Cover-Bild Wie wir lieben
20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blumenbar
  • Genre: Sachbücher / Esoterik
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 17.02.2017
  • ISBN: 9783351050382
Friedemann Karig

Wie wir lieben

Vom Ende der Monogamie
Ein neues Zeitalter der Liebe.

Die Monogamie scheint am Ende, jede zweite Ehe wird geschieden. Brauchen wir ein neues Wort für Liebe? Friedemann Karig hat ein offenes und zärtliches Buch geschrieben über Menschen, die die Erfüllung in einer Liebe suchen, die anders ist und frei. Mit allem Schmerz. Mit allem Glück. Mit oder ohne Kinder. Mit oder ohne Happy End. Ein packendes Buch darüber, wie wir heute lieben wollen.

»Friedemann Karig nimmt der Liebe ihre Schwere, ihre Bedrohung, ihre Konventionen. Mit zauberhaften Geschichten und klugen Kommentaren gibt er zurück, was uns genommen wurde: die Leichtigkeit.« Ronja von Rönne

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2017

Die Widersprüche der modernen Liebe

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Das Buch " Wie wir lieben / Vom Ende der Monogamie", von Friedemann Karig, handelt von der modernen Liebe und alles was sie mit sich trägt.
Das Buch fängt mit einer Geschichte an von einem Paar, die die ...

Das Buch " Wie wir lieben / Vom Ende der Monogamie", von Friedemann Karig, handelt von der modernen Liebe und alles was sie mit sich trägt.
Das Buch fängt mit einer Geschichte an von einem Paar, die die offene Beziehung versucht haben. Es gibt mehrere unterschiedliche Geschichten und Eindrücke von Paaren, die versucht haben offen zu sein und ihre Sexualität auszuleben. Diese Geshcichten aus dem wahrem Leben frischen das Buch auf und verdeutlichen wie kompex und kompliziert die Liebe ist. Jedes Paar und jeder Mensch geht mit Liebe anders um, jeder definiert Liebe anders, denn schließlich wollen nicht alle das Gleiche. Eifersucht, Treue, Offenheit und Ehrlichkeit spielen eine große Rolle und werden in diesem Buch ausführlich beschrieben.
Mit Hilfe der Geschichte der Sexualität versucht der Auor dem Leser zu zeigen, dass die Monogamie ein Konzept ist, dass von der Gesellschaft erstellt wurde, ob es gut oder schlecht ist soll jeder für sich entscheiden.
Der Autor, Friedemann Karig, hat erstaunlich gut recherchiert und liefert viele Zitate und Belege, die für oder gegen die Monogamie sprechen, ob aus Büchern, Liedern, Filmen oder Serien. Jedoch wird es hier und da etwas zu theoretisch, von daher wäre manchmal vielleicht weniger mehr.
Dieses Buch ist kein Ratgeber, regt aber den Leser an anders zu denken, Dinge zu überdenken, tolerante zu werden und offener zu sein. Liebe ist und bleibt kompliziert ob polygam oder monogam.

Veröffentlicht am 06.04.2017

Sehr interessant, leider Schwächen in Arbeitsweise und Argumentation

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Als Rahmen für sein Werk greift der Autor auf Paul und Jelena zurück, deren Geschichte in einer Reportage erzählt wurde. Ihr Versuch einer offenen Beziehung wird begründet, in Etappen betrachtet, mit den ...

Als Rahmen für sein Werk greift der Autor auf Paul und Jelena zurück, deren Geschichte in einer Reportage erzählt wurde. Ihr Versuch einer offenen Beziehung wird begründet, in Etappen betrachtet, mit den Geschichten um andere Paare und ihre Lebensentwürfe erweitert. Dazwischen zeigt Karig Fakten, Zahlen, Daten. Er geht das biologische Prinzip von Partnerschaften an, lässt Studien sprechen, zeigt Probleme auf. Ein guter Ansatz, der wackelt, weil er vor allem eines will: provozieren.
Karig stützt die These, dass die Monogamie am Ende wäre mit Untersuchungen zu Fremdgehen und sexueller Erregbarkeit. Die Biologie spreche für sich. Heterosexuelle Frauen würden beispielsweise durch pornografische Bilder erregt und würden es einfach nicht zugeben. Mehr sogar als heterosexuelle Männer. Was Karig hier absolut ausklammert ist die gesellschaftliche Einbettung der Frauen. Er behauptet, dass wenn eine Erregung messbar ist, sie auch tatsächlich so empfunden wird. Damit reiht er sich ein in all jene, die behaupten, Opfer von Vergewaltigung würde Lust empfinden, nur weil ihr Körper reagiere. Die Körper-Geist-Problematik aber wird in Wie wir lieben nie angesprochen. Wirklich nie. Und dabei will der Autor doch ausgerechnet behaupten, dass unsere Biologie konträr unserer gesellschaftlichen Normierung funktioniert. Statt dazwischen aber eine Verbindung aufzubauen, werden beide Felder getrennt. Natur oder Kultur, Baby, du kannst nicht beides haben, nicht beides sein. In weiten Abschnitten seines Buches reduziert er den Menschen zum reinen Triebwesen. Dabei wäre gerade eine Betrachtung der Verbindung hoch interessant und könnte Abhilfe schaffen.
Warum ist der Mensch monogam geworden? Weil er sesshaft wurde. Aus ökonomischer Sicht, wenn man so will. Kulturen, die sesshaft sind, aber nicht monogam, werden nur am Rande erwähnt. Die ominösen Eingeborenenstämme, die immer hervorgeholt werden, wenn wir „an unsere Wurzeln zurück wollen“, dürfen mal wieder herhalten. Dass die Tatsache, dass diese Stämme, die ein anderes Verständnis von Familie haben, als wir, der Ursprungsthese von Monogamie als Begleiterscheinung der Sesshaftigkeit als Notwendigkeit widersprechen, kommt überhaupt nicht zu Sprache. Biegt Karig am Ende seine Argumentation auf sein Thema zurecht? Traurig, denn eigentlich nutzt er immer wieder gute Belege und baut die Struktur seiner Thesen gelungen auf. Diese Kinderkrankheiten nerven da nur und erwecken den Anschein, der Autor würde seinem eigenen Buch nicht trauen.
Besonders schockiert war ich davon, welches Bild Karig von Beziehungen allgemein zeichnet. Wie dieses Buch behauptet, Seitensprünge wären die Regel, jede Beziehung aufgrund der sinkenden Erregung im Alltag zum Scheitern verurteilt. Da ist er wieder, der Mensch als Triebwesen. So fokussiert ist der Autor dabei, Beispiele von offenen Beziehungen zu zeigen, dass er gleich mehrere Dinge außer Acht lässt. Zum einen, dass Monogamie nie ein allumfassende gelebtes Prinzip war, sondern lediglich immer wieder als ein solches forciert wurde. Zum anderen, dass es auch immer wieder sehr viele Paare gibt, die gemeinsam alt werden und dabei nicht unglücklich. Gerade diese, die Beispiele einer gelungenen Zweierbeziehung, lässt Karig unerwähnt. Statt Lebensentwürfe zu zeigen, die auch funktionieren und unseren Horizont zu erweitern, grenzt er damit aus. Das ist unheimlich schade.
Denn das Buch ist einem so lockeren, herrlich komischen Stil geschrieben, dass es mir großen Spaß gemacht hat, es zu lesen. Es war unheimlich interessant die Fakten kennenzulernen, die Karig nutzt. Denn auch wenn seine wissenschaftliche Arbeitsweise hier weder repräsentativ noch zureichend ist, wirft er interessante Fragen dabei auf. Das Denken um unsere Beziehungsstrukturen, ihre Gründe und Auswirkungen ist es, was mir dieses Buch immer wieder schmackhaft gemacht hat. Allein das Nachdenken darüber, warum viele von uns monogam leben, was Treue eigentlich bedeutet und was Toleranz in diesem Bereich heißt, war unheimlich spannend und lohnenswert.
Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie ist ein wirklich interessantes Buch zu einem Thema, das mit unserer Gesellschaftsstruktur erschreckend elementar verbunden ist. Es hat leider einige Schwächen in der Arbeitsweise und Argumentation. Lesenswert fand ich für mich es trotzdem, da es meine eigenen Überlegungen angeregt hat.

Veröffentlicht am 04.04.2017

Ist die Monogamie überholt ?

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Das Buch „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“ von Friedemann Karig ist ein dieses unkonventionelles und informatives Sachbuch über die Themen Liebe und Sex.

Es handelt sich nicht um einen Ratgeber, ...

Das Buch „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“ von Friedemann Karig ist ein dieses unkonventionelles und informatives Sachbuch über die Themen Liebe und Sex.

Es handelt sich nicht um einen Ratgeber, der Autor regt vielmehr dazu an, Dinge zu überdenken und toleranter an andere Beziehungsformen heranzugehen. Dabei hat er eine Menge recherchiert und hinterlegt seine Thesen immer mit einer Menge Zitate aus verschiedensten Bereichen. Neben diesen zum Teil sehr theoretischen Abschnitten gibt es immer wieder Geschichten einzelner Paare, die anders leben als der Mainstream. Ihre kurze Vorstellungen und Ansichten gemischt mit den sachlichen Abschnitten finde ich sehr gelungen, da sich das Buch dadurch sehr angenehm und interessant lesen ließ.

Für mich gab es eine Menge Denkanstöße aber zum Teil weiß ich noch nicht so richtig, was ich damit machen werde. Es fehl mir fehlte die Alternative. Ich lese immer wieder aus diesem Buch heraus, dass Monogamie nicht funktioniert, dass wir irgendwann nach einer längeren Beziehung unglücklich werden, aufgrund der Routine und dass wir uns deswegen früher oder später nach etwas Neuem umschauen werden. Mit seinen Beispielen und Zitaten untermauert der Autor diese These und ging mir dabei zu wenig darauf ein, dass es eine Menge Paare gibt, die mit diesem klassischen Lebensmodell glücklich sind und sich dies auch nicht absprechen lassen möchten.

Das Buch ist interessant und informativ, grenzt aber das klassische Lebens- bzw. Beziehungsmodell eher aus, öffnet dafür aber die Sichtweise und das Verständnis für Paare die polygam leben. Aber egal ob polygam oder monogam, Liebe ist kompliziert.

Veröffentlicht am 13.03.2017

Vom Ende der Monogamie

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„Die Liebe bleibt uns allen ein Labyrinth, dessen Ausgang jeder für sich finden muss. Sie bleibt also ein Abenteuer diese Reise. Aber nicht nur. Denn wie jede gute Reise, wie jedes große Abenteuer führt ...

„Die Liebe bleibt uns allen ein Labyrinth, dessen Ausgang jeder für sich finden muss. Sie bleibt also ein Abenteuer diese Reise. Aber nicht nur. Denn wie jede gute Reise, wie jedes große Abenteuer führt sie dorthin, wo wir uns am wohlsten fühlen.“

Inhalt

Friedemann Karig hat sie getroffen, die Paare, die anders leben, als es das gängige Modell vorsieht, die sich in ihrer Liebe, in ihren partnerschaftlichen Beziehungen sehr stark vom Mainstream abheben. Ihr Modell ist keine strikte Vorgabe, auch kein funktionierendes Patentrezept sondern schlicht und einfach das, was sie möchten, was sie mit ihrem Liebsten teilen möchten und nicht nur mit dem, sondern auch noch mit Anderen. Menschen, die polygam leben und damit glücklich sind, wenn da nicht die ständige Ablehnung, das Unverständnis von außen und die daraus resultierenden leisen Zweifel wären. Der Autor setzt sich mit vielen Facetten der körperlichen Liebe auseinander aber auch mit den Themen Treue, Eifersucht und Emotionalität sowie dem Wunsch nach persönlicher Freiheit.

Meinung

Dieses Sachbuch folgt einem ganz klaren Schema: zunächst das Thema, dann die These und schließlich das Fallbeispiel. Dadurch entsteht ein fundiertes, abwechslungsreiches Buch, dessen Inhalt man zielgerichtet folgen kann und welches gleichermaßen als „Aufklärungsbuch“ zu verstehen ist. Tatsächlich kann man hier etwas lernen, über das Lieben, die Lebensmodelle, die Entscheidungen und ist geneigt, dem geschriebenen Wort eine gewisse Bedeutung beizumessen. Mir persönlich haben gerade die Fallbeispiele Karigs sehr gut gefallen, weil dort Menschen zu Wort kommen, die mit ganz normalen Vorurteilen kämpfen, die lebensecht rüberkommen, weil sie Zweifel plagen, die aber auch zu 100% von ihrer Entscheidung überzeugt sind, selbst wenn sie nicht die Ewigkeit für sich beanspruchen.

Etwas ungeeigneter betrachte ich die Auseinandersetzung des Autors mit dem Thema an sich (also seine Thesen in den Sachtexten). Dort argumentiert er sehr entschlossen und oft in Anlehnung an andere Sachbuchautoren, so dass bitte auch der überzeugte Vertreter der Liebe zu nur einem Menschen darüber nachdenken mag, warum er nicht sein naturgegebenes Verhalten (also mehrere Geschlechtspartner) als das „richtige“ erkennt. Zwar rudert er immer wieder zurück, relativiert seine Aussagen, doch der Tenor bleibt: Freie Liebe, zu jedem Menschen, parallel und nebeneinander ist nichts Neues aber auch nichts Ungewöhnliches – wer das nicht kennt, findet sich in diesem Buch nicht wieder. Das der Autor eine Lobby für Menschen schaffen möchte, die sich immer noch ausgegrenzt fühlen und deren Belange in der Gesellschaft auf Ablehnung stoßen, finde ich lobenswert. Das ist ihm mit diesem Buch vielleicht sogar gelungen, doch um Freiheit in der Liebe zu erlangen, sollte sich jeder fragen, wieviel Offenheit eine partnerschaftliche Beziehung wirklich braucht und das ist eine individuelle Sicht, die in erster Linie auf Erfahrungswerten beruht.

Fazit

Ich vergebe gute 3 Lesesterne (3,5) für dieses informative, unkonventionelle Sachbuch rund um das Thema Liebe, Sex und persönlichen Lebenstraum. Gerade für Betroffene ist es eine befreiende Lektüre, weil sie Gehör finden, einfach weil ihnen der Autor seine Zeit und Aufmerksamkeit schenkt. Wer eher ein klassisches Lebens- und Liebesmodell lebt, fühlt sich wohl etwas ausgegrenzt, doch dieser literarische Aspekt ist durchaus gewollt und zeigt nur, wie bunt, wie schön und wie erfüllt die Liebe sein kann, wenn man sie nur lässt …

Veröffentlicht am 06.04.2017

Nicht mein Fall (trotz teilweisen interessanten Fakten)

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'Wie wir lieben: Vom Ende der Monogamie' ist ein Sachbuch von Friedemann Karig über die Liebe, Sexualität und die verschiedenen Formen wie man diese beiden miteinander verbindet.

COVER: Das Cover ist ...

'Wie wir lieben: Vom Ende der Monogamie' ist ein Sachbuch von Friedemann Karig über die Liebe, Sexualität und die verschiedenen Formen wie man diese beiden miteinander verbindet.

COVER: Das Cover ist wunderschön, die Farben sind gut gewählt und sehr viel weniger grell und neon als es auf den Fotos den Anschein erweckt hat. Die Platzierungen des Titels und des Autoren sind perfekt, es ergibt ein schönes Gesamtbild. Auch die sonstige Aufmachung des Buches gefällt mir sehr; die Kapitelübersicht, die persönlichen Geschichten zwischen den sachlichen Abschnitten, dass jedes Sachkapitel mit einer Überschrift und einem passenden Zitat begonnen hat.

Nach den ersten zwei Kapiteln habe ich angefangen mir Notizen zu machen, Zeilen zu markieren bzw. unterstreichen und Illustrationen hinzuzufügen, damit ich besser mit dem Buch arbeiten konnte bzw. damit mir das Lesen einfacher fiel bzw. das Informationen in mich aufnehmen und verinnerlichen.

INHALT: In 'Wie wir lieben' werden etliche Themen rund um Liebe und Sex angesprochen. Die Sexualität in früherer Zeit, Sex als Sünde, Mythologie (Hera und Zeus), biblische Vorbilder (Adam und Eva & Lilith), Sex in Büchern (Feuchtgebiete, Generation Beziehungsunfähig), Filmen (Pretty Woman, The Lobster), Serien (Bachelor, Sex and the City) und im Internet (Tinder, Parship). Sex als Mittel zum Zweck, Eifersucht, Sex und Liebe im Zusammenhang mit Technologie etc etc etc.

UMSETZUNG: Ich muss wohl damit anfangen zu sagen, dass ich Team #Pro-Tu-was-immer-du-willst-solange-du-damit-niemandem-schadest-bin. Ansonsten lässt sich sagen, dass ich bis jetzt in der Monogamie-Schublade einzuordnen bin, wobei ich nicht weiß, was eventuell ist, wenn ich 30 oder 35 Jahre alt bin.

Grundsätzlich kam mir das Buch sehr wie aneinandergereihte Essays vor; was mich einerseits interessiert hat (der Zusammenhang zur heutigen Gesellschaft), hat mich gleichzeitig auch jedes Mal gestört, wenn schon wieder andere Schriftsteller im gleichen Bereich, Dichter und Philosophen zitiert wurden nur um darauf Bezug zu nehmen, was sie in irgendeinem ihrer Werke einmal gesagt haben.

Der Schreibstil war größtenteils flüssig, obwohl es sich nach einer Weile langgezogen hat und vor Fachbegriffen und Zitaten nur so überquoll. Auch die Wortwahl war meiner Meinung nach relativ problematisch - oder besser gesagt: nicht optimal ausgedrückt. So kam es zum Beispiel, dass es desöfteren so klang, als würde er die Polygamie über die Monogamie stellen und nicht beide gleichrangig ansehen, obwohl er zwischenzeitlich explizit sagt, dass es um eine Gleichstellung der beiden Formen geht, nicht um die Erniedrigung der einen und Verherrlichung der anderen. Trotzdem hat es so gewirkt.

Auch Wiederholungen oder das Verallgemeinern seiner Aussagen hat mich zwischenzeitlich gestört. Während des Lesens habe ich immer wieder daran gedacht, wie das Buch meiner Meinung nach 'Vom Ende der Monogamie: wie wir lieben' heißen sollte anstatt 'Wie wir lieben: vom Ende der Monogamie', da das Augenmerk erst ab über der Hälfte des Buches wirklich auf die Liebe gerichtet wird und selbst dann immer noch der Hauptfokus auf dem Beziehungsmodell Polygamie liegt.

Alles in allem ist WIE WIR LIEBEN etwas in die Länge gezogen. Ich habe mich nach den ersten 170 Seiten etwas schwergetan, weil ich auf den Abschluss gewartet habe. Die Grundmessage: 'tu, was du willst und lass andere tun, was sie wollen' oder auch: 'jeder definiert Liebe anders, ob polygam oder monogam - Hauptsache glücklich mit der Entscheidung' ist oft nicht wirklich für mich herüber gekommen, obwohl ich mir sicher bin, dass der Autor das eigentlich ausdrücken wollte. Sein Ausschweifen hat oft dazu geführt, dass ich drüber nachdenken musste, was jetzt sein Standpunkt ist bzw. was er jetzt eigentlich mit diesem Zitat + Zitat + Argument aussagen wollte. Manchmal ist weniger mehr.

FAZIT: Pro-Monogamie, Pro-Polygamie, Pro-Liebe, Pro-Sex. Das ist mein Standpunkt und war er auch vor dem Buch. Jetzt weiß ich nur sehr viel mehr über die Geschichte von Sex und warum wir Eifersucht empfinden.

"Was uns schwer fällt, ist nicht die Liebe. Was uns schwer fällt, ist das alltägliche Leben."