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Veröffentlicht am 19.05.2026

Wenn ein Kochbuch nach Zuhause schmeckt

Einfach wie bei Oma
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Schon beim ersten Durchblättern riecht dieses Buch innerlich nach Sonntagsbraten, frisch gebackenen Waffeln und diesem einen Topf Suppe, der früher gefühlt den ganzen Tag auf dem Herd stand. Einfach wie ...

Schon beim ersten Durchblättern riecht dieses Buch innerlich nach Sonntagsbraten, frisch gebackenen Waffeln und diesem einen Topf Suppe, der früher gefühlt den ganzen Tag auf dem Herd stand. Einfach wie bei Oma ist kein Kochbuch, das laut sein muss. Es kommt leise, warm und vertraut daher und genau darin liegt sein besonderer Charme.

Mir gefällt besonders, dass die Rezepte nicht künstlich kompliziert wirken. Kartoffelsalat, Gulaschsuppe, Königsberger Klopse, Rotkohl oder Eierlikörkuchen lesen sich wie kleine Erinnerungen auf Papier. Viele Gerichte kennt man, manche hat man vielleicht lange nicht mehr gegessen, und plötzlich ist da wieder dieses Gefühl von Küche, Familie und einem vollen Teller, der nicht nur satt macht, sondern irgendwie auch tröstet.

Die Gestaltung wirkt herzlich und nahbar. Die Tipps von Oma geben dem Ganzen etwas Persönliches, fast so, als würde jemand neben einem stehen und sagen: Mach dir keinen Stress, das wird schon. Genau das macht das Buch so sympathisch.

Ganz perfekt ist es für mich nicht, weil ich mir an manchen Stellen noch ein bisschen mehr Überraschung oder Tiefe gewünscht hätte. Trotzdem ist Einfach wie bei Oma ein wunderschönes Wohlfühlkochbuch für alle, die traditionelle Küche lieben und beim Kochen gern ein kleines Stück Zuhause zurückholen möchten.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Wenn Licht und Schatten mein Herz erobern

Empire of Burning Shadows (Magical Fate 1)
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Magie, Schatten, zwei Männer und eine Heldin, die plötzlich mitten in einem Krieg landet. Klingt nach genau dem Stoff, bei dem mein innerer Buchdrache sofort hellwach wird und sich mit einem breiten Grinsen ...

Magie, Schatten, zwei Männer und eine Heldin, die plötzlich mitten in einem Krieg landet. Klingt nach genau dem Stoff, bei dem mein innerer Buchdrache sofort hellwach wird und sich mit einem breiten Grinsen aufs Sofa setzt.

Empire of Burning Shadows hat mich mit seiner Mischung aus Licht und Dunkelheit von der ersten Seite an gepackt. Schon das Lichterschattenfest zu Beginn versprüht eine besondere Atmosphäre, die sich wie ein leiser Zauber über die ganze Geschichte legt. Dazu kommt Joslin, die plötzlich entdeckt, dass viel mehr in ihr steckt, als sie selbst jemals geahnt hätte.

Joslin war mir schnell sympathisch. Sie ist mutig, emotional und bereit, alles für ihren Bruder zu riskieren. Genau diese Entschlossenheit hat dafür gesorgt, dass ich sie gern auf ihrer Reise begleitet habe. Und dann wären da noch die beiden Magier. Einer strahlt Sicherheit und Wärme aus, der andere hat diese gefährliche Ausstrahlung, bei der sofort alle Alarmglocken klingeln und man trotzdem nicht wegschauen kann. Mein Kopf war jedenfalls ziemlich schnell im Ausnahmezustand.

Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre. Das Worldbuilding ist magisch, stimmungsvoll und voller Details, die Lust auf mehr machen. Die Liebesgeschichte entwickelt sich angenehm langsam und sorgt immer wieder für dieses herrlich kribbelige Gefühl, wenn man beim Lesen unwillkürlich grinsen muss.

An manchen Stellen hätte die Handlung noch etwas überraschender sein dürfen, aber das hat meinem Lesespaß kaum geschadet. Stattdessen blieb vor allem dieses wunderbare Gefühl zurück, in eine faszinierende Welt eingetaucht zu sein.

Ein starker Auftakt mit viel Magie, Herzklopfen und großem Potenzial. Band 2 darf sehr gern sofort bei mir einziehen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Wenn Dunkelheit nicht abschreckt, sondern ruft

Moth Dark
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Dunkelheit, Portale, Motten und eine Liebe, die sich anfühlt, als würde sie gegen ganze Welten atmen. Moth Dark hat mich direkt mit seiner besonderen Atmosphäre eingefangen, weil hier nicht einfach nur ...

Dunkelheit, Portale, Motten und eine Liebe, die sich anfühlt, als würde sie gegen ganze Welten atmen. Moth Dark hat mich direkt mit seiner besonderen Atmosphäre eingefangen, weil hier nicht einfach nur Romantasy erzählt wird, sondern ein ganz eigenes Gefühl zwischen Schatten, Sehnsucht und drohendem Untergang entsteht.

