Viel zu viel von allem
BerchtesgadenDieser Roman beginnt im Mai 1945 als die Amerikaner die Regierung in Deutschland übernehmen.
Sophie ist gerade einmal 19 Jahre alt und hat sich selbt, meist über Schallplatten Englisch beigebracht was ...
Dieser Roman beginnt im Mai 1945 als die Amerikaner die Regierung in Deutschland übernehmen.
Sophie ist gerade einmal 19 Jahre alt und hat sich selbt, meist über Schallplatten Englisch beigebracht was sich demnach auch äußerst unterhaltsam anhört bei der Aussprache. Trotzdem schafft sie es als Mitarbeiterin im Military Gouvernment eingestellt zu werden. Dort wird sie immer mehr mit den Verbrechen konfrontiert, die die Deutschen begangen haben.
Ihr Vorgesetzter Frank ist Jude und damals nach Amerika übergesiedelt, jetzt ist er in seine ehemalige Heimat zurückgekehrt. Seine Freundin ist Meg, die als Pressefotografin fungiert und immer "vorne" dabei ist.
Weiterhin ist da Rudolf Kriss, der verraten wurde weil er sich gegen Hitler geäußert hat und dadurch sogar zum Tode verurteilt worden ist. Nach Kriegsende ist auch Rudolf Kriss zurück und ist nun sogar der neue Bürgermeister von Berchtesgaden.
Sam ist auch noch zu erwähnen. Er ist schwarz und ein GI, erst lebte er auf dem Hof von Sophies Familie wo Sophie und Sam sich kennengelernt haben, im Nachgang treffen sich die beiden immer wieder auf der Arbeit und verlieben sich ineinander.
Nicht zu vergessen ist hier Max, Sophies Bruder der bei der SS gewesen ist und somit ein äußerst schlechtes Licht auf Sophies Familie wirft.
Insgesamt gesehen ist dieser Roman voll, voll, voll und nochmals voll. Ich kann mich nicht daran erinnern jemals so viele Charaktere in einem Buch gehabt zu haben. Von Anfang bis Ende ist man damit beschäftigt zu überlegen wer mit wem in irgend einer Art und Weise miteinander verbunden ist. Alleine dadurch kommt schon erst gar kein richtiger Lesefluss auf.
Durch dieses Buch habe ich mich regalrecht gequält und habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt dieses abzubrechen weil mir alles viel zu viel gewesen ist, weil ich immer wieder den Überblick verloren habe und als wäre das nicht alles schon schlimm genug bleit das Ende in vielerlei Hinsicht offen, was hier, bei der Geschichte für mich ein meaga No Go ist!
Mein Fazit
Ein überaus zäher Roman mit viel zu vielen Erzählsträngen und viel zu vielen Charakteren in dem es nur sehr schwierig ist den Überblick zu behalten.
Lesempfehlung?
Leider nein.