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Veröffentlicht am 23.12.2025

Große Hoffnungen

Aufbruch ins Paradies
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Nach einem verheerenden Brand und der völligen Vernichtung der Möbelfabrik und sonstigem Hab und Gut, bleibt Gustav Berger, seinen drei Töchtern Hedwig, Clara und Anna sowie den zwei Schwiegersöhnen nur ...

Nach einem verheerenden Brand und der völligen Vernichtung der Möbelfabrik und sonstigem Hab und Gut, bleibt Gustav Berger, seinen drei Töchtern Hedwig, Clara und Anna sowie den zwei Schwiegersöhnen nur der Aufbruch in die ferne Kolonie Neuguinea. Mit der Prinz Heinrich verlassen sie die vertraute Heimat und starten voller Hoffnung in eine ungewisse Zukunft.

Ich lese sehr gerne historische Romane, nehmen sie mich doch mit in eine ganz andere Zeit und in diesem Fall sogar in ein mir unbekanntes Land. In der Regel kann ich dabei auch immer etwas lernen, so war es hier auch.

Erzählt wird die Geschichte aus der jeweiligen Perspektive einer der drei Töchter und handelt überwiegend von der Schiffsreise. Alle drei haben mit den Männern an ihrer Seite kein Glück. Lieblose Vernunftehe, Einsamkeit und Sehnsucht nach Liebe, Vertrauensbruch sind die Schlagworte in den Beziehungen.

Bei der Ankunft in der neuen Heimat scheinen alle Hoffnungen und Träume zu platzen. Die Enttäuschung bei den Mitgliedern der Familie Berger konnte ich richtig spüren und auch nachvollziehen. Falsche Versprechungen lockten sie in die Fremde. Werden sie hier ihr Auskommen finden und glücklich werden können? Das werden wir wohl frühestens in der Fortsetzung erfahren.

Ich fand die Familie Berger sehr mutig. Okay, eine wirkliche Perspektive in der Heimat gab es nicht. Um in ein anderes Land auszuwandern, bedarf es immer Mut, aber zu damaliger Zeit umso mehr. Heutzutage kann man sich auf allen möglichen Wegen Informationen über den Zielort verschaffen und auch die Reise an sich ist viel leichter zu bewältigen als im Jahr 1884. Damals war es wirklich ein Aufbruch ins Ungewisse.

Ich mag den Schreibstil von Tara Haigh sehr. Dieser und die vielen Perspektivwechsel sorgen dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders gut haben mir die Beschreibungen von Land und Leuten gefallen. Es war teilweise als wäre ich selbst auf dem Schiff. Ich fand es interessant und auch spannend die Familie nach Neuguinea zu begleiten.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Ja ja, die lieben Nachbarn

Nur Gundula gärtnerte giftiger
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Gundula und Alfred Böttinger sind Nachbarn, wie man sie höchstens seinem ärgsten Feind wünscht. Besonders Gundula verspritzt ihr Gift in alle Richtungen. Und so verwundert es nicht, dass so nach und nach ...

Gundula und Alfred Böttinger sind Nachbarn, wie man sie höchstens seinem ärgsten Feind wünscht. Besonders Gundula verspritzt ihr Gift in alle Richtungen. Und so verwundert es nicht, dass so nach und nach nicht nur die Gattin, sondern alle Nachbarn auf Jupps Liste der Tatverdächtigen wandern nachdem Alfred tot im Wintergarten aufgefunden wurde. Aber wer hat nun den Käsekuchen vergiftet und was war das Motiv?

Auch in seinem neunten Fall hat Jupp alle Hände voll zu tun. Erst muss er die Kollegen überzeugen, dass es sich um Mord handelt, dann werden seine mutmaßlichen Täter wieder auf freien Fuß gesetzt und innerhalb der Familie Backes kommt es zu Zwistigkeiten. Tochter Eva entwickelt seltsame Anwandlungen, Oma Käthe kommt unerwartet von Sylt angerauscht und Inge hat ein Gardinentrauma.

Die Krimis von Dany R. Wood sind eine gelungene Mischung aus Krimi, Familien- und Dorfleben. Die Charaktere scheinen dem realen Leben entsprungen, auch wenn sie leicht überzogen sind. Bei dem einen oder anderen Protagonisten oder einer Begebenheit ploppen Erinnerungen an Geschehnisse im eigenen Umfeld auf.

Wie immer habe ich mich beim Lesen dieses amüsanten Krimis bestens unterhalten gefühlt. Hoffentlich kann ich noch oft mit der Familie Backes amüsante Zeit verbringen.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Verlorene Heimat

Heimat aus Eis und Asche
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Annette Oppenlander verknüpft hier zwei Erzählstränge in unterschiedlichen Zeitzonen miteinander. Zum einen haben wir Ellie die sich zum Ende des 2. Weltkriegs mit ihrer dreijährigen Tochter auf der Flucht ...

Annette Oppenlander verknüpft hier zwei Erzählstränge in unterschiedlichen Zeitzonen miteinander. Zum einen haben wir Ellie die sich zum Ende des 2. Weltkriegs mit ihrer dreijährigen Tochter auf der Flucht aus Ostpreußenbefindet und unterwegs unter dramatischen Umständen von ihrer Tochter getrennt wird. Zum anderen lernen wir Lena kennen, die mit Anfang fünfzig nach dem Tod ihrer Mutter von ihrer Adoption erfährt und mit der Suche nach ihren wahren Wurzeln beginnt..

Mich haben der historische Strang und das furchtbare Schicksal der Vertriebenen nicht nur gefesselt, sondern auch sehr mitgenommen und die unterschiedlichsten Emotionen bei mir ausgelöst. Einerseits sind da die Gräueltaten der russischen Soldaten, aber andererseits ist da der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander, die Hoffnung geben.

Nicht ganz so glücklich war ich mit dem Gegenwartsstrang. Mit Lena wurde ich überhaupt nicht warm. Einige ihrer Reaktionen fand ich zudem unrealistisch. Für mein Empfinden hat die Autorin zu viel in diesen Teil der Geschichte untergebracht, der nicht notwendig war. Eine durchgedrehte Ex-Frau, einen fragwürdigen Halbbruder und einen plötzlich aus der Versenkung geholten Vater waren für nach meinem Empfinden für die Geschichte überflüssig.

Schade, dass die Geschichte nach sehr gutem und fesselndem Beginn zum Ende abgeflacht ist.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Weltraumwissen verständlich erklärt

Wem gehört eigentlich der Weltraum?
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Dieses Sachbuch aus der Reihe „Große Themen, einfach erklärt“ finde ich super. Jeweils auf einer Doppelseite wird ein Teilbereich mit kurzen, aber leicht verständlichen Infos erklärt und mit dazu passenden ...

Dieses Sachbuch aus der Reihe „Große Themen, einfach erklärt“ finde ich super. Jeweils auf einer Doppelseite wird ein Teilbereich mit kurzen, aber leicht verständlichen Infos erklärt und mit dazu passenden Illustrationen untermalt.

So erfahren wir von Anne Scheller z. B. etwas über die unterschiedlichen Schichten der Atmosphäre, die Energie der Sonne, welche Chancen und Risiken die Forschungen im und zum Weltraum mit sich bringen, aber auch etwas zu dem vielen Müll, den wir Menschen bereits im Weltraum und sogar auf dem Mond schon zurückgelassen haben und vieles mehr. Ich kannte diese Reihe bisher nicht, bin aber so begeistert, dass auch weitere Bücher der Reihe bei uns einziehen werden.

Auch wenn das Buch kindgerecht gestaltet wurde und mit einfachen Worten diesem spannenden Thema zu Leibe rückt, so konnte ich auch als Erwachsene noch einiges dazulernen. Von mir gibt es fünf glänzende Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Kein Entkommen

Der Kuckucksjunge
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Der Prolog hat mich schon mitgenommen und Schauer über den Rücken laufen lassen. Der Ausflug mit Kindern aus einem Kinderheim, der voller Vorfreude begann endet in einer schrecklichen Katastrophe. Ich ...

Der Prolog hat mich schon mitgenommen und Schauer über den Rücken laufen lassen. Der Ausflug mit Kindern aus einem Kinderheim, der voller Vorfreude begann endet in einer schrecklichen Katastrophe. Ich kann es nicht so gut ab, wenn Kindern etwas angetan wird und konnte mit den Kindern und Betreuern gut mitfühlen.

Nach dem Sprung in die Gegenwart bleibt bei mir ein gewisses Unbehagen. In der Luft schwebt ständig eine gewisse Bedrohung mit, die ich genau wie die Angst der Betroffenen fühlen kann. Ich stehe permanent unter Spannung und schaffe es kaum, das Buch aus der Hand zu legen. Mit den Ermittlern Neia Thulin und Mark Hess hetze ich durch Kopenhagen und Umgebung in der Hoffnung, das Opfer rechtzeitig befreien zu können. Bei jedem Gedankenblitz von ihnen hoffe ich auf den Durchbruch.

Beeinträchtigt wird die Ermittlungsarbeit nicht nur dadurch, dass der Täter keine Spuren hinterlässt, sondern auch von den privaten Problemen der Ermittler, die den Fokus zwischendurch verschieben. Ich mag es, wenn auch das Privatleben mit einbezogen wird, denn auch Kommissare sind nur Menschen.

Der Autor schafft es den früh aufgebauten Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Ständige Perspektivwechsel tragen auch dazu bei und lenken meine Vermutungen wiederholt in eine andere Richtung. Seine Charaktere fand ich sehr glaubwürdig in ihren Handlungen dargestellt.

Ein rasanter Thriller mit einer stets düsteren und bedrohlichen Atmosphäre, der mir sehr gut gefallen hat. Und ich möchte unbedingt mehr von Sören Sveistrup lesen.

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