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Veröffentlicht am 12.06.2026

Wenn Fußballgeschichte aus Stoff gemacht ist

Kult-Trikots
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Manchmal braucht ein Buch keine große Taktiktafel, keinen VAR und keinen übermotivierten Experten am Spielfeldrand. Manchmal reicht ein Trikot und zack, schon ist man wieder mitten drin. Kult-Trikots von ...

Manchmal braucht ein Buch keine große Taktiktafel, keinen VAR und keinen übermotivierten Experten am Spielfeldrand. Manchmal reicht ein Trikot und zack, schon ist man wieder mitten drin. Kult-Trikots von John Blair ist genau so ein Buch. Aufschlagen, gucken, grinsen und innerlich sofort denken: Ach komm, das hatte doch damals jeder zweite auf dem Bolzplatz an.

Dieses Buch ist mehr als eine Sammlung schöner Fußballshirts. Es ist ein kleiner Tunnel zurück in die Vergangenheit. In die 90er, in wilde Muster, schräge Sponsoren, breite Kragen und Designs, bei denen man heute denkt: Wer hat das freigegeben und warum liebe ich es trotzdem so sehr?

Besonders stark ist, dass hier nicht nur hübsche Fotos aneinandergereiht werden. Hinter den Trikots stecken Geschichten, Fankultur, Sammelleidenschaft und dieser besondere Wahnsinn, den nur Fußball auslösen kann. Man merkt schnell: Für manche ist ein Trikot einfach Stoff. Für andere ist es Erinnerung, Verein, Kindheit, Stadionwurst, Gänsehaut und ein bisschen Herzschmerz in Polyester.

Die über 150 Abbildungen machen richtig Spaß. Da blättert man nicht einfach durch, da bleibt man hängen. Immer wieder. Gerade diese Mischung aus bekannten Klassikern, seltenen Holy Grails und Insiderwissen macht das Buch so stark. Es fühlt sich an wie ein Gespräch mit jemandem, der nicht nur Ahnung hat, sondern diese Leidenschaft wirklich lebt.

Kult-Trikots ist ein Volltreffer für Fußballfans, Sammler und alle, die bei alten Trikots mehr fühlen als sie vielleicht zugeben würden. Nostalgisch, hochwertig, informativ und einfach richtig schön zum Versinken.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Wenn alte Liebe nie ganz aufgehört hat zu brennen

Counting Days
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Manchmal reicht ein einziger Ort, um alles wieder aufzureißen, was man jahrelang mühsam weggeschlossen hat. Genau dieses Gefühl hat mich bei Counting Days sofort gepackt, denn Dalias Rückkehr nach Heidelberg ...

Manchmal reicht ein einziger Ort, um alles wieder aufzureißen, was man jahrelang mühsam weggeschlossen hat. Genau dieses Gefühl hat mich bei Counting Days sofort gepackt, denn Dalias Rückkehr nach Heidelberg fühlt sich nicht wie Heimkommen an, sondern wie ein vorsichtiges Betreten alter Wunden.

Dalia mochte ich sehr, weil sie nicht perfekt sein muss, um stark zu wirken. Ihre Unsicherheiten, ihre Verletzlichkeit und ihr Kampf mit der eigenen Familie haben mich berührt. Besonders schön fand ich, dass Body Positivity hier nicht wie ein hübsches Extra wirkt, sondern wirklich zu ihr gehört.

Alex ist für mich dieser typische gebrochene Held, bei dem man einerseits seufzt und andererseits denkt: Junge, rede doch endlich. Trotzdem konnte ich seine Mauern verstehen. Seine Verantwortung, seine Angst und seine stille Sehnsucht nach Dalia machen ihn unglaublich nahbar.

Die Liebesgeschichte lebt nicht von großem Drama um jeden Preis, sondern von Blicken, unausgesprochenen Gefühlen und diesem leisen Ziehen im Herzen. Gerade die Second Chance Dynamik hat mich emotional abgeholt, weil man spürt, dass Liebe manchmal nicht verschwindet, nur weil Menschen aneinander scheitern.

Counting Days ist kein leichter Zuckerguss Roman, sondern eine gefühlvolle New Adult Geschichte über Heilung, Familie, alte Narben und neue Hoffnung. Für mich ein berührendes Buch, das langsam ins Herz sickert und dort bleibt.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Ein Sommer voller Chaos, Herz und Neuanfang

Sommer ohne Plan
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Mitten zwischen Waldluft, Dorfgemurmel und einem Leben, das plötzlich viel zu laut geworden ist, hat mich Cassis Geschichte auf eine ganz eigene Art abgeholt.

Cassi ist keine Heldin, die alles im Griff ...

Mitten zwischen Waldluft, Dorfgemurmel und einem Leben, das plötzlich viel zu laut geworden ist, hat mich Cassis Geschichte auf eine ganz eigene Art abgeholt.

Cassi ist keine Heldin, die alles im Griff hat, sondern eine Frau, die erst einmal komplett aus der Spur kippt. Gerade das mochte ich sehr, weil dieser Roman nicht nur sonnig und leicht daherkommt, sondern unter dem Humor auch eine leise Erschöpfung trägt. Ihr spontaner Kauf einer Waldhütte wirkt erst verrückt, dann befreiend und irgendwann fast wie ein kleiner Traum, den man heimlich selbst gern hätte.

Besonders schön fand ich die schrullige Dorfgemeinschaft. Da wird geklopft, geredet, falsch verstanden und plötzlich steht Cassi mitten in einem Chaos, das sie eigentlich nie bestellt hat. Manche Szenen sind herrlich absurd, andere überraschend zart. Dieses Missverständnis rund um die angebliche Selbsthilfe-Guru Rolle bringt viel Witz hinein, manchmal war es mir aber auch ein kleines bisschen zu ausgedehnt.

Trotzdem bleibt am Ende ein warmes Gefühl zurück. Sommer ohne Plan ist für mich ein Roman über Loslassen, Stolpern, Neuanfangen und darüber, dass man manchmal erst dann bei sich ankommt, wenn kein Plan mehr funktioniert.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Wenn alte Steine plötzlich Trost spenden

Stone Lands
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Manchmal kommt ein Buch daher, das gar nicht laut sein muss, um ordentlich im Herzen herumzuwühlen. Stone Lands ist genau so ein Fall. Fiona Robertson nimmt einen mit auf eine Reise durch Großbritannien, ...

Manchmal kommt ein Buch daher, das gar nicht laut sein muss, um ordentlich im Herzen herumzuwühlen. Stone Lands ist genau so ein Fall. Fiona Robertson nimmt einen mit auf eine Reise durch Großbritannien, zu alten Steinen, windigen Landschaften und Orten, die mehr gesehen haben als wir alle zusammen beim Familienkaffee erzählen könnten.

Der Einstieg über ihre Trauer hat mich direkt gepackt. Nicht auf diese künstlich dramatische Art, sondern ehrlich, ruhig und ziemlich nah. Da sitzt man da, liest über Menhire, Verlust und Erinnerung und denkt plötzlich: Mensch, so ein Stein kann mehr Trost ausstrahlen als mancher gut gemeinte Spruch aus dem Bekanntenkreis.

Besonders schön fand ich, wie Robertson Geschichte, Natur, Legenden und persönliche Gefühle miteinander verbindet. Das klingt erstmal nach einer Mischung, bei der man sich fragt, ob das nicht trocken wird wie ein alter Keks. Wird es aber nicht. Es hat etwas Erdiges, Warmes und Staunendes. Man spürt diese Liebe zu den Landschaften und zu den alten Steinen auf jeder Seite.

Natürlich ist Stone Lands kein Buch für schnelles Weglesen zwischen Tür und Angel. Es möchte Ruhe. Vielleicht sogar Tee. Oder Kaffee. Und ein bisschen Bereitschaft, sich auf Stille, Trauer und Schönheit einzulassen. Wer das zulässt, bekommt ein sehr besonderes Buch über Abschied, Beständigkeit und das kleine Wunder, dass die Welt trotz allem schön bleibt.

Für mich ein leises, kluges und berührendes Werk, das nicht schreit, aber lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Wenn Freundschaft wehtut und trotzdem hält

Weird Girls
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Mitten in Belfast hängt diese WG wie ein altes Foto an der Wand, leicht vergilbt, voller Lachen, Chaos und kleinen Rissen, die man erst sieht, wenn das Licht genau darauf fällt.

Ich mochte an Weird Girls ...

Mitten in Belfast hängt diese WG wie ein altes Foto an der Wand, leicht vergilbt, voller Lachen, Chaos und kleinen Rissen, die man erst sieht, wenn das Licht genau darauf fällt.

Ich mochte an Weird Girls besonders, wie roh und ungeschönt Freundschaft hier erzählt wird. Maggie, Harley und Róise sind keine perfekten Frauen, keine glatten Heldinnen, sondern verletzte, laute, widersprüchliche Menschen, die versuchen, nach dem Verlust von Lydia irgendwie weiterzumachen. Diese Trauer sitzt zwischen ihnen wie eine vierte Mitbewohnerin am Küchentisch, manchmal still, manchmal viel zu laut.

Der Roman hat diese bittersüße Mischung aus wilden Zwanzigern, alten Wunden, falschen Entscheidungen und dem verzweifelten Wunsch, nicht allein unterzugehen. Besonders schön fand ich, dass Freundschaft hier nicht romantisiert wird. Sie ist anstrengend, chaotisch, manchmal ungerecht, aber eben auch dieser eine Ort, an dem man trotzdem wieder anklopft.

Nicht jede Szene hat mich gleich stark gepackt, manches fühlte sich etwas kreisend an, als würde die Geschichte selbst nicht genau wissen, wohin mit all dem Schmerz. Trotzdem bleibt viel hängen. Vor allem dieses Gefühl, dass Erwachsenwerden manchmal bedeutet, sich gegenseitig neu kennenzulernen.

Ein ehrlicher, emotionaler Roman über Verlust, Zusammenhalt und Freundinnen, die einander auch dann noch sehen, wenn alles andere verschwimmt.

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