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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2026

Highlight

Kill for Me
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Meinung: Manche Thriller sind spannend. Andere sind verstörend. Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight, das mich emotional komplett überwältigt hat.
Amanda und Wendy, zwei Mütter, die das Unvorstellbare ...

Meinung: Manche Thriller sind spannend. Andere sind verstörend. Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight, das mich emotional komplett überwältigt hat.
Amanda und Wendy, zwei Mütter, die das Unvorstellbare erlebt haben, hat mich tief berührt. Ihre Trauer ist greifbar, schwer und erdrückend. Auf jeder Seite spürt man diese Mischung aus Ohnmacht, Wut und dem verzweifelten Wunsch nach Gerechtigkeit. Und genau aus diesem Schmerz heraus entsteht schließlich dieser folgenschwere Pakt.
Was mich besonders bewegt hat: Man versteht ihre Entscheidung. Auch wenn sie moralisch falsch ist, fühlt sie sich emotional erschreckend nachvollziehbar an. Steve schafft es, dass man nicht nur zuschaut, sondern innerlich mitgeht, mitzittert, mitzweifelt und irgendwann selbst das Gefühl hat, in diesen Abgrund zu fallen.
Die Spannung ist dabei kaum auszuhalten. Mit jeder Seite wächst das Misstrauen. Kleine Details, subtile Andeutungen und dieses leise Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, sorgen dafür, dass man ständig auf der Hut ist. Und als der Plan schließlich beginnt zu zerbrechen, gibt es kein Durchatmen mehr. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Besonders beeindruckt hat mich das psychologische Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden Frauen. Vertrauen wird zur Waffe, Trauer wird manipuliert und irgendwann weiß man selbst nicht mehr, wem man überhaupt noch glauben soll. Die Wendungen haben mich ehrlich überrascht: nicht konstruiert oder übertrieben, sondern erschütternd konsequent.
Kill for Me ist kein einfacher Thriller. Es ist eine emotionale Grenzerfahrung. Eine Geschichte über Rache, Schuld und die erschreckende Frage, was aus uns wird, wenn das Leben uns alles nimmt.
Ein absolutes Must-Read.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

tolles Buch

Das Signal
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Meinung: Ich habe bereits einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen und mochte ihren Stil jedes Mal doch auf dieses hier war ich wirklich wahnsinnig gespannt. Und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv ...

Meinung: Ich habe bereits einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen und mochte ihren Stil jedes Mal doch auf dieses hier war ich wirklich wahnsinnig gespannt. Und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Viola Decker ist Innenarchitektin, deren Leben von einem Moment auf den anderen zerbricht. Ein Unfall in ihrem eigenen Zuhause verändert alles: Der baufällige Weinkeller stürzt ein, Viola überlebt doch sie verliert ein Bein. Zurück aus dem Krankenhaus ist nichts mehr wie vorher. Nicht nur ihr Körper ist plötzlich eingeschränkt, sondern auch ihr gesamtes Leben.
Ihr Mann Adam wirkt zunächst wie der perfekte Partner: hilfsbereit, fürsorglich, immer zur Stelle. Doch sehr schnell schleicht sich ein Gefühl ein, das mich beim Lesen nicht mehr losgelassen hat: Irgendetwas stimmt hier nicht. Adam trifft Entscheidungen über Violas Kopf hinweg, verhindert ihre Selbstständigkeit und engagiert ohne Rücksprache sogar eine Pflegerin. Viola ist plötzlich gefangen im Erdgeschoss ihres Hauses, in ihrem eigenen Körper und in einem Leben, das nicht mehr ihr gehört.

