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Veröffentlicht am 01.02.2026

Viel zu viel von allem

Berchtesgaden
3

Dieser Roman beginnt im Mai 1945 als die Amerikaner die Regierung in Deutschland übernehmen.

Sophie ist gerade einmal 19 Jahre alt und hat sich selbt, meist über Schallplatten Englisch beigebracht was ...

Dieser Roman beginnt im Mai 1945 als die Amerikaner die Regierung in Deutschland übernehmen.

Sophie ist gerade einmal 19 Jahre alt und hat sich selbt, meist über Schallplatten Englisch beigebracht was sich demnach auch äußerst unterhaltsam anhört bei der Aussprache. Trotzdem schafft sie es als Mitarbeiterin im Military Gouvernment eingestellt zu werden. Dort wird sie immer mehr mit den Verbrechen konfrontiert, die die Deutschen begangen haben.

Ihr Vorgesetzter Frank ist Jude und damals nach Amerika übergesiedelt, jetzt ist er in seine ehemalige Heimat zurückgekehrt. Seine Freundin ist Meg, die als Pressefotografin fungiert und immer "vorne" dabei ist.

Weiterhin ist da Rudolf Kriss, der verraten wurde weil er sich gegen Hitler geäußert hat und dadurch sogar zum Tode verurteilt worden ist. Nach Kriegsende ist auch Rudolf Kriss zurück und ist nun sogar der neue Bürgermeister von Berchtesgaden.

Sam ist auch noch zu erwähnen. Er ist schwarz und ein GI, erst lebte er auf dem Hof von Sophies Familie wo Sophie und Sam sich kennengelernt haben, im Nachgang treffen sich die beiden immer wieder auf der Arbeit und verlieben sich ineinander.

Nicht zu vergessen ist hier Max, Sophies Bruder der bei der SS gewesen ist und somit ein äußerst schlechtes Licht auf Sophies Familie wirft.

Insgesamt gesehen ist dieser Roman voll, voll, voll und nochmals voll. Ich kann mich nicht daran erinnern jemals so viele Charaktere in einem Buch gehabt zu haben. Von Anfang bis Ende ist man damit beschäftigt zu überlegen wer mit wem in irgend einer Art und Weise miteinander verbunden ist. Alleine dadurch kommt schon erst gar kein richtiger Lesefluss auf.

Durch dieses Buch habe ich mich regalrecht gequält und habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt dieses abzubrechen weil mir alles viel zu viel gewesen ist, weil ich immer wieder den Überblick verloren habe und als wäre das nicht alles schon schlimm genug bleit das Ende in vielerlei Hinsicht offen, was hier, bei der Geschichte für mich ein meaga No Go ist!

Mein Fazit
Ein überaus zäher Roman mit viel zu vielen Erzählsträngen und viel zu vielen Charakteren in dem es nur sehr schwierig ist den Überblick zu behalten.

Lesempfehlung?
Leider nein.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Spannend mit vielen Wendungen

The Exes
0

Nathalie hatte bisher viel Pech bei der Wahl ihrer Partner. Alles was sie möchte ist, den richtigen Partner zu finden mit dem sie eine Familie gründen kann.

Als sie James kennenlernt glaubt sie kurz vor ...

Nathalie hatte bisher viel Pech bei der Wahl ihrer Partner. Alles was sie möchte ist, den richtigen Partner zu finden mit dem sie eine Familie gründen kann.

Als sie James kennenlernt glaubt sie kurz vor der Erfüllung ihrer Wünsche zu stehen. Die Babyplanung steht und alles ist scheinbar "perfekt" scheinbar...

Dann passiert jedoch etwas das Nathalies Kartenhaus zum Einsturz bringt.
James deckt Nathalies dunkkelstes Geheimnis auf. Er erfährt davon was mir Nathalies drei Ex Partnern geschehen ist. Alle drei sind Tot. War es Mord? Waren es Unfälle? Was ist vorgefallen? Wie kann es sein das ein Mensch drei ehemalige Partner hatte und keiner von diesen lebt noch?

Bei jedem Todesfall war Nathalie in der Nähe. Was passiert jetzt? Wird James für Nathalie zur Gefahr nachdem er ihr Geheimnis entdeckt hat? Oder aber ist es umgedreht und Nathalie wird für James zur Gefahr weil sie evtl auch vor Mord nicht zurück schreckt?

