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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2018

Wenn Vergangenheit und Gegenwart auf einander treffen

Totenweg
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Zusammenfassung
Als Frida dreizehn war wurde ihre beste Freundin ermordet. Der Täter konnte nie gefasst werden. Achtzehn Jahre später lebt sie in Hamburg und trägt die Last der damaligen Ereignisse immer ...

Zusammenfassung
Als Frida dreizehn war wurde ihre beste Freundin ermordet. Der Täter konnte nie gefasst werden. Achtzehn Jahre später lebt sie in Hamburg und trägt die Last der damaligen Ereignisse immer noch mit sich herum. Doch dann wird Fridas Vater brutal niedergeschlagen und sie muss zurück in ihre Heimat. Dort wird sie wieder mit den früheren Ereignissen konfrontiert. Bjarne Haverkorn, der damals die Mordermittlung geleitet hat, übernimmt auch den Fall von Fridas Vater. Ihn lässt die Vergangenheit ebenfalls nicht los, denn er hat seit damals das Gefühl, dass Frida etwas zu verbergen hat. Gelingt es ihm mit Fridas Hilfe beide Verbrechen aufzuklären?

Meinung
Das Cover ist sehr schön und trifft genau die Atmosphäre des Buches. Auf der einen Seite ist da die weite, grüne Marsch, die sehr schön sein könnte, wenn nicht über allem der düstere Schleier des Verbrechens liegen würde.
Man kommt als Leser leicht in die Geschichte hinein. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Vor allem die Rückblenden in kursiver Schrift erleichtern dabei das Lesen enorm.
Die Handlung ist originell und sehr spannend. Ein Cold Case trifft auf einen neuen Fall und eine junge Ermittlerin trifft auf einen alteingesessenen Polizisten. Beide haben es nicht leicht, die Fälle zu lösen, denn in dem kleinen Dorf scheint jeder etwas zu verbergen und fast jeder wirkt irgendwann einmal verdächtigt. Doch die Ereignisse überschlagen sich förmlich, das macht dieses Buch von Anfang bis Ende absolut spannend.
Ein riesen Pluspunkt sind außerdem die Charaktere, die wirklich authentisch und realistisch dargestellt sind.
Da ist zum einen Frida, die offenbar Bindungsprobleme hat und immer noch an ihrem Kindheitstrauma leidet. Sie ist mutig, stark und manchmal auch ein wenig stur. Sie hat viel Verantwortung zu tragen und ist eine echte Kämpferin, obwohl sie so viel Schlimmes erlebt hat.
Zum anderen gibt es noch Bjarne Haverkorn. Ein Mann der langsam auf seiner Pensionierung zuschreitet und den Mordfall, den er nicht lösen konnte nicht vergessen kann. Zuhause beschäftigen ihn seine Eheprobleme und er scheint es nicht einfach zu haben. Seine Bemühungen seinen alten Fall nach fast 20 Jahren immer noch abschließen zu wollen, sind bewundernswert und er scheint trotz seines Fehlschlags, ein sehr guter Polizist mit einer beeindruckenden Menschenkenntnis zu sein.

Fazit
Alles in allem ein spannender und fesselnder Krimi, indem wirklich jeder verdächtig ist. Das miträtseln, wer der Täter sein könnte, macht wirklich großen Spaß und man wird immer wieder von der Handlung überrascht. Wirklich ein toller Krimi und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil der Reihe!

Veröffentlicht am 23.12.2017

Ein Thriller mit absolutem Suchtfaktor

Die perfekte Gefährtin
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Zusammenfassung
Die Überreste einer verbrannten Leiche werden in einer abgelegenen Hütte gefunden und alles deutet darauf hin, dass es sich um die vermisste Elaine Buxton handelt. Luc Callanach, der gerade ...

Zusammenfassung
Die Überreste einer verbrannten Leiche werden in einer abgelegenen Hütte gefunden und alles deutet darauf hin, dass es sich um die vermisste Elaine Buxton handelt. Luc Callanach, der gerade erst aus Frankreich zur schottischen Polizei gewechselt ist, ahnt nicht, dass er auf eine falsche Fährte geführt wurde. Elaine lebt nämlich noch und wird gefangen gehalten. Von einem Mann der auf der verzweifelten Suche nach einer perfekten Gefährtin ist und sie dazu machen möchte. Wird Callanach dem grausamen Mörder auf die Spur kommen und Elaine retten können?

Meinung
Dieses Buch zu lesen war ein Fest. Wäre es nicht im Rahmen einer Leserunde gewesen, hätte ich es vermutlich innerhalb von 2 Tagen verschlungen, anstatt in vier Wochen. Aber so konnte man es richtig auskosten.
Der Thriller startet spannend und diese Spannung kann er auch fast durchgängig halten. Lediglich vor dem großen Finale wird es etwas ruhiger, aber dafür ist das Ende umso fesselnder.
Die Geschichte ist originell, denn wir haben es mit einem sehr intelligenten, wenn auch geistesgestörten Mörder und Entführer zu tun. Ihm gegenüber steht Luc Callanach, ein ehemaliger Interpol-Agent und ein hervorragender Ermittler. Er hat jedoch noch mit einigen Problemen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen.
Außergewöhnlich ist, dass man von Anfang an sowohl aus der Perspektive des Mörders als auch der des Ermittlers an den Fall herangeführt wird. Man ist dem Ermittler also meist mindestens einen Schritt voraus und trotzdem wird das Buch nie langweilig. Stattdessen erfährt man viel über die kranken Gedanken und Gefühle des Mörders und man kann seine Entwicklung hautnah miterleben.
Aber nicht nur der Mörder, sondern alle Figuren in diesem Buch sind sehr vielschichtig aufgebaut. Genauso wie die Handlung selbst, denn neben dem eigentlichen Fall gibt es noch einige Nebenhandlungen.
Abgesehen von Mörder, Opfer und Ermittler sind unter anderem auch weitere Polizisten, Unimitarbeiter und ein überheblicher Profiler an dem Fall beteiligt.
Besonders Ava, Callanachs Kollegin und Tripp, der zu seinem Team gehört, zeichnen sich hier als super sympathische Charaktere aus. Auch wenn leider nicht alle so nett sind wie diese beiden.

Fazit
Das Buch war definitiv mein Highlight dieses Jahr. Es ist originell, fesselnd und der Auftakt einer Reihe, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Helen Fields hat hier ganze Arbeit geleistet. Ich empfehle dieses Buch jedem, der Gefallen an packenden Thrillern mit schaurigen Gänsehautmomenten hat.

Veröffentlicht am 23.12.2017

Wunderbar weihnachtlich

Weihnachten in Briar Creek
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Zusammenfassung
Kara Hastings, die im kleinen gemütlichen Briar Creek lebt, hat kürzlich ihre eigene Bäckerei eröffnet. Sie arbeitet hart, hat aber trotzdem Schwierigkeiten das Geschäft zu führen.
Sie ...

Zusammenfassung
Kara Hastings, die im kleinen gemütlichen Briar Creek lebt, hat kürzlich ihre eigene Bäckerei eröffnet. Sie arbeitet hart, hat aber trotzdem Schwierigkeiten das Geschäft zu führen.
Sie ist ein liebevoller Mensch und wie fast alle in Briar Creek, liebt sie die Weihnachtszeit. Nur mit der Liebe will es bei ihr nicht so klappen.
Doch dann kommt Nate aus Boston, um seine Tante zu besuchen. Zuerst hat er nur seine Arbeit im Kopf und Weihnachten mag er auch nicht besonders. Dies ändert sich allerdings schnell, nachdem er erstmal auf Kara getroffen ist.

Meinung
„Weihnachten in Briar Creek“ ist der fünfte und letzte Teile einer Reihe. Die Romane sind in sich abgeschlossen, deswegen ist es auch nicht schlimm, wenn man wie ich noch keinen der anderen Bände gelesen hat.