Sascia mochte ich besonders, weil sie neugierig, klug und innerlich zerrissen ist. Ihre Faszination für die Dark Welt wirkt nie oberflächlich, sondern eher wie ein leises Ziehen, dem sie kaum entkommen kann. Als Nugau in ihr Leben tritt, bekommt die Geschichte noch einmal eine ganz andere Tiefe. Zwischen den beiden liegt nicht nur Anziehung, sondern auch Misstrauen, Verantwortung und dieser schmerzhafte Gedanke, dass Liebe manchmal nicht reicht, wenn zwei Welten brennen.

Das Worldbuilding ist opulent, düster und stellenweise richtig bildgewaltig. Man spürt die Portale, die fremde Welt, die Spannung zwischen Raum und Zeit und diese fast magische Verbindung durch die Motten. Manchmal hätte ich mir an einigen Stellen etwas mehr Ruhe gewünscht, weil die vielen Ideen, Konflikte und Begriffe sehr dicht aufeinander folgen.

Trotzdem bleibt Moth Dark eine emotionale, ungewöhnliche und wunderschön dunkle YA Romantasy, die nicht nur von Liebe erzählt, sondern auch von Loyalität, Schuld, Hoffnung und dem Mut, sich gegen das vorgegebene Schicksal zu stellen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Kleine Hände, große Baustellenliebe

Erstes Lernen Pocket. Baustelle
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Mit Tyler auf dem Schoß wurde aus diesem kleinen Baustellenbuch sofort ein richtig schöner Entdeckungsmoment. Dieses handliche Format passt perfekt zu kleinen Kinderhänden, und gerade weil Tyler noch mitten ...

Mit Tyler auf dem Schoß wurde aus diesem kleinen Baustellenbuch sofort ein richtig schöner Entdeckungsmoment. Dieses handliche Format passt perfekt zu kleinen Kinderhänden, und gerade weil Tyler noch mitten im Greifen, Staunen und Beobachten steckt, war es so schön zu sehen, wie aufmerksam er auf die Bilder reagiert hat.

Die realistischen Fotos machen für mich den großen Unterschied. Kein überladenes Wimmelchaos, keine zu verspielten Zeichnungen, sondern klare Baustellenfahrzeuge, Werkzeuge und Gegenstände, die Kinder wirklich wiedererkennen können. Bagger, Kran, Hammer und Co. werden nicht nur angeschaut, sondern fast automatisch benannt, gezeigt und gemeinsam entdeckt.

Besonders gefallen hat mir das stabile Register. Es wirkt nicht nur praktisch, sondern lädt kleine Hände dazu ein, selbst aktiv zu werden. Genau das macht das Buch so wertvoll: Es ist kein Buch, das man einfach nur vorliest, sondern eines, das zum gemeinsamen Sprechen, Zeigen und Wiederholen einlädt.

Für unterwegs ist es durch die kleine Größe wirklich ideal. Kinderwagen, Wickeltasche, Wartezimmer oder einfach der Platz neben dem Frühstücksteller, dieses Buch kann überall mit. Für mich ist es ein liebevoll gemachtes erstes Wörterbuch, das Baustellenliebe, Sprachförderung und Alltagstauglichkeit wunderbar verbindet.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Wenn das Böse im Babybett liegt

Andersen
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Manchmal liest man einen Klappentext und denkt sich: Na gut, das klingt schon ziemlich wild. Und dann kommt Charles Lewinsky um die Ecke, setzt noch einen drauf und serviert einem eine Geschichte, bei ...

Manchmal liest man einen Klappentext und denkt sich: Na gut, das klingt schon ziemlich wild. Und dann kommt Charles Lewinsky um die Ecke, setzt noch einen drauf und serviert einem eine Geschichte, bei der man zwischendurch ernsthaft das Buch anschaut und denkt: Entschuldigung, was passiert hier gerade?

Andersen ist kein gemütlicher Roman zum Wegkuscheln. Dafür ist diese Grundidee viel zu böse, viel zu schräg und ehrlich gesagt auch ziemlich genial. Ein brutaler Folterer wird wiedergeboren, steckt plötzlich in einem Säugling und bringt trotzdem sein altes, finsteres Innenleben mit. Das klingt absurd, aber genau darin liegt der Reiz. Dieses kleine Wesen sollte eigentlich Schutzinstinkte auslösen, stattdessen sitzt man da und denkt: Bitte nicht allein mit dem Baby lassen.

Lewinsky erzählt das mit einer Mischung aus schwarzem Humor, Kälte und richtig viel erzählerischer Raffinesse. Das Buch spielt mit der Frage, ob ein Mensch wirklich eine zweite Chance verdient, wenn in ihm nichts nach Reue aussieht. Und ja, das ist manchmal unbequem. Aber eben auch verdammt spannend.

Was mir besonders gefallen hat: Diese Geschichte bleibt nicht brav in einer Schublade. Sie ist böse, philosophisch, makaber und trotzdem erstaunlich lesbar. Kein Roman, der einen ständig anschreit, sondern einer, der sich langsam unter die Haut schiebt.

Kleine Warnung: Wer Figuren braucht, die man ins Herz schließen kann, wird hier vielleicht hart schlucken. Andersen ist kein Sympathieträger, eher ein literarischer Stachel im Kopf. Aber genau deshalb funktioniert das Buch so gut.

Für mich ein richtig starkes, bitterböses Gedankenexperiment mit Nachhall. Nicht perfekt gemütlich, aber ziemlich besonders.

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