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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2020

Ausbaufähig

Die Dreizehnte Fee
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Lange Zeit bin ich um dieses Büchlein herumgeschlichen. Jeder hat davon gesprochen, die meisten haben es geliebt. Ich wollte warten bis der Hype ein wenig nachgelassen hat und nun gehöre auch ich zu denjenigen, ...

Lange Zeit bin ich um dieses Büchlein herumgeschlichen. Jeder hat davon gesprochen, die meisten haben es geliebt. Ich wollte warten bis der Hype ein wenig nachgelassen hat und nun gehöre auch ich zu denjenigen, die in die Welt der Dreizehnten Fee abgetaucht sind. Ich bin mit den Märchen der Gebrüder Grimm aufgewachsen und lese sehr gerne Adaptionen dieser. Die Grundidee des Auftakts ihrer Fantasy-Trilogie ist Julia Adrian gut gelungen, auch wenn diese nicht neu ist. Aber so ist das wenn man Märchen adaptiert - Ähnlichkeiten lassen sich immer finden.

Es dauert ein wenig, bis die Story an Fahrt aufnimmt und die eigentliche Jagd beginnt. Doch auch wenn das Buch ein gemächliches Tempo hat, hat mir doch einiges an Informationen gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass man etwas näher auf das große WARUM eingeht. Warum genau haben die Schwestern Lillith in den Dornröschenschlaf versetzt? Was verfolgen sie genau für Ziele? Vermutlich wird das alles noch im weiteren Handlungsverlauf aufgeklärt, aber ein bisschen mehr hätte ich mir für den Einstieg nichtsdestotrotz gewünscht. So hat mir die Story zwar gefallen, aber das gewisse Etwsa fehlt noch.

Auch hat die Beziehung zwischen der Hexe und dem Jäger in meinen Augen eine etwas merkwürdige Wendung genommen und das ziemlich flink. Ich habe eine Stelle mehrfach lesen müssen, um zu begreifen, dass ich mich nicht verlesen habe. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich nur sagen: Es geht um die Szene nachdem sie von dem Fluch der Eishexe erlöst wurde.
Mir ist noch nicht wirklich klar, was die beiden füreinander empfinden und die Frage "Ist das Liebe?" empfand ich auf Dauer etwas nervig, da sich die Antwort ohnehin nie geändert hat.

Als einzelne Charaktere sind sowohl Lillith als auch der Hexenjäger (wann erfahren wir wie er heißt? :D ) jedoch sehr interessant und vielschichtig. Lillith führt einen inneren Kampf mit sich selber. Sinnt sie doch so auf Rache, empfindet sie trotzdem so viel für ihre Schwestern. Auch wenn sie eigentlich eine Fee/Hexe ist, so schafft Julia Adrian es doch sehr gut ihr etwas Herzliches und Menschliches mitzugeben. Sie schämt sich für die Dinge, die sie in der Vergangenheit getan hat und möchte sich ändern, ein besserer Mensch werden. Doch scheint die Gesellschaft ihr diesen Wunsch sich zu beweisen zu verwehren. Dieser Aspekt wird in der Geschichte immer wieder aufgegriffen und hat mich mitfiebern lassen.
Ebenfalls ist der Hexenjäger ein sehr mysteriöser und geheimnisvoller Charakter, über den man gerne mehr erfährt. Dadurch, dass er sich sehr zurückhält und sich nicht öffnet, möchte man als Leser nur umso mehr in das Buch hineinkrabbeln und in sein Innerstes blicken. Man bekommt lediglich einen kleinen Ausschnitt aus seiner Vergangenheit geliefert, der erahnen lässt was für ein Mensch sich hinter seiner kühlen Fassade verbirgt. Dennoch kann man sich einer Sache sicher sein: Er ist mit Sicherheit noch vieles mehr, als man zu denken vermag.

