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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2020

Schwarz oder weiß - wer gewinnt?

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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Nach einer verhängnisvollen Party ist Alice nicht mehr sie selbst. Ständig wird sie verfolgt, von schwarzen Wesen, woraufhin ihre Leistungen abfallen. In den Sommerferien besucht sie deshalb die Summer ...

Nach einer verhängnisvollen Party ist Alice nicht mehr sie selbst. Ständig wird sie verfolgt, von schwarzen Wesen, woraufhin ihre Leistungen abfallen. In den Sommerferien besucht sie deshalb die Summer School auf dem ehrwürdigen Internat Chesterfield. Doch schon bald merkt Alice, dass irgendwas nicht mit den Schülern dort stimmt und das Anwesen ein großes Geheimnis hütet, in das auch sie hineingezogen wird. In ein Spiel um Leben und Tod.

Bereits das schimmernde Cover konnte mein Interesse am Buch wecken und die weiche, biegsame Art des Klappenbroschurs macht das Halten ungemein angenehm, sodass ich mit Freude begonnen habe.

Die Geschichte wird nur aus Alice' Sicht beschrieben, wenngleich es manchmal in ihren Träumen Reisen in dei Vergangenheit gibt, die Aufschluss über die Entstehung des Fluches geben. Dieser historischer Teil hat die Hauptgeschichte sehr gut abgerundet und sie authentischer gemacht.

Anfangs erfährt man noch nicht so viel über den Fluch der beiden Internate bzw. Familien und die Geschichte erlaubt es dem Leser gemächlich Alice und ihr Leben kennenzulernen. Man weiß quasi so viel wie Alice und entdeckt alles mit ihr zusammen. Recht schnell geschehen jedoch Ereignisse, die mich haben stutzig werden lassen und die sich im Nachhinein auch nachvollziehbar erklären ließen. Auch wenn es nicht so viele Kämpfe und Action gibt, wie ich erwartet hatte, bleibt es durchgehend spannungsgeladen und ungewiss. Die kleinen Psychospielchen und die Frage nach Lüge und Wahrheit würzen die Geschichte zusätzlich und bringen eine andere Dynamik rein. Manchmal waren mir die Informationen zum Spiel und Fluch etwas zu dürftig. Da hätte ich gerne mehr erfahren und mit mehr Hintergrundgeschichte gewünscht, die definitiv noch ausbaufähig ist.

Alice war mir sympathisch, wenngleich sie mir manchmal zu naiv und kindisch erschien.Mit einem wacheren und aufmerksameren Verstand hätten ihr de Unstimmigkeiten schnell auffallen können. Vermutlich liegt das aber auch an ihrem Alter und der schwerlich zu akzeptierenden Tatsache, dass es Magie und Flüche bis zu einem gewissen Grad gibt. Insgesamt hat sie durchaus Potential und ich freue mich schon zu sehen, ob sie das alles aufhalten kann.

Alle anderen Charaktere von Team Schwarz und Weiß waren meistens sehr menschlich dargestellt, bis auf einige Ausnahmen, und sind mir fast alle ans Herz gewachsen. Da zeigt sich, dass es kein Gut und Böse in dieser Situation gibt und jeder für sein Team kämpft. Ich konnte zwar noch nicht alle Charaktere durchschauen, aber das kommt bestimmt noch.

Das Ende ist dann doch anders gelaufen, als gedacht, und ich war positiv überrascht von den unglaublichen Entwicklungen, die die Geschichte perfekt abrunden und die zweite Runde einleiten. Ja, der Cliffhanger ist zwar ziemlich fies, aber das Warten lohnt sich und ich freue mich schon sehr auf die Auflösung des Ganzen.

Fazit: Ein super erster Band mit schöner und glaubhafter Darstellung der Charaktere und Beziehungen, sowie einer undurchschaubaren und ungemein spannenden Geschichte, in der alles passt. Etwas mehr Hintergrundgeschichte und sie wäre für mich perfekt!

Veröffentlicht am 16.03.2020

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Nach Mattias
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Mattias ist weg. Fort für immer. Doch er hinterlässt etwas im Leben seiner Mitmenschen, etwas, das zu etwas Großem werden kann und alle verbindet, ihnen Mut und Hoffnung schenkt und alles zusammenhält.

Dieses ...

Mattias ist weg. Fort für immer. Doch er hinterlässt etwas im Leben seiner Mitmenschen, etwas, das zu etwas Großem werden kann und alle verbindet, ihnen Mut und Hoffnung schenkt und alles zusammenhält.

Dieses Buch erzählt die Geschichte einiger Menschen die entweder direkt oder indirekt durch Mattias Leben und Ableben beeinflusst werden. Dabei laufen alle Fäden bei ihm zusammen und so kann trotz eines so tragischen Schicksals, wie das von Mattias, doch noch etwas Schönes entstehen.

Die Abwechslung der Erzählung der einzelnen Schicksale hat mehr Dynamik und Spannung in die Geschichte gebracht und sie für mich weniger öde erscheinen lassen. Trotz einiger tiefsinniger und elementarer Moment, empfand ich es meistens ziemlich fad und langweilig. Das erste Drittel des Buches gefiel mir kaum und ich wäre beim Lesen beinahe vor Langeweile eingeschlafen. Danach wurde es etwas besser und ich hatte den Eindruck, dass mehr Leben und Farbe in die Handlungen kamen, dass es mehr Inhalt, mehr Hintergrund hatte und nicht alles irgendwie ahnungslos in der Luft schwebte, wie zuvor.

Die Diversität der Charaktere hat überhaupt erst Spannung in die Handlungen gebracht und mein Interesse geweckt, wenn auch recht spät. Der Schreibstil ist nicht sehr aufregend, lässt sich aber einigermaßen gut lesen. Sticht für mich nur nicht hervor oder hat irgendwelche nennenswerten Merkmale. Ein schlichtes Schreibstil eben.

Fazit: Trotz tiefgründiger Momente und interessanter Charaktere war es für mich größtenteils langweilig und fad.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2020

Fantastischer Start

Das neunte Haus
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Am Anfang hatte ich einige Probleme mit den ganzen Erklärungen bezüglich Magie, Häusern und der Atmosphäre mitzuhalten und es fiel mir etwas schwierig den Geschehnissen zu folgen. Dank einiger Szenen mit ...

Am Anfang hatte ich einige Probleme mit den ganzen Erklärungen bezüglich Magie, Häusern und der Atmosphäre mitzuhalten und es fiel mir etwas schwierig den Geschehnissen zu folgen. Dank einiger Szenen mit Alex fand dann doch eine Einführung in die Urban Fantasy Welt statt und ich konnte die Welt für mich entdecken und begeistern lassen. Zwar fand ich es ab und zu dennoch schwierig den Namen und Häusern zu folgen, da es so einige sind, dies schmälerte das Lesevergnügen jedoch kaum.

Alex als Protagonistin war mir sofort sympathisch und ihre Probleme mit ihrer Gabe stellen sie authentischer und spannender dar, als wenn sie wie die perfekte Heldin rüber gekommen wäre.

Spannung trat vor allem durch den ungelösten Mordfall auf und dadurch wurde die Geschichte zu einem wilden Mix aus Fantasy und Krimi, was mir so unglaublich gut gefallen hat. Die fantastischen Elemente sind innovativ und sehr geschickt an passenden Stellen in der Geschichte eingesetzt worden, sodass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Mit vielen Wendungen und Auflösungen habe ich nicht gerechnet und sie konnten meine Begeisterung nur noch steigern. Das Ende bleibt dann doch auf fiese Art offen und ich fiebere dem Folgeband entgegen.

Fazit: Trotz holprigem Start fand ich mich schnell in der Geschichte zurecht und sowohl Setting als auch Charaktere konnten mich überzeugen.

Veröffentlicht am 08.03.2020

Das Ende naht...

Das Erbe der Macht - Schattenloge 3: Die neue Ordnung (19-21)
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Band 19:

Brans Macht gewinnt immer mehr an Stärke, während die jungen Magier tief in die Vergangenheit eintauchen um Brans Geschichte zu verstehen und eine Schwachstelle zu finden, denn die neue Ordnung ...

