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AureliaAzul

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2017

Tolles Familiendrama!

Wünsche, die uns tragen
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Beths Sohn Jake benötigt dringend eine Spenderniere, dabei bestehen die größten Chancen innerhalb der Familie. Da Beth und ihre Mann ausscheiden, bleibt ihnen nur noch ein Hoffnung: Beth Vater. Doch leider ...

Beths Sohn Jake benötigt dringend eine Spenderniere, dabei bestehen die größten Chancen innerhalb der Familie. Da Beth und ihre Mann ausscheiden, bleibt ihnen nur noch ein Hoffnung: Beth Vater. Doch leider weiß sie nichts von ihm, denn ihre Mutter hat dieses Geheimnis bis ins Grab genommen. Eine nervenaufreibende, aber auch spannende Suche nach der Vergangenheit beginnt, die mehr zu Tage bringt, als es allen Beteiligten lieb wäre...

Die Geschichte teilt sich in zwei Abschnitte: Das Jahr 2014 mit Beth, Michael und Jake, dazwischen liegen die fernen Geschehnisse in den 70er Jahren, die noch einmal alles aufrollen und durcheinander wirbeln. Viele Szenen sind sehr berührend und emotional und die Handlungen nehmen unerwartete Wendungen. Freude und Trauer liegen sehr nach beieinander und man merkt, wie stark diese beiden scheinbar gegensätzlichen Emotionen miteinander verbunden sind. Diese tragische Familiengeschichte konnte mich fast überwältigen, aber auf jeden Fall überzeugen. Sie enthält alles, was man sich nur wünschen kann und ist ein unerwartetes Highlight für mich!

Veröffentlicht am 21.04.2017

Etwas zu oberflächlich und schnelllebig

Glück ist teuer
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Der junge Wirtschaftsstudent Noah Berger träumt von einer besseren Welt und sieht sich in der Bestimmung, dieser dafür verantwortliche "Revolutionär" zu sein, der die Wirtschaftspyramide sprengen kann ...

Der junge Wirtschaftsstudent Noah Berger träumt von einer besseren Welt und sieht sich in der Bestimmung, dieser dafür verantwortliche "Revolutionär" zu sein, der die Wirtschaftspyramide sprengen kann und alles zum Besseren ändert. Als sein Vater plötzlich in sein Leben tritt, sieht er einmalig die Chance ein Jemand in dieser Gesellschaft zu sein, zu Macht und Ruhm zu kommen, überall bekannt zu sein als jemand, der es geschafft hat. Dabei verändert er sich und seine Prinzipien so stark, dass seine Freundin ihn verlässt, er als anzugtragender Sklave des Wirtschaftssystems herhalten muss, seine Leistung anderweitig aufrecht erhalten zu versucht, bis er eines Tages den Aufprall seines "Höhenflug abwärts" zu spüren bekommt.

Das Cover und der Titel sind relativ schlicht gehalten und verraten schon grob um was für einen thematischen Roman es sich hier handelt. Vor allem der Titel scheint für mich vielschichtig und sehr aussagekräftig. Die Geschichte konnte mich leider nicht so mitnehmen, wie erwartet. Sie ist zu schnelllebig, weil vieles so schnell nacheinander passiert, sodass es dadurch leider an Authentizität verliert und unglaubwürdig/nicht nachvollziehbar erscheint. Zusätzlich werden noch eine Passagen aus Noahs Vergangenheit beleuchtet, die zwar nett zu lesen sind, allerdings die Geschichte nicht antreiben und daher unnötig sind. Zudem wird ein wichtiges und großes Thema angeschnitten, dem es leider an Tiefe fehlt. Die Geschichte kratzt nur an der Oberfläche, vernachlässigt aber die weitreichenden Entwicklungen, die sich über das Leben Noahs ergeben. Das Buch möchte auf gesellschaftskritische Themen aufmerksam machen und diese verarbeiten, schafft dies nicht so, wie es gewollt zu sein scheint und bleibt unter seinem gewünschten Niveau.

Veröffentlicht am 15.04.2017

Schonungslos, ehrlich und hoffnungsvoll!

Immer wieder im Sommer
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Bewertung: Eigentlich 4,5 Sterne!

Anna lebt mit ihren Kindern, in München, ein durchschnittliches Leben. Doch dieses wird nach einem unerwarteten Brief ihrer Mutter Frieda ziemlich durcheinander gebracht, ...

Bewertung: Eigentlich 4,5 Sterne!

Anna lebt mit ihren Kindern, in München, ein durchschnittliches Leben. Doch dieses wird nach einem unerwarteten Brief ihrer Mutter Frieda ziemlich durcheinander gebracht, denn seitdem Anna den Annahof, ihr Zuhause, vor 18 Jahren überstürzt verlassen hatte, hat sie kein Wort mehr mit ihrer Mutter gesprochen. Daraufhin beschließt sie alleine zum Annahof zu fahren, um sich mit ihrer Mutter auszusprechen. Doch hat sie die Rechnung nicht mit ihrer Familie gemacht. So kommt es, dass neben ihren beiden Kindern Nelly und Sophie, ihr Ex-Mann Max, sowie ein junger Tramper namens Milan und zu guter Letzt auch noch ihre Mutter sich auf eine Reise ins Ungewisse machen. Das Chaos scheint perfekt, denn im fernen Amrum wartet noch jemand Besonderes auf sie...der einst ihr Herz gestohlen hat.

Das Cover macht gleich Lust auf Sommer, Sonne und Strand. Der Einband ist stabiler als vermutet und im Innenteil befinden sich kleine Steckbriefe zu den Protagonisten, die mir besonders gut gefallen haben. Man bemerkt sogleich, dass es viele unausgesprochene Konflikte zwischen den Familienmitgliedern gibt, die sich nach und nach offenbaren. Da wären längst überfällige Dinge zwischen Frieda und Anna, zwischen Anna und Max und auch zwischen Anna und ihrer schwierigen pubertären Tochter Sophie. Die Fahrt entpuppt sich als ziemlich lustig und liest sich locker leicht, sodass ich nicht glauben konnte, das Buch schon nach nur drei Tagen gelesen zu haben. Es tauchen immer wieder unerwartete Gespräche, Situationen oder auch Personen auf, dessen Wechselwirkungen ebenso unvorhergesehen sind, dass es ein reines Vergnügen ist, diese tolle Geschichte zu lesen, die Mut macht, aber auch zeigt, dass die meisten Dinge vergänglich sind und das sich die Vergangenheit rückblickend nie ändern lässt, sodass die Fragen nach dem: Was wäre wenn... einen eigentlich nur runterziehen können.

Veröffentlicht am 12.04.2017

Eine Geschichte, die Mut macht!

Weit weg und ganz nah
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Jess lebt mit ihrer mathematisch hochbegabten Tochter Tanzie und ihrem eigenbrötlerischen Stiefsohn Nicky am Einkommensminimum und muss jeden Cent mehrmals umdrehen, um über die Runden zu kommen, da ihr ...

Jess lebt mit ihrer mathematisch hochbegabten Tochter Tanzie und ihrem eigenbrötlerischen Stiefsohn Nicky am Einkommensminimum und muss jeden Cent mehrmals umdrehen, um über die Runden zu kommen, da ihr Ex-Mann sie verlassen hat und nicht für den Unterhalt aufkommen kann. Sie versucht alles um ihre Kindern glücklich zu machen und zeigt ihnen, dass man auch mit wenig ein zufriedenes Leben führen kann. Doch dann häufen sich die Rechnungen und ihrer Tochter eröffnet sich die Möglichkeit auf eine hochexklusive Privatschule mit besonderer Begabung zu gehen, doch der Preis ist hoch. Eines Tages findet sie eine Menge Geld im Taxi, welches einer ihrer Kunden verloren hat und es scheint sehr verlockend dieses mitzunehmen, auch wenn das gegen alles verstößt, was Jess vertritt...

Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde und die Lebenssituationen der Protagonisten teils abhängig, teils unabhängig voneinander, beschrieben wurden. Das brachte mehr Spannung und Variation rein. Um Grunde ist die Story komisch und zwischendurch verrückt-belustigend,sodass es ein Vergnügen war diese zu lesen. Viele Szenen waren sehr berührend geschrieben und konnten mir Tränen entlocken. Jess ist eine wirklich starke Frau, die sich nicht einschüchtern lässt und wirklich alles für ihre Kinder tut. Zudem vermittelt sie ihnen gewisse Werte, die sie trotz ihrer schwierigen Lage, weitestgehend einhält und immer an die Hoffnung und das Gute glaubt, auch wenn alle anderen unfair spielen. Die ganzen Unglücksfälle, die dieser Familie passiert sind, taten mir besonders leid, weil sie das nicht verdient haben. Trotz dieser Höhen und Tiefen konnte mich die Geschichte einnehmen und das End war wunderbar :).

Veröffentlicht am 07.04.2017

Zu viel von allem und trotzdem genial!

Paper Prince
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Der zweite Teil geht genauso rasant weiter wie der erste geendet hat. Der kleine Cliffhanger glättet sich hier wieder und wendet sich zum Guten. Die Geschichte bietet immer noch vieles an. Eigentlich ist ...

Der zweite Teil geht genauso rasant weiter wie der erste geendet hat. Der kleine Cliffhanger glättet sich hier wieder und wendet sich zum Guten. Die Geschichte bietet immer noch vieles an. Eigentlich ist alles zu viel, als wären alle Regler einer Musikanlage aufs Maximum ausgerichtet. Viel zu viel Drama, Sex, Tragödien, Boshaftigkeiten, Drogen bzw. Suchtprobleme, Schmerz, Verlust, Trauer, Schuld, Klischees, Perversitäten. Das Buch scheint beinahe zu explodieren, weil alles in viel zu großen Mengen enthalten ist und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Es hatte mich sofort wieder in den Bann gezogen und ließ mich nicht mehr los. Und das obwohl es doch viele Schwächen hat, wie beispielsweise die Klischees oder die übertriebenen Verhaltensweisen der Schüler der Astor Park, bei denen man sich fragt was eigentlich nicht mit den Schülern oder allgemein den Protagonisten stimmt. Die sind extrem verkorkst und da scheint nichts mehr zu retten zu sein ;) dennoch ist diese explosive Mischung brillant und ich liebe es ! Das ist das Besondere an diesen Büchern. Bei anderen hätte ich es schnell weggelegt, aber hier Fehlanzeige. Das Ende übertrifft den Cliffhanger des ersten Bandes noch um einiges und ich möchte sooooooo gerne weiterlesen. Mit unbändiger Freude und Trauer, dass es bald vorbei ist, sehne ich dem Abschluss entgegen!