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Veröffentlicht am 22.11.2017

Das erste Mal enttäuscht

Das Fundament der Ewigkeit
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Cover:
Ich mag auch das Cover des neuen Werkes von Ken Follett sehr gerne! ich liebe den schlichten, aber doch beeindruckenden Stil, der Wiederkennungswert hat und in gewisser Weise auch auf Geschichte ...

Cover:
Ich mag auch das Cover des neuen Werkes von Ken Follett sehr gerne! ich liebe den schlichten, aber doch beeindruckenden Stil, der Wiederkennungswert hat und in gewisser Weise auch auf Geschichte einstimmt. Zumindest ist das mein persönliches Empfinden.

Inhalt:
"Das Fundament der Ewigkeit" entführte mich wirklich in die damaligen geschichtlichen Ereignisse. Man merkt die intensive Recherche dahinter und wer sich auf unterhaltsamere Art und Weise, will ich es mal nennen, mit diesem Zeitalter und Konflikt befassen will, sollte zu diesem Buch greifen.
Ich wollte sowohl das Geschichtliche als auch ein spannendes, mitreißendes Buch erleben und dabei wurde ich leider enttäuscht. Ich war ein großer Fan von "Die Säulen der Erde", doch das neue Werk des Autors kann in meinen Augen damit nicht mithalten. 


Er gestaltete die Handlung mit sehr vielen verschiedenen Handlungssträngen, sodass auch viele Themen aufgegriffen wurden. Dabei aber keines so wirklich intensiv, kam es mir vor. Es ließ sich für mich kein roter Faden finden und dieses Fehlen machte sich auch bei meiner Lesefreude bemerkbar. 
Dieses Buch ist für mich ein historischer Roman, der in Ordnung ist. Sicher nicht für jeden etwas, aber doch für Geschichtsliebhaber, um Historie mal anders zu erleben.

Charaktere:
Die Charaktere waren ein Punkt, mit dem ich meine Schwierigkeiten hatte. In seinen bisherigen Werken konnte mich nicht nur die historische Seite begeistern, sondern auch die Figuren, mit denen der Autor sie ausgestattet hat. 
In seinem neuen Werk kamen sie mir in der Ausarbeitung viel zu kurz. Sie wirkten auf mich alle oberflächlich, was für mich eine große Schwäche darstellt. Die Geschichten des Autors lebten bisher unter anderem besonders durch die spannend gestalteten Charaktere, was hier leider nicht der Fall war. Nicht nur die Nebencharaktere erfüllten für mich einfach nur ihre Aufgaben, ohne genügend Raum bekommen zu haben, um im meinem Kopf zu leben, sondern Auch die Figur Ned Willard, die besonders im Fokus steht, konnte mich absolut nicht überzeugen. So viele Punkte seines Lebens blieben für mich unklar, seine Persönlichkeit für mich nicht greifbar, ... Alles in allem war ich hier sehr enttäuscht, da es aus meiner Sicht gerade für seine historischen Romane besonders wichtig ist, dadurch zu bestechen.

Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil des Autors prinzipiell ganz gerne, denn er versteht sich definitiv darin, Spannung reinzubringen - zumindest größtenteils. 
Ken Follett schafft es, Geschichte spannend zu erzählen und auch mein Interesse für das Geschehen zu wecken. 
Doch in seinem neuen Werk driftet er teilweise sehr in Langatmigkeit ab, wo relativ unbedeutende Szenen sehr lang und breit beschrieben werden, was mich als Leser doch ziemlich anstrengte. 
Ich mag es, wie er Geschichte erzählt, doch hier war es nicht ganz perfekt.

Fazit:
"Das Fundament der Ewigkeit" war für mich kein leichtes Werk. Ich mochte die Bücher von Ken Follett bisher sehr gerne, vor allem "Die Säulen der Erde" fand ich wirklich großartig. Mit seinem neuen Werk tat ich mich aufgrund der Konzeption sehr schwer. Es waren mir zu viele Handlungsstränge und zu viele Personen, sodass ich nicht wirklich in die Geschichte rein kam und auch nicht warm mit ihr wurde. Es mag historisch richtig und auch wertvoll sein, doch für einen guten Roman brauch es mehr als das und umso enttäuschter bin ich, da Ken Follett mich schon einmal wahrlich begeistern konnte und damit bewiesen hat, dass er mehr aus Geschichte machen kann.
Dennoch hielt die Geschichte mich fest, weswegen ich sie dennoch empfehlen kann, auch wenn definitiv Luft nach oben gegeben ist. Man kann es lesen, aber man muss nicht.