Das Buch ist wirklich perfekt, um sich so richtig schön in Weihnachtsstimmung zu bringen und das Cover ist einfach wunderschön.
Insgesamt ist der Roman witzig, romantisch und liebevoll geschrieben. Auch wenn es an der ein oder anderen Stelle ein paar kleine Ungereimtheiten gibt und manche Aspekte z.B. Caras Pech in der Liebe, doch sehr oft wiederholt werden.
Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, denn die Geschichte an sich ist wirklich sehr schön.
Man wird ganz nebenbei durch sämtliche Aktivitäten der Vorweihnachtszeit geführt. Außerdem findet ein Dekowettbewerb mit Preisgeld statt und für Cara wäre es eine große Hilfe ihn zu gewinnen. Allerdings ist die Konkurrenz nicht zu unterschätzen.
Generell könnten Cara und Nate, die beiden Protagonisten kaum unterschiedlicher sein und sie haben nicht gerade den besten Start. Cara ist durch ihr neues Geschäft sehr gestresst und Nate hat immer noch an ein paar schlechten Erfahrungen aus seiner Kindheit zu knabbern. Trotzdem werden einem beide schnell sympathisch und auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen.
Nates Tante, die er über Weihnachten besucht ist dabei übrigens eines meiner Highlights. Sie ist ein richtiger Weihnachtsfan und behandelt den armen Nate manchmal wie ein Kind. Sehr unterhaltsam!

Fazit
Das Buch ist für jeden geeigneten, der Weihnachten mag und sich mit einem entspannten und besinnlichen Buch richtig schön in Weihnachtsstimmung versetzten lassen möchte. Die Geschichte ist nicht außergewöhnlich und auch nicht spannungsgeladen, aber sie ist unterhaltsam, berührend und perfekt für eine gemütliche Weihnachtszeit, denn es gibt wirklich alles von Plätzchen und Weihnachtsbäumen über Schlittschuhe und Adventsbasare.

Veröffentlicht am 30.10.2017

Magische Worte

Bird and Sword
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Zusammenfassung
Die 5-jährige Lark hat eine Gabe. Sie kann Dinge mit ihren Worten verzaubern. Auch ihre Mutter ist eine Magische. Doch die Magischen werden gejagt und hingerichtet, deshalb verstecken sie ...

Zusammenfassung
Die 5-jährige Lark hat eine Gabe. Sie kann Dinge mit ihren Worten verzaubern. Auch ihre Mutter ist eine Magische. Doch die Magischen werden gejagt und hingerichtet, deshalb verstecken sie sich. Als herauskommt, das Larks Mutter eine Gabe besitzt, richtet der König sie auf der Stelle hin. Mit ihren letzten Worten lässt sie ihre Tochter zu ihrem eigenen Schutz verstummen, bindet ihr Leben an das ihres Vaters und verflucht den König und seinen Sohn.
Kann Lark nun nie wieder sprechen? Nie wieder zaubern? Und welche Rolle spielt der schöne Prinz?

Meinung
Bird and Sword entführt den Leser in eine von Angst geplagte Welt. Angst vor dem eigenen König, Angst vor den Volgar (Vogelmenschen), Angst vor den Magischen und auch Angst vor sich selbst.

Das Buch startet vielversprechend. Die Magie der Worte ist anfangs originell und interessant. Später entwickelt sich die Idee dann aber fast zu einem simplen Zaubern, was etwas Schade ist.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Autorin schafft es, dass man sich das Geschehen bildlich vorstellen kann.
Lark als Protagonisten ist herzensgut und sehr liebevoll. Sie schafft es mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren, auch wenn sie nicht sprechen kann. Manchmal schwächelt sie allerdings, da sie nur selten Stärke zeigt und sich ansonsten vieles von anderen vorschreiben lässt. Außerdem sind ihre Entscheidungen nicht immer wirklich nachvollziehbar, da man als Leser, was Larks Gefühle angeht doch etwas außen vor bleibt.
Dann ist da noch Tiras, der ehemalige Prinz und mittlerweile König von Jeru. Er ist es gewohnt sich zu nehmen was er möchte, aber das Reich steht für ihn an erster Stelle und auch wenn Lark zunächst nicht sehr gut auf ihn zusprechen ist, ist er ein besserer Mensch als man anfangs denkt.
Die Handlung schreitet schnell voran und man kann sich leicht in die Geschichte einfinden. Es gibt so viele Geheimnisse und Intrigen aufzudecken. Von Kapitel zu Kapitel nimmt die Handlung immer mehr an Fahrt auf und man glaubt gar nicht was auf knapp 400 Seiten alles passieren kann.
Dadurch ist das Buch zwar durchaus spannend, doch das geht an einigen Stellen auf Kosten der Logik. Es fehlen doch einige Erklärungen, damit man das Geschehen besser verstehen kann und an der ein oder anderen Stelle hätte ich mir ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht.

Fazit
Hinter „Bird and Sword“ versteckt sich eine wirklich gute Idee, doch die Umsetzung überzeugt mich leider nicht. Ein paar Seiten mehr hätten dem Buch wirklich nicht geschadet, denn an vielen Stellen geht es einfach zu schnell und vieles ist nicht nachvollziehbar oder wird dem Leser gar nicht erklärt.

Veröffentlicht am 27.03.2018

Einmal ein Dieb, immer ein Dieb?

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
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Zusammenfassung
Sam beschließt sein Leben als Dieb hinter sich zulassen. Stattdessen schließt er sich unter falschem Namen der Palastwoche von Mythia an. Eigentlich wollte er ein Wächter des weißen Königs ...

Zusammenfassung
Sam beschließt sein Leben als Dieb hinter sich zulassen. Stattdessen schließt er sich unter falschem Namen der Palastwoche von Mythia an. Eigentlich wollte er ein Wächter des weißen Königs werden, doch stattdessen soll er die riesige Bibliothek unterhalb der Stadt bewachen. Sam ist enttäuscht und stellt sich auf eine langweilige Zeit ein, doch dann wird er immer mehr in die Geheimnisse der Bücherstadt verstrickt.

Meinung
Die Idee hinter dem Roman finde ich absolut gelungen. Eine Stadt unter einer Stadt, die gefüllt ist mit unzähligen Büchern und wie es scheint, mit ebenso viele Geheimnissen. Und ein Junge, der nicht mal lesen kann und mit alldem auch eigentlich nichts anfangen kann, bis er unerwartet in die ganze Sache hineingezogen wird.

Die Idee bringt der Autor auch gut und logisch rüber. Immer wieder streut er ein paar Informationen über das Land und das Leben der Bewohner in die Geschichte ein, so dass alles absolut nachvollziehbar bleibt und man immer mehr in die spannende Welt von Sam hineingezogen wird. Vor allem aber die Charaktere machen die Geschichte aus und werden sehr vielseitig und detailliert dargestellt.
Sam zum Beispiel, der sein Leben als Dieb hinter sich lassen möchte und doch immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird oder Kani, die klug und stark ist und einfach nur ihrem Vater helfen möchte.
Genauso gut haben mir die verschiedenen Wesen gefallen, die im Roman auftauchen. Der Autor hat sich bemüht auch neue Wesen zu kreieren und nicht nur die altbekannten Fantasyfiguren zu verwenden, was die Geschichte noch interessanter macht.

Warum also „nur“ 4 Sterne? Einfach weil mir dieses I-Tüpfelchen fehlte, was ein gelungenes Buch zu einem wirklich besonderen Buch macht. Gut möglich, dass es die Trilogie als Gesamtwerk noch schafft. Aber der erste Teil war mir insgesamt doch etwas zu gradlinig. Vielleicht hätte man mit verschiedenen Perspektiven gearbeitet, einen richtig fiesen Cliffhanger eingebaut, ein unerwarteter Plot Twist benutzt hätte oder irgendwas in der Richtung, dann hätte man meiner Meinung nach noch ein kleines bisschen mehr aus dem Roman rausholen können

Fazit
Der Roman ist spannend, geheimnisvoll und originell. Ein gut durchdachter Auftakt, der sich nicht in die Länge zieht, sondern den ersten Teil der Trilogie mit 365 Seiten sehr gut auf den Punkt bringt.