Was die Geschichte ausmacht ist der Schreibstil der Autorin. Zwar ist dieser einfach gehalten, erfüllt aber dennoch seinen Zweck. Julia Adrian schafft es die Geschehnisse wie Bilder vor dem inneren Auge zu erwecken. Sie hat einen bildhaften und malerischen Stil, der angenehm und flüssig zu lesen ist. Dadurch ist es ein Leichtes das Buch in einem Rutsch binnen kürzester Zeit zu lesen.

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Fazit
"Die Dreizehnte Fee: Erwachen" ist ein gelungener Auftakt, der zwar ausbaufähig ist, aber es dennoch Wert ist einen Blick zu riskieren. Meiner Meinung nach hätte man die Nebencharaktere etwas besser ausbauen und die Beziehung von Lillith und dem Hexenjäger näher beleuchten können. Auch wenn es mich nicht reizt auf der Stelle zu Band zwei zu greifen, so werde ich das nachholen, sobald ich mich dazu bereit fühle mich dem weiteren Verlauf der Geschichte zu stellen.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Besser als der Vorgänger!

Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
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Victoria Aveyard hat es mit ihrem Debütroman "Red Queen" (dt. "Die Farben des Blutes: Die rote Königin") geschafft internationale Bekanntheit zu erlangen und die Leser weltweit auf ihre Seite zu ziehen. ...

Victoria Aveyard hat es mit ihrem Debütroman "Red Queen" (dt. "Die Farben des Blutes: Die rote Königin") geschafft internationale Bekanntheit zu erlangen und die Leser weltweit auf ihre Seite zu ziehen. Nun geht die Schlacht der Scharlachroten Garde in die zweite Runde und man wird sofort ins Geschehen geworfen. Eine Atempause gibt es keine, denn kaum ist es Mare und Cal gelungen zu fliehen, hat Maven sie mit seiner Armee auch schon eingeholt. Die Spannung kommt hier also nicht zu kurz.

Wir treffen einige liebgewonnene Charaktere wieder und lernen Mares totgeglaubten Bruder Shade besser kennen. Zudem liefert "Glass Sword" einen interessanten Einblick in die Arbeit der Garde und auch Farleys Vergangenheit wird ein wenig beleuchtet. Es ist wundervoll einen Blick hinter die Kulissen der Roten Rebellen zu bekommen und zu sehen, dass es auch in ihren Reihen zu Machtkämpfen kommt. Doch besonders überzeugend ist die Darstellung der Newbloods, diejenigen mit besonderen Fähigkeiten. Die Autorin hat sich einige interessante Fähigkeiten für diese ausgedacht. So gibt es Gareth, der imstande ist die Gravitation zu manipulieren, Herrick der Illusionen erschaffen kann, Nanny die ihr äußeres Erscheinungsbild verändern kann und Cameron die eine ähnliche Macht hat, wie Silent Stone – sie kann dafür sorgen, dass die Silbernen ihre Fähigkeiten nicht mehr nutzen können. Doch es gibt noch zahlreiche andere Newblood, die allesamt sehr interessant sind. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was Aveyard sich für Teile drei und vier noch an Neuerungen überlegt hat.

Zwar hat die Autorin sich sehr viele wunderbare Charaktere ausgedacht, allerdings sollte man diese besser nicht ins Herz schließen, denn sie ist genauso skrupellos wie George R. R. Martin wenn es darum geht Personen zu töten, die man gerne hat. Wen sie tötet? Das sage ich euch selbstverständlich nicht! Aber es lässt sich ein Muster erkennen: Kapitel 26 ihrer Bücher wird immer böse! Erst bei der roten Königin und nun auch beim gläsernen Schwert. Immerhin weiß man so, dass man auch bei Buch drei in diesem Kapitel die Taschentücher holen sollte!