Veröffentlicht am 16.11.2017

Eine spannende und mitreißende Intrige

Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt
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Cover:
Das Cover hat sofort mein Interesse für die Geschichte geweckt. Es ist sehr schlicht gehalten, doch durch den goldenen Farbton und die mysteriösen Ornamente, wurde ich neugierig und musste es mir ...

Cover:
Das Cover hat sofort mein Interesse für die Geschichte geweckt. Es ist sehr schlicht gehalten, doch durch den goldenen Farbton und die mysteriösen Ornamente, wurde ich neugierig und musste es mir gleich näher anschauen. Über die Geschichte verrät es nichts, sodass man nicht weiß, worauf man sich einzustellen hat, aber das fachte meine Neugierde nur noch an.

Inhalt:
Ich würde "die Legende der vier Königreiche" als eine Geschichte bezeichnen, die wahnsinnig viel zu bieten hat!
Der Einstieg in die Story fiel mir sehr leicht, da man sofort in eine spannende Situation geworfen wird, die einen den Atem anhalten und Fragen aufkommen lässt. Schon ab diesem Moment konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ich wurde in eine mittelalterähnliche Welt entführt, die aus vier Königreichen besteht, die untereinander so einige Konflikte auszutragen haben. Dieser Welt ist auch Magie nicht fremd und besonders da steckt der Knackpunkt der Geschichte.
Mich konnte die Handlung vor allem durch ihre Vielseitigkeit begeistern. Auf der einen Seite haben wir die spannenden Entwicklungen rund um die Konflikte zwischen den Reichen und die Spannungen mit den Magiebegabten, während auf der anderen Seite Emelinas ganz persönlicher Plan steht, der eine zarte Liebe auf den Plan ruft, die so nicht geplant war.
Ich klebte bis zum Ende an den Seiten des Buches und würde am liebsten sofort mit der Fortsetzung beginnen, auch wenn ich sagen muss, dass der erste Teil mich durchaus befriedigt hat.

Charaktere:
Ich mochte viele der Charaktere auf Anhieb. Sowohl die Protagonisten Emelina und Casimir, als auch die Nebencharaktere wie den Emelinas Verbündete.
Ich fand vor allem die Entwicklung von Emelina sehr stark gemacht. Am Anfang erscheint sie einem so voller Wut und Grausamkeit, was ich sehr gut nachvollziehen konnte, aber sie ist nicht festgefahren in ihrer Meinung und verteidigt diese bis aufs Blut. Sie steht hinter dem, was sie sagt, doch zeigt sie sich dabei sehr intelligent und auch einfühlsam.
Für mich war sie eine tolle Protagonistin!
Casimir konnte mich ebenso mit seiner Persönlichkeit überzeugen. An den Anfängen der Geschichte hätte ich seine Entwicklung nicht wirklich vermutet bzw. wurde ich immer wieder von seinen Handlungen und Gedanken überrascht, aber auf positive Weise.
Beide Protagonisten haben dafür gesorgt, dass mich die Story wirklich abgeholt und mitgenommen hat. Ich habe mit den beiden extrem mitgefiebert und kann es gar nicht erwarten. sie wieder zu treffen.
Auch zu den Nebencharakteren lässt sich sagen, dass diese überzeugen konnten. Ich empfand sie als sehr gut dargestellt und vielseitig gestaltet, sodass die Geschichte auch in dieser Hinsicht sehr bereichert wurde.

Schreibstill:
Ich mochte die Geschichte auch aufgrund des Schreibstils der Autorin sehr gerne.
Es gelang ihr, mich mit ihren Worten in ihre Welt zu entführen und ein Bild des Geschehens und der Charaktere vor mein inneres Auge zu zaubern. 
Ich empfand es so, dass sich ihr Stil sehr leicht lesen lässt. Er ist bildlich, aber dabei weder langweilig noch zu ausufernd geschrieben, sodass das Lesen Spaß macht.
Mir hat ebenso der Perspektivenwechsel sehr gefallen, wodurch ich die Charaktere besser verstehen konnte und auch intensiver mit ihnen mitgelitten habe.
Amy Tintera ist es hier definitiv gelungen, mich sehr mitzureißen.

Fazit:
Ich habe mich in die Geschichte verliebt und sie in einem Rutsch durchgelesen, weil ich sie nicht aus der Hand legen konnte. Mir fiel der Einstieg sehr leicht, sodass ich sofort mitten drin war und die Charaktere sich sofort in mein Herz geschlichen haben. Aus meiner Sicht eine inhaltlich, stilistisch und bezüglich der Charaktere eine liebevoll gestaltete, gelungene Geschichte.
Für mich war "Die Legende der vier Königreich" ein Abenteuer, auf dessen Fortsetzung ich mich schon immens freue!

