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Veröffentlicht am 06.05.2026

Farben der Hoffnung

Heimkehr nach Morioka
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Mio ist 17 Jahre alt und wird in der Schule gehänselt. Wenn sie zur Schule fährt bekommt sie starke Bauchschmerzen und fühlt sich immer unwohler. Es wird so schlimm das sie immer öfter die Schule schwänzt ...

Mio ist 17 Jahre alt und wird in der Schule gehänselt. Wenn sie zur Schule fährt bekommt sie starke Bauchschmerzen und fühlt sich immer unwohler. Es wird so schlimm das sie immer öfter die Schule schwänzt und zum guten Schluss gar nicht mehr zur Schule geht.

Mios Mutter Maki ist Lehrerin an einer anderen Schule, als es sich da herum spricht das ihre Tochter nicht mehr zur Schule geht, beginnt im Netz eine regelrechte Hetzjagd auf Maki, denn wie soll eine Pädagogin, die ihre eigene Tochter nicht im Griff hat andere Kinder unterrichten und auf einen guten Weg bringen?

Die Großeltern von Mio haben eine Manufaktur in der Kleidung aus Schafwolle von Hand gefertigt wird. Zur Geburt haben sie für Mio einen grossen roten Schal gewebt, der Mios Heiligtum ist, in den sie sich gerne einwickelt und so die Welt um sich herum vergisst. Dieser Schal ist für Mio wie ein ganz persönliches Schutzschild.

Nach einem Streit mit ihrer Mutter kommt Mio nach Hause und sieht das ihr geliebter Schal verschwunden ist. Ihre Mutter hat ihn ihr weg genommen. Daraufhin packt Mio ihre Sachen und macht sich auf den Weg zu ihrem Großvater nach Morioka. Da ihr Vater sich mit Mios Grossvater nach dem Tod von Mios Grossmutter zerstritten hat, besteht keinerlein Kontakt zueinander und Mio kennt ihren Opa gar nicht. Dieser ist äusserst überrascht als Mio plötzlich vor ihm steht, nimmt sie jedoch sehr liebevoll bei sich auf. So lernen die beiden sich kennen und bauen nach und nach ein inniges Verhältnis zueinander auf.

Dieses Buch hat viel Tiefe und enthält richtig schöne Gespräche. Der Erzählstil ist ruhig, flüssig, warmherzig und liebevoll. Da ich das Erzählte immer wieder in Ruhe auf mich wirken lassen wollte habe ich über einen längeren Zeitraum gelesen und habe mir viel Zeit dabei gelassen dies in vollen Zügen zu geniessen.

Die Charaktere sind alle symphatisch, einzig Maki und ihre Mutter mochte ich nicht so. Wie Maki Mio teilweise behandelt hat, geht absolut nicht. Auch das sie Mio ständig unter Druck gesetzt hat. Unmöglich. ich habe mich oft über Makis Verhalten geärgert.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, das Mio mir des öfteren nicht altersgerecht vorgekommen ist. Sie wirkte an mehreren Stellen eher wie ein Kleinkind auf mich, nicht jedoch wie eine 17 jährige.

Dennoch vergebe ich überaus gerne die vollen fünf Sterne, ich würde auch mehr vergeben wenn es möglich wäre.

Mein Fazit
Wer dieses Buch kauft, hält eine wahre Perle in seinen Händen. Ein wirklich wundervolles Buch mit viel Tiefe und äusserst guten Botschaften.

Leseempfehlung?

Definitiv, auf jeden Fall ein ganz klares und eindeutiges JA!!!

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Manchmal ist ein Vielleicht der mutigste Anfang überhaupt

Where We Belong
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Zofia lebt, gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Janosch in Polen. Doch dann bekommt ihr Vater ein gutes Arbeitsangebot aus Deutschland woraufhin die Familie Polen verlässt und nach Deutschland ...

Zofia lebt, gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Janosch in Polen. Doch dann bekommt ihr Vater ein gutes Arbeitsangebot aus Deutschland woraufhin die Familie Polen verlässt und nach Deutschland zieht.

Zofia ist alles andere als Begeistert, hat jedoch keine andere Alternative. Sie fühlt sich hin und hergerissen und tut sich überaus schwer sich in Deutschland zurecht zu finden.

Zofia ist Einzelgängerin, zieht sich zurück und verbringt die meiste Zeit alleine. Bis eines Tages Jonas Zofia verteidigt als sie in der Pause von anderen Schülern beleidigt wird. Von dem Tag an gesellt sich Jonas täglich zu Zofia und eine Freundschaft entsteht.
Jonas bester Freund ist Nils, ein Junge aus reichem Haus, dem alles in den Schoß fällt. Nils und Zofia verlieben sich ineinander woraufhin einige Dinge ins Rollen kommen die sehr unschön enden und das Leben der drei beeinflusst. Alle drei Leben sind auf eine gewisse Art und Weise zerstört.

