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Veröffentlicht am 14.06.2024

Sanfte Liebe und Gefahr von zwei Seiten

Kings of Retribution MC: Nikolai (Das Volkov-Imperium)
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Nikolai ist der zehnte Teil der Reihe rund um den Kings of Retribution MC des Autorenduos Sandy Alvarez und Crystal Daniels und zugleich der zweite Band des Volkov-Imperiums. Hier treffen die Welten von ...

Nikolai ist der zehnte Teil der Reihe rund um den Kings of Retribution MC des Autorenduos Sandy Alvarez und Crystal Daniels und zugleich der zweite Band des Volkov-Imperiums. Hier treffen die Welten von Biker und Mafia noch stärker aufeinander, ihre Gefahren vermischen sich noch intensiver. Aber die einzelnen Bände sind gut für sich allein zu lesen, allerdings werden hier einige Ereignisse aufgegriffen und gerade von der Geschichte Demetris, dem Vorgängerband wird einiges verraten. Ich würde deswegen ein chronologisches Lesen empfehlen, vor allem sollte man Demetri schon kennen. Nikolai begleitet die komplette Reihe von Anfang an, als Sohn von Demetri und Halbbruder von Logan, gehört er zum MC und als Thronerbe zur Mafia. Allerdings hat er sich ein legales Bauunternehmen aufgebaut und lebt glücklich in den USA. Auch Leah begleitet den Leser von Beginn an. Man hat über die beste Freundin von Alba schon einiges erfahren, vor allem von ihrem dominanten Vater und ihrem Versuch sich von ihm zu befreien. Mit Hilfe der Kings schafft sie einen Neuanfang, aber die Gefahr bleibt bestehen und als sie endlich mit Nikolai zusammenkommt, drohen dem Paar auch von seinen Feinenden Gefahr.
Ich habe sehnsüchtig auf Nikolais und Leahs Geschichte gewartet, man spürt von Beginn an das Knistern zwischen den beiden und hofft, dass Leah ihre Ängste überwinden kann. Schritt für Schritt traut sie sich aus ihrem Schneckenhaus heraus und es ist süß zu verfolgen, wie sich Nikolai für sie zusammenreißt und ganz sanft wird. Es ist eine langsame aber stetige Entwicklung, kein Wirbelsturm an Gefühlen, sondern ein schrittweises Wachsen der Liebe. Durch Leahs Vater und Nikolais Feinde kommt Spannung, Gefahr und auch Gewalt in die Geschichte. Und Leahs Geschichte hat meine Erwartungen voll getroffen. Ein weiteres Mal haben es die beiden Autorinnen geschafft eine fesselnde Geschichte voller Leidenschaft, Gefahr und Spannung zu erschaffen.

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Starke Catriona

Die Rebellinnen von Oxford - Unbeugsam
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Unbeugsam ist der vierte und letzte Band der Rebellinnen von Oxford Reihe der Autorin Evie Dunmore. Die Teile sind in sich abgeschlossen und jeder dreht sich um eine andere Studentin bzw. einem anderen ...

Unbeugsam ist der vierte und letzte Band der Rebellinnen von Oxford Reihe der Autorin Evie Dunmore. Die Teile sind in sich abgeschlossen und jeder dreht sich um eine andere Studentin bzw. einem anderen Mitglied der Frauenrechtsbewegung aus Oxford. Hier ist Lady Catriona die Protagonistin, sie lebt ganz für ihre wissenschaftliche Arbeit und für den Kampf um die Frauenrechte. Wie passt es da, dass sie sich insgeheim nach Liebe und Ehe sehnt? Mit einem Ehemann wäre ihren Ambitionen vorbei. Doch da tritt Elias in ihr Leben, er ist selbst Wissenschaftler, könnte er eine Frau mit eigenen Zielen an seiner Seite hinnehmen?