Veröffentlicht am 10.11.2017

Unglaublich, großartig, bemerkenswert,...

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis Band 2
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Cover:
Mit der Gestaltung des 2. Bandes ist nicht nur der starke Wiedererkennungswert gegeben, sondern löste ein weiteres Mal Begeisterung in mir aus. Ich mag den besonderen Effekt einfach sehr und bin ...

Cover:
Mit der Gestaltung des 2. Bandes ist nicht nur der starke Wiedererkennungswert gegeben, sondern löste ein weiteres Mal Begeisterung in mir aus. Ich mag den besonderen Effekt einfach sehr und bin ein Fan der liebevollen Aufmachung des Buches.


Inhalt:
Besonders in diesem Band hat mich die Autorin mit der Komplexität in der von ihr geschaffenen Welt beeindruckt. Mich fasziniert die Welt der Menschen und Fae, wie sie von Sarah J. Maas erzählt und beschrieben wird. Ich kann gar nicht genug von den sieben Höfen und ihren Konflikten bekommen.
Ich empfand Band 2 sogar noch stärker als den Auftakt. Aus meiner Sicht ist die Beschreibung "überraschende Wendungen" allein für dieses Buch gemacht. Selten kam eine Handlung für mich so unerwartet wie hier!


einerseits kam ich aus dem Staunen und ungläubig vor mich hin starren nicht mehr raus und andererseits kam ich meinem Gefühlschaos gar nicht hinterher. Die Handlung ist so spannend, dass man das Buch definitiv nicht aus der Hand legen kann! Auch hier sammelte die Autorin Sympathiepunkte, indem sie den einzelnen Band in gewisser Weise abschloss, wenn auch nicht so sehr wie in Band 1. Selbstverständlich ist Feyres Geschichte nicht zu Ende, bei weitem nicht, jedoch hängt man am Ende nicht gänzlich in der Lust, was bei heutige Reihen fast schon eine Seltenheit ist.
Die Handlung war für mich an Spannung nicht zu übertreffen!

Charaktere:
Band 1 war für mich auch insbesondere von den Charakteren her spannend und wahnsinnig stark. Dass die Autorin auch hier noch einen draufsetzen kann, hätte ich niemals gedacht. Um nicht zu spoilern, kann ich nur sagen, dass mir einige Figuren plötzlich in einem ganz anderen Licht erschienen und andere wiederrum sorgten für große Überraschunge. Es kamen neue Gesichter hinzu, die den Charakteren des ersten Bandes in Vielseitigkeit und Authentizität in nichts nachstanden.
Feyre begeisterte mich weiterhin als Protagonistin sehr, da sie nach wie vor an so manchem Ereignis zu knabbern hat. An ihrem feurigen Charakter ist nichts verloren gegangen und sie kämpft nach wie vor für jene, die sie liebt, mit Haut und Haaren. Besonders ihre starke Gefühlswelt, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte, riss mich mit.

Schreibstil:
Was soll ich sagen? Sarah J. Maas hat das Talent, einen zu entführen. Ich war so in Feyres Geschichte drin, dass ich die Zeit total vergessen habe. Noch dazu habe ich die Geschichte in nur wenigen Stunden verschlungen. Ich konnte mir alles haargenau vorstellen und durch den lockeren und auch humorvollen Schreibstil kommt man gar nicht drum herum, sich in die Geschichte zu verlieben.
Ein weiteres Mal erleben wir das aus der Sicht von Feyre, was mir sehr gefällt und auch der Geschichte den spannenden Touch verleiht.

Fazit:
Wenn man die Reihe schon wegen Band 1 nicht gelesen hat, dann sollte man es wenigstens für Band 2 tun! "Flammen und Finsternis" ist für mich ein unglaubliches Abenteuer, dessen Handlung man nicht erwartet hat. Spannend ist da noch eine Untertreibung. Selten hat mich eine Fortsetzung so enorm mitgerissen! Mehr als lesenswert!

Veröffentlicht am 10.11.2017

Eine bemerkenswerte Welt erwartet euch!

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
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Cover:
Die Gestaltung des Covers ist vor allem durch den 3D-Effekt des Umschlags besonders. Allein dadurch fällt das Buch im Regal schon auf. Gleichzeitig passt es für mich zu der besonderen Geschichte, ...

