum Buch: Sally Diamond verbrennt den Leichnam ihres Vaters im Schuppen, weil der es mal gesagt hat. Sally nimmt alles wörtlich. Wenn sie im Dorf ist, stellt sie sich taub, denn der Kontakt mit anderen ...

Zum Buch: Sally Diamond verbrennt den Leichnam ihres Vaters im Schuppen, weil der es mal gesagt hat. Sally nimmt alles wörtlich. Wenn sie im Dorf ist, stellt sie sich taub, denn der Kontakt mit anderen Menschen fällt ihr schwer. Doch als sich der Rummel um ihre Person gelegt hat, rät man ihr zu einer Therapie und Sallys Leben ändert sich in vielen Bereichen. Und sie erfährt aus den Dokumenten ihres Vaters, warum sie damals von ihm und seiner Frau adoptiert wurde. Und das erklärt so einiges…

Meine Meinung: Das Buch ist einfach so unglaublich krass! Die ganze Geschichte von Sally, was ihr als kleines Mädchen widerfahren ist, was mit ihrer Mutter passiert ist und warum ihr Adoptivvater in manchen Dingen so gehandelt hat. Das Aufsehen um ihre Person reißt einfach nicht ab. Und es stehlen sich Menschen in ihr Leben, denen sie sich erst einmal öffnen muss. Und als Sally sich endlich bereit erklärt, den Menschen zu vertrauen, wird sie auch leider enttäuscht, denn nicht jeder meint es gut mit ihr.

Diese Geschichte berührt den Leser einfach mitten im Herzen! So seltsam Sally auch ist, so gerne hatte ich sie auch! Denn man kann alles verstehen, wenn man ihre ganze Geschichte kennt. Und die hat es wirklich in sich.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich bin nur so durch das Buch geflogen! Leider gibt es das Buch zurzeit auf Deutsch nur in digitaler Form. Ich hoffe sehr für die Geschichte, dass es nochmal eine Auflage geben wird! Denn sie lohnt sich, erzählt zu werden! Es steht zwar Thriller drauf, aber ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Thriller und Drama. Manchmal ist es auch ungewollt komisch. Sally ist halt wirklich strange und ich musste doch das ein oder andere Mal schmunzeln, gerade am Anfang. Aber später verging mir das Lachen…

Mein Fazit: Ein ganz tolles Buch mit einer wahnsinnigen Geschichte, die nach und nach aufgerollt wird. Leider muss man hier sagen: der Apfel fällt doch nicht weit vom Stamm… Prädikat: lesenswert!

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Lebt Layla noch?

Solange du schweigst
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Zum Buch: Vor zwölf Jahren verschwand Layla von einem französischen Rastplatz während eines Urlaubs mit ihrem Freund Finn spurlos. Mittlerweile gehen alle von ihrem Tod aus. Nach einer langwierigen Depression ...

Zum Buch: Vor zwölf Jahren verschwand Layla von einem französischen Rastplatz während eines Urlaubs mit ihrem Freund Finn spurlos. Mittlerweile gehen alle von ihrem Tod aus. Nach einer langwierigen Depression hat Finn sich wieder halbwegs erholt und lernt Ellen kennen und lieben. Das Prekäre daran: sie ist Laylas Schwester… Beide verlieren kein Wort über Layla. Das funktioniert ganz gut und Finn hat Ellen endlich einen Heiratsantrag gemacht. Doch plötzlich will jemand Layla gesehen haben und Finn erhält bedrohliche Emails…

Meine Meinung: Hierbei handelt es sich um einen Psychothriller vom Feinsten, der kurz vor dem Ende mit einem für mich völlig unerwartetem Plot Twist aufwartet! Denn der Leser fragt sich hier die ganze Zeit: lebt Layla wirklich noch oder treibt jemand ein übles Spiel mit den beiden? Während Finn fast wahnsinnig wird und jeden in seinem Bekanntenkreis willkürlich verdächtigt, werden die Emails immer fordernder. Und es wird enden, man weiß nur nicht, für wen es böse ausgeht…

Mir hat der Schreibstil von B.A. Paris wieder einmal sehr gut gefallen. Sie versteht es, mit den Zweifeln der Protagonisten und auch der Leser zu spielen. Denn nicht nur Finn wird hin- und her geschleudert, sondern der Leser zweifelt auch immer wieder an der vorangegangenen Theorie!

Die Geschichte wird abwechselnd aus Finns und Laylas Sicht erzählt. Sie hat eine Stimme im Kopf, die die ganze Story noch mysteriöser macht!

Mein Fazit: Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen, weil es wirklich von Anfang bis Ende sehr spannend war! Für Fans von Psychospielchen gebe ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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