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Veröffentlicht am 12.09.2019

Steckt in uns allen wirklich eine Aisling?

OMG, diese Aisling!
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Der Roman "OMG diese Aisling !" von Sarah Breen und Emer McLysaght handelt von Aisling, die von ihrer Hochzeit träumt, und dabei vom Leben überrollt wird.

Den Inhalt kann ich nur schwer zusammenfassen, ...


Der Roman "OMG diese Aisling !" von Sarah Breen und Emer McLysaght handelt von Aisling, die von ihrer Hochzeit träumt, und dabei vom Leben überrollt wird.

Den Inhalt kann ich nur schwer zusammenfassen, da ich keinen roten Faden in der Handlung gefunden habe. Dies ist jedoch auch nicht verwunderlich, da der Roman eine Zusammenstellung aus gesammelten Aisling-Storys ist, die die Autorinnen in den letzten zehn Jahren gesammelt haben.

Das Cover ist wirklich ansprechend und fällt direkt auf. Aising ist auch genau so und daher finde ich das Cover ganz passend gewählt, wobei ich erwartet habe, dass ich die ganze Zeit lachen werde muss, was aber nicht der Fall war.Jeder muss schauen, ob die Geschichte mit dem eigenen Humor einhergeht oder nicht..

Die Protagonistin hat mich sehr genervt und im ersten drittel des Buches konnte ich sie überhaupt nicht nachvollziehen. Ihr Leben und ihre Denkweise sind sehr speziell und meiner Meinung nach sehr anstrengend. So sind ihre Gedanken von Klatsch und Unsicherheiten geprägt. Sie ist eine zwanghafte Person, die alles planen und organisieren muss und spießbürgerlich dazu. Ihre Art fand ich daher sehr komisch,aber kaum lustig.

Wir haben einen Ich-Erzähler aus ihrer Sicht und kriegen somit zu viel von ihrer nerviger Art mit. Da sie mich wirklich gestört hat und sehr unreif wirkt, musste ich mich bis zur Hälfte zwingen weiter zu lesen.
Außerdem kommt man nicht direkt mit dem Schreibstil zurecht. Man wird zugedröhnt mit Banalitäten und Fakten, die nichts mit der Handlung am Hut haben. Das hat mich anfangs zwar irritiert, aber später fand ich es ziemlich abwechslungsreich und schön zum Abschalten.

ENTHÄLT AB HIER SPOILER!!!

Aislings Beziehung zu John hat mich unfassbar wütend gemacht. Wenn man sieben Jahre zusammen ist,sollte man doch miteinander reden können. Die passiv-aggressive Art bei der Trennung und die Tatsache, dass sie ihn scheinbar noch irgendwo liebt und eifersüchtig war, obwohl sie meinte "melde dich nie wieder bei mir", war sehr heuchlerisch. Man hat im Verlauf schnell gemerkt, dass sie selbst nicht weiß, was sie möchte. Sie hat sich teilweise ausnutzen lassen und irgendwo kannte sie auch den Unterschied zwischen Liebe und Anziehung scheinbar nicht. Als John und Aisling noch zusammen waren, hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass sie ihn liebt, aber da sie ihn auch nach längerer Zeit nicht vergessen konnte, wurde mir erst klar, dass sie ihn liebte. Von Barry und Pjotr war ich auch kein Fan und habe irgendwie die Anziehung zwischen Aisling und den Typen nicht gespürt. Somit hab ich sie mit niemanden geshippt und hätte mir eventuell ein offenes Ende in punkto Liebesleben gewünscht, aber das mit John ist ja auch nicht verfestigt gewesen.

Ihre Traurigkeit nach John und der Verlust ihres Vaters und auch ihre neuen Freunde haben Ais mir näher gebracht. Davor war sie für mich einfach eine Zusammenstellung aus allen negativen Eigenschaften, die man so an sich und anderen Beobachten kann, aber nun hatte sie etwas positives,menschliches. Die Wendungen zum Ende hin haben dazu geführt, dass ich das Buch wirklich gerne gelesen habe und Ais hat eine positive Entwicklung durchgemacht, die ich auch realistisch fand.


Fazit: Das Buch konnte mich nicht ganz überzeugen, aber die Wendung zum Ende hin haben mir schon gefallen. Ab und zu hat mir Ais auch ein lächeln gezaubert, auch wenn sie mich am Anfang echt frustriert hat.Wenn ihr ein leichtes Buch für zwischendurch sucht, mit einem schönen Setting , kann es gelesen werden.

Veröffentlicht am 26.08.2019

Emotionales Finale

Flying High
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ACHTUNG: Die Rezension enthält Spoiler für Band eins der Reihe und über die Auflösung des Cliffhangers am Ende des ersten Bandes!!!!

Flying High von Bianca Iosivoni ist die Fortsetzung zu Falling Fast ...

ACHTUNG: Die Rezension enthält Spoiler für Band eins der Reihe und über die Auflösung des Cliffhangers am Ende des ersten Bandes!!!!

Flying High von Bianca Iosivoni ist die Fortsetzung zu Falling Fast und das Ende der Dilogie. Vorweg sei gesagt, dass mir Band eins sehr gut gefallen und 5 Sterne gekriegt hat.

MEINUNG:

Mich hat selten ein Buch so mitgenommen und ich musste auch unfassbar viel weinen.

Ich wollte, dass unsere Protagonisten einfach ein Happyend kriegen und alles wieder gut wird, aber genau das wäre kein glaubwürdiges Ende geworden.

Meine Ängste darüber, dass die wichtigen Themen zu kurz kommen könnten, waren komplett unbegründet, da Hailees ungesunder Seelenzustand und auch ihr Kampf damit bis zur letzten Seite thematisiert werden.

New Adult wir häufig mit Unterhaltungsliteratur gleichgesetzt, aber dieses Buch ist weder dies noch ein Buch für zwischendurch.

Hailee und Chase befinden sich in einem Tiefpunkt in ihrem Leben und beide müssen kämpfen, damit es ihnen besser gehen kann. Es wird nicht suggeriert, dass plötzlich, wie durch ein Wunder, alles perfekt werden kann, dass die Liebe alle Probleme löst. Wir treffen hier auf Figuren, die es genauso im echten Leben geben könnte und die genauso unvollkommen sind wie ich oder Du.

Die Geschichte zeigt einem, dass man nicht allein ist, egal ob man andere enttäuscht, sich gerade selbst nicht erkennt oder einfach alles infrage stellt. Sie zeigt einem, dass es manchmal nötig ist, an sich selbst zu denken und es möglich ist alles umzukrempeln und ein Neuanfang zu wagen.

Sprache/Stil: Biancas Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu lesen und man kommt schnell in die Geschichte rein. Die gewählten Erzählperspektiven und auch der Stil führen zu einer unfassbaren Nähe der Figuren. Hailees und Chase Gedanken sind häufig ungeordnet und sprunghaft und die Sprache spiegelt das wieder, so wirkt es manchmal ungewöhnlich, wenn sich einige Sätze mal wiederholen und wirklich einfache Wörter benutzt werde, aber genau so sind nun mal Gedanken. Diese Tatsache hat dazu geführt, dass ich mich unfassbar gut in die Figuren hineinversetzend konnte und ihre Sorgen und Ängste wie meine eigenen wahrgenommen habe.

Setting: Im ersten Teil habe ich mich mit Hailee zusammen in Fairwood verliebt. In diesem Band habe ich die Stadt teilweise vermisst, auch wenn sie noch immer eine zentrale Rolle spielt, sind wir nicht immer vor Ort und wenn doch , sind die Beschreibungen der Umgebung nicht so detailiert wie im ersten Teil. Mich hat es zwar etwas gestört, aber letztlich hatte das einen Grund. Im ersten Band wird häufig nur das sichtbare beschrieben und in Flying High wir der Fokus vom Äußeren auf die Innenwelt der Protagonisten gerichtet. So habe ich Hailee viel besser verstehen können und sie war mir viel sympathischer.

Fazit:

Ich liebe diese Fortsetzung.

Band eins war für mich ein Wohlfühlbuch, (außer die Enthüllung zum Schluss), aber dieses Ende macht es zu einer Geschichte, die ich wahrscheinlich niemals vergessen werde. Die Geschichte von Hailee und Chase ist realistisch für mich und gibt mir das Gefühl, dass jeder seine Probleme hat und nie alles Vollkommen sein kann, aber man trotzdem sein bestes geben sollte und für ein Stück Glück weitermachen sollte.

Veröffentlicht am 26.08.2019

(ELFENKÖNIG) Gelungene Fortsetzung

ELFENKÖNIG
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„Elfenkönig“ von Holly Black ist die Fortsetzung von „Elfenkrone“. Vorweg mir hat Band eins sehr gut gefallen. (Enthält nur Spoiler für diejenigen, die Band eins nicht gelesen haben.)


Worum geht es?

Jude ...

„Elfenkönig“ von Holly Black ist die Fortsetzung von „Elfenkrone“. Vorweg mir hat Band eins sehr gut gefallen. (Enthält nur Spoiler für diejenigen, die Band eins nicht gelesen haben.)


Worum geht es?

Jude hält die Fäden von Cardan, dem neuen Elfenkönig, in ihren Händen und regiert somit das Elfenreich. Doch das System ist nicht gefestigt und Feinde und Verräter sind überall. Schafft es Jude diese zu bekämpfen und was passiert, wenn der magische Schwur für ein Jahr, der Cardan an Jude bindet vorbei ist?



MEINUNG:

Der Anfang hat sich gezogen, weil ich prinzipiell etwas länger brauche, um in eine Fantasy-Welt einzutauchen und auch prinzipiell relativ wenig passiert ist. Ab dem Mittelteil wird man dann von einem Ereignis zum nächsten gezogen und die Spannung hält bis zur letzten Seite an. So war das Buch auch schon in einem Rutsch gelesen und ich hätte gerne mehr Seiten gehabt und wollte am liebsten direkt den nächsten Band haben. Die Wendungen und Ereignisse konnten mich überraschen und schockieren. Die Geschichte war unglaublich fesselnd und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Richtung, die die Handlunge genommen haben, haben mir sehr gut gefallen.


Holly Blacks Schreibstill passt so gut zu Jude. Irgendwie braucht man mit beiden seine Zeit, aber sie überzeugen. Ich finde den Schreibstil etwas anspruchsvoller, ganz besonders mit der Kombination aus den Wörtern, die fiktiv sind. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man nicht so schnell in die Welt/Geschichte rein findet, aber wenn man drinnen ist, kann man nicht aufhören zu lesen.


Jude und Cardan sind echt einzigartige Figuren. Ihre Überzeugungen und Wesenszüge sind einfach untypisch und unvollkommen. Ich kann mich auch nicht wirklich mit ihnen identifizieren und trotzdem liebe ich sie. So unterschiedlich beide auch sind, mag ich die Kombination der Beiden sehr gerne. Die Liebesgeschichte steht meiner Meinung nach nicht im Vordergrund, wobei ich gerne mehr von den beiden lesen würde, doch trotzdem merkt man, dass sich die Beziehung von ihnen verändert und verfestigt.


FAZIT:
Auch, wenn man nicht so schnell reinkommt ist es für mich ein fünf-Sterne Buch und ich warte ungeduldig auf den nächsten Band.