Cover:
Die Gestaltung des Covers ist vor allem durch den 3D-Effekt des Umschlags besonders. Allein dadurch fällt das Buch im Regal schon auf. Gleichzeitig passt es für mich zu der besonderen Geschichte, die es zwischen den Seiten verbirgt. Für mich wa die Aufmachung des Buches auch ohne Umschlag wunderschön anzusehen. Aus meiner Sicht definitiv ein grandioses Cover!


Inhalt:
Feyres Geschichte ist genauso besonders und fesselnd, wie ich es durch die bisherigen begeisterten Meinungen erwartet habe. Alle schwärmten extren davon und jetzt jann ich sagen: Ich verstehe, wieso! Ich verstehe es wirklich.


Sarah J. Mass ist hier ein wahres Abenteuer gelungen, was nur schwer an Abenteuercharakter, Magie und Romantik zu übertreffen ist. Schon zu Anfang wird man in eine nervenaufreibende Situation geworfen, die das Leben von Feyre vollkommen auf den Kopf stellen soll.
Ich war sofort mitten drin und die Geschichte ließ mich dann auch nicht mehr los! Sie hielt für mich so viel an spannendem Geschehen bereit, dass ich mit meinen Gefühlen gar nicht hinterher kam.
Viele von euch sorgen sich vielleicht vor einem Cliffhanger, doch da kann ich euch beruhigen.
Ich habe wahnsinnige Lust auf Band 2, doch es ist nicht so, dass Band 1 mich unbefriedigt zurückgelassen hat. Im Gegenteil: Dieses Buch gehört für mich zu der Art von Geschichten, die nach dem Lesen das euphorische Gefühl hinterlassen, erwas magisch Meisterhaftes erlebt zu haben.

Charaktere:
Auch charakterlich konnte die Autorin auf ganzer Linie überzeugen. Eine starke, leidenschaftliche Protagonistin, vielseitige Nebencharaktere und die eine oder andere offene Frage am Schluss. Nicht inhaltlich wird man von Band 2 gelockt, sondern vor allem auf die Beweggründe und Entwicklung einiger Figuren bin ich wahnsinnig gespannt!
Die 17-jährige Feyre konnte mich mit ihrem feurigen Charakter sofort begeistern. Sie ist ein aufopferungsvoller, herzensguter aber doch verbitterter und trauriger Mensch, der eine starle Entwicklung durchmachte. Sie handelte für mich in jeder Situation authentisch, was sie für mich so greifbar machte.
Vor allem die Nebenfiguren haben mich fasziniert wie bei kaum einer anderen Geschichte. Manche riefen in mir puren Hass aber auch Unglaube und Begeisterung hervor. Unter anderem die Charaktere machen die Geschichte aus meiner Sicht so stark.

Schreibstil:
Sarah J. Maas hat einen bildlichen aber auch wahnsinnig fesselnden Stil. Von der ersten Seite an hatte ich das Geschehen bildlich vor Augen und zu jedem Zeitpunkt war die Handlung so von Spannung durchzogen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Feyres Perspektive gefiel mir dabei besonders gut, da man mit ihr die Welt der Fae und auch sie selbst gut kennenlernt.
Sicher wäre manch andere Perspektive interessant gewesen, doch gerade durch das fehlende Wissen über Tamlins Beweggründe beispielsweise machen den Reiz der Geschichte aus.

Fazit:
Ich kann mich nur anschließen, dass das "Reich der Sieben Höfe" ein unvergleichliches Abenteuer ist, das man erlebt haben muss. Fesselnde Handlung mit mehr als aufregenden Charakteren! Wirklich großartig!

Veröffentlicht am 31.10.2017

Cinderella mal anders

Cinderellas Prinzessin
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Cover:
Das Cover schreit für mich förmlich: Märchenadaption. Somit passt es sehr gut zur Geschichte, denn es erzählt Cinderellas Geschichte ganz neu. Ohne den Klapptext könnte man andere Erwartungen an ...

Cover:
Das Cover schreit für mich förmlich: Märchenadaption. Somit passt es sehr gut zur Geschichte, denn es erzählt Cinderellas Geschichte ganz neu. Ohne den Klapptext könnte man andere Erwartungen an das Buch stellen und nicht wissen, dass es in unserer harten Gegenwart spielt. Es lässt somit auf jeden Fall sehr viel Spielraum, macht aber neugierig auf die Geschichte dahinter.