Fünf Jahre später trifft Zofia, die sich mittlerweile Nessy nennt, vollkommen unerwartet auf Nils. Alles was in der Vergengenheit passiert ist bricht in beiden wieder auf. Als wäre die Begegnung alleine nicht schon schlimm genug, wird ausgerechnet Nils Nessys Tutor.
Auch Jonas kommt wieder in Nessys Leben und plötzlich steht alles Kopf.

Hier war ich sehr enttäuscht. Die Geschichte plätschert leider nur so vor sich hin. Es gewinnt nicht wirklich an Tiefe. An keiner Stelle hatte ich das Interesse weiter lesen zu wollen oder aber Interesse daran erfahren zu wollen wie es weiter geht. Dementsprechend lange hat dieses Buch auch hier rum gelegen, da ich auch mal mehrere Tage nicht weiter gelesen habe. Dazu kommt noch, das mich keiner der Charaktere so richtig erreichen konnte.

Mein Fazit
Eine Geschichte die so vor sich hin dümpelt ohne wirklich was interessantes zu erzählen. Zum Nebenbei lesen bestens geeignet.

Leseempfehlung?
Puh, schwierig mit Tendenz zu eher nicht.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Manchmal muss man auch einfach mal was riskieren!

Fäden des Glücks
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Karla fällt aus allen Wolken als sie einen Steuerbescheid im Briefkasten vorfindet den sie erstmal gar nicht zuordnen kann. Bis ihr klar wird das es hier um die Kosten eines alten Gutshauses geht was sie ...

Karla fällt aus allen Wolken als sie einen Steuerbescheid im Briefkasten vorfindet den sie erstmal gar nicht zuordnen kann. Bis ihr klar wird das es hier um die Kosten eines alten Gutshauses geht was sie von ihrem Vater geerbt hat.

Dieses Haus steht in Mecklenburg-Vorpommern. Dort hat Karla gemeinsam mit ihren Eltern alle ihre Ferien verbracht. Zuletzt war Karla vor 13 Jahren dort.

Da Karla gerade fristlos entlassen wurde, fasst sie den Entschluß, nach Lüttenbü zu fahren und das Haus zu renovieren um es dann schnellstmöglich zu verkaufen.

Dort angekommen macht zuerst mal ein Wasserrohrbruch ihrem Zeitplan einen Strich durch die Rechnung. Dazu gesellen sich noch die alten Erinnerungen an zerbrochene Freundschaften, Familienkonflikte und an Rasmus, ihre erste große Liebe und zeitgleich auch der Bruder ihrer ehemals besten Freundin Bruna.

Beim durchstöbern in dem alten Gutshaus fällt Karla ihre alte Nähmaschine in die Hände, ihre Leidenschaft für das Nähen flammt erneut auf. Sie erweckt die Maschine zu neuem Leben und merkt wie gut ihr das tut und welch entschleunigende Wirkung das Nähen auf sie hat.

Bei Karlas erstem Besuch im Dorf, stolpert sie ausgerechnet Rasmus über die Füsse, der sich daraufhin nicht aufhalten lässt Karla bei ihrem Renovierungsvorhaben zu unterstützen.

Zwischen viel Arbeit, vielen Stoffbahnen und neuen Bekanntschaften blüht Karla regelrecht auf und überdenkt ihr bisheriges Leben.

Als Karla eines Tages in dem ehemaligen Arbeitszimmers Ihres Vaters am räumen ist, fällt ihr ein altes Tagebuch in die Hände von einer ehemaligen Besitzerin dieses Hauses in Kriegszeiten. Welches Geheimnis und welch traurige und tragische Ereignisse in Verbindung mit diesem Tagebuch stehen ahnt Karla zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Mein Fazit
Ein wunderschöner Roman mit symphatischen Charakteren. Es ist mir schwer gefallen dieses Buch aus der Hand zu legen, ich habe jede Seite sehr gerne gelesen.

Leseempfehlung?
Auf jeden Fall ja!!!

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Eine Autorin ermittelt

39 Grad Mord
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Hannah ist Autorin. Sie hat schon mehrere Romane geschrieben, die nicht wirklich zum Erfolg geführt haben. Das ändert sich jedoch nachdem sie ihren ersten Krimi geschrieben hat der durch die Decke gegangen ...

Hannah ist Autorin. Sie hat schon mehrere Romane geschrieben, die nicht wirklich zum Erfolg geführt haben. Das ändert sich jedoch nachdem sie ihren ersten Krimi geschrieben hat der durch die Decke gegangen ist. Allerdings hasst Hannah diesen Roman und möchte nicht nur auf diesen "Frauenkrimi" reduziert werden. Nachdem sie dann bei einem Interview die Beherrschung verliert schickt ihr Lektor sie für eine Auszeit nach Sizilien.

Dort soll sie ein wenig Kraft tanken und endlich mit ihrem zweiten Krimi beginnen für den sie bereits einen ordentlichen Vorschuss bekommen und diesen bereits ausgegeben hat.

Nicht nur das Hannah absolut keine Lust dazu hat einen weiteren Krimi zu schreiben, nein, sie hat auch noch eine Schreibblockade. Der Vertrag ist aber nun mal unterschieben und der Vorschuss ist futsch.

In Sizilien angekommen denkt Hannah gar nicht daran mit dem Buch zu beginnen, sie genießt erstmal das Wetter, die Umgebung und das gute Essen in einem Restaurant in der Nähe. Dort lernt sie ein äußerst wohlhabendes Ehepaar kennen.

Die Umstände entwickeln sich so, das Hannah gemeinsam mit dem Ehepaar in deren Villa landet. Es wird ein feucht, fröhlicher Abend mit gutem Essen und viel Wein.
Am frühen Morgen wird Hannah von der vollkommen aufgelösten Haushälterin geweckt. Die Hausherrin liegt ermordet in der Küche, der Ehemann ist verschwunden und Hannah hat von alledem nichts mitbekommen.

Hannah wird verhaftet und wird zu einer der Hauptverdächtigen. Nachdem Hannah wieder auf freien Fuß gesetzt wird beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln wer der Mörder ist.

Mir hat der Roman gut gefallen, ich wollte immer wissen wie es weiter geht und was als nächstes passiert. Es ist eher schwierig das Buch zwischenzeitlich aus der Hand zu legen da es äußerst spannend ist.
Die sehr kurz gehaltenen Kapitel haben mir besonders gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig. Allerdings muss ich sagen das Hannah mir eher unsympathisch gewesen ist. Ihr Verhalten war stellenweise unerträglich. Ohne Alkohol kann sie nicht existieren. Den Erzählstrang mit Margrèt hätte ich nicht gebraucht das war für mein Empfinden überflüssig.

Des weiteren ist es hier Erwähnenswert das man als Leser tolerant sein muss der Geschichte gegenüber da hier alles sehr unrealitisch ist. Wenn eine Privatperson ermitteln würde und sich permanent in die Polizeiarbeit einmischen würde und immer wieder Grenzen überschreitet, absolut undenkbar.

Die Aufklärung war das einzige was mir nicht zugesagt hat. Für mich war das nach diesem tollen Roman ein wenig zu plump und enttäuschend.

Mein Fazit
Ein toller spannender und kurzweiliger Krimi, leider aber auch äußerst unrealistisch. Sehr gut zum Nebenbei weglesen geeignet.
Leseempfehlung?
Ja, auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

So, Herr Grow, wie funktioniert denn so eine Teufelsaustreibung?

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene Buchholz soll der Neue CEO des Aviola Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig darüber das sie die Firma sehr weit nach vorne gebracht hat und horrende Gewinne erzielt hat. Menschlich ist ...

Marlene Buchholz soll der Neue CEO des Aviola Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig darüber das sie die Firma sehr weit nach vorne gebracht hat und horrende Gewinne erzielt hat. Menschlich ist Marlene jedoch Untragbar. Ihr fehlt jegliches Feingefühl im Umgang mit den Angestellten, sie ist mehr als nur unemphatisch. Für Marlene zählt lediglich Gewinne zu erzielen.

Aufgrund dieser aktuellen Situation wird Marlene, bevor sie den Posten als CEO antreten, darf von Ihrem Vorgesetzten in ein Achtsamkeitscamp geschickt.
Doch ausgerechnet der Inhaber dieses Camps steckt gerade selbst in einer tiefen Sinnkrise. Noch dazu steht seine Achtsamkeits Academy kurz vor dem Bankrott. Für Alex Grow ist "der Fall" Marlene Buchholz existenziell. Denn nur dann, wenn er Marlene etwas mehr Menschlichkeit und Emphatie näher bringen kann, kann er seine Academy retten, da er mit dem Vorgesetzen von Marlene einen Deal ausgehadelt hat womit er sein Unternehmen vor dem Aus retten kann.

Marlene hat mir extrem gut gefallen, ihr Humor ist einzigartig, sie ist so trocken und haut Sachen auf dem Punkt raus, das ich sie Regelrecht geliebt habe. Alle anderen Protagonisten sind auch überaus sympathisch.

Leider muss ich jedoch sagen das dieser Roman, für mich, ein absoluter Fehlgriff gewesen ist. Für die wenigen Seiten war mir einiges viel zu weit hergeholt.
Was mich massiv gestört hat war, das Marlene hier eine hundert achtzig Grad Drehung innerhalb weniger Tage durchgemacht hat. Die Geschichte ist mir viel zu unrealistisch. Die gesamte Begebenheit rund um den Hausmeister, also bitte, mehr Unrealismus geht ja kaum noch. Marlene sitzt urplötzlich am Sterbebett seiner Mutter wo sie den Hausmeister gerade mal seit drei Tagen "kennt" ??? Oh man...

Ebenso den Erzählstrang rund um Connie, alles viel zu viel.

Manchmal ist weniger eben mehr. Hier bin ich froh das dieser Roman so kurz und auch kurzweilig war und das ich diesen schnell, nebenher weglesen konnte.

Mein Fazit
Ein Roman der viel zu voll und viel zu unrealitisch ist, den man allerdings auch schnell mal nebenher weglesen kann, aber nicht muss.
Leseempfehlung?
An der Stelle leider nein. Für mich war das ein Fehlgriff.

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