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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2020

Nicht überzeugend

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love
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Nach einem tragischen Unfall, bei dem Blairs Familie umkommt, ist Blair fest entschlossen alles Mögliche über die Valkyren rauszufinden, denn sie verbergen große Geheimnisse, die Blair, als nicht-Valkyre, ...

Nach einem tragischen Unfall, bei dem Blairs Familie umkommt, ist Blair fest entschlossen alles Mögliche über die Valkyren rauszufinden, denn sie verbergen große Geheimnisse, die Blair, als nicht-Valkyre, verborgen bleiben. Doch etwas kommt ihr an dem Unfall seltsam vor und so beginnt sie alleine nachzuforschen. Dabei stößt sie auf einige Geheimnisse, die größer sind, als sie jemals geglaubt hätte, denn das Ende der Welt - Valhalla - steht bevor und es fehlt nicht mehr viel, bis es zum alles entscheidenden Kampf kommen wird. Durch einen verhängnisvollen Fehler, einige Intrigen und die unerschütterliche Freundschaft zu Ryan naht das Ende schneller als es sollte...

Der Anfang war etwas holprig und alles ging viel zu schnell über die Bühne. Kaum lernt man die Protagonisten kennen, wird man mit oberflächlichen Informationen überschüttet und dann passiert auch schon der Unfall. Wedere die Charaktere, noch die Geschichten haben wirklich Tiefgang. Alles geschieht so schnell nacheinander und ist nur mit wenigen Informationen gespickt, die mehr Tiefe haben. Genauso ist es mit den Protagonisten. Da ist nichts was sie besonders macht oder sie mir in Erinnerung behält. Die Handlungen beschränken sich auf ein Minimum, um überhaupt eine Geschichte zu haben und sind sehr blass und langweilig geschildert. Leider konnte mich nichts an dem Buch wirklich überzeugen oder gar fesseln. Ich hätte mir ausdrucksstarke Charaktere und eine tiefgründigere Handlung mit mehr Inhalt zu den Valkyren gewünscht. Man hätte so viel mehr aus der Geschichte machen können und meiner Meinung nach wurde viel Potenzial verschenkt. Das ist schade, denn ich weiß, dass die Autorin das besser kann!

Fazit: Leider eine oberflächliche, langweilige Geschichte, die keinen Wiedererkennungswert hat und viel Potenzial verschenkt.

Veröffentlicht am 11.11.2020

Verschenktes Potenzial

Du darfst nicht sterben
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Die eineiigen Zwillinge Lili und Anne sind unzertrennlich, wenn auch verschieden, bis sie eines Tages den charismatischen Paul treffen, der ihr Leben unwiederbringlich verändert und am Ende sogar ihre ...

Die eineiigen Zwillinge Lili und Anne sind unzertrennlich, wenn auch verschieden, bis sie eines Tages den charismatischen Paul treffen, der ihr Leben unwiederbringlich verändert und am Ende sogar ihre Leben auf dem Spiel stehen.

Das Buch beginnt unglaublich spannend und rasant mit einer bedrohlichen und beängstigenden Situation, die Schlimmes erahnen lässt. Die Handlung wird nicht chorologisch erzählt, sondern beginnt quasi mittendrin, wechselt dann in die Vergangenheit, um anschließend den Anfangsfaden wieder aufzunehmen und die zukünftigen Ereignisse zu schildern. Dadurch wird gerade am Anfang viel Spannung aufgebaut. So begeistert ich vom Anfang war, so schleppend fand ich gerade den Mittelteil. Die Charaktere sind anschaulich und einzigartig dargestellt, aber irgendwie war die Luft raus. Das Kennenlernen, sowie die restliche Geschichte rund um Paul, fand ich eher zäh und kaum spannend. Es konnte mich leider nicht mehr so packen wie am Anfang, wo ich die Panik der Zwillinge noch gespürt habe. Zwar ist Paul ziemlich unheimlich dargestellt und wirkt bisweilen auch wahnsinnig, aber ein fesselndes Gefühl beim Lesen wollte nicht aufkommen. Vielleicht liegt es am holprigen Schreibstil, mit dem ich nicht so klar gekommen bin. Mit fehlten die ausführlichen Beschreibungen der Handlungen, die auf mich sehr gehetzt wirkten und nicht wirklich Raum für Entwicklungen hatten. Zudem fand ich die Darstellung der Innenwelt der Zwillinge (Gefühle, Gedanken) zu wenig ausgeführt. Mir fehlte komplett das Gefühl für die Charaktere, sodass es mir fast schon gleich war wie das mit ihnen ausgeht. Einzig Paul fand ich ganz interessant, auch wenn ich ihn teilweise zu oberflächlich fand und mir da die Tiefe im Charakter fehlte. Die Hintergründe erklären wiederum einiges und auch wie er der geworden ist, der er ist. Da hätte man mehr draus machen können.

Fazit: Ein rasanter Einstieg, der mich vollkommen überzeugen konnte. Leider zog sich das Buch für mich und die Spannung verlor sich zusehend.

Veröffentlicht am 08.11.2020

Toller dritter Band!

Der Todesbruder
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Für Viktor und Ken beginnt der nächste rasante Fall, als einige Menschen auf grausame Art und Weise getötet werden. Schnell ist das Muster klar, doch die Suche nach dem Täter erweist sich als schwierig, ...

Für Viktor und Ken beginnt der nächste rasante Fall, als einige Menschen auf grausame Art und Weise getötet werden. Schnell ist das Muster klar, doch die Suche nach dem Täter erweist sich als schwierig, obwohl er direkt vor ihrer Nase ist und ein perfides Spiel spielt.

Die geschichtliche Thematik und die Art der Morde konnten mein Interesse sofort wecken und ich finde es ungemein spannend und abwechslungsreich, dass der Autor sich des Werkes Dantes Inferno bedient und wie genau er die einzelnen Elemente in die Geschichte einbaut und sie dadurch fantasievoll und glaubwürdig in Szene setzt. Dabei wird erkennbar wie viel Arbeit und Recherche in die Umsetzung der Handlung gesteckt wurde und wie tiefgründig der Autor sich damit auseinandergesetzt hat. Wirklich fantastisch!

Die Charaktere sind bekannt und benehmen sich wie sonst auch. Viktor ist nach wie vor mein Lieblingsermittler und seine rationale, distanzierte Art hat etwas Angenehmes und Beruhigendes, dadurch löst die Rätsel auf unglaublich und fesselnde Weise. Ken und Begüm sind eher nicht so mein Fall, aber an sich ganz okay. Am spannendsten war nach wie vor Stella, die zwar sehr kaltherzig und gewissenlos wirkt - was sie oftmals auch ist - nichtsdestotrotz finde ich sie faszinierend und einige Entwicklungen im Laufe der Geschichte mehr als nur bedauerlich.

Das Ende fand ich - im Gegensatz zum Rest des Buches - etwas zu gequetscht und die Geschehnisse kamen zu plötzlich, als müsste alles noch schnell auf den letzten Seiten zu einem endgültigen Ende kommen. Das wirkte auf mich sehr konstruiert und unglaubwürdig, nicht rund genug, was schade ist, denn der Rest des Buches war absolut überzeugend und hatte alles was ein guter Thriller braucht. Eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 11.10.2020

Packendes Finale

Beta Hearts
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Kami steht kurz davor die Menschheit für immer unter ihre Kontrolle zu bringen und sie für immer zu verändern. Doch es gibt eine Waffe die Hoffnung bringt und im alles entscheidenden Kampf um die Welt ...

Kami steht kurz davor die Menschheit für immer unter ihre Kontrolle zu bringen und sie für immer zu verändern. Doch es gibt eine Waffe die Hoffnung bringt und im alles entscheidenden Kampf um die Welt über Sieg und Niederlage entscheiden wird. Doch während der Planung des ultimativen Schlags gegen Kami spaltet sich die verbliebene Gruppe der Menschen in zwei Lager. Andra ist fest davon überzeugt Kami zu überzeugen freiwillig zum Aufgaben zu bewegen, während die anderen nur den Einsatz von Waffen als richtigen Weg betrachten. Wer wird am Ende gewinnen und siegreich hervorgehen?

Viele Handlungsstränge aus dem zweiten Band werden hier fortgeführt und knüpfen direkt an die vorherigen Ereignisse an. Der Kampf um Kami geht in die letzte Runde und die beiden Positionen von Andra und Marshall, die sich gegenüberstehen stechen hier deutlich hervor und führen zu einigen spannungsgeladenen Situationen, aus denen folgenschwere Konsequenzen gezogen werden, die die ganze dramatische Lage weiter verschärfen. Das geht so weit, das einige Beziehungen zwischen den Charakteren Schaden nehmen und sich die diese voneinander distanzieren. Diese Spannungen zwischen den Charakteren haben für mich mehr pepp in die Geschichte gebracht, da es eine Weile dauert, bis sie in den Kampf gegen Kami ziehen und sich zwischendurch viel auf zwischenmenschlicher Ebene abspielt, welches eine unterhaltsame Abwechslung darstellte und mich fesseln konnten.
Durch die Planungen und die dazukommende Unsicherheit bezüglich des möglichen Sieges steigert sich die Spannung langsam, aber kontinuierlich.

Das Ende kam schnell und der Kampf, auf den man hinfiebert, war rasch vorbei. Das ging mir alles viel zu schnell und war zu plötzlich vorbei. Ansonsten entwickeln sich die Handlungen langsam, so dass man ihnen gut folgen kann, aber zum Ende hin löst sich die Situation so schnell und simpel auf, dass ich mich fragte warum sie so lange gegen Kami gekämpft haben, wenn die Lösung doch so einfach und nahe liegend war. Das konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Obwohl das Ende recht offen gehalten wird, finde ich es gelungen und die offenen Fragen stören mich nicht. Trotzdem hätte ich natürlich gerne gewusst wie es ausgehen wird und sich die Charaktere weiterentwickeln, wie das Regierungssystems fortan funktioniert und aufgebaut ist und so weiter.

Fazit: Ein packendes Finale, auch wenn die Auflösung der Situation sehr nahe liegend und fast schon zu einfach war und der finale Kampf dadurch einiges an Spannung eingebüßt hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Rührendes märchenhaftes Kinderbuch

Der Winter des Bären
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Mila lebt mit ihren drei Geschwistern in einem Wald, in dem schon seit Jahren bitterer Winter herrscht, der einfach nicht verschwinden will. Als eines Tages Fremde kommen und daraufhin ihr Bruder verschwindet, ...

Mila lebt mit ihren drei Geschwistern in einem Wald, in dem schon seit Jahren bitterer Winter herrscht, der einfach nicht verschwinden will. Als eines Tages Fremde kommen und daraufhin ihr Bruder verschwindet, ist Mila sich sicher, dass er entführt wurde und zwar von dem fremden Eindringlingen, die eine ganz eigene, unheilvolle Aura verströmen. Mithilfe des Zauberers Rune lässt sie sich auf ein waghalsiges Abenteuer ein, um ihren Bruder Oskar zu retten, bis es zu spät ist...

Das Cover und die ganze Aufmachung des Buches ist sehr liebevoll und leicht kindlich gestaltet und weckte bei mir Erinnerungen an Märchen, die teilweise Parallelen zu dieser Geschichte aufweisen.

Die Schrift ist recht groß, sodass ich schnell durch die Geschichte gekommen bin. Der Schreibstil ist etwas kindlich gehalten, zeichnet sich trotzdem durch genaue und anschauliche Beschreibungen aus, sodass ich mir alles bildlich vorstellen konnte.

Mila ist ein junges, mutiges Mädchen mit einem unerschütterlichen Glauben an das Gute und die Liebe zu ihrer Familie, die ihr über alles geht. Angetrieben davon wagt sie viel und begibt sich in Lebensgefahr, trotzdem ist sie erfolgreich, gerade wegen ihrer Verbissenheit und ihrem Glauben an das Gute. Ich empfand sie als vorbildlich und herzensgut. Ein tolles Mädchen, das das Schicksal einiger Menschen grundlegend verändert und sie rettet. Rune war für mich auch ein besonderer Charakter, weil er so ungewöhnlich wirkt und das Herz am rechten Fleck hat.

Obwohl die Geschichte eher für jüngere Leser und Leserinnen gedacht ist, konnte sie mich in den Bann ziehen und mich mit fiebern lassen. Ich wollte so unbedingt, dass alles gut ausgeht, wie ich es normalerweise von mir nicht kenne. Auch wenn die Geschichte recht simpel gestrickt ist mit einem geradlinigen Plot, ist sie fesselnd und unterhaltsam - für jedes Alter!

Fazit: Eine herzerwärmende, märchenhaft anmutende Geschichte, die zeigt, dass man es mit Ehrgeiz und Liebe im Herzen trotz aller Widrigkeiten schaffen kann für seine Ziele einzustehen und sie zu erreichen.