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Veröffentlicht am 15.02.2026

Rivals, Real Estate & ganz viel Herz

Selling Dreams
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New York City, die Immobilienbranche, Rivals to Lovers — allein damit hatte sie mich sofort. Als großer Fan von „Selling Sunset“ und „Owning Manhattan“ war mir klar: Dieses Buch MUSS ich lesen.

Die beiden ...

New York City, die Immobilienbranche, Rivals to Lovers — allein damit hatte sie mich sofort. Als großer Fan von „Selling Sunset“ und „Owning Manhattan“ war mir klar: Dieses Buch MUSS ich lesen.

Die beiden Protagonisten - Marissa und Calder - haben mich vom ersten Moment an gepackt. Sie sind Konkurrenten, denn sie gehören zu den Besten ihrer Branche. Aus diesem Grund wird Marissa von Gideon, Calders Bruder und CEO von Bevyn Estates, abgeworben und die beiden treten in einem Wettbewerb gegeneinander an.
Von Anfang an geraten sie immer wieder aneinander — die Wortgefechte, der Konkurrenzkampf, die spürbare Spannung zwischen ihnen - ich habe jede einzelne Szene geliebt. In diesem Buch sprühen die Funken und die Anziehungskraft zwischen Marissa und Calder war förmlich greifbar.

Nicht nur der angenehme, flüssige und bildhafte Schreibstil, sondern auch die komplexen und wunderbar ausgearbeiteten Haupt- und Nebencharaktere haben mich begeistert.
Was das Buch aber für mich besonders gemacht hat, ist die emotionale Tiefe. Beide Protagonisten tragen ihre eigenen Wunden mit sich herum. Ich finde genau das macht sie auch so greifbar und nahbar.

Marissa ist stark, ehrgeizig und selbstbewusst - aber auch gleichzeitig verletzlich. Sie leidet unter der fehlenden Beziehung zu ihrer leiblichen Mutter und wird in einigen Situationen auch immer noch von diesem Schmerz beeinflusst.
Calder ist liebevoll, witzig und einfach zum Dahinschmelzen 😮‍💨 Aber er musste in seiner Kindheit und Jugend viele schmerzhafte Situationen durchleben, an deren Folgen er auch heute noch zu knabbern hat.

April zeigt nicht nur die glamouröse Seite der Immobilienwelt, sondern auch den Druck, den Verzicht und auch Themen wie Sexismus am Arbeitsplatz — und das fand ich unglaublich stark umgesetzt.

Ganz besonders berührt hat mich das große Thema Familie: schwierige Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, Found Family, tiefe Geschwisterliebe. Dieses Buch macht so schön deutlich, dass Familie nicht immer etwas mit Blutsverwandtschaft und DNA zu tun hat, sondern mit Menschen, die bleiben.

Ich habe gelacht, mitgefiebert, geseufzt, alles an diesem Buch geliebt — und dann kam der Cliffhanger 😅 Ich brauche Band 2 und das am liebsten schon gestern. Ich bin wirklich gespannt darauf, wie es mit Calders Brüdern in den nächsten Teilen weitergeht 😍

Wenn ihr Slow Burn liebt, emotionale Lovestorys mit Tiefgang liebt und Lust auf Rivals-to Lovers mit ganz viel Knistern habt, dann setzt „Selling Dreams“ ganz nach oben auf eure Leseliste.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Brutal und bildgewaltig

Bloodguard
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„Diejenigen, die viel haben, verstehen selten die Welt derer, die nichts haben.“
Cecy Robson schmeißt uns in „Bloodguard“ direkt in die Handlung. Als erstes lernen wir Leith kennen, der gerade auf dem ...

„Diejenigen, die viel haben, verstehen selten die Welt derer, die nichts haben.“
Cecy Robson schmeißt uns in „Bloodguard“ direkt in die Handlung. Als erstes lernen wir Leith kennen, der gerade auf dem Weg in die Arena ist. Und wir bekommen auch direkt einen Eindruck von den blutigen und brutalen Kämpfen, die er überstehen muss.
Er sammelt Geld für seine Familie und hat sich daher als Gladiator verpflichtet. Nach 100 gewonnen Kämpfen würde er den Titel eines Bloodguard erringen, dazu seine Freiheit, Reichtürmer und einen Adelstitel. Da es in der kargen und für ihn trostlosen Welt nicht viele Möglichkeiten gibt, nimmt er die Kämpfe auf sich, denn nur diese bieten ihm und seiner Familie einen Ausweg.
Er ist ein Einzelgänger, der kaum jemanden an sich heran lässt. Verständlich wenn man bedenkt, was er erlebt hat und dass er nie weiß, wer von den anderen Gladiatoren nach einem Tag in der Arena noch lebt.
Als er die Elfe Maeve kennenlernt, deren Verlobten er bei ihrem ersten Kennenlernen tötet, ändert sich das jedoch. Denn Maeve ist die Thronfolgerin von Arrow. Bisher herrscht ihr Onkel an ihrer Stelle, denn Sie wird erst Königin, wenn Sie heiratet. Da es nicht viele passende Bewerber gibt und Leith den letzten annehmbaren Kandidaten eliminiert hat, schließen Leith und Maeve einen Pakt. Sie, eine begabte Heilerin, unterstützt ihn auf dem Weg zum Bloodguard und dafür wird er sie heiraten, damit sie endlich ihren Thron beanspruchen kann.
Maeve ist eine absolute Bad-Ass-Protagonistin, die sich nichts gefallen lässt. Doch sie leidet darunter, dass ihr geliebter Vater scheinbar den Tod Ihrer Großmutter, der letzten Königin, zu verantworten hat. Sie glaubt jedoch an das Gute und möchte sich unbedingt als würdig erweisen, Arrow zu regieren und allen Untertanen gerecht werden.
Dies steht in großem Kontrast zu Leith, der durch seine Erlebnisse und die Arena-Kämpfe kaum noch an Menschlichkeit und Güte glaubt und seine Gefühle hinter dicken Mauern verbirgt.
Somit bilden die beiden eine Kombination mit viel Sprengkraft. Nach vielen sarkastischen Wortwechseln nähern die beiden sich langsam an und Maeve schafft es nach und nach die Mauern, die Leith errichtet hat, einzureißen. Doch auch die politischen Intrigen nehmen ihren Lauf und legen den beiden immer mehr Steine in den Weg.
Cecy Robson beschreibt die Kämpfe in der Arena schonungslos und hat mich total in ihren Bann gezogen. Mit Fortschreiten der Geschichte konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, ihr einnehmender und bildhafter Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich durch das Buch geflogen bin.
Für mich gab es viele Game-of-Thrones-Vibes, sowohl bei der Brutalität, als auch bei den Intrigen, was mir sehr gut gefallen hat. Mit den Wendungen habe ich zum Großteil auch nicht gerechnet, sodass für mich die Spannungskurve auch immer hoch blieb.
Fazit: ein tolles Buch, das mich gefesselt und sehr gut unterhalten hat. Als Leser sollte man sich aber der Brutalität bewusst sein, denn ich glaube, das ist nicht für jeden etwas.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Wie meine liebste Romcom nur in Buchform

Better Than the Movies
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„Better than the Movies“ von Lynn Painter ist quasi ein wunderschöner Liebesfilm in Buchform. Ich habe einfach alles daran geliebt. Nicht nur, dass die Kapitel immer mit einem Film-Zitat beginnen, sondern ...

„Better than the Movies“ von Lynn Painter ist quasi ein wunderschöner Liebesfilm in Buchform. Ich habe einfach alles daran geliebt. Nicht nur, dass die Kapitel immer mit einem Film-Zitat beginnen, sondern besonders die Protagonisten Liz und Wes und die Chemie zwischen ihnen machen das Buch so besonders.
Liz ist quasi besessen von Liebesfilmen und besonders von deren Soundtracks. Und wie alle jungen Frauen träumt sie natürlich auch von einem perfekten Prom. Als Michael zurück in ihre Heimatstadt zieht, ist für sie klar, dass er DER Richtige für sie ist. Liz, die schon als Kind ihn ihn verknallt war, kommt aber nicht so richtig voran, denn Michael sieht in ihr immer noch die kleine Liz von früher.
Also sucht sie sich Hilfe und diese bietet ihr ausgerechnet ihr nerviger Nachbar Wes. Auch ihn kennt sie schon von Kindesbeinen an, doch inzwischen beschränkt sich ihr Kontakt auf die täglichen Streitereien um den einzigen freien Parkplatz auf ihrer Straße. Da Wes mit Michael befreundet ist, erklärt er sich einverstanden, Liz zu helfen.
Dieses Buch hat mich einfach absolut begeistert. Enemies to Lovers mag ich sehr gern und meiner Meinung nach hat Lynn Painter das perfekt umgesetzt. Die Schlagabtausche zwischen Liz und Wes haben mich so sehr zum Lachen gebracht. Genauso wünsche ich mir das. Dazu kann dann noch Fake-Dating und ich war quasi im Trope-Himmel
Die Entwicklung, die Liz im Laufe des Buches hingelegt hat, hat mir sehr gut gefallen und fühlte sich auch sehr authentisch an.
Alles in allem war das Buch einfach mega witzig, zuckersüß und quasi das Best-of der schönsten Liebesfilme. Der angenehme und lockere Schreibstil sorgt dafür, dass man durch die Seiten fliegt und ich habe es innerhalb von 3 Tagen durchgesuchtet.
Für mich war es ein absolutes Highlight und ein richtiges Feelgood-Buch.
Mit der Kurzgeschichte „Better than the Prom“ konnte ich dann auch nochmal kurz in Wes´ Perspektive eintauchen. Das hat mir gut gefallen, ist aber kein Muss.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Hochemotionale Liebesgeschichte, die mir noch lange im Kopf bleiben wird

Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
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„Moments so blue like our love“ war für mich das erste Buch von Gabriella Santos de Lima und es hat mich unglaublich berührt, aber auch emotional ziemlich zerstört.
Die Einordnung als Ugly Cry Buch passte ...

„Moments so blue like our love“ war für mich das erste Buch von Gabriella Santos de Lima und es hat mich unglaublich berührt, aber auch emotional ziemlich zerstört.
Die Einordnung als Ugly Cry Buch passte für mich zu 100 Prozent.
Emmie studiert Film in London und als ihr Freund sich von ihr trennt und sie feststellt, dass ihre vermeintliche Freundin von seiner Untreue wusste, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg, sodass sie sogar ihren Praktikumsplatz verliert.
Um ihr Stipendium und ihr Studium zu retten, nutzt sie die unverhoffte Chance, mit dem bekannten Regisseur Sam, einem ehemaligen Absolventen ihrer Universität, in Italien zusammenzuarbeiten.
Soweit die Ausgangssituation. Ich wusste, dass dieses Buch emotional wird, aber ich war nicht darauf vorbereitet, wie sehr es mich berühren wird. Dieses Buch hat einfach etwas mit mir gemacht und selbst jetzt beim Schreiben der Rezension merke ich, wie mir schon wieder die Tränen kommen. Ich hoffe, dass meine Worte nur annähernd wiederspiegeln können, was ich alles bei „Moments so blue like our love“ empfunden habe, auch wenn ich eher denke, dass sie diesem wundervollen Buch gar nicht gerecht werden können.
Der Schreibstil von Gabriella Santos de Lima war für mich ganz besonders. Irgendwie echt intensiv und intensiv echt. Ich konnte mich total in Emmie und ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen. Auch wenn ich noch nie in exakt derselben Situation war, habe ich mich total angesprochen und auch verstanden gefühlt. Aber nicht nur der grandiose Schreibstil, sondern auch die wunderschön traurige Geschichte hat mich überzeugt und in den Bann gezogen. Nachdem ich so richtig drin war, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Die Annäherung zwischen Emmie und Sam geschieht schleichend, auch wenn die beiden schon recht schnell merken, dass da „Etwas“ zwischen ihnen ist. Doch es kommt immer wieder zu Missverständnissen bzw. ist Sam derjenige, der versucht Emmie abzublocken.
Ich habe schon die ganze Zeit überlegt, in welche Richtung dies Buch geht und hatte dann auch einen Verdacht, der sich bewahrheitet hat. Und was habe ich am Ende geweint… weil diese Geschichte mich einfach ganz tief berührt hat und weil Gabriella so wundervolle Protagonisten geschaffen hat, die ich einfach total ins Herz geschlossen habe. Und auch wenn es traurig und tragisch war, habe ich es trotzdem auch als hoffnungsvoll empfunden. Genauer möchte ich aber nicht darauf eingehen, um, Spoiler zu vermeiden.
Mir, als kleinem Swiftie, hat besonders gut gefallen, dass die Kapitelüberschriften von Taylor Swift´s Songs inspiriert waren und der jeweilige Song perfekt zum Inhalt des Kapitels gepasst hat. So konnte ich die Stimmung des Buches sogar noch intensiver fühlen.
Wenn du also auf der Suche nach einer emotionalen Liebesgeschichte bist, die dir noch lange im Kopf bleibt, dann ist dieses Buch das Richtige für dich. Von mir bekommt es volle 5 Sterne und ich freue mich auch schon sehr auf Band 2 und was dieser Teil der Handlung für mich bereithält.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Thriller mit Potenzial

Beauty must die
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„Beauty must die“ ist der erste Thriller von Kira Licht und dieser hatte durchaus Potenzial, welches aber noch nicht komplett genutzt wurde.
Ihr Schreibstil hat es mir, wie gewohnt leicht gemacht, in die ...

„Beauty must die“ ist der erste Thriller von Kira Licht und dieser hatte durchaus Potenzial, welches aber noch nicht komplett genutzt wurde.
Ihr Schreibstil hat es mir, wie gewohnt leicht gemacht, in die Geschichte abzutauchen.
Mae als Protagonistin, hat meine Geduld jedoch teilweise auf die Probe gestellt. Für mich blieb sie unnahbar und auch nicht wirklich sympathisch. In Nathan als 2. POV konnte ich mich besser hineinversetzen, aber auch er hätte für mich noch tiefgründiger sein können.
Mae zieht zu Ihren Großeltern in die Südstaaten um hier ihre Sozialstunden abzuleisten. Dabei nähert sie sich auch ihrer Kindheitsfreundin Shirley wieder an, welche aber kurz nach ihrer Ankunft ermordet wird.
Völlig geschockt versucht Mae selbst zu ermitteln, denn die örtliche Polizei scheint sich nicht groß für den Fall zu interessieren. Sie begibt sich auf Spurensuche und versucht, die Geschehnisse zu rekonstruieren. Dabei tritt sie dem ein oder anderen Einwohner von Tallahawney gehörig auf die Füße und macht sich einige Feinde. Unterstützt wird sie im weiteren Handlungsverlauf von Nathan, den sie bei ihren Sozialstunden in der örtlichen Bibliothek kennenlernt und mit dem sie ein Geheimnis zu verbinden scheint.
Das Setting hat mir sehr gut gefallen. An manchen Stellen war es etwas klischeehaft, aber es hat für mich sehr zur Spannung beigetragen.
Die Handlung war spannend und ich war ständig am miträtseln. Das Ende und die Auflösung haben mich völlig kalt erwischt. Damit hätte ich absolut nicht gerechnet und hier hat das Buch nochmal richtig Fahrt aufgenommen. Der Plot-Twist war sehr gelungen und hat mich völlig aus den Socken gehauen.
Die Naivität von Mae hingegen, hat mich manchmal etwas genervt. Immer wieder hat sie auf den letzten Drücker in irgendwelchen Angelegenheiten herumgeschnüffelt und musste dann auch mit den Konsequenzen leben. Das war mir tatsächlich teilweise etwas zu konstruiert.
Kira Licht hat hier viele verschiedene Fährten ausgelegt, die das Ganze sehr spannend gemacht haben, allerdings hätte ich mir in einigen Punkten eine intensivere Auflösung gewünscht. Gerade was die Verbindungen untereinander und die Motive für das Verhalten angeht. So blieben viele Handlungsstränge bzw. Täter-Optionen eher oberflächlich.
Nichtsdestotrotz war „Beauty must die“ ein solider Thriller, der gerade für Jugendliche sehr spannend sein kann und den ich für Lesende in diesem Alter definitiv empfehle.

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