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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2018

Solider Thriller mit vielen Wendungen

Zu nah
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„Zu nah“ ist das Debüt der irischen Autorin Olivia Kiernan.
Super Chief Detective Frankie Sheehan kehrt - nachdem sie bei ihrem letzten Fall schwer verletzt wurde und noch immer unter Flashbacks und Panikattacken ...

„Zu nah“ ist das Debüt der irischen Autorin Olivia Kiernan.
Super Chief Detective Frankie Sheehan kehrt - nachdem sie bei ihrem letzten Fall schwer verletzt wurde und noch immer unter Flashbacks und Panikattacken leidet - an ihren Arbeitsplatz zurück.

Als die angesehene Wissenschaftlerin Eleanor Costello erhängt in ihrem Schlafzimmer aufgefunden wird, sieht zunächst alles nach einem Selbstmord aus. Aber schnell entdeckt Frankie erste Hinweise, dass jemand bei Eleanor war als sie starb. Bei ihren Ermittlungen entdeckt Frankie immer mehr Hinweise, dass bei Eleanor nicht alles so perfekt war, wie es auf den ersten Blick schien. Als eine weitere Leiche auftaucht, lässt sich schnell eine Verbindung zu Eleanor herstellen…

Frankie Sheehan ist eine interessante Protagonistin mit zynischem Humor, die noch mit der Verarbeitung der vergangenen Ereignisse kämpft. Das hat mich anfangs ein wenig irritiert, da ich fast den Eindruck hatte, dass mir Wissen aus vorangegangenen Bänden – die es nicht gab - fehlen würde. Obwohl das Buch aus der Ich-Perspektive von Frankie geschrieben wurde, blieb sie mir leider bis zum Schluss fremd.

Ein wenig verwundert war ich über die zeitliche Darstellung. So vergingen zwischen den einzelnen Kapiteln zum Teil Wochen ohne, dass sich bei den Ermittlungen etwas ergeben hat.

Durch zahlreiche Wendungen bleibt der Thriller trotz einiger Längen spannend und überraschend. Der Schreibstil von Olivia Kiernann ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Die Dialoge sind lebendig und machen Spaß, so dass ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt habe, auch wenn mich der Thriller nicht 100%-ig überzeugt hat

Veröffentlicht am 04.04.2017

Ist die Monogamie überholt ?

Wie wir lieben
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Das Buch „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“ von Friedemann Karig ist ein dieses unkonventionelles und informatives Sachbuch über die Themen Liebe und Sex.

Es handelt sich nicht um einen Ratgeber, ...

Das Buch „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“ von Friedemann Karig ist ein dieses unkonventionelles und informatives Sachbuch über die Themen Liebe und Sex.

Es handelt sich nicht um einen Ratgeber, der Autor regt vielmehr dazu an, Dinge zu überdenken und toleranter an andere Beziehungsformen heranzugehen. Dabei hat er eine Menge recherchiert und hinterlegt seine Thesen immer mit einer Menge Zitate aus verschiedensten Bereichen. Neben diesen zum Teil sehr theoretischen Abschnitten gibt es immer wieder Geschichten einzelner Paare, die anders leben als der Mainstream. Ihre kurze Vorstellungen und Ansichten gemischt mit den sachlichen Abschnitten finde ich sehr gelungen, da sich das Buch dadurch sehr angenehm und interessant lesen ließ.

Für mich gab es eine Menge Denkanstöße aber zum Teil weiß ich noch nicht so richtig, was ich damit machen werde. Es fehl mir fehlte die Alternative. Ich lese immer wieder aus diesem Buch heraus, dass Monogamie nicht funktioniert, dass wir irgendwann nach einer längeren Beziehung unglücklich werden, aufgrund der Routine und dass wir uns deswegen früher oder später nach etwas Neuem umschauen werden. Mit seinen Beispielen und Zitaten untermauert der Autor diese These und ging mir dabei zu wenig darauf ein, dass es eine Menge Paare gibt, die mit diesem klassischen Lebensmodell glücklich sind und sich dies auch nicht absprechen lassen möchten.

Das Buch ist interessant und informativ, grenzt aber das klassische Lebens- bzw. Beziehungsmodell eher aus, öffnet dafür aber die Sichtweise und das Verständnis für Paare die polygam leben. Aber egal ob polygam oder monogam, Liebe ist kompliziert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Frankensteins Erben

Frankensteins Erben
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In dem Buch „Frankensteins Erben“ des Autors Jens-Ulrich Davids geht es um Kunst und Wissenschaft. Was ist Kunst und wie weit darf die Wissenschaft gehen ? In diesem Roman wird die Kluft zwischen Wissenschaft ...

In dem Buch „Frankensteins Erben“ des Autors Jens-Ulrich Davids geht es um Kunst und Wissenschaft. Was ist Kunst und wie weit darf die Wissenschaft gehen ? In diesem Roman wird die Kluft zwischen Wissenschaft und Kunst sowie deren Grenzen thematisiert.

Zum Inhalt:

Der erfolglose Dozent Peh erhält vom Direktor der Universität die Möglichkeit sich durch die erfolgreiche Aufführung eines Theaterstücks eine feste Stelle zu sichern. Unter seinen Studenten findet sich eine Gruppe zusammen, die charakterlich kaum unterschiedlicher sein könnte. Unter großem Druck beginnen sie mit der Arbeit an ihrem Theaterstück. Peh und seine Studenten beginnen umfangreiches Wissen über Frankenstein zusammenzutragen, diskutieren und leben ihre Ideen nicht nur im Proberaum des Theaters. Die Figuren sind leidenschaftlich und es kommt zu Streit und wilden Diskussionen.

„Frankensteins Erben“ ist vielleicht ein Buch für Liebhaber des Theaters. Die Einblicke in das Theaterleben und die Blicke hinter die Kulissen sind durchaus interessant. Auch die permanente Aktualität der Themen zwischen Kunst und Wissenschaft fand ich von der Idee her interessant.

Leider ist es dem Autoren mit diesem Buch trotzdem nicht gelungen mich zu fesseln. Ich fand den Schreibstil zum Teil ein wenig ermüdend und hätte mir mehr Informationen zu den einzelnen Charakteren gewünscht.

Veröffentlicht am 14.05.2019

Viel Lokalkolorit

Rache am Ammersee
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„Rache am Ammersee“ ist nach „Tod am Ammersee“ der zweite Oberbayern-Krimi der Autorin Inga Perrson mit der Protagonistin Carola Witt, die ursprünglich aus Schleswig-Holstein stammt. Zum Verständnis des ...

„Rache am Ammersee“ ist nach „Tod am Ammersee“ der zweite Oberbayern-Krimi der Autorin Inga Perrson mit der Protagonistin Carola Witt, die ursprünglich aus Schleswig-Holstein stammt. Zum Verständnis des Falls ist es nicht notwendig den ersten Band zu kennen.

Carola will eine Befragung der Bevölkerung über den Neubau einer Großgastronomie durchführen. Noch bevor sie dies angehen kann, stürzt beim Gleitschirmfliegen der Gemeinderat Ruprecht Prestel in den Tod. Handelt es sich um einen Unfall oder war es ein Mord ? Genau das will Carola herausfinden.

Der Schreibstil von Inga Perrson lässt sich leicht lesen und ist durch die vielen Dialoge sehr lebendig. Der bayrische Dialekt und die direkte Sprache haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Durch ausgiebige Landschaftsbeschreibungen entstehen schnell wundervolle Bilder vor den Augen des Lesers. Der eigentliche Kriminalfall kommt dadurch allerdings ein wenig zu kurz.

Insgesamt liest sich das Buch unterhaltsam und die geschilderte Idylle des Ammersees hat mich fast ein wenig in Urlaubsstimmung versetzt. Aber eigentlich hatte ich einen Krimi und Spannung erwartet, beides habe vermisst. Stattdessen werden zahlreiche Klischees bedient und es gibt eine Menge Lokalkolorit.

Mein Fazit: unterhaltsam aber kein Krimi im klassischen Sinne.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Humorvoll & spitzzüngig

Nein ist das neue Ja
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„Nein ist das neue Ja“ ist das Buch - der für ihre spitze Zunge bekannten - Entertainerin Désirée Nick.

Der Klappentext des Buches klang sehr vielversprechend und auch ich wollte gerne die Magie des ...


„Nein ist das neue Ja“ ist das Buch - der für ihre spitze Zunge bekannten - Entertainerin Désirée Nick.

Der Klappentext des Buches klang sehr vielversprechend und auch ich wollte gerne die Magie des „Nein!“ kennenlernen. Ebenso gut gefiel mir das Inhaltsverzeichnis, dass eine Vielzahl von Themen nennt, zu denen man einfach „Nein“ sagen sollte.

Désirée Nick ist für ihr loses Mundwerk bekannt und ich hatte auch kein Sachbuch erwartet, sondern eher humorvolle Tipps und Ratschläge. Genau das bekommt man mit einer Menge Anekdoten aus dem Leben der Autorin und auch denen anderer Prominenten. Diese habe ich zum Teil als unnötig heftig und giftig empfunden. Ebenso wenig kam ich mit ihrer Ausdrucksweise zurecht, die aus meiner Sicht unnötig vulgär und niveaulos war.

Trotzdem waren einige durchaus sinnvolle Anregungen einfach einmal „Nein!“ zu sagen dabei und ich habe auch mehrfach über den Humor von Désirée Nick gelacht. Es ist eine Mischung aus humorvollen und derben Tipps und Anekdoten, die sich recht flott lesen lassen.

Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt und ist vielleicht eher etwas für eingefleischte Désirée-Nick-Fans.