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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2019

Typisch John Sinclair

John Sinclair - Folge 132
1

Zusammenfassung
Ed Gurny ist ein einfacher Buchhalter, der Gelder aus dem Drogen- und Menschenhandel einsammelt. Doch dann taucht plötzlich ein Mann namens Jossip Semec in seinem Büro auf. Es stellt sich ...

Zusammenfassung
Ed Gurny ist ein einfacher Buchhalter, der Gelder aus dem Drogen- und Menschenhandel einsammelt. Doch dann taucht plötzlich ein Mann namens Jossip Semec in seinem Büro auf. Es stellt sich heraus, dass es sich bei Jossip, um einen Ghoul handelt, der Ed Gurny bedroht und von ihm John Sinclairs Tod verlangt.

Meinung
Insgesamt ist das 52-minütige Hörspiel einfach typisch John Sinclair. Ich mag den Erzählstil total gerne und die Sprecher machen ebenfalls einen super Job! Die Geschichte an sich war sehr spannend und das Hörspiel kam mir deutlich kürzer vor als es ist.
Um in das John Sinclair Universum reinzukommen, eignet sich diese Folge allerdings überhaupt nicht. Es gibt an einigen Stellen Anspielungen auf vorherige Folgen, die man für das volle Hörvergnügen kennen sollte. Außerdem muss man wissen, dass Folge 132 keine in sich abgeschlossene Folge ist. Die Folge endet offen und in Folge 133 wird dann wohl direkt an das Geschehen angeknüpft.
Das Einzige was mich beim Hören wirklich gestört hat, war die Überlagerungen von Stimmen zwischendurch. Zum Beispiel hört man an einer Stelle im Hintergrund jemanden reden, gleichzeitig werden Kampfgeräusche eingestreut und das Ganze wird dann überlagert von der Stimme der Erzählerin. Sowas ist beim Zuhören, dann doch eher anstrengend als angenehm.
Die Handlung an sich fand ich gut. Sehr spannend, wenn auch für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas zu blauäugig. Aber das ist wohl auch typisch John Sinclair. Die vorkommenden Charaktere waren alle sehr gut dargestellt und das Hörspiel macht definitiv Lust auf mehr.

Fazit
Bei „Der Ghoul, der meinen Tod bestellte“ handelt es sich zwar nicht, um eine der besten John Sinclair Folgen, aber wer John Sinclair generell mag, dem wird auch diese Folge gefallen.

  • Cover
  • Erzählstimme
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2019

Spannend und einfallsreich

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
1

Zusammenfassung
Mare lebt in einer Welt, bei der die Farbe des Blutes alles entscheidend ist. Sie gehört zu den niederen Roten, die für die Silbernen arbeiten müssen, für sie in den Krieg ziehen und in ...

Zusammenfassung
Mare lebt in einer Welt, bei der die Farbe des Blutes alles entscheidend ist. Sie gehört zu den niederen Roten, die für die Silbernen arbeiten müssen, für sie in den Krieg ziehen und in ärmlichen Verhältnissen leben. Die Silbernen hingegen leben im Überfluss und betrachten sich als Elite, weil nur sie übernatürliche Kräfte besitzen.
Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, rettet sie sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten, die sie eigentlich gar nicht haben dürfte. Um das Ganze zu vertuschen, gibt die königliche Familie sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige aus und verlobt sie mit dem jüngsten Prinzen. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinanderbringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben.

Meinung
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man fliegt beim Lesen nur so durch die Seiten. Das Buch ist von Anfang an fesselnd und sehr spannend geschrieben. Man fiebert mit Mare mit, die aus ihrem Leben gerissen wird und plötzlich in eine völlig andere Welt gerät. Wird sie es schaffen sich glaubhaft als Silberne auszugeben?
Die Charaktere sind ebenfalls sehr gut dargestellt. Mare ist eine starke, junge Frau, die sich nicht gerne etwas sagen lässt und durch ihre vorlaute Art, auch den ein oder anderen Konflikt heraufbeschwört. Sie versucht sich und ihrer Herkunft so gut es geht treu zu bleiben, lernt aber doch, dass nicht alles Silbernen so sind wie sie dachte.
Der Konflikt zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen wird sehr gut beschrieben und sowohl bei den Silbernen als auch bei den Roten werden verschiedene Charaktere eingebracht, die zeigen, dass auch in einer Welt der Unterdrückung nicht alles schwarz und weiß ist.
Außerdem wurden das Leben am Hof und die Machtkämpfe unter den Adeligen sehr interessant beschrieben. Man hat einiges über die Hierarchie und die Machtkämpfe zwischen den Silbernen erfahren und vor allem ihre vielen unterschiedlichen übernatürlichen Fähigkeiten sind sehr interessant.

Fazit
Ich für meinen Teil fand das Buch sehr kreativ und interessant, wahnsinnig fesselnd geschrieben und bin schon total gespannt wie es im zweiten Teil weitergeht.

Veröffentlicht am 23.01.2019

Spannend bis zur letzten Seite

Bluthaus
1

Zusammenfassung
Fridas Freundin Jo findet in der Nacht eine Leiche in der Marsch. Sie wird als Zeugin verhört, ist jedoch der festen Überzeugung des Mordes verdächtigt zu werden. Sie ruft Frida zur Hilfe, ...

Zusammenfassung
Fridas Freundin Jo findet in der Nacht eine Leiche in der Marsch. Sie wird als Zeugin verhört, ist jedoch der festen Überzeugung des Mordes verdächtigt zu werden. Sie ruft Frida zur Hilfe, doch dann verschwindet einfach Jo spurlos. Frida begibt sich auf die verzweifelte Suche nach ihrer Freundin, doch wo könnte sie stecken? Die Spur führt Frida auf die Halbinsel Holnis und zu einem abgelegenen Haus, das von allen nur das Bluthus genannt wird. Denn vor vielen Jahren wurde dort eine Familie ermordet und der Täter wurde bis heute nicht gefunden.

Meinung
Als das Buch ankam, war ich doch etwas überrascht wie dünn es ist. Auch wenn die Seitenzahl nichts mit der Qualität zu tun hat, war ich wirklich gespannt, ob man auf ca. 300 Seiten einen so spannenden und tiefgehenden Krimi schreiben kann, dass der mit dem ersten Teil mithalten kann. Was soll ich sagen: Es geht! Band zwei der Krimireihe von Romy Fölck steht dem ersten Teil in nichts nach.
In diesem Teil steht Jo, Fridas Freundin, die man schon im ersten Teil etwas kennengelernt hat, im Vordergrund, was auf jeden Fall eine gelungene Abwechslung ist. Und wie im ersten Band, gibt es auch hier einen aktuellen Mordfall und einen lange zurückliegenden Cold Case.
Der Krimi ist von Anfang an spannend geschrieben und es gibt auch wieder einige Wendungen, die ich definitiv nicht alle so kommen sehen habe. Die Einblicke in die Vergangenheit, die immer wieder eingestreut werden, machen das Ganze noch spannender.
Am meisten konnten mich in diesem Band aber die Charaktere überzeugen. Besonders die Geschichte um Haverkorn war interessant. Man konnte wirklich gut mit ihm mitfühlen und hat noch einiges mehr über den Kommissar erfahren. Und auch über Jo wurde einiges verraten.
Das die Geschichte so tiefgehend ist hat mich wirklich überrascht, denn der Autorin ist es tatsächlich gelungen auf diesen 300 Seiten zwei Mordfälle (einen alten und einen neuen) miteinander zu verweben, eine interessante Nebenhandlung zu schreiben, einige Charaktere vorzustellen, spannende Wendungen einzustreuen und das Ganze qualitativ wirklich gut rüber zu bringen.

Fazit
Ich habe das Buch förmlich verschlungen, denn auch der zweite Teil der Reihe hat mich einfach nur begeistert und ich freue mich schon noch mehr von Frida und Haverkorn zu lesen!

Veröffentlicht am 09.12.2018

Das Finale

Der Glanz der Dunkelheit
1

Zusammenfassung
Im letzten Teil der der Chroniken der Verbliebenen kehrt Lia nach Morrighan zurück. Mit dem festen Willen ihr Heimatland von der Korruption zu befreien und vor der Armee des Komizars zu ...

Zusammenfassung
Im letzten Teil der der Chroniken der Verbliebenen kehrt Lia nach Morrighan zurück. Mit dem festen Willen ihr Heimatland von der Korruption zu befreien und vor der Armee des Komizars zu retten. Doch wie soll sie es schaffen allen Ländern inklusive Venda den Frieden zu bringen? Und wird sie jemals mit Rafe glücklich werden können?