Dank bildhaften und flüssigen Schreibstil, wurde eine Atmosphäre aufgebaut, die mich komplett in den Bann gezogen hat. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders stark fand ich die Ausarbeitung der Figuren, allen voran Viola. Ihr Kampfgeist und ihr Wille, sich nicht in eine Opferrolle drängen zu lassen, waren für mich absolut nachvollziehbar. Ich saß oft da und dachte: Ja. Genau so würde ich auch reagieren.
Das Bedrohliche an der Geschichte ist, dass die Angst nicht irgendwo draußen lauert sondern mitten im eigenen Zuhause. Dieses Gefühl von Misstrauen, das sich immer weiter ausbreitet, war unglaublich beklemmend. Lange wusste ich nicht, wem ich trauen kann. Jeder scheint etwas zu verbergen, jeder hat seine eigene Agenda.
Als plötzlich immer wieder Gegenstände aus Violas Reichweite verschwinden, greift sie zu technischen Hilfsmitteln: GPS-Tracker sollen ihr helfen, Kontrolle und Ordnung zurückzugewinnen. Anfangs wirkte das fast paranoid und ich gebe ehrlich zu, dass ich kurz gezweifelt habe, ob Viola nicht vielleicht übertreibt.
Doch je weiter ich gelesen habe, desto klarer wurde: Ihre Angst ist erschreckend berechtigt.
Besonders spannend fand ich, dass auch Viola selbst nicht frei von Geheimnissen ist. Lange bleibt offen, was sie verschweigt und genau dieses Rätsel hat mich zusätzlich an die Geschichte gefesselt. Viola lässt sich nicht einfach gehen… sie zerbricht. Und genau das hat mich emotional richtig getroffen.
Allerdings muss ich auch sagen: Die Spannung konnte für mich nicht durchgehend auf demselben Level gehalten werden. Im Mittelteil gab es ein paar kleinere Längen, und einen Teil der späteren Auflösung habe ich relativ früh kommen sehen. Das Ende war schlüssig und plausibel, aber nicht ganz so überraschend, wie ich es mir erhofft hatte.
Trotzdem hatte ich wirklich tolle Lesestunden.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Highlight

Der gefrorene Fluss
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Meinung: Ein historischer Roman, der mich völlig verschlungen hat! Boah Leute… ich bin ehrlich: Dieses Buch war eine Wucht. Eine Reise ins späte 18. Jahrhundert, so intensiv und lebendig, dass ich beim ...

Meinung: Ein historischer Roman, der mich völlig verschlungen hat! Boah Leute… ich bin ehrlich: Dieses Buch war eine Wucht. Eine Reise ins späte 18. Jahrhundert, so intensiv und lebendig, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst mitten in dieser eisigen, rauen Welt zu stehen. Und das passiert mir wirklich nicht oft. Das Cover sieht absolut grandios aus, aber was zwischen diesen Seiten steckt, ist noch viel beeindruckender: Atmosphäre, Spannung, Emotionen und eine Protagonistin, die man einfach nicht vergessen kann. Der Schreibstil ist bombastisch gut: bildhaft, flüssig und so mitreißend, dass man jede gelesene Zeile richtig erlebt. Ariel Lawhon hat sich vom echten Leben und den Tagebüchern der Hebamme Martha Ballard inspirieren lassen und genau das macht diese Geschichte so unfassbar authentisch.
Martha ist keine Figur, die man einfach nur „gut“ findet… sie ist eine Frau, die man bewundert. Stark, klug, unbeirrbar und voller Mitgefühl. Eine Hebamme mit Herz, Verstand und Rückgrat in einer Zeit, in der Frauen kaum etwas galten.
Eine Leiche wird in einem gefrorenen Fluss entdeckt.
Mord? Unfall? Selbstmord?Martha wird aufgrund ihres medizinischen Wissens hinzugezogen und erkennt sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Doch ihre Stimme zählt nicht viel, denn Männer bestimmen über Wahrheit und Urteil. Und genau das macht dieses Buch so unglaublich fesselnd und gleichzeitig so wütend machend. Denn es bleibt nicht bei einem Todesfall. Es geht um viel mehr: Ungerechtigkeit. Gewalt. Vergewaltigung. Machtmissbrauch. Frauen, die nicht gehört werden. Männer, die entscheiden dürfen, was „wahr“ ist.
Und mittendrin Martha, die sich nicht einschüchtern lässt. Sie kämpft für ihre Patientinnen, für Selbstbestimmung und für das, was richtig ist. Sie will die Wahrheit. Egal, wie unbequem sie ist.
Neben dem Kriminalfall spielen auch die Geburten eine zentrale Rolle und diese werden realistisch und offen beschrieben. Nichts wird romantisiert oder beschönigt. Man spürt den Schmerz, die Angst, die Hoffnung… und auch den Mut der Frauen.
Besonders stark fand ich die Tagebucheinträge, die Martha immer wieder festhält. Sie verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe und machen alles noch greifbarer.
Ich wollte einfach nicht, dass dieses Buch endet. Ich habe es so geliebt.
Ein absolutes Highlight und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen

Good Night, Pretty Girl
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Meinung: Nachdem mir ihr letztes Buch wirklich gut gefallen hat, war für mich klar: Dieses hier muss ich auch lesen. Cover und Titel haben sofort meine Aufmerksamkeit geweckt und ich war richtig neugierig, ...

Meinung: Nachdem mir ihr letztes Buch wirklich gut gefallen hat, war für mich klar: Dieses hier muss ich auch lesen. Cover und Titel haben sofort meine Aufmerksamkeit geweckt und ich war richtig neugierig, was mich erwartet. Die Grundidee klingt nämlich eigentlich richtig spannend: zwei Mordnächte, zwei Überlebende und ein Satz, der alles miteinander verbindet. Das hat für mich nach einem Thriller geklungen, der voller Geheimnisse steckt und bei dem man unbedingt wissen will, was wirklich passiert ist. Doch während des Lesens hatte ich immer mehr das Gefühl, dass die Geschichte sich in zu vielen Strängen verliert. Es tauchen immer wieder neue Perspektiven und Handlungsabschnitte auf, die zwar interessant wirken, aber mich eher verwirrt als gepackt haben. Manche davon empfand ich als unnötig oder zu ausführlich, sodass ich irgendwann gemerkt habe, wie meine Konzentration nachgelassen hat und ich innerlich etwas abgeschaltet habe.
Was ich allerdings sehr mochte, war der Schreibstil. Er ist flüssig, angenehm zu lesen und stellenweise wirklich atmosphärisch. Auch das Setting hat mir richtig gut gefallen diese Stimmung, die sich langsam aufbaut und unterschwellig etwas Bedrohliches vermittelt, war definitiv da. Gerade die Umgebung und die düstere Atmosphäre. Leider blieben mir viele der Charaktere zu blass. Dadurch blieb auch die Spannung für mich eher auf Distanz. Ich habe zwar gelesen, was passiert, aber ich habe es nicht richtig gefühlt.
Und genau das war am Ende auch mein größter Kritikpunkt: mir hat diese packende Spannung gefehlt dieses Gefühl, dass man unbedingt weiterlesen muss, weil man sonst nicht zur Ruhe kommt. Auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Es kam für mich zu abrupt, fast so, als würde plötzlich einfach ein Schlussstrich gezogen

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Veröffentlicht am 03.02.2026

ein nettes Buch für zwischendurch

Alle glücklich
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Meinung: Manchmal greife ich ganz bewusst zu Büchern, die eigentlich nicht meinem üblichen Beuteschema entsprechen. Familienromane gehören normalerweise nicht dazu, doch diesmal hatte ich Lust auf etwas ...

Meinung: Manchmal greife ich ganz bewusst zu Büchern, die eigentlich nicht meinem üblichen Beuteschema entsprechen. Familienromane gehören normalerweise nicht dazu, doch diesmal hatte ich Lust auf etwas anderes.
Der Roman erzählt von einer Familie, die nach außen hin scheinbar alles hat: Erfolg, Harmonie und ein funktionierendes Leben. Je tiefer man jedoch in die Geschichte eintaucht, desto deutlicher wird, dass dieses Glück vor allem eine Fassade ist. Wirklich neu ist diese Erkenntnis nicht schließlich wissen wir alle, dass jede Familie ihre Geheimnisse, Risse und unausgesprochenen Konflikte hat. Dennoch fand ich es spannend, hinter diese vermeintlich heile Welt blicken zu dürfen.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, wodurch sich das Buch sehr schnell lesen lässt. Besonders gefallen hat mir die wechselnde Erzählperspektive aus Sicht der einzelnen Familienmitglieder. Dadurch wird spürbar, wie unterschiedlich dieselben Situationen wahrgenommen werden und wie sehr jeder für sich allein kämpft. Das Thema Kommunikation oder vielmehr das Fehlen davon wird dabei sehr gut herausgearbeitet. Jede Figur trägt ihre eigenen Sorgen, Ängste und Wünsche mit sich, doch niemand spricht offen darüber. Es ist traurig zu beobachten, wie sehr diese Familie nebeneinander statt miteinander lebt und wie Nähe, Offenheit und gegenseitige Unterstützung im Alltag verloren gegangen sind.
Trotzdem blieb bei mir eine gewisse emotionale Distanz. Die Figuren sind zwar liebevoll gezeichnet, doch ich konnte mich nicht vollständig in sie hineinversetzen. Viele Entwicklungen waren für mich vorhersehbar und konnten mich kaum überraschen. Gegen Ende wurde mir die Geschichte zudem zu viel: Die Ereignisse wirkten zunehmend überzogen und verloren für mich an Glaubwürdigkeit. Das Finale empfand ich daher eher als absurd denn als berührend.
Insgesamt ist es ein gut lesbarer Familienroman mit einer interessanten Grundidee, der mich thematisch angesprochen, emotional jedoch nicht ganz abgeholt hat

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