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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2021

Food is Love

Tasty Pride - Das Original
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Das Kochbuch "Tasty Pride" stammt es aus der tollen Tasty-Reihe, welche für absolut appetitliche und einfache Gerichte steht. Auch in diesem Kochbuch ist es wieder ein bunter Mix an neuen Rezepten, die ...

Das Kochbuch "Tasty Pride" stammt es aus der tollen Tasty-Reihe, welche für absolut appetitliche und einfache Gerichte steht. Auch in diesem Kochbuch ist es wieder ein bunter Mix an neuen Rezepten, die auch schön fürs Auge sind.

Die Rezepte sind wirklich vielfältig und für jeden ist etwas dabei. Die meisten Ideen sind fleischhaltig, lassen sich aber auch gut variieren. Das Buch ist in mehrere Kapitel untergliedert. Der Anfang und das Ende besteht neben der Einleitung aus einem interessanten Teil der Queer-Food-Mitwirkenden. Das Buch beinhaltet von vielen Queer-Köchen der Welt spannende und genussvolle Gerichte.

Zudem ist jedes Rezept mit einer kleinen Geschichte zu der Person und dem Grund der Idee versehen. Dies macht das Buch zu etwas Besonderem. Die Geschichten sind kurz gehalten und geben unterhaltsame, emotionale und humorvolle Einblicke. So hat jedes Gericht seine eigene Geschichte.

Die Rezept-Kapitel sind außerdem in "Dips, Fingerfood & Snacks", "Rind, Lamm & Schwein", "Geflügel", "Fisch & Meeresfrüchte", "(Überwiegend) vegetarisch", "Beilagen" und "Süßes" unterteilt. Dadurch kommt es zu zahlreichen Rezept-Abwechslungen, die aber eindeutig Geschmackssache sind.

Manche Rezepte, wie geröstete Kichererbsen und Bananen-Chips, fand ich schon fast zu simpel. Eine stärkere Unterteilung hätte mir hier etwas mehr gefallen. Die vorherigen Tasty-Bücher sind um einiges besser, hier steht nur mehr der Fokus auf den Queer-Geschichten!

Veröffentlicht am 09.04.2021

Interessante Familiengeschichte

Denn Familie sind wir trotzdem
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Der Roman "Denn Familie sind wir trotzdem" von Heike Duken spielt in verschiedenen Zeitebenen, die spannend und emotional sind. Dennoch kamen manche Stellen zu kurz.

Die Schatten der Vergangenheit reichen ...

Der Roman "Denn Familie sind wir trotzdem" von Heike Duken spielt in verschiedenen Zeitebenen, die spannend und emotional sind. Dennoch kamen manche Stellen zu kurz.

Die Schatten der Vergangenheit reichen weit in der Familie Fux – von 1925, als zwei Brüder schon als kleine Jungen zu Soldaten erzogen werden und in den Dreißigerjahren entscheiden müssen, auf welcher Seite sie stehen, bis zum heutigen Tag. Ina, die Tochter des einen Bruders, entfremdet sich von ihrer Familie und ihrer Geschichte. Sie wird mit neunzehn schwanger und beschließt, ihre Tochter Floh trotz der fehlenden Unterstützung des Vaters alleine großzuziehen. Als junge Frau stellt Floh, angetrieben vom Zorn auf den unerreichbaren Vater, auf Staat und Gesellschaft, Recherchen über ihre Familie an. Was sie entdeckt und dass sie selbst schwanger wird, verändert alles. Die Geschichte droht sich zu wiederholen, doch Floh ist entschlossen, zusammen mit ihrem Großvater den Fluch des Gestern zu überwinden und nach dem zu suchen, was Familie trotz allem zusammenhält.

Gleich zu Beginn befinde ich mich als Leser schnell im Geschehen. Der Schreibstil von Heike Duken hat mir gut gefallen. Besonders die Charaktere bekommen alle ihre detailreiche Beschreibung und vielseitige Persönlichkeit. Besonders die junge Floh habe ich gerne verfolgt. In ihrem Leben kommt es zu so vielen heftigen Veränderungen, die mich gefesselt haben.

Das Familiendrama wirkt sehr authentisch. Heike Duken verarbeitet ihre eigene Familiengeschichte mit dem Roman, was ich sehr beeindruckend finde. So habe ich als Leser an vielen Stellen mitgefiebert und musste teilweise den Atem anhalten, so unglaublich wirkten manche Momente.

Die Familienverhältnisse kommen jedoch zu kurz. So sehr hätte ich mir mehr Tiefgründigkeit gewünscht. Vielleicht lag es auch an den Perspektiven oder dem eher schmalen Buch. Es hätte ruhig mehr Details geben können, trotzdem hatte ich viel Freude beim Lesen und kann das Buch empfehlen!