Meinung
Auch der letzte Teil hat wieder seine Höhen und Tiefen konnte mich am Ende aber nicht vollends überzeugen. Der Schreibstil gefällt mir, genau wie bei den anderen Teilen, gut und die Geschichte wird wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was das Ganze interessanter macht.
Die Handlung war nicht so spannend wie ich erwartet habe. Man verbringt viel Zeit in Morrighan und das Buch beschäftigt sich viel mit Lias Sorgen wie sie den Komizar jemals besiegen soll. Das eigentliche Finale spielt sich eher auf den letzten 50 Seiten ab und kam mir deshalb, für das Lösen einer unmöglichen Aufgabe, doch sehr kurz vor.
Außerdem fehlte es mir im letzten Band etwas an Überraschungen. Die ganze Geschichte war dann doch zu vorhersehbar.
Die Charaktere waren jedoch wie in den anderen Büchern sehr solide und sind sich auch im letzten Band treugeblieben. Lia überzeugt mich einfach, weil sie unglaublich stark und tapfer ist und es immer schafft sich gegen andere zu behaupten und die Leute dazu zu bringen ihr zu vertrauen. Sie hält sich nicht an Regeln oder Konventionen, sondern setzt sich immer für ihre Überzeugungen ein.
Auch Rafe und Kaden ändern sich im letzten Teil kaum, auch wenn beide auf unterschiedliche Weise auf die Probe gestellt werden und einige Hindernisse überwinden müssen.

Fazit
Insgesamt war es ein gutes Buch mit einem guten Ende, aber ich hätte mich über etwas mehr Spannung und Überraschungen gefreut. Trotzdem fand ich die gesamte Reihe sehr schön zu lesen und würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 11.11.2018

Nichts für werdende Mütter

Flugangst 7A
1

Zusammenfassung
Mats ist zwar ein erfolgreicher Psychiater, leidet aber selbst unter furchtbarer Flugangst. Für seine hochschwangere Tochter überwindet er diese Angst, um sie nach jahrelanger Funkstille ...

Zusammenfassung
Mats ist zwar ein erfolgreicher Psychiater, leidet aber selbst unter furchtbarer Flugangst. Für seine hochschwangere Tochter überwindet er diese Angst, um sie nach jahrelanger Funkstille bei der Geburt ihres Kindes zu unterstützen.
Doch auf dem Flug zwischen Buenos Aires und Berlin passiert etwas Entsetzliches auf das Mats, trotz des Flugangstseminares, nicht vorbereitet war. Ein Unbekannter ruft ihn an und teilt ihm mit, dass seine Tochter entführt wurde und dass er sie nur retten kann, indem er das Flugzeug zum Absturz bringt und damit sich und die anderen 600 Passagiere mit in den Tod reißt.

Meinung
Der Thriller ist, genau wie man es von Sebastian Fitzek erwartet, spannend und nervenaufreibend geschrieben. Schon gleich zu Beginn ist man von dem Buch gefesselt und auch, wenn die Spannung im Mittelteil etwas nachgelassen hat, konnte ich das Buch dann im letzten Drittel gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende war wie erwartet eine gelungene Überraschung und konnte mich absolut überzeugen.

Durch die verschiedenen Erzählperspektiven hat man einen guten Einblick in die verschiedenen Charaktere und kann die Handlung gut nachvollziehen. Besonders Mats wird hier sehr menschlich, mit vielen Fehlern, aber auch väterlichen Instinkten dargestellt. Der Kampf zwischen seinem Gewissen und dem, was der Erpresser von ihm verlangt, ist absolut nachvollziehbar und man fiebert sofort mit ihm mit. Besonders mit Nele habe ich aber wahnsinniges Mitleid gehabt, weil sie ihr ganzes Leben immer von einer schlimmen Situation in die nächste gestolpert ist. Das wünscht man wirklich niemandem.
Auch die anderen Charaktere haben mir insgesamt sehr gut gefallen, hatten Ecken und Kanten und haben nachvollziehbar gehandelt. Lediglich mit der Darstellung von Neles Entführer hatte ich etwas meine Probleme.

Dafür wurden in diesem Thriller viele völlig unterschiedlichen Themen und Schicksale, auf interessante Weise miteinander verknüpft und herauskam eine spannende Story, die ich bis zum Schluss nicht ganz durchschauen konnte. Und genau das erwarte ich auch von einem gelungenen Thriller.

Fazit
Mich hat das Buch gefesselt, die Handlung war interessant und ich empfehle es auf jeden Fall weiter. Wer Fitzeks Stil mag, den wird auch dieses Buch gefallen. Im Mittelteil bin ich kurz etwas skeptisch gewesen, da die Spannung doch nachgelassen hat, aber ich wurde schlussendlich nicht enttäuscht. Trotzdem gibt es deshalb ein halbes Sternchen Abzug.