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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2020

Vergangenheit und Gegenwart für eine Zukunft bewältigen

Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht
1

Ich muss gestehen, dass mich der Klappentext zu diesem Buch nur mittelmäßig angesprochen hat. Doch meine bisherige Erfahrung mit den Büchern von Samantha Young ist, dass ihre Geschichten eine Tiefe erreichen, ...

Ich muss gestehen, dass mich der Klappentext zu diesem Buch nur mittelmäßig angesprochen hat. Doch meine bisherige Erfahrung mit den Büchern von Samantha Young ist, dass ihre Geschichten eine Tiefe erreichen, wie es selten der Fall ist. Selbstverständlich ist deshalb diese Neuerscheinung sofort auf meinem Wunschzettel gelandet.

Die Geschichte und die Charaktere konnten mich überraschen und überzeugen. Innerhalb der ersten Kapitel entwickelte sich das Buch bereits zu einem absoluten Pageturner.

Zunächst sollte man jedoch wissen worauf man sich einlässt. Denn in erster Linie ist diese Erzählung weniger ein typischer Erotikroman sondern eine tiefgehende Geschichte über Verdrängung und Aufarbeitung, Schmerz und Heilung, Zukunft und Vergangenheit, die Frage dem Ziel und zu welchem Preis - und letztendlich die Liebe zur Musik. Die integrierten Songtexte gehen unter die Haut und spiegeln viele Teile von Skylars Seele - diese Texte wurden allerdings nicht übersetzt, daher sind entsprechende Englischkenntnisse nützlich.

Skylar lernt man schnell kennen und bekommt Häppchen für Häppchen ihre Vergangenheit serviert. Kombiniert dazu ihr langsames Aufarbeiten dieser Themen. Zwischen Killian und ihr wächst eine langsame Verbindung, die nicht nur auf Anziehung sondern auch auf Humor, Musik und Gespräche bilden basiert.

Das Buch folgt Skylars Perspektive und Emotionen. Daher ist Killian das erste Drittel über nicht so greifbar für mich - was ich jedoch nicht als störend empfand, man lernt ihn gemeinsam mit Skylar kennen. Die Emotionen die man mit Skylar durchlebt nehmen einen mit auf eine gelungene Gefühlsachterbahn.

Die Gefühle sind durchgehend greifbar und werden mit prickelnden erotischen Szenen untermauert. Es ist deutlich spürbar, dass zwischen den beiden weit mehr als körperliche Anziehung besteht.

Auf ein weiteres ihrer Bücher muss man zum Glück nicht allzu lange warten - "Things We Never Said - Geheime Berührungen" soll Ende Oktober 2020 erscheinen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2020

Diese Vorgeschichte zu "into the fire" ist mehr als nur ein Appetizer

Into the Heat
1

Feuerwehr und Lovestory sind, für mich, meist eine vielversprechende Kombination. Das Ganze dann noch aus der Feder von J.R. Ward - selten war ich so gespannt auf eine Neuerscheinung.
Mit spitzzügigen ...

Feuerwehr und Lovestory sind, für mich, meist eine vielversprechende Kombination. Das Ganze dann noch aus der Feder von J.R. Ward - selten war ich so gespannt auf eine Neuerscheinung.
Mit spitzzügigen Humor und gelungenen Dialogen schafft die Autorin schnell eine mitreißende Atmosphäre und steigert gekonnt die Spannung.
Danny und Anne, seit zwei Jahren Arbeitskollegen, können der knisternden Energie zwischen ihnen nicht mehr ausweichen und es kommt zu einigen prickelnden Momenten. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach - war vom ersten Moment an spürbar - und überträgt sich auf die Leser/in.
Anne ist taff, selbstbestimmt und auf eine natürliche Art sinnlich. Sie bringt Dannys Welt extrem durcheinander.
Trotz der Kürze bekommt man bereits einen Blick auf das Team der Feuerwache. Obwohl die meisten nur am Rande auftauchen, versprechen sie bereits weitere spannende Geschichten, ob in einer Nebenhandlung oder in einem eigenen Buch.
Diese Vorgeschichte zu "into the fire" ist mehr als nur ein Appetizer. Das offene Ende lässt mich diesem Buch noch mehr entgegenfiebern. Zum Glück muss ich nicht mehr lange warten, "into the fire" erscheint bereits am 30.04.2020.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Einige Teile haben mir richtig gut gefallen, doch es gab auch weniger überzeugende Elemente.