In der ganzen Reihe wird die interessante Zeit der Anfänge der Frauenbewegung thematisiert und auf gewisse Missstände hingewiesen. Wie es sich für ein solches Thema gehört, sind die Protagonistinnen aller Teile starke und interessante Charaktere. Auch die introvertierte, menschenscheue und hochbegabte Catriona bildet hier keine Ausnahme. In ihren Werdegang hatte sie, anders als einige ihrer Freundinnen, den Vorteil von ihrem recht fortschrittlich denkenden Vater unterstützt zu werden, allerdings hat sie es als Frau in akademischen Kreisen besonders schwer. Mit Elias tritt ein junger, charmanter Mann in ihr Leben, der anders zu denken scheint, aber ist das auch wirklich so? Wie die anderen Teile der Reihe ist auch Unbeugsam ein durchaus romantischer historischer Liebesroman, der dank guter Recherche und starken, vielschichtigen Protagonisten überzeugt und zugleich ein interessantes und informatives Bild der Anfänge der Frauenbewegung aufzeigt.

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Veröffentlicht am 05.06.2024

Freundschaft Plus

Bain (Pittsburgh Titans Team Teil 9)
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Bain ist Band Neun des Eishockeyteam der Pittsburgh Titans von Sawyer Bennett. Die Autorin hat mittlerweile drei Buchreihen rund um verschiedene Eishockeyteams geschrieben und schafft es immer noch über ...

Bain ist Band Neun des Eishockeyteam der Pittsburgh Titans von Sawyer Bennett. Die Autorin hat mittlerweile drei Buchreihen rund um verschiedene Eishockeyteams geschrieben und schafft es immer noch über jeden Spieler, jedes Paar eine individuelle Geschichte zu erzählen. Jeder Band ist in sich abgeschlossen und dreht sich um einen anderen Spieler, natürlich gibt es immer ein Wiedersehen mit den anderen Spielern und deren Frauen, teilweise auch teamübergreifend. Gerade bei Bain Geschichte spielen andere Paare des Teams eine große Rolle und es kommt zu gewissen Überschneidungen in den Handlungen, wenn man also Spoiler vermeiden will, sollte man nicht gerade mit diesem Band in die Reihe starten.
Bain ist frisch von den Arizona Vengeance ins Team der Tittans gewechselt und noch dabei Kontakte zu knüpfen und Freundschaften auszubauen. Bei einer Teamparty fällt sein Blick auf eine Frau, die ihn sofort in ihren Bann zieht. Er muss sie kennenlernen. Auch als er erfährt, dass es sich bei seiner Traumfrau um Keira handelt, der kleinen Schwester des Goalies, Drake McGinn. Und Drake hat jedem klargemacht: seine Schwester ist tabu. Allerdings ist Keira ebenfalls auf Bain scharf und hat nichts gegen eine heimliche und unverbindliche Affäre, es sollen bloß keine Gefühle oder gar Ansprüche mit ins Spiel kommen. Es ist ja wohl klar, dass Gefühle schnell eine Rolle spielen und es kommt noch zu weiteren Komplikationen.

Ein weiteres Mal hat es Sawyer Bennett geschafft eine fesselnde Liebesgeschichte rund um ihr Team der Titans zu erzählen. Wie meistens bei den Büchern der Titans kommt auch hier ein tragisches Element in die Liebesgeschichte hinein, es wird auch in der Triggerwarnung genannt, verrät aber gleichzeitig sehr viel über die Handlung, deswegen möchte ich hier auch nicht zu sehr darauf eingehen.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Tod auf dem Weingut

Unheilvolles Lançon
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Unheilvolles Lancon ist bereits der elfte Fall von Capitaine Roger Blanc. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und auch wenn es durch die Charaktere eine gewisse fortlaufende Hintergrundgeschichte gibt, ...

Unheilvolles Lancon ist bereits der elfte Fall von Capitaine Roger Blanc. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und auch wenn es durch die Charaktere eine gewisse fortlaufende Hintergrundgeschichte gibt, kann man jeder Zeit ohne Vorkenntnisse in die Reihe einsteigen. Schauplatz ist auch dieses Mal die malerische Provence, genauer gesagt ein idyllisches und preisgekröntes Weingut das Château Richelme. Um seinen Ruf gerecht zu bleiben, setzt man auf die neueste Technik in allen Bereichen. So setzt man auch Kameradrohne zur Kontrolle der weitläufigen Reben ein. Bei einem solchen Kameraflug wird eine leblose Frau zwischen den Weinstöcken entdeckt. Doch bis die Polizei eintrifft ist die Frau spurlos verschwunden. Gab es überhaupt eine Leiche? Niemand wird vermisst, es gibt keinerlei Hinweise, nichts. Aber Capitaine Roger Blancs Spürsinn schlägt an: er ist sich sicher, dass auf dem Weingut so einiges im Argen liegt und er ist überzeugt, dass es sowohl die weibliche Leiche geben muss und vermutlich noch weitere Verbrechen geschehen werden.
Es ist typischer Krimi, der in einem begrenzten und wunderschönen Umfeld spielt, mit einer überschaubaren Anzahl an Motiven und Verdächtigen: ein reiches und wahrscheinlich baldiges Erbe, potentielle Erben, die jeder etwas Anderes wollen und Schicksale die damit verbunden sind. Ja Motive und Verdächtige gibt es reichlich, aber zum Glück auch einen genialen Ermittler, der die Fäden entwirrt und dem Täter auf die Spur kommt. Unheilvolles Lancon ist ein spannender und logischer Krimi, der einen trotzdem fordert und der in einem wahren Urlaubsparadies spielt, ich kann ihn nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Ein Kunstskandal sondergleichen

Der falsche Vermeer
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In seinem historischen Roman Der falsche Vermeer greift der Autor Patrick van Odijk einen der größten Skandale der Kunst in der Nachkriegszeit auf. Sein Roman basiert auf wahren Begebenheiten und greift ...

In seinem historischen Roman Der falsche Vermeer greift der Autor Patrick van Odijk einen der größten Skandale der Kunst in der Nachkriegszeit auf. Sein Roman basiert auf wahren Begebenheiten und greift die geschichtlichen Fakten rund um den Maler und Fälscher Han van Meegeren auf. Die Tatsache, dass van Meegeren mehrerer vermeintliche Gemälde von Vermeer schuf, diese von den Kritikern und Kunsthistorikern als echt bescheinigt und für Unsummen von renommierten Sammlern und Museen aufgekauft wurden, sorgte nach der Aufdeckung für einen medienwirksamen und weltweiten Skandal. Van Odijk erschuf auf diesem Gerüst einen spannenden Roman rund um seinen fiktiven Kunstfälscher, der auch noch sehr gelungen die Situation in der Zeit der 30er und 40er Jahren in den Niederlanden aufzeigt. Außerdem liefert dieser Roman einen guten Einblick in die Geschäfte mit der Kunst und die Einordnung einzelner Werke in die Kunstgeschichte.
Die Reporterin Meg van Hettema, hat während der Besatzungszeit für eine Untergrundzeitung geschrieben, nun nach der Befreiung soll sie, wenn es nach ihrem Redakteur geht über Alltagsgeschichten, über Hausfrauen und Lappalien berichten. Allerdings kommt sie einer brisanten Geschichte auf die Spur. Der Maler Jan van Aelst soll Geschäfte mit den Deutschen gemacht haben und wertvolle Kunstwerke der niederländischen Malerei an die Feinde verkauft haben. Meg gelingt es, den Maler zu interviewen und dieser gesteht ihr, dass der Vermeer, den er an Göring verkaufte in Wahrheit sein Werk war und eben kein echter Vermeer. Vom Kollaborateur zum Held des Wiederstandes und genauso schnell wieder ein verhasster Verbrecher. Van Aelst liefert Meg mehr als eine gute Story für ihre Zeitung. Schicht für Schicht deckt die engagierte Reporterin das Gesamtbild der Geschichte auf.
Ich persönlich fand die Vermischung von Fiktion und Fakten sehr gelungen und überzeugend dargestellt. Der falsche Vermeer gleicht einem Krimi, bei dem immer neue Wendungen und Entdeckungen für Überraschungen und Spannung sorgen.

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