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Veröffentlicht am 10.07.2025

Zwischen Pasta, Pistazien und Poesie – Gottschlichs Reise geht unter die Haut

Grazie Roma
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Dieses Buch ist wie ein Teller perfekt al dente gekochter Pasta: man nimmt einen Bissen, denkt „wow“, nimmt noch einen, und plötzlich ist man komplett in Italien verloren. Grazie Roma ist kein schnödes ...

Dieses Buch ist wie ein Teller perfekt al dente gekochter Pasta: man nimmt einen Bissen, denkt „wow“, nimmt noch einen, und plötzlich ist man komplett in Italien verloren. Grazie Roma ist kein schnödes Kochbuch mit dem üblichen „Pasta, Basta, Buongiorno!“-Blabla, sondern eher wie ein kulinarischer Roadtrip durch Rom – mit Gottschlich als etwas verrücktem, extrem charmanten Reiseleiter, der nicht nur kochen, sondern auch erzählen kann.

Man spürt auf jeder Seite: Der Typ hatte richtig Bock auf diese Reise. Zwischen römischen Marktständen, Gesprächen mit Marktfrauen und spontanen Künstlerdinners haut er eine kreative Idee nach der anderen raus – und das ohne Chichi, aber mit einer ordentlichen Portion Sterne-Küche im Gepäck. Ich mein, wer denkt sich bitte eine Lasagne mit Pistazien aus, die nicht nach Dessertunfall klingt, sondern nach „Gib mir sofort mehr davon“?

Die Rezepte? Überraschend, raffiniert, manchmal herrlich schräg – aber nie überkandidelt. Selbst ein Kalbs-Carpaccio kriegt hier einen Twist, der mich kurz vergessen ließ, dass ich eigentlich nur was Einfaches kochen wollte. Tja, am Ende stand ich mit Limetten-Austerntatar da und hab mir selbst applaudiert.

Was das Buch für mich aber besonders macht: Es geht nicht nur um Essen, sondern ums Erleben, Staunen, Entdecken. Man reist mit, man schmeckt mit – und man wird selbst ein bisschen mutiger in der Küche. Wer also Bock auf Italien hat, aber weder Flüge noch volles Portemonnaie braucht – hier ist dein Ticket.

Danke, Daniel. Und: Grazie Roma! Ich hab jetzt nicht nur Hunger, sondern auch Fernweh. Perfekte Mischung.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Eisvogel im Herzen – Wenn ein Buch zwei Generationen bewegt

Geheimname Eisvogel
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Ich dachte erst, „Oh nein, ein weiteres Buch über den Zweiten Weltkrieg… wird bestimmt wieder deprimierend und schwer verdaulich.“ Und dann kam meine Tochter: „Papa, das lesen wir zusammen!“ Zack, Buch ...

Ich dachte erst, „Oh nein, ein weiteres Buch über den Zweiten Weltkrieg… wird bestimmt wieder deprimierend und schwer verdaulich.“ Und dann kam meine Tochter: „Papa, das lesen wir zusammen!“ Zack, Buch auf, Welt aus – und plötzlich saßen wir abends da, beide mit Tränen in den Augen und Chips auf dem Schoß (die Chips waren meine Idee, um die Nerven zu beruhigen – hat nur so mittel geklappt).

Die Geschichte von Mila und Hannie hat uns beide total reingezogen. Zwei Schwestern, mitten im Krieg, neue Identität, Geheimnisse und der fiese Feind im Nacken – das ist schon krass genug. Aber dann haut Kessler da noch einen doppelten Handlungsstrang rein, bei dem man sich beim Lesen fragt: Moment mal, wer ist jetzt wer? Und wann sind wir eigentlich gerade? Meine Tochter hat das viel schneller geblickt als ich. Sie sagt, das liegt an meinen grauen Haaren.

Ich mochte besonders, wie mutig Hannie war – richtig Undercover-mäßig, mit Codenamen und allem. Meine Tochter wollte dann auch einen Codenamen. Sie heißt jetzt offiziell „Eule“. Ich bin „Buchwurm“. Danke, Liz Kessler.

Aber Spaß beiseite: Dieses Buch hat’s in sich. Es ist spannend, berührend, manchmal niederschmetternd – aber es gibt immer wieder Hoffnung. Und das macht es so stark. Wir haben oft beim Lesen pausiert, diskutiert, rumgeblödelt – und dann weitergelesen, weil wir einfach wissen mussten, wie es ausgeht.

Der Schreibstil? Flutscht wie ein gut geöltes Fahrrad durch Amsterdam. Direkt, aber feinfühlig, leicht zu lesen, aber mit Wumms. Und am Ende? Haben wir das Buch einfach eine Weile nur angeschaut. Und dann nochmal drüber geredet.

Fazit von uns beiden: „Geheimname Eisvogel“ ist ein Buch, das dich packt, durchrüttelt und verändert. Und das haben wir zusammen erlebt. Buddyread für die Ewigkeit.

5 Sterne von Eule & Buchwurm.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Einmal Weltgeschichte to go, bitte – heiß serviert und bunt gewürzt

Reise durch die Geschichte
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Ich dachte ja, ich hätte die Schulzeit mit ihren trockenen Geschichtsbüchern endgültig hinter mir gelassen. Und dann knallt mir dieses Buch von DK namens "Reise durch die Geschichte" auf den Couchtisch ...

Ich dachte ja, ich hätte die Schulzeit mit ihren trockenen Geschichtsbüchern endgültig hinter mir gelassen. Und dann knallt mir dieses Buch von DK namens "Reise durch die Geschichte" auf den Couchtisch – und zack, ich bin süchtig. Wer hätte gedacht, dass Zeitleisten so eine Wucht sein können? Jede Doppelseite ist wie ein Mini-Blockbuster fürs Hirn. Ob Ägypten in Hieroglyphen oder die Samurai auf Klingenformat – das ist keine trockene Faktenhuberei, das ist Popcornkino mit Hirn!

Ich hab beim Durchblättern ernsthaft vergessen, dass ich eigentlich nur mal „kurz reinschauen“ wollte. Aus "nur mal kurz" wurden dann drei Stunden, kalter Kaffee und ein halbes Dutzend "Boah, das wusste ich ja gar nicht!"-Momente. Und ja, selbst bei Themen wie Landwirtschaft oder Schriftentwicklung kam ich nicht davon los – klingt langweilig, ist aber unfassbar cool aufbereitet.

Das Buch bringt einen dazu, sich plötzlich brennend für Maya-Kalender, viktorianische Tanzkultur oder die Geschichte des Internets zu interessieren. Wie das geht? Keine Ahnung. Wahrscheinlich durch diesen genialen Mix aus Illustrationen, schrägen Layouts und einfach irre viel Wissen, das trotzdem nicht wie Oberlehrer-Gebrabbel rüberkommt.

Kurz gesagt: Dieses Buch ist wie eine Weltgeschichte auf Energy-Drink – bunt, wild, schlau, aber nie langweilig. Wer hier nicht hängen bleibt, hat entweder kein Herz für Geschichte oder sollte dringend seine Augen überprüfen. Klare 5 Sterne – und mein Wohnzimmer hat jetzt ein neues Lieblingsbuch. Danke DK, ich bin im besten Sinne geschichtssüchtig geworden!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Magische Düfte, wilde Zeiten und wir mittendrin

Luzie Alvenstein – Erbin der Duftapotheke (1). Ein Geheimnis zieht durch die Zeit
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Mal ehrlich – ich dachte ja, ich hätte schon alles gerochen, aber dieses Buch hat mir glatt die Nasenhaare neu sortiert. Meine Tochter und ich haben das als Buddyread gestartet und… tja, was soll ich sagen: ...

Mal ehrlich – ich dachte ja, ich hätte schon alles gerochen, aber dieses Buch hat mir glatt die Nasenhaare neu sortiert. Meine Tochter und ich haben das als Buddyread gestartet und… tja, was soll ich sagen: Wir waren drin. So richtig. Schon nach den ersten Seiten hat sich unser Wohnzimmer spontan in eine magische Duftapotheke verwandelt – nur ohne explodierende Flakons, zum Glück.

Luzie, Mats und Elodie? Die Drei sind unser neues Dream-Team. Meine Tochter wollte dauernd eine von ihnen sein – ich hab mich lieber auf den gemütlichen Sessel beschränkt und kommentiert wie ein altkluger Sidekick. Aber hey, ich war emotional dabei! Und als dieser geheimnisvolle Flakon auftauchte, sind wir beide gleichzeitig vom Sofa gerutscht.

Zeitreise nach Rom 1871? Ich hab schon Angst vorm Rückflug nach Mallorca, aber DAS war Abenteuer pur. Wir haben gebrüllt, wenn jemand fast in der Vergangenheit hängen blieb – und ich schwöre, meine Tochter hat irgendwann „Papa, das ist spannender als dein True-Crime-Kram!“ gerufen.

Zwischendurch mussten wir ständig Pause machen, weil einer von uns (meist ich) wieder laut Theorien spinnen musste. Und sie hatte recht: Die Lösung lag wirklich in der Vergangenheit. Wie clever ist das bitte?

Die Illustrationen von Claudia Carls haben dem Ganzen dann noch den magischen Feinschliff gegeben. Da blättert man automatisch langsamer, weil man nichts verpassen will.

Fazit: Dieses Buch riecht nach Abenteuer, Spannung, Magie und einem Hauch Zimt. Wir haben gelacht, gestaunt, gezittert – und das alles zusammen. Und am Ende? Buch zugeklappt, uns angesehen und gleichzeitig gesagt: „Wann kommt der nächste Band?“

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Schwarze Löcher, heller Spaß – Bohnet rockt den Kosmos

Die 42 größten Rätsel der Astronomie
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Dieses Buch hat mir beim Lesen mehr Sterne gezeigt als mein letzter Blick durchs Teleskop – und der war bei Neumond! Ilja Bohnet nimmt einen mit auf eine galaktische Achterbahnfahrt durch die abgefahrensten ...

Dieses Buch hat mir beim Lesen mehr Sterne gezeigt als mein letzter Blick durchs Teleskop – und der war bei Neumond! Ilja Bohnet nimmt einen mit auf eine galaktische Achterbahnfahrt durch die abgefahrensten Fragen, die das Universum so auf Lager hat. Und nein, das ist kein staubtrockenes Uni-Seminar in Buchform, sondern eher wie ein intergalaktischer Kneipenabend mit brillanten Wissenschaftlern, die wirklich was zu erzählen haben.

Man stolpert von dunkler Materie zu Schwarzen Löchern, fliegt mal eben durch den Urknall und wird unterwegs auch noch gefragt, ob da draußen ET vielleicht doch gerade Netflix schaut. Besonders cool: Man merkt beim Lesen richtig, wie lebendig Forschung sein kann – hier wird nix runtergebetet, sondern mit Neugier, Witz und einem Schuss Wahnsinn erzählt. Ich hab beim Kapitel über kollidierende Schwarze Löcher beinahe mein Frühstück fallen lassen.

Die Mischung aus fundierter Wissenschaft, verständlicher Sprache und kleinen Hirn-Explosionen ist einfach genial. Und das Beste? Bohnet bleibt nah an der Wissenschaft, ohne mich mit Formeln zu erschlagen – stattdessen gibt’s Anekdoten, Zitate von echten Profis und diesen einen trockenen Humor, den ich bei Astrophysik nie erwartet hätte.

Fazit: Wer sich jemals nachts gefragt hat, was der Kosmos eigentlich den ganzen Tag so treibt, der sollte dieses Buch lesen. Am besten mit einem Kaffee in der einen und einer Supernova im Kopf. Fünf Sterne – im übertragenen wie auch im astronomischen Sinn!

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