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Veröffentlicht am 29.09.2020

Man kann die beiden einfach nur aufrichtig lieben, so wie sie es gegenseitig tun.

Someone Else
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Cassie und Auri könnten unterschiedlicher garnicht sein, sind aber seit fast zwei Jahren die besten Freunde. Sie teilen ein gemeinsames Hobby, sie teilen sich ihre Lieblingsbücher, ja sie teilen sich sogar ...

Cassie und Auri könnten unterschiedlicher garnicht sein, sind aber seit fast zwei Jahren die besten Freunde. Sie teilen ein gemeinsames Hobby, sie teilen sich ihre Lieblingsbücher, ja sie teilen sich sogar eine Wohnung. Cassie könnte nicht glücklicher sein, einen besten Freund wie Auri zu haben. Oder etwa doch? Wäre sie glücklicher wenn ihre Beziehung zu Auri über Freundschaft hinaus ginge? Genau dieser Gedanke bereitet ihr oft schlaflose Nächte. Cassie hat schon sehr lange Gefühle für Auri, die sie aber verschweigt um ihre Freundschaft nicht zu gefährden. Jedoch seit einem Vorfall am See, ist nichts mehr wie vorher und aus der einfachen und lockeren Freundschaft zu Auri entsteht etwas sehr Kompliziertes. Hat Auri etwa auch Gefühle für Sie?

Wie immer steige ich mit einer kleinen Beschreibung des Covers ein. Wie auch beim ersten Teil „Someone New“, ist das Cover gleich aufgebaut. Nur die Farbgebung ist etwas anders. Was ich auch hier wieder total schön finde, ist die Mischung aus Handlettering und geradliniger Typografie. Auch dieses Cover finde ich sehr ansprechend und im Regal sehen beide nebeneinander einfach toll aus! Ich freue mich schon darauf das dritte Buch „Someone to Stay“ daneben zu stellen, um das Ganze zu vollenden.

Da dies meine erste Reihe von Laura Kneidl ist, die ich lese, muss ich auch wie in meiner letzten Rezension ihren Schreibstil sehr loben. Wieder nach nur ein paar Seiten, war ich sofort in der Storyline drin und der Lesefluss war schön flüssig und ich empfand ihn als sehr zeitgetreu. Ich hatte immer das Gefühl ich stehe neben meinen Freunden und höre deren Gesprächen zu. Einfach toll mit einem solchen Wohlfühlfaktor!

Wie auch schon bei „Someone New“, war ich hin und weg von den Charakteren. Ich mochte Cassie und Auri im ersten Band schon total und die beiden waren mir von Beginn an sehr sympathisch, aber sie bei „Someone Else“ nochmal richtig kennenzulernen, hat mir den Rest gegeben. Ich habe mich wirklich in die beiden verliebt. Sie sind so authentisch und ehrlich, dass ich stundenlang über die beiden schwärmen könnte. Sie sind wirklich Seelenverwandt und es ist so rührend, dass keiner ohne den anderen kann. Wie Micah schon im ersten Buch gesagt hat: „Die beiden gehören einfach zusammen!“ Ich fand es so schön mit anzusehen, wie gleich aber doch gleichzeitig so unterschiedlich die beiden sind. Nicht nur vom Aussehen her, sondern auch charakterlich. Gegensätze ziehen sich wohl doch an.

Ich hatte manchmal das Gefühl neue Freundschaften zu schließen, weil alle Charaktere so real und (ich muss es nochmals erwähnen) authentisch sind! Ich bin wirklich froh noch weitere Bücher von Laura Kneidl auf meinen SUB zu haben. Sie hat es wirklich auf die Liste meiner Lieblingsautoren geschafft.

Die einzig kleine Kritik die ich habe, bezieht sich auf den Schluss. Es kam leider sehr plötzlich und die Geschichte endete für meinen Geschmack etwas zu abrupt. Natürlich war es auch hier wieder ein schöner Schluss, aber ich hatte nicht wirklich das Gefühl am Ende des Buches angekommen zu sein. Ich wollte mehr von den Beiden als Paar erfahren. Ich war wirklich sehr Traurig als ich die letzte Seite beendet hatte. Mir hat noch irgendwas gefehlt. Aber ich habe Hoffnung, dass man in „Someone to Stay“ noch das ein oder andere über die beiden erfährt.