The Exes hat mir sehr gut gefallen, nachdem ich den Einstieg gefunden hatte, fand ich das Buch äußerst spannend und konnte es kaum noch aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte wie es weiter geht und was als nächstes passieren wird.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, der Roman ist leicht zu lesen. Die Protagonisten jedoch sind mir eher unnahbar geblieben. Niemand war mir sonderlich sympathisch. Was ich Schade finde ist, das ich den gesamten Roman und alle Charaktere als sehr negativ empfunden habe. Es hätte der Geschichte gut getan wenn es auch zwischendurch mal positive Abschnitte gegeben hätte.

Des weiteren gab es unzählige Wendungen, was vor allem gegen Ende, schon sehr Überhand genommen hat. Manschmal ist weniger mehr.

Da mir die Wendungen zum Ende hin zuviel waren und die Negativität insgesamt gesehen für mich zu ausgeprägt war, kann ich hier nicht die volle Anzahl der Sterne vergeben.

Mein Fazit
Ein überaus spannender Roman mit vielen Wendungen, vor allem zum Ende hin, der nie die Spannung verliert. Perfekt geeignet um diesen zwischendurch mal durch zu suchten.
Leseempfehlung?
Ja, kann ich hier aussprechen. Mir hat der Roman gut gefallen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Gut, dass man einen Menschen lieben kann, ohne ihn auch nur annähernd zu verstehen.

Niemands Töchter
0

In Niemands Töchter geht es um Mütter und Töchter. Vier Frauen lassen die Leser an ihrer Lebensgeschichte teilhaben. Die Frauen erzählen ihre jeweilige Geschichte zu verschiedenen Zeitpunkten. Bei jeder ...

In Niemands Töchter geht es um Mütter und Töchter. Vier Frauen lassen die Leser an ihrer Lebensgeschichte teilhaben. Die Frauen erzählen ihre jeweilige Geschichte zu verschiedenen Zeitpunkten. Bei jeder geht es um das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter.

Bei diesem Buch war ich mir Anfangs etwas unsicher ob ich es wirklich lesen möchte. Die Entscheidung es zu lesen, war definitiv eine gute Entscheidung.

Den Klappentext habe ich als interessant empfunden, nachdem ich dann lediglich den Prolog gelesen hatte war ich sofort interessiert daran zu erfahren wie die Geschichte weiter gehen wird.

Alma ist ein äußerst schwieriges Kind und ich war des öfteren schockiert welches Verhalten sie an den Tag legt. Man hat das Gefühl, dass sie sich dauerhaft gegen ihre eigene Familie auflehnt, obwohl ihre Mutter Gabriele ihr alles ermöglicht was sie ihr ermöglichen kann und Alma von ganzem Herzen liebt und diese das auch immer spüren lässt. Dennoch umgibt Gabriele ein Geheimnis das immer in der Luft schwebt.

Isabell verliert durch einen tragischen Unfall ihre Mutter als sie gerade einmal zehn Jahre alt ist. Sie hatte ein überaus inniges Verhältnis zu ihrer Mutter und hat es durch ihren Verlust sehr schwer im Leben.

Eines Tages kreuzen sich auf ungewöhnliche Art und Weise die Wege von Alma und Isabell.

Im Leben von den vier Frauen geht es um die Verbindung zur eigenen Mutter, wie die Charaktere geformt werden, was vererbt ist, was durch Erziehung und Verhaltensweisen der Mütter an die eigenen Töchter übergeht.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, in einigen Dingen kann sich jeder als Leser wiederfinden. Die jeweiligen Erlebnisse der vier Frauen haben Tiefgang. Alle Protagonisten sind gut ausgearbeitet und vieles ist gut nachvollziehbar. Einiges regt zum Nachdenken an.

Äußerst gut gefallen haben mir hier auch die Länge, bzw die Kürze der Kapitel. Für mich absolut perfekt, es ist nie zuviel und nie zuwenig, sondern genau auf den Punkt.