Das Lied der Sonne
1

Dieses Buch ist direkt in meiner Wunschliste gelandet, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Vorweg möchte ich soviel verraten, der Klappentext ist etwas irreführend. Man sollte kein stutenbissiges ...

Dieses Buch ist direkt in meiner Wunschliste gelandet, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Vorweg möchte ich soviel verraten, der Klappentext ist etwas irreführend. Man sollte kein stutenbissiges Haifischbecken mit vielen Damen erwarten, die um die Gunst des Prinzen werben, oder jede Menge Adelige und Diplomaten die ihre Ränke schmieden.


Der Einstieg hat mich begeistert die wunderbare Atmosphäre von Palilan war unglaublich schön und ich wollte mich in dieses Buch verlieben. Auf der Reise zum Königshof lernt man Laneas Herz und die Missstände im Reich kennen. Danach wurde es leider etwas schwierig für mich. Mögliche Konflikte und Probleme halten nur über wenige Seiten, bis eine (wenn auch nicht immer ideale) Lösung serviert wird. Alle Charaktere sind sehr deutlich in ihrer Gesinnung gezeichnet. Lanea trägt das Herz auf der Zunge und denkt sehr gerade, daher bangte ich oft über ihre kurzsichtigen, wenig strategischen Entscheidungen, doch hatte ich nie lange das Gefühl sie wäre wirklich in Gefahr. Aaren schwankt zwischen königlichem, verschlossenem Auftreten und dem Wunsch seinen Emotionen freien Lauf zu lassen - hier pendelt er zwischen den Extremen.

Die Liebesgeschichte passiert auf den ersten Blick. Ich bevorzuge es meist, wenn man die charakterlichen Eigenschaften lieben lernt und sich das ganze etwas langsamer entwickelt. Mit der Voraussetzung, dass die beiden einfach füreinander bestimmt sind, konnte ich mich ganz gut darauf einlassen. Interessant fand ich den Verlauf, es war etwas ungewöhnlich - nicht automatisch den perfekten Weg zu haben und bereit zu sein sich anders zu arrangieren. Emotional hat es mich trotzdem leider erst spät berührt.



Es tauchen mehrere Ansätze zu interessanten Nebenhandlungen auf, doch werden diese leider nicht weiter, oder nur wenig verfolgt.

Gut empfand ich, wie Jennifer Wolf das Thema Rassismus aufgegriffen hat.


Insgesamt ist es ein Buch, dass sich deutlich an jugendliche Leser/innen richtet.

Am Ende gibt es Punkte die mir etwas unlogisch erscheinen und ohne Erklärung stehen bleiben. Das Setting und das Ende bieten genug Potential noch eine weitere Geschichte folgen zu lassen. Denn so unzufrieden ich mit einigen Punkten war hat Palilan selbst mein Herz erobert und ich würde gerne nochmals dahin zurück kehren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2020

Eine turbulente Fortsetzung mit einer einzigartigen Hintergrundgeschichte zu den Belles

The Belles (2)
1

Mir hat die Welt aus den ersten Band sehr gut gefallen, leider hat es mir stellenweise an Spannung gefehlt. Doch war das Ende sehr vielversprechend und ich habe mich auf die Fortsetzung gefreut.
Der Einstieg ...