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Worte zur Thematik sagen. Ich finde es immer noch sehr inspirierend und wichtig, welche Themen Laura Kneidl in ihren Büchern aufnimmt und thematisiert. Ihre Bücher, Geschichten und Charaktere sind so ehrlich, authentisch, zeitgetreu und vor allem wichtig für so viele! Die Welt braucht mehr solcher Bücher, denn solche Geschichten sollten gehört und gesehen werden.

Auch die Fortsetzung von „Someone New“, empfehle ich jedem weiter. Eine wirklich gefühlvolle und tiefe Geschichte über eine Seelenverwandschaft zwischen zwei sehr ähnlichen aber gleichzeitig doch so unterschiedlichen jungen Menschen. Man kann die beiden einfach nur aufrichtig lieben, so wie sie es gegenseitig tun.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Eine sehr ehrliche, gefühlvolle und charakterstarke Geschichte, bei der Veränderung, Toleranz und vor allem Akzeptanz an erster Stelle steht. Ich war wirklich begeistert und zu tiefst gerührt zu gleich.

Someone New
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Neben dem spurlosen Verschwinden ihres Bruders, den hohen Erwartungen ihrer Eltern bezüglich ihres Studiums und den zwanghaften, langweiligen Geschäftsessen, an denen sie teilnehmen muss, hat Micah ja ...

Neben dem spurlosen Verschwinden ihres Bruders, den hohen Erwartungen ihrer Eltern bezüglich ihres Studiums und den zwanghaften, langweiligen Geschäftsessen, an denen sie teilnehmen muss, hat Micah ja nicht sowieso schon genug zu bewältigen. Als sie dann aber auch noch Schuld daran ist, dass der Angestellte Julian seinen Job verliert ist das Chaos geradewegs perfekt. Zwei Monate später stellt sich heraus, dass Julian auch noch Micah´s neuer Nachbar ist. Seine plötzlich abweisende und geheimnisvolle Art macht es Micah nicht gerade einfach sich zu entschuldigen. Ebenso fällt es ihr derart schwer ihre Gefühle gegenüber Julian in Schacht zu halten, denn schon damals bei ihrem ersten Treffen, hat es gewaltig zwischen den beiden geknistert. Schafft Micah es, sich gemeinsam mit Julian seiner Vergangenheit und seinen Geheimnissen zu stellen?

Wie immer beginne ich mit einer kleinen Beschreibung des Covers. Es ist ein wirklich schönes Cover und ich mag den Aufbau und die Mischung der Typografie. Die Farbgebung hat mich am Anfang etwas gestört aber, wenn man das Buch beendet hat, und sich der Thematik bewusst ist, gibt das Cover und vor allem die gezielte Farbauswahl wirklich Sinn. Trotzdem finde ich es immer noch etwas schade, dass in unserer Gesellschaft diese zwei Farben die Geschlechter symbolisieren und festlegen sollen. Eine Farbe kann doch kein Geschlecht repräsentieren? Aber dieser Gedankengang hat nichts mit meiner eigentlichen Rezension zu tun und trotz alledem ist das Cover doch wirklich schön.

Dies war mein aller erstes Buch von Laura Kneidl. Ich hatte schon so viel Positives gehört, vor allem von ihrem Schreibstil. Schon nach den ersten paar Seiten konnte ich all dem positiven Feedback wirklich nur zustimmen. Ihr Schreibstil ist einfach nur toll! Ich habe das Buch in einem schönen und sehr angenehmen Lesefluss verschlungen. Auch die Geschichte hat mich sofort gefesselt und ich war sofort in all die Charaktere verliebt.

