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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2018

Sternenkinder, Mondlichtkrieger und eine überdauernde Liebe

Mondprinzessin
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Lynn denkt sie sei ein ganz normales Mädchen, weggegeben von ihren Eltern und in einem Waisenhaus aufgewachsen. Ungeliebt und mit wenig Selbstbewusstsein kämpft sie sich durch ihr Leben, bis plötzlich ...

Lynn denkt sie sei ein ganz normales Mädchen, weggegeben von ihren Eltern und in einem Waisenhaus aufgewachsen. Ungeliebt und mit wenig Selbstbewusstsein kämpft sie sich durch ihr Leben, bis plötzlich leuchtende Zeichen auf ihrem Körper auftauchen und damit einhergehend ein Schutzgeist. Vom Licht angezogen, tauchen zeitgleich zwei gefährlich und fremdartig aussehende Krieger auf, die ihr nach dem Leben trachten. Glücklicherweise kann sie von dem stolzen Mondlichtkrieger Juri gerettet werden, der ihr eine ganz neue Welt auf dem Mond offenbart und sie mit ihrem Schicksal vertraut macht, das jedoch einige Herausforderungen für die junge Prinzessin bereithält...

Sofort angesprochen hat mich die Idee wie der Mond sich seine Wesen schuf und die Erklärung warum er um die Erde kreist. Die Beschreibungen sind so traumhaft und phantastisch, dass sie mich sogleich in ihren Bann ziehen konnten. Auch die Fähigkeiten der Sternenkinder und der Planetenwesen sind ziemlich innovativ und konnten mich begeistern. Die Handlung an sich stellt nichts Neues dar, sondern ist schon aus anderen Geschichten bekannt, dennoch fand ich sie wunderschön und tragisch erzählt. Lynn ist das vergessene Mädchen, für das sich keiner zu interessieren scheint, unscheinbar und normal. Ihre Charakterentwicklung hat mir sehr gefallen und wie sie sich in ihr Schicksal fügt ist bemerkenswert, kennt sie diese Welt doch kaum. Überraschenderweise haben mir ihre Eltern sehr gut gefallen, da sie sehr empathisch und mitfühlend waren und Lynn herzlich aufgenommen haben, wie man es sich nur von Eltern wünschen kann. Juri ist der typische verbotene Beschützer der Prinzessin, der das nachsehen hat. Das Ende hat mich schockiert und überrascht, weil ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet habe, da er traurig, brutal und unerwartet war und in einem gemeinen Cliffhanger endete, sodass man quasi weiter lesen muss, da sich dieses Ende nicht einfach so stehen lassen lässt.

Eine schöne neuartige Grundlagengeschichte um die Entstehung der Sternenkinder mit mittelmäßiger Story und einem erschütternden Ende.

Veröffentlicht am 11.02.2018

Andersartiger New Adult Roman

Berühre mich. Nicht.
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An ihrem 18. Geburtstag packt Sage ihre Sachen und fährt nach Nevada um so weit wie möglich von ihrem Stiefvater entfernt zu sein. Dort beginnt sie ihr Studium der Psychologie am College. Doch ohne Geld ...

An ihrem 18. Geburtstag packt Sage ihre Sachen und fährt nach Nevada um so weit wie möglich von ihrem Stiefvater entfernt zu sein. Dort beginnt sie ihr Studium der Psychologie am College. Doch ohne Geld und festes Zuhause stellt es sich als schwieriger dar, als Sage vermutete. Notgedrungen ergattert sie einen Job in der Unibibliothek. Mit Schrecken muss sie feststellen, dass dort auch der furchteinflößende, mit Tattoos versehene Luca arbeitet, der Sage ganz schön einschüchtert und vor dem sie am liebsten davonlaufen würde. Nach einem kleinen Zwischenfall wendet sich das Blatt und Sage sieht sich längerfristig mit Luca konfrontiert und nach und nach erkennt sie eine andere Seite an ihm. Doch kann sich trotz Sages Vergangenheit etwas zwischen ihnen entwickeln?

Der Leser wird von Anfang an mit der tief sitzenden Angst von Sage konfrontiert und erlebt ihren Alltag mit, der größtenteils von ihrer Angst bestimmt wird. Einige Details über ihre Vergangenheit und die Gründe für ihre Ängste werden zwischendurch kurz beleuchtet. Die genauen Umstände bleiben allerdings im Verborgenen. Sage ist ein mutiger Charakter, der sich mehr aus Not als aus freiem Willen ein komplett neues Leben ganz alleine aufbauen muss und dass sie das schafft ist beeindruckend. Wäre da nicht die große Einschränkung durch ihre Ängste, die sie kleiner wirken lassen als sie eigentlich ist. Nach und nach erkennt man aber eine Progression und langsam, Schritt für Schritt, werden ihre Ängste weniger und sie gewöhnt sich an die Umstände. Luca und April sind zwei liebenswürdige und sehr gutherzige Charaktere, da sie Sage stark unterstützen und sie trotz ihrer offensichtlichen Geheimnisse nicht drängen. Vor allem Luca zeigt sich sehr geduldig und verständnisvoll. Die Umstände und das Verhalten der Protagonisten sind anders, als ich es aus anderen Büchern dieses Genres kenne und genau das hat mir am besten gefallen. Es ist zwar nicht sehr spannend, da es ziemlich vorhersehbar ist, aber dennoch interessant geschrieben. Das Ende hat mich dann aber enttäuscht, da es so ein typisches 0815 Ende mit Cliffhanger ist, dass einen quasi das zwingt den folgenden Band auch noch zu lesen, da es zu einer unschönen Auseinandersetzung kommt und die Zukunft ungewiss erscheint. Obwohl ich das Ende nicht gut finde, interessiert es mich schon wie Sage ihre Vergangenheit bewältigen möchte, hat diese sie schon eingeholt.

Veröffentlicht am 09.02.2018

Jacquotte Delahaye - die rote Peitsche

Joli Rouge
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In den Wäldern der Insel La Hispanola inmitten einer Siedlung von Bukanieren aufgewachsen, versucht die mutige Jacquotte sich ein Leben als Flibustier auf einem Schiff aufzubauen, nachdem ihr Vater bei ...

In den Wäldern der Insel La Hispanola inmitten einer Siedlung von Bukanieren aufgewachsen, versucht die mutige Jacquotte sich ein Leben als Flibustier auf einem Schiff aufzubauen, nachdem ihr Vater bei einem Angriff der Spanier ums Leben kommt. Losgelöst sucht sie die Freiheit und Unabhängigkeit in der männerdominierenden Gesellschaft und fordert Gleichberechtigung, anstatt sich als Ehefrau unter die Herrschaft eines Mannes zu stellen. Doch bald wird ihr mit Deutlichkeit gezeigt, dass Frauen auf Schiffen nicht geduldet werden, schon gar nicht als Piratinnen und Mitglieder der Bruderschaft. Doch Jacquotte ist kreativ und klug und findet ihren Weg...

Dies ist der erste Piratenroman, den ich jemals gelesen habe und trotz der mangelnden Erfahrung konnte mich die Geschichte total einnehmen. Es ist eine spannende Mischung aus historischen Ereignissen und hinzu Gedichtetem, die der Geschichte mit dem doch recht eigenwilligen, aber durchaus passenden Schreibstil, eine individuelle und einzigartige Note gibt. Der Wille und die Sturheit Jacquottes sind beeindruckend, bedenkt man, wie eingeschränkt die Frauen damals wohl gelebt haben. Sie kann andere schnell von sich überzeugen und strahlt eine innere Stärke aus, die selbst die der meisten Männer übersteigt. Durch immer neue unerwartete und unvorhersehbare Wendungen bleibt die Geschichte spannend. Vor allem haben mich Jacquottes Wandlungsfähigkeit und ihre schauspielerisch überzeugenden Fähigkeiten total verblüfft und beeindruckt. Sie, die mit dem feuerroten Haar und dem unbezwingbaren Willen, die selbst dem Tode trotzt, ist eine absolut faszinierende und noch nie da gewesene Persönlichkeit, die man nicht so schnell wieder vergisst. Sie trägt ihren Namen als Jacquotte Delahaye zurecht! Spannend wurde es zudem durch die verschiedenen Perspektivwechsel und die politischen Schwankungen der Mächtigen und Herrscher über die Karibik, die durch Intrigen, Verrat und Überfällen glänzen konnten und nicht scheuten ihnen Nahestehende zu verletzten. Manchmal fand ich es schwierig den ganzen Politikern und Machtträgern namentlich zu folgen, da diese über die erzählten Jahre doch häufig wechselten. Dafür gibt es klugerweise ein passendes Personenregister am Ende des Buches, welches mir bei den Namenverwirrungen gut helfen konnte. Obwohl im Buch viel passiert, hätte ich gerne noch mehr über die Zustände und Zeiten von damals gelesen. Die kleine Liebesgeschichte hat bis zum Ende an mir gezehrt, da ich mir von Anfang gewünscht hatte, sie wurde sich endlich erfüllen, die durch unglückliche Wendungen oft verhindert wurde.

Eine tolle, abenteuerliche Piratengeschichte mit historischen Fakten und einer strahlend roten und beeindruckenden Protagonistin, die allen den Verstand raubt! Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 08.02.2018

Sie ist die Königin. Sie will Rache - Zwischen Vergeltung und Schuld

Die Dreizehnte Fee
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Ein verlassener Turm, ein unbedachter Prinz, ein Kuss. Mehr braucht es nicht um die sagenumwobene dreizehnte Fee Lilith zu wecken, die einst durch einen schwerwiegenden Verrat in die Falle ihrer Schwestern ...

Ein verlassener Turm, ein unbedachter Prinz, ein Kuss. Mehr braucht es nicht um die sagenumwobene dreizehnte Fee Lilith zu wecken, die einst durch einen schwerwiegenden Verrat in die Falle ihrer Schwestern tappte und dem Dornröschenschlaf erlag. Bis zu jenem schicksalhaften Tag. Nun ist die ehemalige Königin erwacht. Sie, die nicht vergisst und auf Rache sinnt, bis alle ihrer Vergeltung Genüge getan haben. An ihrer Seite steht der unerschrockene Hexenjäger, der unerbittlich Jagd auf alle verbliebenen Hexen macht. Eines Tages ist auch sie an der Reihe...und dieser kommt früher als ihr lieb ist.

Der Anfang wirft den Leser mitten in die Geschehnisse, was es anfangs erschwert den Handlungen zu folgen und zu verstehen was gerade warum geschieht. Mit Lilith erlebt man eine neue, unbekannte Welt, deren Regeln und Gesetzen man sich erst einmal gewahr werden muss. Durch Liliths Erinnerungen versteht man zunehmend was damals aus welchen Gründen geschehen ist und kann ihre Handlungen teilweise nachvollziehen. Die Charaktere Lilith und der Hexenjäger bleiben schwammig und sind wenig greifbar. Vor allem da Liliths Wesen je nach Machterlangung schwankt und andere Charakterzüge offenbart. Die anderen Hexen sind grausam, ihre Taten erinnern entfernt an einige bekannte Märchen und jede hat ihre eigene Vergangenheit zu bewältigen, welche teilweise eine Erklärung für ihr Verhalten liefert. Auch wenn sie Unglück über die Menschen gebracht haben, hat man doch etwas Mitleid mit ihnen und fragt sich ob sie etwas für ihre Bösartigkeit können oder ob allein die Magie als auferlegtes Schicksal dafür verantwortlich ist. Der Schreibstil ist märchenhaft und ziemlich direkt. Dabei wird vieles auf den Punkt gebracht, aber dennoch schwingen so viele ungesagte Inhalte darin mit, die zwischen den Zeilen eine fast soghafte Anziehung auf mich auslösten. Die Handlungen sind schnelllebig und die wesentlichen Inhalte auf wenigen Seiten erzählt, dennoch konnte mich das Buch überzeugen und ich werde die folgenden Bände auf jeden Fall noch lesen.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Vorhersehbare Geschichte mit tollen Charakteren

Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!
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Nick Hammer ist der Comicstar schlechthin und verzaubert tausende von Menschen mit seinen erotischen Zeichnungen, die es sogar bis ins Fernsehen geschafft habe. Doch trotz seiner zahlreichen Verehrerinnen ...

Nick Hammer ist der Comicstar schlechthin und verzaubert tausende von Menschen mit seinen erotischen Zeichnungen, die es sogar bis ins Fernsehen geschafft habe. Doch trotz seiner zahlreichen Verehrerinnen liebt er die eine, die er nicht lieben und haben kann. Als gerade sie ihn darum bittet ihr Nachhilfe in Datingangelegenheiten zu geben, kann er nicht ablehnen und es kommt wie es kommen muss.

Der Anfang hat mich wegen der Begrifflichkeiten von Nick und seiner Comicfigur etwas verwirrt. Nach dem leicht holprigen Start bin ich gut reingekommen. Der Schreibstil ist okay, manchmal etwas Mühselig zu lesen, alles in allem aber ganz annehmbar. Nick ist vom Streber und Nerd zum Star am Frauenhimmel geworden und sich seiner Anziehungskraft durchaus bewusst, aber er prahlt nicht übermäßig damit, sondern ist bodenständig, was ihn sehr sympathisch macht. Seine manchmal etwas unbeholfenen Gedanken, von denen man viel erfährt, da es aus seiner Sicht geschrieben ist, sind süß und verzauberten mich. Gerade was seine Unsicherheit bei einer gewissen Dame angeht, war es realistisch und sympathisch dargestellt. Seine Herzensdame kommt sofort als herzensgute, super liebe und sympathische Protagonistin rüber, die es oft schaffte mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, was auch ganz ihrer Berufung entspricht ;) die Geschichte ist nicht sehr überraschend und recht vorhersehbar, dennoch machen die Eigenheiten der Beziehung zwischen den beiden die Geschichte einzigartig und animieren zum Weiterlesen. Da es allerdings an Spannung und unerwarteten Wendungen mangelte, musste ich die Wertung etwas runterschrauben.

Eine tolle Liebes-,/Erotikgeschichte mit authentischen und sehr sympathischen Protagonisten, die mich in ihrer Einzigartigkeit überzeugen konnten!