Schöner Trilogie-Auftakt für Jugendliche, ganz so wie man Kerstin Gier kennt. Der erste Band konzentriert sich auf die Einführung der Welt, des interessanten Magiesystems und der Charaktere. Nach hinten ...
Schöner Trilogie-Auftakt für Jugendliche, ganz so wie man Kerstin Gier kennt. Der erste Band konzentriert sich auf die Einführung der Welt, des interessanten Magiesystems und der Charaktere. Nach hinten raus zieht es an und es kommt etwas Spannung auf, für Band 2 und 3 ist hier aber auf jeden Fall noch mehr Potential vorhanden.
Ich habe hier tatsächlich eine Geschichte erwartet, die den Betrug und seine Konsequenzen in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Dies ist aber nicht in der Intensität der Fall und hat mich anfänglich ...
Ich habe hier tatsächlich eine Geschichte erwartet, die den Betrug und seine Konsequenzen in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Dies ist aber nicht in der Intensität der Fall und hat mich anfänglich etwas ungeduldig in Bezug auf den Fortgang der Erzählung werden lassen.
Ich muss aber sagen, dass mich „Fabula Rasa“ insgesamt sehr gut unterhalten hat. Insbesondere der Humor der Autorin und der Wiener Lokalkolorit verleihen dem Buch sein ganz besonderes Flair.
Die Charaktere sind sehr tiefgründig angelegt und man lernt die verschiedenen Personen sehr intensiv kennen. Ich empfand sie allesamt als sehr authentisch und aus dem Leben gegriffen. Die Höhen und Tiefen des Lebens sowie Sonnen- und Schattenseite ihrer Charakter kommen sehr gut zum Tragen.
Insgesamt hat mir der Roman sehr gefallen, auch wenn es sich hier und da gefühlt etwas gezogen hat. Es ist eine komplexe Geschichte, die ihre Protagonistin über mehrere Jahrzehnte begleitet - wer das mag wird hier auf seine Kosten kommen und das ein oder andere Mal schmunzeln können.
Die Grundidee dieses Buches hat mir gut gefallen. Die Autorin kreiert hier eine interessante Welt, die auch mit einer sehr anschaulichen Karte illustriert wird. In einem Königreich voller Machtgier und ...
Die Grundidee dieses Buches hat mir gut gefallen. Die Autorin kreiert hier eine interessante Welt, die auch mit einer sehr anschaulichen Karte illustriert wird. In einem Königreich voller Machtgier und Intrigen folgt ein Nigromant seiner Bestimmung, um das Reich zu retten, während die Prinzessin vor der eigenen Familie fliehen muss.
In drei Handlungssträngen wird der Leser durch die Geschichte geführt. Diese lässt sich sehr gut lesen, der Schreibstil ist einfach und eingängig. Manchmal vielleicht zu einfach - ebenso der Spannungsaufbau. Mir ging vieles zu schnell, Intrigen waren schon aufgedeckt bevor sie richtig begonnen haben.
Was mir auch gefehlt hat ist der zündende Funke, der mich so richtig gefesselt hat. Zu den Charakteren konnte ich bis zum Schluss keine Bindung aufbauen, wodurch sich auch das mitfiebern sehr in Grenzen gehalten hat. Teilweise kamen mir die Figuren auch nicht sehr authentisch vor.
Es ist aus meiner Sicht eine Story mit Potential, die aber in der Umsetzung noch ausbaufähig ist.
Dieses Buch ist wirklich besonders und entführt uns als Leser in eine Gesellschaft, in der das Individuum nichts zählt, sondern das Wir alles ist.
Jeder Mensch ist mit einem Instinkt ausgestattet, der ...
Dieses Buch ist wirklich besonders und entführt uns als Leser in eine Gesellschaft, in der das Individuum nichts zählt, sondern das Wir alles ist.