Ich empfand Micah als einen sehr besonderen Charakter, wie ich ihn so noch nie kennengelernt habe. Für mich war Micah absolut kein Stereotyper-Protagonist und genau das habe ich an ihr so geliebt. Sie liebt ihre Comics, schert sich nicht allzu sehr um ihr Aussehen wie die meisten in ihrem Alter und ist absolut loyal und offen für alles Neue. Sie nimmt jede Herausforderung an und schreckt vor Unbekanntem nicht zurück. Sie versucht sich in all die Leute um sich herum hinein zu fühlen. Am besten hat mir aber ihre Einstellung und ihr Selbstbewusstsein gefallen. Sie hat auch im Bezug auf Julian so oft die Initiative ergriffen und hat verstanden, dass es heut zu Tage völlig normal ist, wenn z.B auch mal die Frau die Zügel in die Hand nimmt und einen Mann nach einem Date fragt. Julian hatte ich auch von Anfang an ins Herz geschlossen. Auch wenn er zu anfangs sehr distanziert war, schlummerte in ihm ein Charakter den man einfach nur lieben kann. Seine Lebensgeschichte, die am Ende des Buches aufgedeckt wird, zeigt nochmals wie viel Stärke und Mut in ihm steckt. Und zu guter Letzt, hat Laura Kneidl es sogar geschafft die Nebencharaktere so zum Leben zu erwecken, dass ich das Gefühl hatte ich kenne sie persönlich. Einfach nur toll!

Die einzig kleine Kritik die ich habe, bezieht sich auf die Enthüllung von Julians Geheimnis und Vergangenheit. Es kam leider sehr plötzlich. Natürlich hat es zum Verlauf der Geschichte gepasst, aber dennoch hätte ich mir gewünscht, Julian hätte es Micah in Ruhe erzählt und anvertraut. Auch hätte ich mir mehr Einblick in Micah´s Gefühlslage gewünscht. Ich denke es ging sehr viel in ihr vor, als sie Julians Geheimnis plötzlich wusste und nochmal alles Revue passieren lies.

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Worte zur Thematik sagen. Das Buch ist in meinen Augen eins der ehrlichsten, zeitgetreuesten und charakterstärksten, welches ich seit langem gelesen habe. Veränderung, Toleranz und vor allem Akzeptanz steht hier an erster Stelle. Ich finde gerade in der heutigen Zeit öffnet es einem wirklich die Augen und zeigt, dass sich die Zeiten geändert haben. Es ist ok anders zu sein. Es ist ok du selbst zu sein! Die Welt braucht mehr solcher Bücher, denn solche Geschichten sollten gehört und gesehen werden. Egal ob eine Schwangerschaft in sehr frühem Alter, Homosexualität oder die eigene Geschlechtsidentität. Jeder hat das Recht gehört zu werden und vor allem Akzeptiert zu werden. Leider werden solche Fälle auch heute oft noch nicht toleriert und das macht mich traurig.
Jeder sollte das Recht haben sich so zu zeigen und so zu Leben wie er sich fühlt. Jeder sollte das Recht haben, er selbst zu sein. Man sollte all seine Mitmenschen Akzeptieren, egal in welcher Hinsicht, denn es ist deren Leben. Es gibt in meinen Augen nichts Schöneres, als glückliche Menschen, die vollkommen Sie selbst sein können und das Leben leben, dass sie sich wünschen.

Nehmt euch gegenseitig wahr, akzeptiert und toleriert euch und geniest das Leben, denn das Leben ist zu kurz und zu wertvoll, um Gewalt, Hass und Abneigung ein Teil davon sein zu lassen.

Ich empfehle das Buch jedem weiter, denn es ist eine wirklich schöne Geschichte die gelesen werden sollte. Egal um zu stärken, um mitzufühlen oder sogar um Augen zu öffnen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2020

Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Der Plot an sich hat so viel Potential, welches leider nach meiner Meinung nicht im geringsten ausgeschöpft wurde.

Celestial City - Akademie der Engel
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Brielles Leben ist sowieso schon schwer genug, da sie als Dämonensklavin verdammt ist und ihrem bereits besiegelten Schicksal nicht mehr entkommen kann. Doch als sich bei der entscheidenden Zeremonie alles ...

