Romeo, Julia und ein Valentinstag fürs Bücherregal
Romeo und JuliaManchmal liegt Liebe nicht nur zwischen zwei Buchseiten, sondern auch in der Art, wie ein Buch gestaltet ist. Genau so ein Herzklopfen-Moment ist diese Schmuckausgabe von Romeo und Julia und ganz ehrlich: ...
Manchmal liegt Liebe nicht nur zwischen zwei Buchseiten, sondern auch in der Art, wie ein Buch gestaltet ist. Genau so ein Herzklopfen-Moment ist diese Schmuckausgabe von Romeo und Julia und ganz ehrlich: Schon beim Auspacken war klar, dass hier kein gewöhnlicher Klassiker wartet, sondern ein echtes Valentinstagsgeschenk mit Seele. Ein riesiges Dankeschön geht dabei an den Coppenrath Verlag und den lieben Tomas, die uns dieses wunderschöne Stück Romantik beschert haben.
Shakespeares tragische Liebesgeschichte kennt man natürlich irgendwie. Zwei junge Menschen, ein Blick, ein Gefühl, das größer ist als jede Vernunft und eine Welt, die ihnen im Weg steht. Doch in dieser Ausgabe fühlt sich alles noch ein bisschen intensiver an. Vielleicht liegt es an den liebevollen Illustrationen, vielleicht an den versteckten Beilagen zwischen den Seiten oder einfach daran, dass dieses Buch nicht nur gelesen, sondern richtig erlebt werden will. Beim Blättern schleicht sich ständig dieser Gedanke ein: Genau so muss sich verbotene Liebe anfühlen, schön, schmerzhaft und vollkommen hoffnungslos romantisch.
Zwischendurch ertappt man sich dabei, leise zu schmunzeln, obwohl man genau weiß, wie die Geschichte endet. Dieses berühmte Kribbeln bleibt trotzdem. Und irgendwo zwischen Goldfolie, Farbschnitt und großen Gefühlen sitzt plötzlich wieder dieser jugendliche Glaube daran, dass ein einziger Blick alles verändern kann. Kitsch? Vielleicht. Aber genau der gute, ehrliche Kitsch, der das Herz warm macht.
Unterm Strich ist diese Rezension weniger klassisch, sondern eher eine kleine Liebeserklärung an ein Buch, das zeigt, warum manche Geschichten niemals alt werden. Perfekt zum Verschenken, perfekt zum Selbstbehalten und definitiv eines dieser Bücher, die man nicht einfach ins Regal stellt, sondern immer wieder in die Hand nimmt, nur um kurz dieses Gefühl von großer, unsterblicher Liebe zu spüren.