Mir hat die Welt aus den ersten Band sehr gut gefallen, leider hat es mir stellenweise an Spannung gefehlt. Doch war das Ende sehr vielversprechend und ich habe mich auf die Fortsetzung gefreut.
Der Einstieg fiel mir ungewöhnlich schwer. Dies lag daran, dass Band eins schon ein ganzes Jahr zurück liegt und die entstandenen Wissenslücken erst nach und nach aufgefüllt werden. Ein Personenregister wäre extrem nützlich gewesen, denn viele Nebencharaktere und Namen tauchen aus dem ersten Teil wieder auf. Außerdem hätte ich mir noch eine Karte gewünscht, um mir die Vorstellung der ganzen Reisen und besuchten Orte zu erleichtern.
Das Setting ist weiterhin etwas ganz besonderes und absolut mitreißend. Ganz besonders angetan war ich von der Hintergrundgeschichte zu den Belles selbst.
Camelias Charakterentwicklung hat mir ebenfalls gefallen, die aufkommende Wut war gut dargestellt. Die Freundschaft mit Edel ist ebenfalls richtig schön. Die beiden ergänzen sich auf eine interessante Weise.
Romantisch wird es auch, Rémy hat mir von Anfang an gut gefallen. Dazwischen blitzen die von Auguste verletzten Gefühle auf. Doch gerade diese Verletzungen kann man hervorragend nachspüren.
Verglichen mit dem ersten Teil ist dieser hier sehr spannungsgeladen. Der Schreibstil hat mir wieder sehr zugesagt und ich finde Dhonielle Clayton hat eine tolle Art die Dinge auszuschmücken. Ich bin gespannt darauf weitere ihrer Bücher zu lesen.
Abschließend möchte ich noch das sehr schöne Cover erwähnen. Dies beziehe ich zwar nicht in die Bewertung ein, doch es passt perfekt und übertrifft sogar das Cover der englischen Originalversion.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2020

Kill the Queen

Kill the Queen
1

Seit ich dieses Buch unter den Neuerscheinungen entdeckt habe, habe ich mich darauf gefreut. Klappentext und Cover allein haben mich schon sehr angesprochen.
Der Einstig ist leicht, innerhalb der ersten ...

Seit ich dieses Buch unter den Neuerscheinungen entdeckt habe, habe ich mich darauf gefreut. Klappentext und Cover allein haben mich schon sehr angesprochen.
Der Einstig ist leicht, innerhalb der ersten Seiten wird man in die Geschichte gezogen. Die Protagonistin hat in einer Welt von Magiebegabten nicht gerade die besten Karten gezogen und ist mit einer sehr empfindlichen Nase gesegnet, nicht gerade etwas um mit Blitzmagie zu konkurrieren. Daher wird das Setting und die Emotionen oft zusätzlich mit Geruchsnoten beschrieben, zwar keine völlig neue Komponente doch in diesem Buch richtig toll umgesetzt.
Everleigh ist ein Hauptcharakter nach meinem Geschmack. Nachdem sie viel mitmachen musste und oft zurück gesteckt hat, fängt sie an ihre innere Stärke zuzulassen und zeigt immer mehr von sich nach außen. Vielleicht mag der ein oder andere die Entwicklung als etwas schnell empfinden, doch kratzten die ganzen Gefühle so nah an der Oberfläche, dass dieser Schub für mich völlig nachvollziehbar war. Die Nebencharaktere haben mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. Diese sind individuell - doch nicht überdreht - gestaltet. Die Antagonistin, mit ihrer narzisstischen Persönlichkeit, wird durch eine interessante Vorgeschichte mit Everleigh verbunden.
Die Romantik kommt, für Jennifer Estep, ungewohnt kurz. Doch muss man nicht gänzlich auf das Bauchprickeln verzichten.
Die Spannung wächst von Seite zu Seite und man fiebert mit Everleigh und ihren Freunden mit.

Dies alles ist in einem gekonnt flüssigen Schreibstil gehalten, sprachlich stellenweise ungewohnt modern für einen Fantasyroman, doch hat es mich nicht gestört.

Bei den meisten Büchern von Jennifer Estep gab es einzelne Punkte, die mir persönlich nicht so ganz gefallen haben, doch dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende überzeugt und ist, meiner Meinung nach, die beste Serie der Autorin bisher.

Band 2 und 3 sind bereits auf Englisch erschienen, daher hoffe ich auf Teil 2 "Protect the Prince" keine neun Monate (wie die englischen Leser/innen) warten zu müssen. Doch konnte ich bisher noch keine Terminankündigung finden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere