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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2025

Sehr hilfreich

Little Hearts - Big Feelings - Mein Gefühle-Journal
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Little Hearts, big Feelings ist ein Mitmachbuch für Familien, die Achtsamkeit und emotionale Stärke fördern möchten:
Das Buch unterstützt Kinder dabei, ihre Gefühle zu erkennen, zu benennen und besser ...

Little Hearts, big Feelings ist ein Mitmachbuch für Familien, die Achtsamkeit und emotionale Stärke fördern möchten:
Das Buch unterstützt Kinder dabei, ihre Gefühle zu erkennen, zu benennen und besser zu verstehen – spielerisch und liebevoll, allein oder gemeinsam mit Erwachsenen.

Besonders gut gefallen haben mir die farbenfrohen Illustrationen und die kindgerechte Gestaltung, die Neugier und Freude am Mitmachen wecken. Beim Ausfüllen können Kinder ihre Emotionen wie Freude, Traurigkeit, Wut oder Stolz ausdrücken. Die Fragen und Impulse regen zum Nachdenken an, ohne zu überfordern, und stärken die emotionale Intelligenz. Jüngere Kinder brauchen sicherlich erstmal ein bisschen Hilfe von Erwachsenen ihre Gefühle überhaupt zu benennen und zu erspüren aber auch dabei ist dieses Buch sehr hilfreich.

Fazit:
Little Hearts – Big Feelings ist ein wertvoller Begleiter für Familien und sehr zu empfehlen. Praktisch: Ein Stift zum Heften liegt gleich bei.
Wir werden das Journal auf jeden Fall weiterführen.


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Veröffentlicht am 08.09.2025

Ein anderer Blick auf Gott

Monstergott
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Das Cover von "Monstergott" ist on point, der angebissene Apfel als Titelmotiv passt perfekt zum Inhalt des Buches.
Erzählt wird die Geschichte von Esther und Ben, zwei Geschwistern, die seit ihrer Geburt ...

Das Cover von "Monstergott" ist on point, der angebissene Apfel als Titelmotiv passt perfekt zum Inhalt des Buches.
Erzählt wird die Geschichte von Esther und Ben, zwei Geschwistern, die seit ihrer Geburt in einer konservativen Freikirche leben. Zwar finden beide Halt in der Gemeinschaft und im Glauben, doch bald wird deutlich, dass sie mit Konflikten ringen, die sie lieber verdrängen würden. Esther stößt sich an den patriarchalen Strukturen, während Ben aus anderen Gründen an seiner Beziehung zu Gott zweifelt.

Das Buch ist dabei keine Kritik an Gott oder am Glauben selbst, sondern richtet sich gegen Machtstrukturen, die sich auf Religion stützen. Schon der Titel "Monstergott" verweist auf die zerstörerische Wirkung, die der Anspruch nach Perfektion entfalten kann. Selbst ein gütiger Gott wirkt bedrohlich, wenn jeder Gedanke auf Sünde geprüft werden soll.

Manche Entwicklungen der Figuren erschienen mir etwas sprunghaft. Dennoch bleibt das Buch ein intensives Leseerlebnis. Nicht zuletzt dank Caroline Schmitts flüssigem Schreibstil. Alle Figuren, nicht nur Esther und Ben, wirken sehr lebendig. Besonders beeindruckend ist die Kritik an der Machtausübung und den Strukturen der Kirche, die sich zunächst leise andeutet und am Ende unüberhörbar wird.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

So schöne Impulse

Goldrichtig
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Ich folge Nora Imlau schon lange auf Social Media und habe auch sonst alle ihre Ratgeber gelesen. Ihr neues Buch "Goldrichtig" ist eher ein Bilderbuch für Eltern mit sehr schön und liebevoll gestalteten ...

Ich folge Nora Imlau schon lange auf Social Media und habe auch sonst alle ihre Ratgeber gelesen. Ihr neues Buch "Goldrichtig" ist eher ein Bilderbuch für Eltern mit sehr schön und liebevoll gestalteten Illustrationen und kurzen Impulsen für den Alltag wenn wenig Zeit bleibt ein umfangreiches Buch zu lesen.
Sie erzählt von ihrer eigenen Familie und was Ihnen wichtig ist um liebevoll, in Verbindung und mit wenig Stress und Streit durch den Alltag zu kommen. Das kann ein Kuchen sein der an Kindheit und Geborgenheit erinnert, Aufwachbegleitung für kleine Nachteulen oder die Erinnerung daran dass Kinder nicht für immer klein und das Leben somit nicht für immer so anstrengend sein wird wie es momentan erscheint.
Das Buch hat sich für mich angefühlt wie eine warme Umarmung und wie das Verständnis was ich mir manchmal wünsche weil Elternschaft zwar wunderschön aber auch einfach unfassbar anstrengend sein kann und man sich immer wieder in Erinnerung rufen muss jede Familie goldrichtig ist und für sich den richtigen Weg finden muss um miteinander in Verbindung zu bleiben. Große Empfehlung, auch als Geschenk für Eltern.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Großartiges Debüt

Bestie
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„Bestie“ von Joana June ist ein Debütroman der mich absolut begeistert hat. Er ist klug konstruiert, sprachlich präzise und emotional intensiv. Im Mittelpunkt stehen Delia, die sich als „Lilly“ neu erfindet, ...

„Bestie“ von Joana June ist ein Debütroman der mich absolut begeistert hat. Er ist klug konstruiert, sprachlich präzise und emotional intensiv. Im Mittelpunkt stehen Delia, die sich als „Lilly“ neu erfindet, und Anouk, eine charismatische Influencerin mit brüchiger Fassade die wiederum denkt Lilly für ihre Zwecke nutzen zu können. Es entsteht eine fragile Freundschaft bei der beide vorgeben jemand anderes zu sein und die schwankt zwischen Obsession und Solidarität.

Es gibt in dieser Geschichte keine Heldinnen, keine Gewinnerinnen. Nur zwei Frauen die sich wünschen wirklich gesehen zu werden – ohne Filter, im echten Leben.
Dabei treffen sie Entscheidunen, die weh tun, entweder sich selbst oder anderen.

Der Stil ist mal schmerzhaft direkt, mal poetisch und lässt jede Szene lebendig wirken. Vieles steht zwischen den Zeilen.
Besonders stark ist der sensible Umgang mit Themen wie weiblicher Selbstdarstellung, Macht, Einsamkeit und der Sehnsucht nach Echtheit – ohne Kitsch oder moralischen Zeigefinger.
Auch der Stil des Buches ist extrem clever aufgebaut und macht am Ende völlig Sinn (lasst euch überraschen).
Der Titel „Bestie“ hat mich ursprünglich neugierig auf das Buch gemacht und entfaltet im Verlauf eine ungeahnte Vielschichtigkeit und Doppeldeutigkeit.

„Bestie“ bleibt im Kopf – wie der Blick in fremde Leben und hinter die Fassade den man nicht abwenden kann.
Ein großartiges Debüt und absolutes Highlight!

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Etwas enttäuschend

Junge Frau mit Katze
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Nachdem mich Daniela Dröschers Debütroman "Das Leben meiner Mutter" sehr begeistert hatte, fiel mir der Einstieg in ihren zweiten Roman Lügen über meine Mutter zunächst etwas schwer. Auch wenn die Geschichte ...

Nachdem mich Daniela Dröschers Debütroman "Das Leben meiner Mutter" sehr begeistert hatte, fiel mir der Einstieg in ihren zweiten Roman Lügen über meine Mutter zunächst etwas schwer. Auch wenn die Geschichte in gewisser Weise an den ersten Band anknüpft, ist es nicht zwingend notwendig, diesen gelesen zu haben, um der Handlung folgen zu können. Im Mittelpunkt steht diesmal Ela, die Tochter aus dem ersten Buch, die inzwischen erwachsen ist. Sie hat ihr Studium abgeschlossen, leidet aber – wie einst ihre Mutter – unter zahlreichen gesundheitlichen Problemen. Ihre Erkrankungen und die damit verbundenen Besuche bei unzähligen Ärzten ziehen sich als zentrales Thema durch das gesamte Buch. An manchen Stellen fand ich die Beschreibungen etwas zu ausführlich und ermüdend, was das Lesen zeitweise anstrengend machte. Dennoch sind die Krankheitsverläufe ein wesentlicher Bestandteil von Elas Leben und daher auch nachvollziehbar. Wer sich für psychologische Themen interessiert und verstehen möchte, wie sich chronische Krankheiten auf das persönliche Umfeld auswirken, wird in diesem Buch sicher fündig. Wer hingegen auf der Suche nach leichter Unterhaltung ist, wird vermutlich enttäuscht sein. Nachdem ich mich auf die Erzählweise eingelassen hatte, fand ich den Roman jedoch durchaus spannend und lesenswert.

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