Band 19:

Brans Macht gewinnt immer mehr an Stärke, während die jungen Magier tief in die Vergangenheit eintauchen um Brans Geschichte zu verstehen und eine Schwachstelle zu finden, denn die neue Ordnung etabliert sich zunehmends und schon bald wird Bran seine Pläne vervollständigt haben, bis es vielleicht kein Zurück mehr gibt?

Dieser Band legt einen besonderen Augenmerk auf die vergangenen Geschehnisse, die alles erklären und beschreiben was einst war und Brans Entstehung spannend, informativ und bildhaft schildern, sodass ich mich sofort in die historische Handlung hineinfinden und mir alles gut vorstellen konnte.
Währenddessen spitzen sich die Ereignisse im gegenwärtigen Castillo und außerhalb zu und aus einstigen Feinden werden - zumindest vorübergehend - Freunde, die "natürliche" Ordnung zwischen Licht- und Schattenkämpfern ist aufgehoben. Dies neuen Bündnisse bringen neuen Wind in die Geschichte und sind spannend zu verfolgen.
Das Ende ist sehr emotional und traurig, wenngleich ich es schlimmer fände, wenn meinem Lieblingscharakter Max das Schicksal widerfahren wäre, was einem seiner Freunde geschehen ist. Auch wenn es bedauernswert und herzlos wirkt, so ist diese unglückselige Wendung sehr authentisch und gliedert sich passend in den Verlauf der Geschichte ein.
Ich bin gespannt wie es weitergehen wird, denn viel Zeit bleibt den jungen Magiern nicht um die magische Welt zu retten oder zumindest Brans Schaden einzudämmen.
Ein fantastischer Band mit unerwarteten Wendungen und einer ungemein aufregenden und interessanten Hintergrundgeschichte, die perfekt passt und mich überzeugen konnte!



Band 20:

Alex, Jen und die anderen aus der Gruppe versuchen alles um Kevin, Nikki und die Mannschaft Nemos aus dem Splitterreich zu befreien, in dem Chloe sie eingeschlossen hat, und die Wesen vom Anbeginn zu vernichten. Eien Rettung in allerletzter Minute also. Währenddessen landet Grace in einem ominösen Splitterreich und entdeckt dort Freunde, dem Tod nahe, sowie einige grausame Folgen von Merlins Machtmissbrauch. Können sie alle ihre Freunde in Not retten, bevor sie für immer verloren sind?

Sehr gut fand ich, dass gleich zwei Handlungsstränge wieder aufgenommen und weitererzählt wurden. Vor allem der Strang im Reich der Aquarianer war bei mir nur noch verschwommen in Erinnerung - und dadurch waren mir einige Zusammenhänge und Erklärungen nicht mehr geläufig und verständlich, leider - und aus diesem Grund war es mehr als überfällig diese Handlung voranzutreiben und zu beenden.

Überrascht hat mich auch Graces Handlungsstrang, der auch etwas in Vergessenheit geraten ist, und den Leser wieder in ein fantasievolles, düsteres und gefährliches Splitterreich führt und mehrere Überraschungen bereit hält.

Zwar wurde wenig aus Merlins Perspektive geschildert, aber das war für mich absolut in Ordnung, da seine Pläne mehr oder weniger bekannt sind und nur Schrecken bereit halten.

Der Schluss endet mit einem unglaublichen Cliffhanger, der Lust auf mehr macht und und Unheilvolles vermuten lässt.

Fazit: Ein Band, der einige Szenarien zu Ende führt und endlich wieder alle vereint, im Kampf gegen die nächsten Schläge Merlins.



Band 21:

Jen, Alex, Alfie, Madison, Kyra und Dylan machen sich auf die Suche nach alten Artefakten vom Anbeginn, in der Hoffnung Noxanith zu finden und dieses zur Rettung der Zuflucht vor dem Angriff Merlins einsetzen zu können. Währenddessen schlägt sich Max mit der Frage herum wer der heimlich eingeschleuste Anhänger Merlins sein könnte, bis es fast zu spät ist...

Der Band geht beinahe nahtlos weiter und sofort war ich wieder in der Geschichte gefangen. Die teilweise aussichtslose und hoffnungslose Situation bringt Spannungen mit sich und konnte mich neugierig machen, sodass ich ständig weiterlesen wollte. Zusätzlich dazu lauert die Ungewissheit bezüglich des Beginn des Kampfes im Hintergrund und die Frage nach dem Verräter, den Merlin eingeschleust hatte, was die Spannung weiter ansteigen lässt. Einige Twists diesbezüglich sind genial konstruiert und haben mich auf Glatteis geführt.

Einige actionreiche Situationen sind atemberaubend und unterhaltsam geschrieben und es warten immer wieder weitere Überraschungen auf die Leser.

Langsam nähert sich dieser Band dem Finale des zweiten Zyklus an und der finale Kampf steht kurz bevor. Fantastischer 21. Band, der definitiv Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 22.02.2020

Ungewöhnliches Motiv

Eisige Dornen
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Nathalie Svensson und das Team der OFA werden mit prominenten Fällen konfrontiert, die sich ähneln. Alle Opfer wurden mit einer blauen Rose auf der Brust aufgefunden, als wären sie friedlich eingeschlafen. ...

Nathalie Svensson und das Team der OFA werden mit prominenten Fällen konfrontiert, die sich ähneln. Alle Opfer wurden mit einer blauen Rose auf der Brust aufgefunden, als wären sie friedlich eingeschlafen. Schnell wird klar, dass sie nicht die letzten Opfer bleiben und noch weitere folgen. Fieberhaft versuchen sie einen Zusammenhang zwischen den Opfern herzustellen, um den Täter schnellstmöglich zu entlarven. Währenddessen kommen sich Nathalie und Johan näher und setzen vieles aufs Spiel...

Nach dem Vorgängerband (Teil 3) erwartete ich den Nachfolger mit Freude und Spannung und fand ihn lesenswert, wenn auch nicht sehr gut. Aber eins nach dem anderen. Der Aufhänger der Geschichte mit den prominenten Fällen hat mir nicht so zugesagt, da ich ihnen eher weniger abgewinnen kann. Die Inszenierung mit der Rose brachte frischen Wind in die augenscheinlich wie Selbstmord wirkenden Tode und konnte mein Interesse dann doch wecken. Der Wechsel der Protagonisten und deren Perspektiven bringen eine eigene Dynamik und Spannung in die Geschichte. Vor allem bei den Kapiteln aus Sicht des Täters habe ich mit Freude gerätselt und überlegt wer es sein könnte. Auch das Motiv blieb zuerst im Dunkeln und konnte mich ziemlich überraschen.

Die Protagonisten, die schon vorher bekannt waren, haben für mich nicht so gut harmonisiert. Im Vergleich zum Vorgänger fehlte mir das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe und die Aufrichtigkeit zwischen den Personen. Das fiel mir besonders auf, weil die gesamte Gruppe in kleinen Grüppchen ermittelt und jeder irgendwie was Eigenes macht, aber di gemeinsame Ermittlung fehlte. Durch die sprunghaften Wechsel der Orte und Personen ging einiges an Hochspannung verloren und es war schwierig das Gesamtbild im Auge zu behalten.

Kleine Wendungen peppen die Handlungen etwas auf und bringen Abwechslung rein, aber wirklich fesselnd wird es erst ganz zum Schluss, als sowohl Täter als auch Tatmotiv endlich schlüssig sind und für eine große Überraschung bei mir führten. Die Intention hat eher weniger mit einem kaltblütigen Mord zu tun, als es anfangs den Anschein macht. Dadurch wurden moralische Fragen zu einem ganz bestimmten Thema eröffnet, das in der Gesellschaft viel diskutiert wird und wohl Ansichtssache ist. Da hätte man durchaus mehr rausmachen können und das tiefer aufgreifen, was leider ausblieb. Insofern ist dieser Kriminalfall definitiv anders, als zuerst angenommen und die Hintergründe der Taten sind ungewöhnlich, fragwürdig und auf jeden Fall diskussionswürdig.

Fazit: Eine schleppende Geschichte, in der mir die Sympathie zu den Protagonisten fehlte. Das Ende ist jedoch sehr gut gelungen und die Motive des Täters sehr interessant dargestellt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere