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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2025

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen

Der Stau
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Meinung: Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, und auch der Klappentext versprach eine richtig gute, originelle Idee: Ein kilometerlanger Stau. Im Auto neben dir sitzt eine Leiche. Der Mörder ...

Meinung: Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, und auch der Klappentext versprach eine richtig gute, originelle Idee: Ein kilometerlanger Stau. Im Auto neben dir sitzt eine Leiche. Der Mörder steckt mitten in der Autoschlange fest – und du auch.
Leider konnte die Umsetzung dieses Potenzials meine Erwartungen nicht erfüllen.
Die Grundidee, einen Mordfall in einem Stau spielen zu lassen, fand ich zunächst spannend und kreativ. Ein solches Setting liest man nicht alle Tage – genau das hat mich neugierig gemacht. Der Schauplatz ist tatsächlich gut gewählt, denn die Enge, das Ausgeliefertsein und die Ungewissheit hätten eine beklemmende Atmosphäre schaffen können – stellenweise ist das auch gelungen. Es gab durchaus Momente, in denen man die angespannte Stimmung spüren konnte. Leider waren diese eher die Ausnahme als die Regel.
Die Handlung entwickelt sich insgesamt sehr schleppend. Viel zu oft hatte ich das Gefühl, auf der Stelle zu treten – so wie die Autos im Stau. Über lange Strecken passiert einfach zu wenig, und echte Spannung kam kaum auf. Auch der große „Thrill“ blieb für mich aus.
Ein weiteres Problem waren für mich die Figuren. Sie wirkten blass und teilweise austauschbar. Ich konnte keine echte Verbindung zu ihnen aufbauen, was es mir schwer gemacht hat, mitzufiebern oder emotional involviert zu sein. Ihre Handlungen blieben oft wenig nachvollziehbar oder wurden zu distanziert erzählt – dadurch fehlte mir der emotionale Anker in der Geschichte.
Der Schreibstil war grundsätzlich in Ordnung: flüssig und klar, aber wenig auffällig oder besonders.
Die Auflösung hätte ich nicht vorhergesehen – doch selbst sie konnte das Buch für mich nicht mehr retten

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Veröffentlicht am 16.06.2025

tolles Buch

Eine von uns
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Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es weckte in mir unmittelbar die Frage: Wer ist „eine von uns“? Und was verbirgt sich hinter dieser Aussage?
Gina und ihre Familie kommen nach einem tragischen ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es weckte in mir unmittelbar die Frage: Wer ist „eine von uns“? Und was verbirgt sich hinter dieser Aussage?
Gina und ihre Familie kommen nach einem tragischen Hausbrand vorübergehend bei ihrer alten Freundin Annie unter. Damit kehrt Gina nach vielen Jahren in ihre alte Heimat zurück – ein Ort, den sie eigentlich hinter sich lassen wollte. Denn dort ist in der Vergangenheit etwas Furchtbares passiert: ein Ereignis, das sie bis heute belastet und für das sie sich mitverantwortlich fühlt.
Annie selbst ist währenddessen auf Reisen, und ihr Haus scheint ein sicherer Zufluchtsort für Gina und ihre Familie zu sein. Doch dann taucht plötzlich eine fremde Frau auf, die sich als Annies Haushälterin ausgibt – und mit ihrer Ankunft beginnt eine beunruhigende Kette von Ereignissen. Was zunächst wie ein Missverständnis wirkt, entwickelt sich rasch zu einem albtraumhaften Szenario voller Misstrauen, düsterer Geheimnisse und bedrohlicher Enthüllungen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Gina und Mary erzählt. Diese Perspektivwechsel haben mir besonders gut gefallen, da sie den Spannungsbogen kontinuierlich aufrechterhalten und gleichzeitig immer neue Puzzlestücke der Vergangenheit offenbaren. Nach und nach erfahren wir, was damals wirklich geschehen ist – und wie tief Marys Verstrickung tatsächlich reicht.
Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig gezeichnet. Besonders Gina fand ich stellenweise etwas naiv, was mich gelegentlich ein wenig genervt hat – ihre Entscheidungen waren nicht immer nachvollziehbar. Zwar war ein Teil der Handlung für mich vorhersehbar, aber das hat den Lesegenuss keineswegs geschmälert. Im Gegenteil: Die Autorin hat hervorragend Spannung aufgebaut, falsche Fährten gelegt und schließlich am Ende alle losen Enden zu einem stimmigen und überraschenden Ganzen verknüpft. Besonders das Finale konnte mich noch einmal positiv überraschen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Leider konnte es mich nicht überzeugen

Locked in
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Meinung: Ich war sehr gespannt auf das neue Werk von Henri. Die Grundidee des Buches hat mich von Anfang an fasziniert: ein Thriller, der nicht – wie sonst so oft – mit der Suche nach dem Täter beginnt, ...

Meinung: Ich war sehr gespannt auf das neue Werk von Henri. Die Grundidee des Buches hat mich von Anfang an fasziniert: ein Thriller, der nicht – wie sonst so oft – mit der Suche nach dem Täter beginnt, sondern genau dort einsetzt, wo viele andere Geschichten enden – mit der Festnahme des vermeintlichen Täters. Dieser ungewöhnliche Einstieg hat mir besonders gut gefallen und weckte hohe Erwartungen an den weiteren Verlauf.
Leider konnte die Geschichte diesen Erwartungen nicht vollständig gerecht werden. Der Einstieg fiel mir schwer, und ich hatte Mühe, in die Handlung hineinzufinden. Der Schreibstil ist zweifellos anspruchsvoll und stellenweise recht komplex – was grundsätzlich nichts Negatives ist. Doch in diesem Fall erforderte es ein hohes Maß an Konzentration, um der Handlung folgen zu können. Man musste beim Lesen sehr aufmerksam bleiben, sonst verlor man schnell den roten Faden. Das hemmte meinen Lesefluss und erschwerte es mir, dauerhaft dranzubleiben. Mit der Zeit ließ mein Interesse daher spürbar nach.
Die Figuren sind gut gezeichnet. Dennoch fiel es mir schwer, eine emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen. Ich mag wechselnde Erzählperspektiven, da sie verschiedene Blickwinkel eröffnen und die Tiefe einer Geschichte bereichern können. Doch hier wirkten die Perspektivwechsel jedoch oft zu abrupt. Thematisch widmet sich das Buch der faszinierenden Idee der Macht der Gedanken – ein spannendes Thema mit großem Potenzial. Leider bleibt die Auseinandersetzung damit eher oberflächlich.
Die Struktur der Handlung konnte mich nicht überzeugen. Vieles wirkte zu konstruiert, einige Passagen zogen sich unnötig in die Länge, während andere viel zu knapp abgehandelt wurden. Zwar gab es einige überraschende Wendungen, doch diese erschienen mir oft zu gewollt und trugen wenig zur Klarheit der Geschichte bei. Im Gegenteil: Sie erschwerten das Verständnis zusätzlich und ließen die Erzählung unnötig sprunghaft wirken.
Das Ende war tatsächlich unerwartet – ein Pluspunkt, den ich dem Buch durchaus anrechne. Allerdings wirkte es auf mich eher wie ein letzter Versuch, den Leser zu überraschen, als ein schlüssiger vorbereiteter Abschluss. Die Glaubwürdigkeit der Geschichte litt darunter erheblich.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Dieses Buch hat mich echt überrascht

Bad Blood
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Meinung: Dieses Cover hat meine Neugier so sehr geweckt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Die ehrgeizige, 35-jährige Staatsanwältin Justine hat alles: Erfolg im Beruf, einen großartigen Ehemann ...

Meinung: Dieses Cover hat meine Neugier so sehr geweckt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Die ehrgeizige, 35-jährige Staatsanwältin Justine hat alles: Erfolg im Beruf, einen großartigen Ehemann und ein schönes Leben in London. Doch als sie ihren ersten Mordfall zugewiesen bekommt, ändert sich plötzlich alles – denn der Angeklagte ist niemand Geringeres als ihre Jugendliebe Jake, der vor 18 Jahren spurlos aus ihrem Leben verschwand.
Wie wird Justine mit dieser Situation umgehen? Warum hat sie ihrem Mann nie etwas von ihrer Vergangenheit erzählt?
Der Schreibstil ist sehr leicht, lebendig und flüssig. Die kurzen Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss. Die Handlung ist spannend und rätselhaft – man fiebert regelrecht mit. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: in der Gegenwart und vor 18 Jahren. Die Charaktere sind gut gezeichnet und man erkennt schnell, wer einem sympathisch ist – und wer nicht. Die geheimnisvollen Andeutungen halten die Spannung hoch und motivieren zum Weiterlesen. Besonders gut haben mir die überraschenden Wendungen und die falschen Fährten gefallen.
Das Ende war wirklich eine Überraschung – damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Tolles Buch

Das Gesicht meines Mörders
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Meinung: Schon das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen. Clara Winter erwacht in einem Krankenhaus – vor ihr sitzt ein Mann, der behauptet, ihr Ehemann zu sein. Verwirrt und ohne jegliche Erinnerung ...

Meinung: Schon das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen. Clara Winter erwacht in einem Krankenhaus – vor ihr sitzt ein Mann, der behauptet, ihr Ehemann zu sein. Verwirrt und ohne jegliche Erinnerung an ihr früheres Leben erfährt sie, dass sie in ihrem eigenen Zuhause brutal niedergeschlagen wurde. Die Ungewissheit über ihre Vergangenheit schafft eine bedrückende, zugleich jedoch faszinierende Grundstimmung, die von Anfang an fesselt.
Was zunächst wie ein tragischer Unfall erscheint, entpuppt sich bald als ein gefährliches Spiel aus Lügen, Geheimnissen und bedrohlichen Wahrheiten. Denn jemand scheint es erneut auf Claras Leben abgesehen zu haben. Diese bedrohliche Ausgangslage erzeugt einen konstanten Spannungsbogen, der sich im Laufe der Geschichte immer weiter zuspitzt.
Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und dennoch atmosphärisch dicht. Die Geschichte wird aus Claras Perspektive erzählt, wodurch ich ihre Gedanken, Ängste und Unsicherheiten sehr gut nachempfinden und mich tief in ihre Gefühlswelt hineinversetzen konnte. Ich war ständig am Rätseln, wem Clara – und ich als Leserin – überhaupt noch trauen kann.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die düstere Atmosphäre, die das gesamte Buch durchzieht. Das Setting – ein abgelegenes Haus, bedrohliche Erinnerungsfetzen, unheimliche Begegnungen – trägt viel zur spannungsgeladenen Stimmung bei. Die zahlreichen überraschenden Wendungen haben mich immer wieder aufs Neue erstaunt und machten das Buch zu einem echten Pageturner. Es gab viele Momente, in denen ich nicht vorhersehen konnte, was als Nächstes passieren würde – genau das liebe ich an guten Thrillern.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt jedoch: Das Ende wirkte auf mich ein wenig zu überhastet. Einige Entwicklungen wurden zu schnell aufgelöst, wodurch bestimmte Szenen an Glaubwürdigkeit verloren haben. Das ist schade, denn der Rest des Buches war durchweg stark erzählt.

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