Einziger Kritikpunkt ist das es sehr verwirrend ist alle Zusammenhänge zu durchblicken. Hier hätte ich mir zu Anfang eine kleine Erkärung gewünscht um zu wissen wie die einzelnen Personen in Verbindung zueinander stehen. Denn so wäre die Geschichte von Anfang an leichter zu verstehen, was dem Lesefluss zu Gute kommen würde. Sich dort selbst reinzufinden trübt den Lesegenuß erstmal ein wenig.
Der Roman ist nicht zum Nebenbei lesen geeignet, man sollte diesem die volle Aufmerksamkeit schenken, da es wichtig ist immer auf das Datum zu achten um zu wissen in welchem Zeitraum man sich gerade befindet.

Mein Fazit
Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern. Ein schöner Roman mit Tiefgang, dem man seine volle Aufmerksamkeit schenken sollte.
Leseempfehlung?
Ja, auf jeden Fall mit gutem Gewissen.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Drama Queen Tansy

Botanic Hearts
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In Botanic Hearts geht es um Tansy und Jack.
Tansy ist Leiterin einer Bücherei und Jack steht kurz davor der neue Direktor eines Botanischen Gartens zu werden.
Beide brennen voller Leidenschaft für ihren ...

In Botanic Hearts geht es um Tansy und Jack.
Tansy ist Leiterin einer Bücherei und Jack steht kurz davor der neue Direktor eines Botanischen Gartens zu werden.
Beide brennen voller Leidenschaft für ihren jeweiligen Beruf.

Die Wege von Jack und Tansy kreuzen sich nach einem Hurrikan der über Houston gefegt ist. Tansy verliert dabei vorerst ihr Haus und auch die Bücherei muss erstmal für vier Monate geschlossen werden.

Da die Bücherei schon öfter durch Überflutungen unter Wasser stand und renoviert werden musste, bekommt Tansy noch eine letzte Chance die Bücherei aufrecht zu erhalten.
Durch die Umstände des Hurrikans wird die Bücherei vorerst in Jacks Botanischen Garten verlegt. Dieser ist jedoch alles andere als Begeistert davon und lässt Tansy und ihr Team dies auch spüren.

Das Verhältnis zwischen Jack und Tansy ist sowieso schon mehr als angespannt, da Jack derjenige gewesen ist der Tansy bei der Überflutung erst aus der alten Bücherei gerettet hat und kurze Zeit später zusammen mit ihrer Nachbarin und ihrer Tochter aus ihrem eigenen Haus ein weiteres Mal.

Die Idee an sich eine Bücherei in einen Botanischen Garten zu versetzen und die Ideen die Tansy hier hatte um die Bücherei und den Botanischen Garten in Einklang zu bringen und dadurch mehr Besucher anzuziehen haben mir richtig gut gefallen. Das war auch sehr gut vorstellbar. Nur leider ist das drum rum mit den beiden Hauptprotagonisten einfach nicht gelungen.

Auf diesen Roman hatte ich mich sehr gefreut, leider wurde ich enttäuscht. Es geht oft um Macht Spielchen zwischen Tansy und Jack.

Die Charaktere waren für mich nicht wirklich greifbar. Tansy habe ich als Drama Queen empfunden, da sie aus allem immer ein Drama gemacht hat. Der Zeitrahmen der Geschichte war für mein Empfinden mehr als unrealistisch. Ein weiterer Minuspunkt ist für mich das hier gegendert wird. Noch ein Kritikpunkt ist das die Schrift sehr klein gedruckt ist und mir das Lesen schwer gefallen ist.

Mein Fazit
Es hätte ein guter Roman werden können wenn die Geschichte rund um die Protagonisten besser aufgebaut worden wäre und der Zeitrahmen etwas realistischer gesteckt worden wäre.
Kann man lesen, muss man aber nicht. Es gibt durchaus bessere Bücher.
Leseempfehlung?
Puh, schwierig, wenn man nichts zum lesen und keine hohen Erwartungen hat, kann man das ruhig lesen, ansonsten eher nein.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Triefendes Herzlauschen

Herzlauschen
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Tessa ist eine weltweit bekannte Star Sopranistin. Sie füllt alle Konzertsäle aus. Führt jedoch abweits der Bühne ein eher einsames und isoliertes Leben.

Paul ist Gehörlos. Er ist Bildhauer und arbeitet ...

Tessa ist eine weltweit bekannte Star Sopranistin. Sie füllt alle Konzertsäle aus. Führt jedoch abweits der Bühne ein eher einsames und isoliertes Leben.

Paul ist Gehörlos. Er ist Bildhauer und arbeitet an einer Schule für Gehörlose Kinder. Vor einem Jahr ist seine geliebte Frau Marlen verstorben. Paul konnte sich daraufhin nicht mehr seiner Kunst widmen und auch nicht wieder in die gemeinsame Wohnung zurück gehen. Er hat sich ein Hausboot gemietet auf dem er seit Marlens Tot lebt.

Auf einem von Tessas Konzerten sitzt Paul in der ersten Reihe. Tessa wird auf ihn aufmerksam und ist irritiert, da Paul scheinbar teilnahmslos im Publikum sitzt. Er klatscht keinen Beifall und Tessa scheint ihn mit ihrer Musik nicht zu erreichen.

Paul zeichnet.

Paul ist so vertieft, das er nicht mitbekommt wie das dass Konzert beendet ist, bis ein Ordner kommt und ihn aus dem Saal scheucht. Dabei verliert Paul zwei seiner Zeichnungen.

Als Tessa später in den Saal geht findet sie diese, ist gleichzeitig fasziniert und ebenfalls schockiert bei dem Anblick dessen was Paul dort gezeichnet hat.

Tessa entschließt sich dazu Paul zu finden. Sie versteht zwar nicht warum, aber sie ist vollkommen fasziniert von Paul und ebenso von seinen Zeichnungen.

Die Wege der beiden kreuzen sich und für Tessa, aber auch für Paul beginnt eine Reise in eine völlig neue Welt.

Die Idee der Geschichte hat mich sehr fasziniert, mit großer Freude habe ich begonnen diesen Roman zu lesen, nur leider ist meine Enttäuschung sehr groß.
Als erstes hat es mich immens gestört wir präsent Tessas Schwindel in der ersten Hälft des Buches dargestellt wurde. Das war viel zu viel und viel zu präsent.

Des weiteren habe ich die Geschichte von Tessa und Paul als exterm schnulzig und absolut drüber empfunden, das hat mich unsagbar genervt. Ich hatte immer weniger Lust dazu weiter zu lesen. Es wurde ein einziges Gefühl in drei Sätzen gefühlt hundert Mal auf andere Art und Weise in Worte gefasst. Ich hätte nicht den Mut gehabt das Buch schief zu halten, da ich dann die Befürchtung hatte der Schmalz würde nur so laufen.

Dazu würde ich gerne eine Stelle zitieren.
Zitat:
Unsere Seelen haben sich gefunden. Das ist die einzige Wahrheit, die zählt. Tessa ist mein zweiter Seelenflügel. Zusammen können wir ins Unermessliche fliegen, mit ihr gibt es keine Grenzen. Solange wir auf uns und unsere Liebe vertrauen, sind wir unverletzbar. Alles ist möglich.

Mir ging es so, dass ich nur noch genervt die Augen in den Kopf gedreht habe. Es liest sich so, noch was und noch was und noch was und ja einer geht noch.
So ähnlich wie, wenn man eine Torte macht, setzt eine Kirsche oben drauf und denkt dann, auch komm, noch ne Kirsche drüber, noch eine und noch eine und noch eine.

Manchmal ist weniger mehr und das wäre in diesem Fall an einigen Stellen angebracht gewesen.

Zu diesem vielen Überflüssigen kommt noch dazu das ich das Ende als lachhaft empfunden habe. Das Ende hier ist kein richtiges Ende für mich. Es wäre hier definitiv angebracht gewesen, zumindest kurz, noch eine Seite zu schreiben, zwei Jahre später. Aber das hier, tzzzz, nichts für mich.

Mein Fazit
Ein Roman der richtig viel Potenzial gehabt hätte, der meiner Meinung nach aber nicht gut umgesetzt wurde. Vieles ist einfach zu drüber. Noch dazu waren die Charaktere nie richtig greifbar für mich.

Leseempfehlung?
Nein.

Es sei denn man liebt Schnulzen die absolut überzogen sind.

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