Zu der Geschichte an sich kann eines gesagt sein: Es ist unfassbar spannend. Hinter jeder Ecke lauern gefahren, Maven entwickelt sich zu einem noch grausameren Biest und die Suche der Newbloods ist ebenso interessant. Auch verfolgt man durchaus gerne die Entwicklung von Mare. Viele finden die ewigen Wiederholungen etwas nervig, allerdings ist es in ihrem Fall durchaus nachvollziehbar, wenn man bedenkt, was sie alles durchgemacht hat. Es ist selbstverständlich, dass sie panische Angst vor sich selbst und ihrer ungewissen Zukunft hat und dass sie niemanden mehr an sich heranlassen kann. Maven sagte ihr einst, dass sie ihr Herz besser verschließen sollte, sonst werden ihre Gefühle ihr noch zum Verhängnis und genau das ist passiert. Jeder kann jeden hintergehen, eine bittere Wahrheit die das Mädchen mit den Blitzen mehr als einmal zu spüren bekommen hat.

Aveyard ist ausgesprochen gut darin den Leser zu verwirren und hinters Licht zu führen. Ich für meinen Teil weiß noch immer nicht, wem man eigentlich über den Weg trauen kann. Was mir aber am meisten das Herz bricht ist die Tatsache, dass Maven ein noch grausamerer Mensch ist, als man nach dem Ende von Teil 1 dachte. Er widert mich an und ich beginne wirklichen Hass für ihn zu Empfinden. Wenn es einer Autorin gelingt, dass man einem fiktionalen Charakter bloß noch Abscheu gegenüber empfindet, dann hat sie alles richtig gemacht.

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Fazit
Ich würde sagen, dass "Glass Sword" einen Zacken besser ist als sein Vorgänger, was daran liegt, dass es hier weitaus düsterer vor sich geht und es kein glitzerndes Luxusleben im Palast gibt. Volle Punktzahl kann ich aber dennoch nicht geben, denn dafür war mir ein Tod etwas zu schnell abgespeist (mit anderen Worten sie hat es gar nicht erwähnt, sondern erst, als man die Leiche "gesehen" hat) und Kapitel 26 nehme ich ihr ein wenig übel. Aber ansonsten ein hervorragender Lesegenuss

Veröffentlicht am 09.02.2020

Nette Geschichte

Zwischen Himmel und Liebe
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Auch ihr dritter Roman ist Cecelia Ahern wirklich sehr gut gelungen. Er ist jedoch vollkommen anders als seine Vorgänger, in denen es um einen verstorbenen, geliebten Menschen und über die Liebe zur Sandkastenliebe ...

Auch ihr dritter Roman ist Cecelia Ahern wirklich sehr gut gelungen. Er ist jedoch vollkommen anders als seine Vorgänger, in denen es um einen verstorbenen, geliebten Menschen und über die Liebe zur Sandkastenliebe ging. Doch dieses Mal entführt die Autorin uns in eine Welt voller Magie. Die Art, wie sie die Liebe zwischen einer Normalsterblichen und einem imaginären Freund beschreibt, ist faszinierend und hinreißend.

Schon wie bei den beiden Vorgängern "P.S. Ich liebe dich" und "Für immer vielleicht" weint, lacht und bangt man mit der Buchheldin. Man fühlt in jeder Situation mit.

Dieses Buch ist zu empfehlen für alle Leute, die Geschichten mit Herz lieben, die ein wenig Kind geblieben sind und vor allem einen Glauben haben - den Glauben, dass jedermann die Kraft hat, seine innersten Wünsche und Träume in Erfüllung gehen zu lassen.

Fazit

Cecelia Ahern bringt den Leser dazu, in die Gefühlswelt ihrer Charaktere, in diesem Fall Elizabeth, einzutauchen. Also: Taschentücher bereithalten.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Ein Mystery-Roman mit einer spannenden und düsteren Atmosphäre

Lilienfeuer
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Alexandra Monir ist eine begnadete Schriftstellerin, die durch einen bezaubernden Schreibstil genau weiß, wie sie ihre Leser in ihren Bann ziehen kann. Auch in "Lilienfeuer" fließen die Worte nur so dahin ...

Alexandra Monir ist eine begnadete Schriftstellerin, die durch einen bezaubernden Schreibstil genau weiß, wie sie ihre Leser in ihren Bann ziehen kann. Auch in "Lilienfeuer" fließen die Worte nur so dahin und es dauert nicht lange, bis man vollends in der Geschichte gefangen ist. Zwar handelt es sich überwiegend um einen spannenden Mystery-Roman, dieser wird jedoch mit einem Hauch von Romantik gekoppelt.

Unter den Jugendbüchern ist dieses Genre in der Vergangenheit eine echte Seltenheit geworden, weshalb es umso schöner ist, dass Monir es mit "Lilienfeuer" gewagt hat, den Mystery-Roman wieder an den Mann zu bringen. Die Handlung ist relativ einfach gestrickt, sodass es nicht schwer fällt den Überblick über die Ereignisse zu behalten. Auch wenn der Prolog zunächst etwas verwirrend ist, so wird doch am Ende alles aufgeklärt.

Imogen ist eine interessante Protagonistin. Sie hatte nie vor, das Erbe als Herzogin von Rockford Manor anzutreten. Zwar hat sie ihr Leben lang eine Verbindung zu diesem Ort verspürt, nichtsdestotrotz ist das Adels-Dasein nicht ihre Stärke. Es braucht seine Zeit, bis sie sich daran gewöhnt, eine mächtige Frau zu sein, die in Besitz von vielen Ländereien ist und den Menschen ein Vorbild sein muss. Doch ist Imogen eigentlich noch ein Mädchen, das nicht so Recht weiß, wo ihr Platz auf der Welt ist. Im Laufe der Geschichte durchlebt sie eine einmalige und vor allem überzeugende Wandlung. Sie entwickelt sich von einem verunsicherten Mädchen zu einer starken jungen Frau.

Einer der Hauptgründe für die Veränderung von Imogen heißt Sebastian. Seit sie denken kann, ist sie in ihn verliebt, weshalb es für sie umso schöner ist, dass er nach all den Jahren ihre Liebe endlich erwidert. Monir gelingt es wirklich gut, die Balance zwischen Mystery und Romance zu wahren. Zwar kommt die Liebesgeschichte – wie es nur allzu oft in Jugendbüchern ist – etwas schnell daher, aber wenn man bedenkt, wie lange Sebastian und Imogen sich eigentlich schon kennen, kann man über dieses Tempo hinwegsehen.

Die Handlung von "Lilienfeuer" ist sehr gut durchdacht und der leichte Anflug von Magie gibt dieser noch das gewisse Extra. Monir hat hier neue Ideen einfließen lassen, wodurch sich das Buch aus der Masse hervorhebt. Über Elementarier, Menschen die in der Lage sind, die Elemente zu ihren Gunsten zu kontrollieren, liest man wenig. Wer sich also nach ein bisschen Abwechslung im YA-Bereich sehnt, der sollte zu diesem Buch greifen. Trotzdem ist "Lilienfeuer" nicht durchweg perfekt und bleibt nicht unbedingt lange im Gedächtnis verhaftet, da es einige Schwächen gibt. Die Story ist zwar neuartig, interessant und sehr spannend, doch zieht sich der mittlere Teil etwas in die Länge. Zugegeben, man erhält häppchenweise Puzzleteile für die große Auflösung des Mysteriums, doch sobald Imogen in ihren Ermittlungen etwas stockt, stocken auch die Handlung und der Lesefluss.

Das Ende ist ein weiteres Manko, da es zu plötzlich kommt. Es werden immer mehr Rätsel um die Todesfälle der Familie offengelegt, doch die Lösung des Ganzen wird etwas platt dargestellt und es kommt vor, dass der Leser den einen oder anderen Gedankengang von Imogen nicht ganz nachvollziehen kann. Dennoch schafft Monir es hier, einige interessante Wendungen einzubringen, mit denen man absolut nicht rechnet. So war ich ziemlich überrascht darüber, inwieweit alle Geschehnisse zusammenhängen und zum Schluss schlüssig aufgelöst werden.

Eigentlich bleibt nur eine einzige Frage offen: Wird es einen Folgeband geben? Bisher ist scheinbar keine Fortsetzung in Planung, allerdings gibt es noch einiges an Spielraum, um die Geschichte weiterzuführen. Es stört zwar nicht, wenn "Lilienfeuer" unter den vielen Fortsetzungsromanen ein Einzelband bleibt, je nach Erfolg wird es aber bestimmt weitere Bücher geben.

Fazit

Alexandra Monir schafft es, in ihrem Mystery-Roman eine spannende und düstere Atmosphäre zu kreieren, die den Leser sofort in den Bann zieht. Trotz einiger Schwächen kann "Lilienfeuer" mit einer interessanten Handlung und wunderbar ausgereiften Charakteren überzeugen.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Wundervoller erster Band

Splitterherz
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Mit "Splitterherz" hat Bettina Belitz einen gelungenen Debütroman geschaffen, der zwar Parallelen zur weltbekannten "Twilight"-Saga aufweist, aber dennoch komplett anders ist. Die ewigen Vergleiche erscheinen ...

Mit "Splitterherz" hat Bettina Belitz einen gelungenen Debütroman geschaffen, der zwar Parallelen zur weltbekannten "Twilight"-Saga aufweist, aber dennoch komplett anders ist. Die ewigen Vergleiche erscheinen mir mittlerweile lächerlich, denn jedes Buch ähnelt einem anderen auf gewisse Art und Weise.

Ellie ist ein junges Mädchen, das sich auf jeden Fall als Protagonistin eignet. Sie weist alle typischen Teenager-Klischees auf, was einem beim Lesen ein Schmunzeln auf's Gesicht zaubert - nur ihr andauerndes Schlafen am Ende jedes Kapitels ist anstrengend. Ihre Art ist zwar teilweise sehr eigen und nervig, aber alles in allem kann man sich gut mit ihr identifizieren und mit ihr mitfühlen. Trotz ihrer merkwürdigen Art ihren Mitmenschen gegenüber, übt Ellie eine gewisse Magie auf den Leser aus. Bettina Belitz weiß mit ihrer Sprache zu verzaubern und so fühlt man sich manchmal, als wäre man Ellie selbst.

Einzig negativ an Ellie sind ihre ständigen Träume von Krabbelviechern, was auf Dauer sehr ekelt. Doch sind diese Träume wichtig für den Handlungsverlauf, was den Leser die gesamte Zeit bei der Stange hält. Langsam baut sich immer mehr Spannung auf, während sich die Träume zu einem großen Puzzle zusammenfügen.

Colin ist von Anfang an ein sympathischer und überzeugender Romanheld. Und wenn man ohnehin schon immer jedes Buch mit "Bis(s) zum Morgengrauen" vergleichen muss, kann man eines sagen: Bye bye, Edward Cullen, hier kommt Colin Blackburn! Auszeichnen tut ihn seine geheimnisvolle, düstere Art. Auf der anderen Seite ist er jedoch auch der liebevolle Gentleman, der Ellie zwei Mal nach Hause bringt, worauf ihre Eltern ihn kennenlernen wollen. Bei diesem Treffen erfährt der Leser, dass es etwas gibt, was nicht nur Colin, sondern auch Ellies Vater verschweigt. Es vergehen viele Seiten, bis man endlich einen Anhaltspunkt bekommt, was Colins Geheimnis ist. Dieses Geheimnis ist so genial, dass es einem die Sprache verschlägt. Es ist einfach so gut durchdacht und geht weit über die typischen Fabelwesen hinaus, doch zu viel verraten möchte ich ja auch nicht.

"Splitterherz" ist einfach eine einzigartige, wunderschöne und spannende Geschichte, in der natürlich auch die Liebe zwischen Ellie und Colin nicht zu kurz kommt – diese wird jedoch nicht zu schmalzig und daher sehr realistisch dargestellt. Das letzte Lob geht an Maria-Franziska Löhr, die das wunderschöne Cover gestaltet hat. Das Farbspiel und die Schriftart machen die Gestaltung einzigartig, was ein wesentliches Kaufkriterium darstellt.

Fazit

Bettina Belitz hat mit "Splitterherz" den wundervollen ersten Teil einer Trilogie geschaffen. Die Geschichte rund um Ellie und Colin fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite und lässt den Leser einfach nicht mehr los.