Jeder Mensch ist mit einem Instinkt ausgestattet, der besondere, der Gesellschaft nützliche Fähigkeiten auslöst. Heiler, Reparateure, Schützer, Dienstbare, Liebevolle… jeder hat seine Rolle im System zu spielen. Diese Welt und die ganze Instinkt basierte Gesellschaft hat die Autorin überzeugend und bis ins Detail durchdacht ausgearbeitet. Doch was passiert, wenn in diesem System ein „Ich“ auftaucht? Was macht es mit dem „Wir“? Und wie geht es dem „Ich“? Das Buch beschäftigt sich mit der Frage der Individualität und schafft dafür ein besonderes Setting.
Auch stilistisch ist das Buch besonders - die Autorin arbeitet mit verschiedenen schriftstellerischen Mitteln. Sie nutzt unterschiedliche Perspektiven und lässt die verschiedenen Charaktere auch unterschiedlich sprechen und denken. Teilweise sind es gezielte Wiederholungen oder abgebrochene Sätze - mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen, hatte Spaß an der Schreibe und kam auch sehr gut damit zurecht.
Die Charaktere haben mir auch sehr gefallen - die Unterschiedlichkeit, auch in Bezug auf Emotionalität und ihre Rolle in der Gesellschaft, kam sehr gut zum Tragen. Ganz nah ran kam ich gefühlt nicht, aber irgendwie passt das auch zu dieser Kollektiv zentrierten Gesellschaft, die hier entworfen wird. Insbesondere die Beziehung zwischen Goliath und Claire hat mir sehr gefallen - für mich wurde hier eine innige Freundschaft entwickelt, die durchaus den Bogen zur Liebe spannt ohne dies so sehr in den Mittelpunkt zu stellen oder die Geschichte mit Romantik aufzuladen. Das empfand ich als sehr erfrischend und im Kontext der Geschichte als absolut glaubwürdig.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es mir teilweise etwas zu langsam voran ging und ich gegen Ende das Gefühl hatte, nicht mehr alle Geschehnisse so richtig zu verstehen.
Ich möchte mal mit der Umsetzung des Romans als Hörbuch beginnen, die mir wirklich außerordentlich gut gefallen hat. Johanna Zehendner hat eine sehr angenehme Stimme und hat meine Aufmerksamkeit sehr gut ...
Ich möchte mal mit der Umsetzung des Romans als Hörbuch beginnen, die mir wirklich außerordentlich gut gefallen hat. Johanna Zehendner hat eine sehr angenehme Stimme und hat meine Aufmerksamkeit sehr gut einfangen und halten können. Sie konnte die Charaktere, das Setting und den Inhalt aus meiner Sicht sehr gut rüber bringen und mir kam tatsächlich das ein oder andere Mal der Gedanke, dass ich an der ein oder anderen Stelle lesend Seiten überblättert hätte, dem Text so aber gerne gefolgt bin. So hat die Hörbuch-Fassung dem Buch in meiner Bewertung auf jeden Fall noch einen Bonusstern eingebracht.
Inhaltlich hat mir insbesondere der Einblick in die koreanische Kultur sehr gut gefallen. Die Begegnung mit dem Leben, der Wohnsituation und vor allem dem Büroalltag fand ich spannend und auch gut überzeichnet.
Doch darüber hinaus muss ich sagen, dass ich mir mehr erwartet hatte. Oft driftet das Geschehen in Banalitäten ab und geht minutenlang um die Besichtigung oder Einrichtung einer Wohnung oder andere Kleinigkeiten.
Am meisten hat mich aber das Verhalten der drei Frauen im Kontext der Ether-Investitionen gestört. Das Buch wird auch mit dem Thema „Female Finance“ beworben und wir treffen hier auf naive und höchst oberflächliche Frauen, die am Ende mehr Glück als Verstand haben. Zwar gibt es auch die vorsichtige, aber der Rausch in den die drei verfallen und die Fokussierung auf Statussymbole hat mir nicht gefallen. Unter dem Schlagwort Female Finance erwarte ich eigentlich auch Finanzbildung und Themen wie eigenverantwortliches Investieren. Wenn man das Buch unter dem Schlagwort verkaufen will, ist es mir etwas zu einseitig geschrieben. Wenn das alles satirisch gemeint war, ist das bei mir leider nicht angekommen.
Von meiner Seite gibt es daher nur eine Empfehlung für die Sprecherin des Hörbuchs.