Inhalt:
Meine Probleme sah ich im Inhalt. In de Geschichte kam ich gut rein, sodass ich mir alles vorstellen konnte. Am Anfang wirkte es auf mich jedoch zu klischeehaft. Es wurden zwei Leben gewählt, die so "typisch" waren, dass mich die Handlung nicht sofort packte.
Doch die Besonderheit an der Geschichte ließ nicht sehr lange auf sich warten.
Ich bemerkte, dass ich mit der Zeit immer mehr mit den Charakteren mitfieberte und auch richtig in ihrer Geschichte drin war. Bis zum Ende konnte mich "Cinderellas Prinzessin" immer mehr von sich begeistern.



Probleme hatte ich jedoch mit so manchen Aspekten, die mir entweder zu übertrieben waren wie eine weitere Offenbarung am Ende, manche Aktionen von Charleen oder äußere Umstände wie die grausame Aktion von Charlies Eltern oder auch den Zuständen bei Ashley Zuhause.
Dies waren Handgriffe, die zwar die Story unterstützten und spannend machen, der Geschichte aber für mich die Authentizität nahmen, da so etwas in der heutigen Gesellschaft selten bis nie vorkommt. Oder eben die Probleme oder Handlungen der Charaktere wirkten zu übertrieben und zu überspitzt, sodass ich es einfach nicht ernst nehmen konnte und auch etwas Spaß daran verlor.
Dennoch war die Geschichte, wenn man davon absieht sehr unterhaltsam, sodass ich durchaus dazu raten kann, sie sich zuzulegen und sich im Rahmen seiner eigenen Anforderungen begeistern zu lassen.

Charaktere:
Die Charaktere passten für mich größtenteils sehr gut in die Geschichte. Anfangs hatte ich Probleme mit ihnen, weil es Klischee-Typen waren und ich deswegen keinen ernstzunehmenden Zugang zu ihnen fand. Ich brauchte etwas Zeit, um mit ihnen warm zu werden.
Bei Ashley ist mir das irgendwann gelungen, da ich ihre kämpferische, aufopferungsvolle Persönlichkeit ins Herz geschlossen habe. Ich konnte mich mit ihr identifizieren, weswegen ich die Geschichte gerne aus ihrer Sicht erlebte.
Mit wem ich auch sehr gut zurecht kam, war Charleens Bruder William. Jeder möchte für sich einen William haben, denn er ist einfach wahnsinnig süß und herzlich, sodass er schnell mein Lieblingscharakter wurde.
Doch da war das Problem, denn er löste die Herausforderungen, die eigentlich Charleen überstehen musste. Ich mochte ihre überhebliche Art am Anfang nicht und ich mochte sie auch am Ende nicht, weil sie immer versagt hat, wenn es wichtig wurde und nie wirklich für sich eingestanden hat. Immer löste William ihre Probleme und kämpfte. Und das fand ich für sie als Protagonistin einfach nicht richtig, sodass sie sich aus meiner Sicht nicht entwickelte, sondern einfach nur da war.
Die anderen Charaktere wie Charleens oder Ashleys Familie oder auch Dean fand ich ganz gut ausgearbeitet, auch wenn mir an mancher Stelle deutlich die Beschreibungen gefehlt haben. Gerade Ashleys Brüder zum Beispiel waren für mich absolut nicht greifbar, was aber hätte sein müssen trotz ihrer kleinen Rolle.

Schreibstil:
Anfangs kam ich mit dem Schreibstil der Autorin nicht sofort zurecht. Für mich waren es zu viele unnötige Beschreibungen, die meinen Lesefluss störten, weswegen ich etwas brauchte, um gut in die Geschichte hinein zu kommen.
Was mir jedoch schon am Anfang sehr gut gefallen hat, war der angewandte Perspektivenwechsel zwischen Charleen und Ashley. Dabei fand ich es zusätzlich noch sehr gut, dass dennoch nichts wiederholt wurde, sondern die Geschichte stetig fortgeführt wurde. 
Mit zunehmender Seitenzahl hat ich das Gefühl, dass Annie Laine immer besser in ihre Geschichte hineinkommt, sodass es sich immer besser lesen ließ, bis man förmlich durch das Buch flog.

Fazit:
Für mich war "Cinderellas Prinzessin" eine besondere Geschichte, da sie auf einer berührenden und aktuellen Grundidee basiert. Es ist aus meiner Sicht eine Geschichte, die gerade heute einfach in unsere Welt gehört und auch viele wahre Begebenheit aufdeckt und dem Leser deutlich macht.
Mir hat letztendlich in der Umsetzung einiges gefehlt. Eigentlich sind es Kleinigkeiten, doch die häuften sich zunehmend, weswegen dieses Buch für mich eine gute, unterhaltsame Geschichte ist, die ich weiterempfehlen kann, auch wenn noch einiges an Luft nach oben ist.