Brielles Leben ist sowieso schon schwer genug, da sie als Dämonensklavin verdammt ist und ihrem bereits besiegelten Schicksal nicht mehr entkommen kann. Doch als sich bei der entscheidenden Zeremonie alles anders ereignet als geplant, versteht Brielle gar nichts mehr. Nach der unerwarteten Aufnahme an der Akademie der Engel, dem Erscheinen ihren schwarzen Flügel und ihrem super attraktiven Trainer Lincoln ist ihr Chaos gerade perfekt. Nun liegt es an Brielle, ob sie trotz ihrer dunklen Vergangenheit das erste Schuljahr an der Fallen Academy gut meistert.

Gleich zu Beginn möchte ich das tolle Cover ansprechen. Schon auf den ersten Blick hat das Cover sofort meine Interesse geweckt. Die Mischung aus Lila- und Schwarztönen unterstreicht die Mystik der Geschichte und zusammen mit der Illustration in der unteren Hälfte des Covers, wird sofort erkannt, dass es sich um ein Fantasy Buch handelt. Zusammen mit der Typographie entsteht ein sehr ansprechendes Cover das jeden Blick sofort auf sich zieht.

Nun zum eigentlichen Inhalt des Buches. Die Grundidee der Story, die zwischen Himmel und Hölle, zwischen Engeln und Dämonen stattfindet, hat mich sofort gepackt und ich war super gespannt wie sich die Geschichte nach und nach weiterentwickelt. Den Schreibstil fand ich Anfangs echt super und mochte die vielen humorvollen Zeilen. Dadurch wurde der doch etwas düstere Start der Handlung, etwas aufgelockert. Was mich jedoch im Laufe der Geschichte immer mehr störte war die Wortwahl. Oft wurde mein Lesefluss unterbrochen, da zum Teil für meinen Geschmack, lächerliche und etwas ordinäre Wörter benutzt wurden. Ich konnte somit oft dem Zusammenhang nicht mehr all zu gut folgen weil es sich immer so angefühlt hat, als ob vieles von den Charakteren gar nicht ernst genommen wurde.

Wenn wir schon gerade bei den Charakteren sind: Zu den Charakteren habe ich wirklich eine sehr gespaltene Meinung. Ich hätte mir oft bessere Beschreibungen gewünscht. Am Anfang mochte ich Brielles taffe und selbstbewusste Art. Auch dies änderte sich im Laufe der Story leider und manchmal fand ich es wirklich etwas zu viel. Im gesamten Buch bin ich mit Brielle leider nicht warm geworden. Shea hingegen fand ich super. Zu ihrem Charakter passte das schnippische und selbstbewusste Verhalten. Bei ihr geriet ich wirklich oft ins Schmunzeln. Lincoln fand ich zu Anfang sehr interessant, jedoch konnte ich sein Handeln irgendwann auch nicht mehr ganz nach voll ziehen. Generell empfand ich die Liebesbeziehung zischen Brielle und Lincoln, als sehr oberflächlich und sie hat mich leider nicht berührt. Ich konnte die zu schnelle Entwicklung nicht nachvollziehen. Die Nebencharaktere, gerade die Erzengel fand ich hingegen super und musste echt oft lachen.

Trotz meiner bisher vielleicht vielen Kritik, fand ich das Buch nicht schlecht. Jedoch war ich vielleicht nicht gerade die richtige Zielgruppe, da ich sehr großen Wert auf Details lege. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Der Plot an sich hat so viel Potential, welches leider nach meiner Meinung nicht im geringsten ausgeschöpft wurde. Viele wichtigen Ereignisse und Dinge wurden nicht behandelt oder nur ganz am Rande, kurz angesprochen. Ich hätte mir auch mehr Gefühle und einen langsamen Aufbau der Beziehung zwischen Brielle und Lincoln gewünscht. In meinen Augen war das ganze Buch sehr oberflächlich beschrieben.

Jedem der nicht all zu viel Wert auf Details legt und nicht auf typische Liebesbeziehungen steht, dem könnte dieses Buch gefallen. Mich hat es leider nicht zu 100% überzeugt.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 24.08.2020

Eine der stärksten Frauen die ich je kennengelernt habe. Ein absolutes Vorbild für alle Frauen! Lasst euch nicht unterkriegen!

Frida Kahlo und die Farben des Lebens
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Die kunstbegeisterte Frida Kahlo muss schon in sehr frühem Alter mehrere Schicksalsschläge erleiden, die sie ihr ganzes weiteres Leben prägen und sehr einschränken. Auch in der Liebe trägt sie mehrere ...

Die kunstbegeisterte Frida Kahlo muss schon in sehr frühem Alter mehrere Schicksalsschläge erleiden, die sie ihr ganzes weiteres Leben prägen und sehr einschränken. Auch in der Liebe trägt sie mehrere Narben davon. Ihr Leben verläuft vielleicht nicht so wie sie sich es zu Anfang vorgestellt hat, aber Frida lässt sich davon nicht unterkriegen und folgt ihrem großen Traum. Egal was ihr schreckliches widerfährt, nach dem Fall steht sie umso stärker wieder auf und malt sich ihr Leben selbst.

Ich muss ehrlich sein, eigentlich ist dies absolut nicht mein Genre. In den Buchhandlungen gehe ich an den historischen Romanen meist einfach vorbei. Ich bin im Urlaub nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und habe aus Langeweile die ersten paar Seiten gelesen und zu meiner Überraschung, fand ich Fridas Geschichte unglaublich spannend und inspirierend, dass ich das Buch garnicht mehr aus der Hand legen konnte.

Fridas Geschichte, hatte mich schon nach den ersten paar Seiten in ihren Bann gezogen. Es ist unglaublich traurig und immer wieder verblüffend wie viel Leid manche Menschen schon in so jungem Alter ertragen müssen. Erst die Kinderlähmung, dann er Unfall… ich war unglaublich erschüttert und habe dauerhaft mit Frida mitgelitten. Was mich aber am meisten fasziniert hat, war Fridas Willenskraft. Egal was ihr widerfahren ist oder wie viel Schmerz sie ertragen musste, sie ist immer wieder aufgestanden und hat durch ihre Kunst, egal in welcher Situation, immer neue Hoffnung geschöpft.

Den Schreibstil fand ich klasse. Es wurden so viele Informationen und Geschehnisse erzählt und aufgelistet und trotzdem entstand ein total flüssiger Lesefluss. Ich war wirklich begeistert und es hat total viel Spaß gemacht das Buch zu lesen.

Kritikpunkte habe ich nicht wirklich. Vielleicht war es manchmal nicht ganz deutlich, wie alt Frida zu diesem Zeitpunkt war oder zu welcher Zeit das momentane Ereignis gespielt hatte. Schlimm fand ich das aber nicht umbedingt. Ich stelle es mir sowieso enorm schwer vor, ein ganzes Leben in gerade mal 400 Seiten zu packen.

Rückblickend auf Fridas Leben und ihre Geschichte allgemein finde ich, dass Frida eines der stärksten weiblichen Vorbilder ist die es gibt. Es werden so viele Themen angesprochen und behandelt, die so nur Frauen widerfahren und durchleben müssen. Nicht nur wie Frida öffentlich durch ihre Kunst damit umgegangen ist, sondern auch wie sie innerlich allein damit fertig wurde ist mehr als bewundernswert. Sie sah in jedem noch so schlimmen Ereignis immer das Positive und kämpfte sich immer wieder erneut nach oben.

Caroline Bernards Buch hat wirklich meinen Blick auf Historischen Romane verändert und ich bin ihr wirklich dankbar. Fridas Geschichte war definitiv nicht mein letzter historischer Roman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2020

Eine der berührendsten Geschichten, die ich je gelesen habe. Keiner meiner Worte kann diesem Buch irgendwie gerecht werden, um zu beschreiben wie wundervoll es ist!

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Als die introvertierte Schülerin Eleanor, in der wahrscheinlich schwersten Zeit ihres Lebens Greyson kennenlernt hat, hat sie niemals gedacht, dass er einer der wichtigsten Menschen für sie werden würde. ...

Als die introvertierte Schülerin Eleanor, in der wahrscheinlich schwersten Zeit ihres Lebens Greyson kennenlernt hat, hat sie niemals gedacht, dass er einer der wichtigsten Menschen für sie werden würde. Sie hat niemals gedacht, dass sie sich lieben lernen, genauso wenig hat sie gedacht, dass sie sich eines Tages aus den Augen verlieren werden. Was sie aber am wenigsten ahnt, war die Tatsache, dass sie ganze 15 Jahre später als Nanny für Greyson Kinder arbeitet und das, in seiner schwersten Zeit.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich absolut keine Ahnung hatte wie ich anfangen sollte. Noch kein Buch hat mich so zum Grübeln gebracht. Ich habe die letzten Tage viel darüber nachgedacht, wie ich meine Rezension am besten aufbaue, aber dann wurde mir klar, dass egal wie ich schreibe oder welche Worte ich benutze dem Buch und seiner Geschichte niemals gerecht werden kann. Was mir ebenso bewusst wurde: Dieses Buch ist nicht für jeden was.

Bevor ich aber meine eigene Meinung darlege, möchte ich noch kurz das tolle Cover ansprechen. Ich persönlich finde die Farben und die Schrift wunderschön und es ergänzt sich perfekt. Auch die kleinen Libellen die auf dem Buch verteilt sind, sind so schön und unterstreichen auch nochmals sehr gut den Inhalt des Buches. Es ist auf jeden Fall ein echter Hingucker in jedem Bücherregal. 

Nun zu meiner persönlichen Meinung: Wie oben schon erwähnt bin ich mir sicher, dass Eleanor und Grey´s Geschichte nicht für jeden etwas ist. Gefühle, Gefühle und noch mehr Gefühle. Besser kann man „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ wohl nicht beschreiben. Ich bin eine sehr sensible und nah am Wasser gebaute Person. Ich bin selbst ein super gefühlsvoller Mensch und ich denke so Leute wie mich, trifft diese Geschichte am meisten. Man darf sich nicht davor scheuen Gefühle zu zeigen, vor allem darf man sich nicht davor scheuen zu weinen. Ihre Geschichte ist zu tiefst traurig, zum Weinen schön und zum Schmunzeln zumute vom Schicksal bestimmt. Ich hatte fast alle 30 Seiten glasige Augen und mir sind Tränen über die Wange gekullert. 

Die Geschichte der beiden zeigt, wie wichtig es ist Hilfe anzunehmen, gute Freunde zu haben und trotz all den schlechten Dingen, immer Hoffnung in das Gute zu haben. Eleanor und Grey sind solch starke Charaktere, die aber ohne einander nie so geworden wären. Beide haben sich in deren schwerster Zeit gegenseitig gehalten, unterstützt und letztendlich gerettet. Eines der Dinge die mir am besten gefallen hat, war die Parallele zwischen Eleanor und den Libellen. Nicht nur, weil das Symbol der Libelle ein Zeichen zwischen ihr und ihrer Mutter war, sondern weil das Leben einer Libelle auf das von Eleanor übertragbar ist. Eine Libelle durchlebt zwei Stadien. Im ersten lebst sie als Larve unter Wasser, und im zweiten schlüpft sie aus ihrer Larvenhaut und erhebt sich in die Lüfte. Sie ist nun frei und fliegt. Genau so erging es Eleanor. Die frühen Jahre ihres Lebens waren furchtbar hart für sie gewesen. Sie hat gelitten, hat sich versucht zu verstecken und war zu tiefst verletzt. Als sie und Grey sich aber wiederfanden, und sich gegenseitig Halt gaben, begann Eleanor ihre Larvenhaut abzustreifen und nach und nach begann sie zu fliegen. Am Ende ist sie glücklich und frei. Diese Parallele fand ich unbeschreiblich schön. Es war wirklich toll zu sehen, wie beide eine sehr starke und tapfere Wandlung gemeinsam durchlebten. 

Generell muss ich wirklich sagen, dass dieses Buch einer meiner Jahreshighlights ist. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich es noch viele weitere Male lesen werde. Ich war und bin immer noch zu tiefst berührt und kann dieses Buch wirklich sehr schlecht in Worte fassen. Es war einfach nur atemberaubend schön und ein Muss für jeden Buchliebhaber! 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere