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Veröffentlicht am 12.03.2026

Nicolaus von Verdun und sein Schrein

Der Schrein der Könige
7

Nach dem Tod seiner Ehefrau und zwei seiner Söhne versinkt der über die Grenzen hinaus bekannte Goldschmied Nicolaus von Verdun in seinem Kummer. Erst als ihm die Errichtung eines Schreins für die Heiligen ...

Nach dem Tod seiner Ehefrau und zwei seiner Söhne versinkt der über die Grenzen hinaus bekannte Goldschmied Nicolaus von Verdun in seinem Kummer. Erst als ihm die Errichtung eines Schreins für die Heiligen Drei Könige in Köln angeboten wird, erwacht er aus seiner Lethargie. Aber der Umzug nach Köln bringt auch Ängste, Herausforderungen und Anfeindungen besonders durch die ansässigen Goldschmiede mit sich.

Sabine Weiss schildert bildhaft und lebendig die Entstehung dieser wichtigen Reliquiare, das als Meisterstück der Goldschmiedekunst gilt und auch heute noch Millionen Betrachter anzieht und in Erstaunen versetzt. Dabei verbindet sie sehr gekonnt Fakten und Fiktion. Da es über das Leben und Schaffen des Nicolaus von Verdun keine Überlieferungen gibt, konnte die Autorin bei seiner Familiengeschichte ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Anders sah es bei der Politik des Reiches und den Kreuzzügen Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts aus. Davon konnte ich mir beim Lesen aufgrund der guten Recherche der Autorin ein gutes Bild machen.

Ein sehr unterhaltsamer Roman mit einer guten Mischung aus historischen Fakten und Fiktion, bei dem ich einen guten Einblick in die aufwändige und detaillierte Arbeit der Goldschmiede bei der Erschaffung des Schreins der Könige bekam. Da mir der letzte Teil zu sehr im Zeitraffer erschien und der Schrein etwas aus dem Fokus geriet, vergebe ich nur vier Sterne.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Feige Lehrer

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 2) - Zombie gesucht
0

Nightmore ist das gruseligste Internat der Welt. Hier leben Vampire, Zombies, Dämonen, Werwölfe und ähnliche gruselige Wesen. Unterricht und Sportveranstaltungen sind auch nicht mit den uns bekannten zu ...

Nightmore ist das gruseligste Internat der Welt. Hier leben Vampire, Zombies, Dämonen, Werwölfe und ähnliche gruselige Wesen. Unterricht und Sportveranstaltungen sind auch nicht mit den uns bekannten zu vergleichen, zum Zeitvertreib wird z. B. Blutball gespielt. Es geht auch gleich gruselig los, denn Fynn sitzt gefesselt im Kerker der Schule und hat nur noch ein paar Minuten, um sich zu befreien.

Bis auf ein Auge fehlt von dem Mitschüler Edgar jede Spur … vorerst. Im Gegensatz zu den feigen Lehrern begibt sich Fynn auf die gefährliche Mission, ihn zu suchen und zu befreien. Irrlicht und Moor-Monster können ihn nicht stoppen, aber dann trifft er auf die furchtbarsten Kreaturen überhaupt. Ihr möchtet wissen wer das wohl ist? Seid gespannt, aber von mir erfahrt ihr das nicht.

Ich mag diese skurrilen Figuren, die mich mit ihren Charaktereigenschaften immer wieder überraschen können. Besonders ist mir neben Fynn natürlich die Dämonin Sinista ans Herz gewachsen. Sie ist einfach nur cool und eine wahre Freundin.

Der Schreibstil von Vanessa Walder ist einfach nur toll. Ich wüsste gerne wo sie ihre genialen Einfälle immer hernimmt. Diese Einfälle sind teils zwar gruselig, aber es gibt so viele witzige Dialoge und Szenen, bei denen man lachen muss, dass der Spaß beim Lesen eindeutig überwiegt. Man braucht also keine Angst haben, dass man nachts nicht ruhig schlafen kann.

Ein weiteres Highlight sind die vielen schwarzweiß Illustrationen von Philipp Ach, auf denen es so viel zu entdecken gibt und die sehr gut zum Geschehen passen.

Auch der zweite Band der Nightmore-Reihe ist das reinste Lesevergnügen, und zwar nicht nur für Kinder.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Heimatgefühle und Familie

Und das Glück duftet nach Wolken und Meer
0

Die 33-jährige Kayla hat ihrer Heimat vor einigen Jahren den Rücken gekehrt und ist nach Berlin gezogen. Nun ist ihr Vater gestorben und mit den schmerzvollen Gedanken an den großen Streit mit ihrem Bruder ...

Die 33-jährige Kayla hat ihrer Heimat vor einigen Jahren den Rücken gekehrt und ist nach Berlin gezogen. Nun ist ihr Vater gestorben und mit den schmerzvollen Gedanken an den großen Streit mit ihrem Bruder und dem Verlust der Mutter in Kindheitstagen, weil diese von jetzt auf gleich verschwand, kehrt Kayla zurück nach Irland in das kleine Dorf Old Quay.

Zum Glück stehen ihr ihre Gran und ihre Sandkastenfreundin Maeve zur Seite. Aber nach und nach kehren auch schöne Erinnerungen an ihre Zeit in Irland zurück und sie merkt wie sehr sie ihre Heimat vermisst hat. Ehrlich gesagt hätte ich sie gerne mal geschüttelt. Für ihr Alter fand ich sie teilweise ziemlich naiv. Es hat auch gedauert bis Verständnis für die Sichtweise und das Handeln anderer Personen in ihrem Umfeld erkannt hat, aber besser spät als nie.

Mir gefiel der bildhafte Schreibstil gut. Und ich mochte diese Mischung aus problembehafteter Familiengeschichte, Freundschaft, Romantik und Landschaftsbeschreibungen. Letztere haben mich auch zurück an Irlands Küste kolportiert.

Insgesamt ein unterhaltsamer Roman vor einem wunderschönen Setting.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Wenn ich das mal wüsste

Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt?
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Die Benutzung von Redensarten im täglichen Leben ist so selbstverständlich wie das Atmen. Oft fällt es einem gar nicht auf, geschweige denn macht man sich Gedanken dazu woher diese Redensart kommt.

Ich ...

Die Benutzung von Redensarten im täglichen Leben ist so selbstverständlich wie das Atmen. Oft fällt es einem gar nicht auf, geschweige denn macht man sich Gedanken dazu woher diese Redensart kommt.

Ich finde so etwas ja total spannend. Wer hätte gedacht, dass der Spruch Blut ist dicker als Wasser durch Wilhelm II. im Jahr 1896 populär gemacht wurde als er sich auf die verwandtschaftlichen Beziehungen der Throne von Deutschland und Großbritannien bezog. Mit jemandem quitt sein war sogar schon im 13. Jahrhundert in der deutschen Kaufmannssprache üblich. Mir ist beim Durchblättern des Öfteren ein „ach, sieh da“ entschlüpft.

Dieses Buch aus dem Dudenverlag geht mehr als 700 Redensarten auf den Grund und beschäftigt sich mit Herkunft und Bedeutung. Nicht bei allen Redewendungen konnte heute noch der Ursprung ermittelt werden.

Ich werde in Zukunft wohl öfters eine von mir benutzte Redensart nachschlagen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Komplex und zwischendurch ziemlich heftig

Warum sie sterben musste
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Nach einer Sturmflut wird eine junge Abiturientin grausam in der Nordsee ermordet aufgefunden. Warum musste Carolin sterben? Der Fall konnte lange nicht aufgeklärt werden und rückt viele Jahre später nach ...

Nach einer Sturmflut wird eine junge Abiturientin grausam in der Nordsee ermordet aufgefunden. Warum musste Carolin sterben? Der Fall konnte lange nicht aufgeklärt werden und rückt viele Jahre später nach einem weiteren Mord wieder in den Fokus der Kriminalpolizei. War es derselbe Täter?

Diese Frage stellen sich auch der Ermittler vom LKA Dr. Ivo Beddenbrook und seine neue Partnerin Cinzia Rix. Während Cinzia ein direkter Typ ist, mit der Tür ins Haus fällt und damit eher Zeugen und Verdächtige verschreckt, kommt Ivo eher bedächtig und fast freundschaftlich daher. Zusammen sind sie ein super Team und ergänzen sich prächtig.

Auch die übrigen Charaktere sind nicht nur zahlreich, sondern auch sehr facettenreich. Die Vielzahl der Personen forderte von mir schon ein erhöhtes Maß an Konzentration, zumal es untereinander einige Verstrickungen gab. Hinzu kamen noch die unterschiedlichen Zeitebenen.

Ein komplexer Krimi mit einigen Wendungen, bei dem ich lange miträtseln konnte. An einigen Stellen musste ich aber auch heftig schlucken. Am Ende fallen alle Puzzleteile an ihren vorgesehenen Platz und es bleiben keine Fragen offen.

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