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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Einfach gekocht, aber nicht begeistert

One Pot
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Das Kochbuch One Pot setzt auf ein einfaches und alltagstaugliches Konzept. Über 90 Rezepte, die jeweils nur ein Kochutensil benötigen, ob Topf, Pfanne, Auflaufform oder Backblech. Gerade für die schnelle ...

Das Kochbuch One Pot setzt auf ein einfaches und alltagstaugliches Konzept. Über 90 Rezepte, die jeweils nur ein Kochutensil benötigen, ob Topf, Pfanne, Auflaufform oder Backblech. Gerade für die schnelle Feierabendküche ist das grundsätzlich eine praktische Idee.

Positiv fällt die klare thematische Gliederung auf. Die Rezepte sind übersichtlich nach Kategorien wie Gemüse & Kartoffeln oder Fisch & Fleisch sortiert, was die Orientierung erleichtert und das Stöbern angenehm macht.

Insgesamt hinterlässt das Buch bei mir jedoch einen zwiespältigen Eindruck. Viele der Gerichte haben mich persönlich geschmacklich nicht überzeugt oder wirkten wenig besonders. Außerdem sind einige Rezepte nicht unbedingt als besonders gesund einzustufen, auch wenn das kein ausdrückliches Kriterium war, fällt es dennoch auf.

Fazit: Unterm Strich ein solides Kochbuch mit guter Struktur, das aber inhaltlich nicht vollständig überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Enttäuschend und langatmig

Home Before Dark
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Marsi versucht das Verschwinden ihrer Schwester Kristin vor zehn Jahren aufzuklären, für das sie sich selbst eine Mitschuld gibt. Als sie erneut Kontakt zu ihrem damaligen Brieffreund erhält, kommen verdrängte ...

Marsi versucht das Verschwinden ihrer Schwester Kristin vor zehn Jahren aufzuklären, für das sie sich selbst eine Mitschuld gibt. Als sie erneut Kontakt zu ihrem damaligen Brieffreund erhält, kommen verdrängte Erinnerungen und neue Zweifel ans Licht und der Täter ist möglicherweise noch immer frei.

Meine Erwartungen an "Home Before Dark" waren recht hoch, umso größer ist am Ende leider die Enttäuschung ausgefallen. Die Grundidee des Buches ist spannend und atmosphärisch vielversprechend, doch in der Umsetzung bleibt das Buch für mich hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Die Figuren bleiben über weite Strecken wenig greifbar und wirken oft unnahbar. Es fällt schwer, eine echte emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen oder mit ihnen mitzufiebern. Gerade in einem Thriller, der stark von Spannung und Identifikation lebt, ist das ein deutlicher Schwachpunkt. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. 1977 aus Marsis Sicht und 1966 aus Kristins Perspektive. Dieser Aufbau ist grundsätzlich interessant und bietet Potenzial für Spannung und überraschende Verknüpfungen. In der Praxis wirkt der Erzählfluss jedoch stellenweise etwas holprig. Zudem ist die Handlung insgesamt eher langatmig, mit Passagen und etlichen Wiederholungen, die sich ziehen und den Lesefluss deutlich bremsen.

Positiv hervorzuheben ist die dichte, unterkühlte und teilweise beklemmende Atmosphäre. Die vielen angedeuteten Geheimnisse schaffen eine grundsätzlich reizvolle Stimmung und wecken Neugier. Hier zeigt sich das große Potenzial des Buches. Trotz der gelungenen Atmosphäre fehlt es für mich über weite Strecken an echter Spannung. Das konstante Gefühl von Nervenkitzel, das ich mir erhofft hatte, stellt sich kaum ein. Stattdessen verläuft die Handlung oft zu ruhig und ohne größere Höhepunkte.

Fazit: "Home Before Dark" überzeugt mit einer interessanten Grundidee und einer starken, düsteren Stimmung, scheitert für mich jedoch an zu distanzierten Figuren, einem teilweise zähen Erzähltempo, ständigen Wiederholungen und mangelnder Spannung.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Inspirierend, sprachlich ausbaufähig

Sunny Baking Time
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Nach "Cozy Baking Time" erscheint mit "Sunny Baking Time" das zweite Backbuch von Theresa Haubs. Dabei bleibt sie ihrem Konzept treu, sowohl im Aufbau als auch in der Gestaltung. Allerdings wirkt das Buch ...

Nach "Cozy Baking Time" erscheint mit "Sunny Baking Time" das zweite Backbuch von Theresa Haubs. Dabei bleibt sie ihrem Konzept treu, sowohl im Aufbau als auch in der Gestaltung. Allerdings wirkt das Buch dieses Mal recht kommerziell und weniger persönlich als man es sich vielleicht wünschen würde.

Wie schon im ersten Backbuch fällt auch hier die Sprache als Schwachpunkt auf. Die Texte wirken stellenweise nicht besonders ausgereift und können die eigentlich gemütliche, einladende Atmosphäre eines Backbuchs nur bedingt transportieren. Dafür überzeugen die Rezepte umso mehr. Sie sind abwechslungsreich und machen wirklich Lust aufs Nachbacken. Besonders gelungen ist die Aufteilung, die für eine stimmige Struktur sorgt und passende Inspirationen bietet.

Fazit: Insgesamt ein solides Backbuch mit leckeren Rezepten, das jedoch wie schon sein Vorgänger vor allem in der persönlichen Note und sprachlichen Ausarbeitung Luft nach oben lässt.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Kreativ, lecker, inspirierend

Eine Handvoll Sonnenschein
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Dieses wunderschön gestaltete Back- und Kochbuch macht seinem Namen alle Ehre. Es bringt tatsächlich ein Stück Sonnenschein in die Küche. Schon beim ersten Durchblättern fällt die liebevolle Aufmachung ...

Dieses wunderschön gestaltete Back- und Kochbuch macht seinem Namen alle Ehre. Es bringt tatsächlich ein Stück Sonnenschein in die Küche. Schon beim ersten Durchblättern fällt die liebevolle Aufmachung ins Auge: warme Farben, stimmungsvolle Bilder und ein ruhiges, inspirierendes Layout laden direkt zum Ausprobieren ein.

Besonders begeistert haben mich die rund 80 abwechslungsreichen Rezepte. Die Auswahl reicht von kleinen Kuchen und feinen Tartes bis hin zu Ideen für Brunch, schnelles Mittagessen, Meal Prep oder ein gemütliches Abendessen und natürlich kommen auch Dessertliebhaber voll auf ihre Kosten. Die Rezepte wirken durchdacht, alltagstauglich und gleichzeitig besonders genug, um Gäste zu beeindrucken.

Geschmacklich konnte mich das Buch ebenfalls überzeugen. Die Gerichte sind kreativ, aber nicht kompliziert, und liefern durchweg tolle Ergebnisse. Man merkt, dass hier viel Wert auf Genuss und Wohlfühlküche gelegt wurde.

Fazit: Ein inspirierendes, vielseitiges Koch- und Backbuch mit viel Herz, perfekt für alle, die sich im Alltag kleine Genussmomente schaffen möchten.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Atmosphärisch, aber nicht packend

Bachelorette Party
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Vier Freundinnen reisen im Mai 2012 für ihr traditionelles Treffen auf die abgelegene Insel Isle Blind im Schärengarten und kehren nie zurück. Zehn Jahre später wirft eine Bachelorette-Party in einem Yogaretreat ...

Vier Freundinnen reisen im Mai 2012 für ihr traditionelles Treffen auf die abgelegene Insel Isle Blind im Schärengarten und kehren nie zurück. Zehn Jahre später wirft eine Bachelorette-Party in einem Yogaretreat unheilvolle Schatten, als sich die Ereignisse auf beunruhigende Weise zu wiederholen scheinen.

In "Bachelorette Party" begleitet man die Podcasterin Tessa Nilsson, die gemeinsam mit ihrer Schwester Lena zu einem Junggesellinnenabschied reist und dabei, wenig überraschend, in ein düsteres Geheimnis hineingezogen wird.

Leider bin ich mit den Figuren überhaupt nicht warm geworden und das schließt selbst die Protagonistin Tessa mit ein. Besonders irritierend fand ich erneut das mittlerweile fast schon klischeehafte Motiv, dass Podcaster zwangsläufig in Ermittlungen verwickelt werden müssen. Auch wenn öffentliche Aufmerksamkeit hilfreich sein kann, wird dabei oft eine Dynamik ausgelöst, die schnell außer Kontrolle gerät. Ich persönlich sehe das kritisch und empfinde es als respektlos gegenüber Opfern und deren Angehörigen. Solche Ermittlungen sollten aus meiner Sicht klar in den Händen der Polizei bleiben.

Auch die Gruppendynamik konnte mich nicht überzeugen. Weder die damalige noch die heutige Freundesgruppe wirkte für mich wie echte Freundinnen, sondern vielmehr erschien mir die Verbindung zwischen ihnen kühl und distanziert, was es schwer machte, emotional mitzugehen.

Spannungstechnisch blieb der Roman ebenfalls hinter meinen Erwartungen zurück. Es gab einige Längen, die den Lesefluss gebremst haben, obwohl die Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Ein Stilmittel, das eigentlich viel Potenzial für Spannung bietet, hier aber nicht voll ausgeschöpft wurde. Was mir hingegen wirklich gut gefallen hat, war der Schreibstil von Camilla Sten. Dieser ist fesselnd, flüssig und sehr lebendig. Besonders die Atmosphäre ist hervorragend eingefangen und sorgt dafür, dass man trotz der Schwächen immer wieder in die Geschichte hineingezogen wird.

Fazit: Eine atmosphärisch starke, aber inhaltlich für mich eher enttäuschende Geschichte mit wenig greifbaren Figuren und zu wenig Spannung.

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