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Veröffentlicht am 23.03.2026

Spannende Fortsetzung voller Rätsel und Magie

Guterson: Der Schatten des World Famous Nine
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Zander und Natascha freuen sich auf einen Sommer im World Famous Nine, dem größten und fantastischsten Kaufhaus der Welt. Gemeinsam haben sie den rachsüchtigen Plan von Düsterblume vereitelt und das Nine ...

Zander und Natascha freuen sich auf einen Sommer im World Famous Nine, dem größten und fantastischsten Kaufhaus der Welt. Gemeinsam haben sie den rachsüchtigen Plan von Düsterblume vereitelt und das Nine vor der Zerstörung bewahrt. Doch ist die Gefahr wirklich gebannt? Als ein längst vergessenes Geheimnis ans Licht kommt und die beiden selbst ins Visier mysteriöser Angriffe geraten, wird schnell klar: Die Rätsel des Kaufhauses sind noch lange nicht gelöst …

Der Schatten des World Famous Nine knüpft direkt an die Ereignisse des Vorgängers an und entfaltet von Beginn an eine dichte und spannungsgeladene Atmosphäre. Merkwürdige Vorkommnisse, geheimnisvolle Angriffe und zahlreiche Rätsel sorgen dafür, dass man sofort wieder mitten im Geschehen steckt. Das einzigartige Kaufhaus mit seinem außergewöhnlichen Angebot, versteckten Gängen und geheimen Botschaften bildet hierbei die perfekte Kulisse und lädt zum Staunen und Miträtseln ein.

Nach den dramatischen Ereignissen des ersten Bandes wünschen sich Zander und Natascha eigentlich nichts sehnlicher als einen unbeschwerten Sommer voller Spaß, doch die Bedrohung ist allgegenwärtig. Zander beweist erneut seinen scharfen Verstand und sein Talent für logische Zusammenhänge, während Natascha mutig handelt, aufmerksam kombiniert und so entscheidende Hinweise entdeckt. Die Geschichte ist fantasievoll und detailreich erzählt und steckt voller kniffliger Fragen, versteckter Hinweise und Rätsel, die zum Miträtseln einladen und das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis machen. Der rasante Erzählstil hält das Tempo hoch und vermittelt das Gefühl eines Wettlaufs gegen die Zeit, während die anhaltende Bedrohung durch Düsterblume der Handlung eine angenehm düstere Note verleiht.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Charaktertiefe, die insbesondere bei den Nebenfiguren etwas oberflächlich ausfällt. Dennoch überwiegen Spannung, Fantasie und Unterhaltungswert deutlich.

Alles in allem ist Der Schatten des World Famous Nine eine spannende und kreative Fortsetzung voller Magie, Geheimnisse und Rätsel. Das fantasievolle Setting und die interaktive Erzählweise machen das Buch zu einem mitreißenden Leseabenteuer für alle, die fantastische Geschichten und knifflige Herausforderungen mögen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Geheimnisse, Verfolgungsjagden & Zeitreisen - spannender Auftakt

Jonathan Clock (Band 1) – Die Rache des Pharao
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Jonathan ist es gewohnt, ständig umzuziehen. Warum das so ist, weiß er nicht, doch eines Nachts tauchen Fremde auf und Jonathan stößt auf ein unglaubliches Geheimnis: Seine Mutter kann Türen durch die ...

Jonathan ist es gewohnt, ständig umzuziehen. Warum das so ist, weiß er nicht, doch eines Nachts tauchen Fremde auf und Jonathan stößt auf ein unglaubliches Geheimnis: Seine Mutter kann Türen durch die Zeit öffnen. Plötzlich geraten die beiden in große Gefahr, denn nur der Herzskarabäus in der Grabkammer von Nofretete scheint Antworten liefern zu können. Während sie nach ihm suchen, ist ihnen der finstere Rat der Zeit bereits dicht auf den Fersen.

Jonathan Clock ist ein Zeitreiseabenteuer, das ruhig beginnt und seine Spannung vor allem aus zahlreichen offenen Fragen bezieht. Jonathan ist es gewohnt nie lange an einem Ort zu bleiben, ohne den wahren Grund für die ständigen Umzüge zu kennen. Seine Mutter weicht seinen Fragen aus, wirkt oft angespannt und scheint permanent auf der Flucht zu sein und ihn auf eine unbekannte Bedrohung vorzubereiten. Diese permanente Ungewissheit erzeugt von Beginn an eine beklemmende Atmosphäre und sobald sich das Geheimnis um Jonathans Mutter offenbart, gewinnt die Handlung deutlich an Tempo.

Jonathan ist ein sympathischer Protagonist, dessen Neugier, Unsicherheit und Mut glaubwürdig wirken. Die enge Beziehung zu seiner Mutter verleiht der Geschichte emotionale Tiefe und ist trotz aller Geheimnisse von Vertrauen und Stabilität geprägt, während sein zwielichtiger Onkel für zusätzliches Konfliktpotenzial sorgt. Mit Nelson hat Jonathan einen verlässlichen Freund an seiner Seite, der zugleich die letzte Verbindung zu seinem früheren Leben darstellt und ihm emotionalen Halt gibt. Seine Cousine Ruby hingegen bringt ihn mit ihrer impulsiven Art immer wieder in Schwierigkeiten, sorgt aber auch für heitere Momente. Die Mitglieder des Rates bleiben lange undurchsichtig, wirken jedoch als stetige Bedrohung und sorgen für zusätzliche Spannung.

Die Suche nach dem Herzskarabäus und der Grabkammer von Nofretete führt die Figuren ins Alte Ägypten, das Maya G. Leonard äußerst lebendig und mit viel Liebe zum Detail schildert. Tempel, Rituale und Grabkammern sind anschaulich beschrieben und verleihen der Geschichte eine geheimnisvolle, beinahe mystische Atmosphäre.

Der ruhige Einstieg erfordert zu Beginn etwas Geduld, und manche Aspekte bleiben bewusst vage, doch insgesamt ist Jonathan Clock ein packender Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe voller Rätsel, Verfolgungsjagden und Zeitreisen – ein empfehlenswertes Abenteuer für alle, die Geheimnisse, historische Schauplätze und spannende Entwicklungen mögen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine Hofjungfer auf Spurensuche

Lady Grace Mysteries
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Lady Grace lebt als Hofjungfer am Hof von Elisabeth I. und soll sich auf Wunsch der Königin verloben. Als nach einem Ball einer ihrer Verehrer tot aufgefunden wird, spürt Grace sofort, dass mit den offiziellen ...

Lady Grace lebt als Hofjungfer am Hof von Elisabeth I. und soll sich auf Wunsch der Königin verloben. Als nach einem Ball einer ihrer Verehrer tot aufgefunden wird, spürt Grace sofort, dass mit den offiziellen Todesumständen etwas nicht stimmt. Gemeinsam mit dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou beginnt sie, auf eigene Faust zu ermitteln

Giftmord ist der Auftakt einer historischen Krimireihe ab zwölf Jahren und wird in Tagebuchform erzählt. Gerade dieser Stil verleiht der Geschichte einen besonderen Charme und ermöglicht einen sehr persönlichen Einblick in den höfischen Alltag des elisabethanischen Zeitalters. Gesellschaftliche Regeln und das Leben am königlichen Hof werden anschaulich und mit viel Liebe zum Detail geschildert.

Lady Grace ist eine liebenswürdige, kluge und mitunter recht unkonventionelle Hofjungfer. Als aufmerksame Beobachterin bildet sie sich ihre eigene Meinung, statt sich den Erwartungen ihrer Umgebung zu fügen. Ihre Zweifel an den offiziellen Todesumständen und ihr Mut, selbst Nachforschungen anzustellen, machen sie zu einer sehr sympathischen und modernen Heldin. Unterstützt wird sie von Ellie und Masou, die der Geschichte mit ihrer bodenständigen und warmherzigen Art zusätzliche Dynamik verleihen. Gemeinsam decken sie nach und nach Ungereimtheiten auf und zeigen, dass Loyalität und Freundschaft auch in einer von strengen Standesgrenzen geprägten Welt Bestand haben können.

Mitunter verliert sich die Handlung in alltäglichen Gedanken und einige Wendungen sind recht vorhersehbar. Dennoch bleibt der Kriminalfall unterhaltsam und das Leben am Hof wird lebendig und atmosphärisch geschildert, auch wenn manche Figuren etwas mehr Tiefe hätten vertragen können.

Alles in allem ist Giftmord ein unterhaltsamer historischer Krimi mit einer sympathischen Protagonistin und einem interessanten Setting. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die spannende Kriminalfälle, höfische Intrigen und selbstbewusste junge Heldinnen mögen.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Originelle Fantasy mit Herz und Humor

Mehl, Magie und Machenschaften
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Die vierzehnjährige Mona hält sich für eine ziemlich untalentierte Zauberin. Ihre Magie wirkt ausschließlich auf Brot und in der Bäckerei ihrer Tante bringt sie höchstens einmal Lebkuchenmänner zum Tanzen. ...

Die vierzehnjährige Mona hält sich für eine ziemlich untalentierte Zauberin. Ihre Magie wirkt ausschließlich auf Brot und in der Bäckerei ihrer Tante bringt sie höchstens einmal Lebkuchenmänner zum Tanzen. Doch Monas überschaubares Leben gerät aus den Fugen, als sie eines Morgens eine Leiche in der Backstube findet. In den Straßen der Stadt geht ein Mörder um, der es gezielt auf Magier abgesehen hat. Während viele von ihnen panisch fliehen, gerät ausgerechnet Mona unter Verdacht. Um ihre Unschuld zu beweisen, muss sie nicht nur über sich hinauswachsen, sondern schon bald eine ganze Stadt retten...

Mehl, Magie und Machenschaften ist eine erfrischend andere Fantasygeschichte mit einer ungewöhnlichen jungen Heldin. Monas Zauberkraft beschränkt sich auf Brot und Gebäck und ihr treuer Gefährte ist ein eigenwilliger Sauerteigstarter mit erstaunlich viel Persönlichkeit. Was zunächst wie eine skurrile Idee klingt, entwickelt sich schnell zu einer originellen, unterhaltsamen und stellenweise überraschend düsteren Geschichte.

Mona ist eine sympathische, bodenständige und herzensgute Protagonistin, die man gerne durch die Handlung begleitet. Sie empfindet ihre Magie als nichts Besonderes, in der Bäckerei allerdings als durchaus praktisch. Sie hilft, wo sie kann und ist im Verlauf der Geschichte gezwungen, ihre eigenen Zweifel zu überwinden und das Wohl der Stadt über ihre persönlichen Ängste zu stellen. Ihre Unsicherheit, ihr Pragmatismus und ihr ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein machen sie zu einer glaubwürdigen und liebenswerten Heldin, die lernt, dass man mit Mut, Fantasie und einer scheinbar kleinen Gabe Großes bewirken kann.

Hinter der märchenhaften Oberfläche verbirgt sich eine überraschend ernste und politische Geschichte. T. Kingfisher gelingt es jedoch hervorragend, die Balance zu halten. Der Mord in der Backstube und die Bedrohung der Magier sorgen für Spannung, während trockener Humor und skurrile Details immer wieder für Leichtigkeit sorgen.

Ein wenig merkt man dem Roman an, dass zwischen Idee und Veröffentlichung einige Zeit vergangen ist, denn die Zielgruppe bleibt stellenweise unklar. Für jüngere LeserInnen ist die Geschichte mitunter recht düster, während sie für Erwachsene nicht immer tief genug greift. Auch einige Nebenfiguren sowie die politischen Strukturen der Stadt hätten noch etwas mehr Ausarbeitung vertragen können.

Nichtsdestotrotz ist Mehl, Magie und Machenschaften eine originelle, humorvolle und spannende Fantasygeschichte, die hoffentlich ihr Publikum findet. Eine klare Empfehlung für alle, die kreative, unterhaltsame und zugleich nachdenkliche Fantasy abseits bekannter Pfade mögen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Eine berührende Liebesgeschichte

Jeder von uns ist ein Rätsel
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Andere Menschen zu verstehen, ist für Alvie eine große Herausforderung. Doch als sie Stanley kennenlernt, verändert sich plötzlich vieles: Er teilt nicht nur ihre Begeisterung für Quantenphysik, sondern ...

Andere Menschen zu verstehen, ist für Alvie eine große Herausforderung. Doch als sie Stanley kennenlernt, verändert sich plötzlich vieles: Er teilt nicht nur ihre Begeisterung für Quantenphysik, sondern begegnet ihr auch mit einer außergewöhnlichen Geduld. Gleichzeitig fällt es auch Stanley schwer, sich zu öffnen und so beginnt ein langer Weg an dessen Ende sie vorsichtig zueinanderfinden.

Jeder von uns ist ein Rätsel ist eine berührende und warmherzige Liebesgeschichte über Nähe, Akzeptanz und Anderssein. Alvie ist autistisch und soziale Interaktionen überfordern sie häufig. Vieles erscheint ihr unlogisch und manchmal spricht sie Gedanken aus, die andere nur denken würden. Halt findet sie in klaren Routinen, in ihrem Job im Zoo und in ihrem Lieblingsbuch Unten am Fluss. Sie ist eine komplexe, kluge und äußerst liebenswerte Figur, deren Innenleben A. J. Steiger mit großer Sensibilität und spürbarer Authentizität schildert.

Auch Stanley ist eher zurückhaltend und in sich gekehrt, trägt seine eigenen Verletzungen mit sich und ist keineswegs frei von Ängsten und Zurückhaltung. Zwar teilt er Alvies Interesse an Quantenphysik, doch gerade zu Beginn bringt er ihre sorgfältig aufgebauten Routinen empfindlich durcheinander. Trotz gegenseitiger Sympathie nähern sich die beiden nur langsam und vorsichtig an. Diese Zurückhaltung macht ihre Beziehung besonders glaubwürdig, denn beide haben zu viel Zurückweisung erlebt, um sich unbefangen zu öffnen. Steiger romantisiert Autismus dabei nicht, sondern zeigt ehrlich, wie anstrengend Nähe sein kann, wenn Berührungen unangenehm sind und wie herausfordernd Beziehungen werden, wenn Kommunikation und Interaktion nicht selbstverständlich funktionieren.

Die Liebesgeschichte ist geprägt von komischen, traurigen und schönen Momenten und verläuft alles andere als geradlinig. Doch mit Ehrlichkeit, Geduld und gegenseitiger Akzeptanz finden Alvie und Stanley schließlich einen Weg zueinander. Allerdings tragen nicht alle Szenen gleichermaßen zur Entwicklung der Handlung bei und stellenweise zieht sich das Erzähltempo etwas.

Insgesamt ist Jeder von uns ist ein Rätsel ein lebensnaher und warmherziger Roman über zwei außergewöhnliche Menschen, die zueinanderfinden, weil sie einander genauso akzeptieren, wie sie sind. Mit viel Ehrlichkeit und emotionaler Tiefe erzählt und eine klare Empfehlung für alle, die ruhige, feinfühlige Liebesgeschichten mögen.

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