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Veröffentlicht am 16.02.2026

Man muss das Wesen erkennen...

Das Wesen
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Zum Buch: Als der Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff einen Anruf erhält, dass ein Kind entführt wird und er an der angegebenen Adresse den Psychiater Dr. Joachim Lichner antrifft, ereilt ihn fast ein ...

Zum Buch: Als der Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff einen Anruf erhält, dass ein Kind entführt wird und er an der angegebenen Adresse den Psychiater Dr. Joachim Lichner antrifft, ereilt ihn fast ein Schlag. Denn Lichner wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt – und zwar für den Mord an einem kleinen Mädchen. Nun ist er wieder auf freiem Fuß. Geht das Morden weiter? Doch dieses angeblich entführte Kind gibt es nur auf dem Papier…

Meine Meinung: Ich habe mir „Das Wesen“ von Arno Strobel ganz bewusst jetzt im Februar ausgesucht, denn es nimmt wohl indirekt Bezug auf sein neuestes Buch „Ungelöst. Die erste Zeugin“. Man merkt hier schon ein wenig am Schreibstil, dass Arno Strobel sich hier schriftstellerisch weiterentwickelt hat. Was ja gut ist. Denn hier haben mich die permanenten Zeitsprünge ein wenig durcheinandergebracht. Gerade weil hier immer die gleichen Personen drin vorkommen. Und die Geschichten sich ja auch in mancherlei Hinsicht ähneln.

Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt. Denn die Geschichte nimmt von Anfang an so richtig Fahrt auf und die Spannung ist bis zuletzt gegeben, da man überhaupt nicht ahnt, wohin diese Geschichte den Leser führen wird! Ein irres Psycho-Spiel, das hier gespielt wird mit grausamen Untertönen. Das ist ja immer so, wenn Kinder involviert sind.

Da es hier nur einige wenige Charaktere gibt, bekommen diese genügend Raum. Zusammen mit seinem Kollegen Alex Seifert jagt Bernd Menkhoff Lichner hinterher, denn er hasst ihn abgrundtief. Warum? Das erschließt sich dann im Laufe des Buchs.

Mein Fazit: Eine spannende Geschichte, auch wenn ich Arnos jetzigen Schreibstil viel lieber mag! Man lernt auf jeden Fall Bernd Menkhoff besser kennen, von dem ich jetzt schon so viel gelesen habe, aber nie seine Hintergründe kannte! Von mir gibt es tolle 4 Sterne für „Das Wesen“!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Für mich ein schwieriges Buch...

Yellowface
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Zum Buch: Die recht erfolglose Autorin June Hayward ist mit der Star-Autorin Athena Liu befreundet. Eines Abends ereilt Athena ein Unglück, sie erstickt an einem Teigklumpen und June kann ihr nicht helfen. ...

Zum Buch: Die recht erfolglose Autorin June Hayward ist mit der Star-Autorin Athena Liu befreundet. Eines Abends ereilt Athena ein Unglück, sie erstickt an einem Teigklumpen und June kann ihr nicht helfen. Als der Rettungsdienst eintrifft, ist es bereits zu spät. Im Affekt nimmt June das Roh-Manuskript von Athenas nächstem Roman mit. Sie erkennt, dass das ihre Chance ist, denn sie weiß, dass Athena niemals jemandem ihre Entwürfe zeigt…

Meine Meinung: In diesem Roman mochte ich eigentlich überhaupt keinen von den Protagonisten. Entweder sind sie Sternchen und völlig eingebildet oder sie sind linkisch und falsch. Ich lese sonst nur Thriller und dieses Buch hier könnte man wohl noch als Spannungsroman durchgehen lassen. Denn es sind ja eindeutig kriminelle Machenschaften am Werk. Dennoch fehlte es mir hier ganz eindeutig an etwas: nämlich an Spannung! Ich musste mich wirklich zwingen, weiterzulesen. Gerade die ersten 100 Seiten fand ich sehr schleppend. Es liegt wahrscheinlich daran, dass wenig wörtliche Rede im Schreibstil vorhanden ist. Für mich ist so etwas dann schwierig zu lesen. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.

Die Geschichte ist durchaus interessant! Denn was passiert denn genau, wenn man als Autor sein Werk an fremde Menschen abgibt? Das Buch gibt faszinierende Einblicke in das Verlagswesen, das fand ich schon interessant. Was im Laufe der Geschichte auch immer interessanter wurde, war die Entwicklung von June. Von einer selbstbewussten Frau entwickelt sie sich einer ängstlichen Person, die an jeder Ecke Böses wittert. Gut, das Böse ist ja auch da, wenn auch nicht so, wie sie am Ende denkt. Denn sie steigert sich hier fast in einen Wahn hinein. Naja, und so richtig selbstbewusst war June auch nie, denn ihren Wert fand sie nur in ihren Büchern und deren Außenwirkung.

Mein Fazit: Ich kann mir vorstellen, dass viele dieses Buch feiern, doch für mich war das nicht so das richtige Buch. Mir fehlte es hier einfach an Spannung, was aber sicherlich meinem Leseverhalten geschuldet ist. Ich vergebe dennoch 3 Sterne, weil die Geschichte ja schon irgendwie interessant ist!

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Erinnerungen können täuschen...

Himmelerdenblau
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Zum Buch: Durch einen True Crime Podcast kommt der Fall der damals 16-Jährigen Julie Novak wieder ans Licht. Julie verschwand eines Nachts aus ihrem Elternhaus, es gab eine Lösegeldforderung, aber nie ...

Zum Buch: Durch einen True Crime Podcast kommt der Fall der damals 16-Jährigen Julie Novak wieder ans Licht. Julie verschwand eines Nachts aus ihrem Elternhaus, es gab eine Lösegeldforderung, aber nie eine Geldübergabe. Was ist mit Julie geschehen? Die Podcasterin Liv nimmt Kontakt zum Vater auf. Doch Theo leidet an einer beginnenden Demenz und hat nicht immer klare Augenblicke. Kann er sich noch richtig erinnern oder sind die Erinnerungen trügerisch?

Meine Meinung: Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch! Denn die Autorin hat einen für sich ganz eigenen Stil, den ich sehr gerne mag. Außerdem hat das Buch wirklich viel positive Resonanz erhalten. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Dieses Buch ist nicht einfach nur ein Thriller. Er ist noch so viel mehr…

Theo schließt man als Leser direkt ins Herz. Obwohl mit der Demenz auch die verwirrten Momente aufkommen und dementsprechend auch die Wut, hat er so eine Ausstrahlung, dass man ihn permanent in den Arm nehmen möchte! Seine zweite Tochter Sophie hat damit so ihre Probleme. Sie ist auch total dagegen, dass Theo und Liv sich so mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Sie fürchtet, dass Theo sich noch mehr verliert. Liv dagegen hat sofort einen Draht zu Theo und die beiden zusammen sind einfach grandios als „Ermittler-Team“!

Der Schreibstil ist, wie immer bei Romy Hausmann, ein sehr eigener. Die Kapitel sind aus wechselnden Perspektiven geschrieben, das hat mich nur so durch das Buch fliegen lassen, es wird nie langatmig! Zwischendurch hören wir auch Auszüge aus den Podcasts, was das Ganze auch noch einmal auflockert!

Ich hatte das ganze Buch keinen leisen Schimmer, auf was die Geschichte hinausläuft und fand den Twist am Ende grandios!

Mein Fazit: Das ist ein Buch, was auf jeden Fall noch nachhallt. Die Geschichte hat mich nicht nur sehr gut unterhalten, sondern auch im Herzen berührt! Was für ein tolles Buch, natürlich vergebe ich hierfür die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Wie ein Tornado, der die Gefühle völlig durcheinanderwirbelt!

Firewatch
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Zum Buch: Der junge Aaron übernimmt einen Ferienjob auf einem Feuerwachturm im kalifornischen Nationalpark. Doch er kommt nie zurück. Auch ein Jahr später wurde noch kein Hinweis oder gar eine Leiche gefunden, ...

Zum Buch: Der junge Aaron übernimmt einen Ferienjob auf einem Feuerwachturm im kalifornischen Nationalpark. Doch er kommt nie zurück. Auch ein Jahr später wurde noch kein Hinweis oder gar eine Leiche gefunden, aber man geht davon aus, dass Aaron tot ist. Seine engsten Freunde Robin und Haley haben den Verdacht, dass der Schriftsteller Kian der Mörder ist. Er war zeitgleich auf dem zweiten Feuerwachturm und hat sich mit Aaron angefreundet. Um Kian zu überführen, fängt Robin an, ihn zu daten. Nicht ahnend, auf welch gefährliches Terrain er sich damit begibt…

Meine Meinung: Gleich vorweg: ich habe dieses Buch geliebt! Und zwar aus mehreren Gründen: es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Kian lebt ziemlich zurückgezogen und man kann sein soziales Verhalten überhaupt nicht einschätzen. Dann die widersprüchlichen Gefühle von Robin… auf der einen Seite hasst er Kian (er ist ja von seiner Schuld überzeugt), andererseits fängt er an, Gefühle für ihn zu entwickeln. Und dafür hasst er sich selbst. Hier kommen wirklich starke Gefühle hoch, das hat mich stark berührt! Und die Charaktere werden so gut gezeichnet, mit ihren Hintergründen, dass man sie alle sehr gut kennenlernt. Na gut, vielleicht doch nicht so ganz, sonst gäbe es ja keine Überraschungen mehr!

Der Schreibstil fesselt den Leser an die Seiten! Man fiebert mit, will manchmal auch einschreiten und Robin vor Dummheiten bewahren, aber das geht natürlich nicht… Und so schlittert er in eine unfassbare Geschichte hinein, ohne dass man etwas dagegen tun kann!
Colin Hadler hat es hier wirklich geschafft, Suspense mit Romance zu verbinden und es ist im völligen Gleichgewicht! Der Leser ist quasi im Wechselbad der Gefühle!

Mein Fazit: Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen! Diese Geschichte hat mich gefesselt, in seinen Bann gezogen, mich berührt und ein starkes Ende lässt mich zufrieden zurück! Ich vergebe für das tolle Buch die volle Punktzahl! Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Verbrechen aus der Vergangenheit werden gesühnt...

Eisenblume
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Zum Buch: Jugendliche finden durch Zufall in der Wand einer verlassenen Psychiatrie eine verweste Leiche. Handelt es sich hierbei um einen der verschwundenen Jugendlichen aus den Achtzigerjahren? Damals ...

Zum Buch: Jugendliche finden durch Zufall in der Wand einer verlassenen Psychiatrie eine verweste Leiche. Handelt es sich hierbei um einen der verschwundenen Jugendlichen aus den Achtzigerjahren? Damals nahm man an, die beiden wären abgehauen. Nicht nur der Verwesungsgrad erschwert die Ermittlungen von Fredrika Storm und ihrem Team. Auch ehemalige Insassen und Angestellte hüllen sich in eine Mauer des Schweigens. Was ist damals wirklich dort geschehen?

Meine Meinung: Wenn man bedenkt, dass hier authentische Zusammenhänge bestehen, bekommt man schon ein wenig Gänsehaut beim Lesen… Der Schreibstil der Autorin ist ja sowieso eher unaufgeregt, aber hier ziehen sich die Ermittlungen ganz schön in die Länge. Mir hat so ein bisschen die Spannung gefehlt, die den Leser dazu bewegen, immer schnell weiterzulesen. Aber natürlich ist die Geschichte und das, was dann ans Licht kommt, schon interessant! Dennoch fand ich den Mittelteil doch ziemlich zäh.

Fredrikas Privatleben wird ziemlich erschüttert und sie weiß damit überhaupt nicht umzugehen. Auch vor ihrem Freund Jonas hält sie das geheim. Und das ist genau das, was mich an der Hauptprotagonistin so nervt! Während Henry ein offener Typ ist, verschanzt sich Fredrika immer und macht alles mit sich alleine aus. Und sie hält sich auch nicht immer an die Regeln, die man bei der Polizei nun einmal einzuhalten hat. Natürlich verschafft ihr das so auch Vorteile, aber sie manövriert sich damit immer selbst in Schwierigkeiten.

Die Auflösung des Falls hat mich persönlich überrascht, das habe ich so nicht kommen sehen.

Mein Fazit: Wenn man über einige Längen hinwegsieht, wird man doch mit einer interessanten Geschichte belohnt! Die Autorin baut ja in ihre Fälle immer wahre Geschehnisse mit ein, das macht es noch spannender! Ich vergebe gute 4 Sterne!

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