Veröffentlicht am 08.04.2021

Fesselnder Auftakt

Mörderfinder - Die Spur der Mädchen
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Der Thriller "Mörderfinder" von Arno Strobel ist der erste Teil der neuen Bischoff-Reihe. Ich kenne zwar bisher nur die Bücher "Offline" und "Die App" gelesen, war aber trotzdem super gespannt auf dieses ...

Der Thriller "Mörderfinder" von Arno Strobel ist der erste Teil der neuen Bischoff-Reihe. Ich kenne zwar bisher nur die Bücher "Offline" und "Die App" gelesen, war aber trotzdem super gespannt auf dieses Buch. Der Schreibstil ist wirklich nervenaufreibend, spannend und sorgt für eine undurchschaubare Handlung!

Nachdem sich Max Bischoff als Kommissar ausgeklinkt hat, arbeitet er nun als Dozent an der Polizeihochschule. Doch dann wird Bischoff von einem neuen Fall eingeholt und muss sich wieder seinem alten Job widmen. Robert Benz vermisst seine Tochter Leni und bittet Max um Hilfe.

Obwohl ich Max Bischoff zuvor nicht kannte, fand ich ihn auf Anhieb sympathisch. Ich werde mir mit Sicherheit noch die alten Fälle zulegen. Schnell findet man sich in das Geschehen auch ohne Vorkenntnisse ein. Max Bischoffs Art wirkt zu Beginn etwas schroff, aber im Innern ist er ein guter Mensch.

Arno Strobel trifft mit seinen Romanen immer den Kern der Zeit. Dabei ist es eine spannende und authentische Handlung, die das Buch ganz grandios macht. Zusätzlich schafft es der Autor wichtige Themen in Bezug auf Straftaten, Täterverhalten und gerichtliche Situationen gekonnt in die Szenen zu integrieren. Immer wieder regt es ein Stück zum Nachdenken an. Das hat mir bereits bei den Vorgängern gefallen!

Veröffentlicht am 08.04.2021

Bewegender Roman

Die Buchhändlerin
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Von den Büchern der Autorin Ines Thorn bin ich absolut begeistert. Auch der Roman "Die Buchhändlerin" lässt einen in eine emotionale und authentische Handlung eintauchen. Diesmal spielt die Handlung in ...

Von den Büchern der Autorin Ines Thorn bin ich absolut begeistert. Auch der Roman "Die Buchhändlerin" lässt einen in eine emotionale und authentische Handlung eintauchen. Diesmal spielt die Handlung in den 1940er Jahren, kurz nach dem 2. Weltkrieg.

Christa muss schweren Herzens für die Buchhandlung ihres Onkels ihren Traum vom Studium aufgeben. Nach dem Krieg hilft sie ihm bei dem Wiederaufbau und entdeckt schnell ihre Leidenschaft für Bücher.

Ines Thorn hat ein Händchen für packende Geschichten mit vielen Emotionen und bildhaftem Schreibstil. Die Nachkriegszeit wird bemerkenswert geschildert. Besonders die Frauenrolle hat mich mitgerissen. So musste sich auch Christa in einer männerdominierten Gesellschaft durchsetzen. Ihren Werdegang habe ich beeindruckend verfolgt.

Neben Christa lernt man auch den Waisenjungen Heinz kennen, der in Christas Familie aufgenommen wird. So erlebt man hautnah das Geschehen rund um ihn, Christa und Martin. Viele berührende Momente haben bei mir für Gänsehaut gesorgt. Das Schicksal von Martin hat mich sehr berührt.

Veröffentlicht am 07.04.2021

Provenzalischer Wohlfühlroman

Lavendeltage in der Auberge de Lilly
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"Lavendeltage in der Auberge de Lilly" ist der neue Roman von Marion Stieglitz. Auch diesmal wurde ich in die Provence entführt und habe mich auf alte Bekannte gefreut. Zuvor ist bereits das Buch "Das ...

"Lavendeltage in der Auberge de Lilly" ist der neue Roman von Marion Stieglitz. Auch diesmal wurde ich in die Provence entführt und habe mich auf alte Bekannte gefreut. Zuvor ist bereits das Buch "Das kleine Hotel in der Provence" von der Autorin erschienen. Beide sind zwar unabhängig lesbar, enthalten aber viele gleiche Charaktere.

In dieser Geschichte verschlägt es Helen mit ihrem Freund Leo nach Südfrankreich. Ein Spontanurlaub, der eigentlich Helen gar nicht gelegen kommt, da eine wichtige Job-Präsentation ansteht. Eine Autopanne verschlägt die Beiden in das schöne "Auberge de Lilly". Die Provence weckt Träume...

Nachdem mir schon das Buch "Das kleine Hotel in der Provence" so gut gefallen hat, war ich auf diese Handlung gespannt. Auch diesmal bin ich von dem angenehmen und lockeren Schreibstil angetan. Die Seiten fliegen beim Lesen. Ob man das Buch kennt oder nicht, nach wenigen Seiten befindet man sich im Geschehen und ist verliebt in die provenzalische Kulisse. Besonders die Liebe zu Lavendel wird in den Romanen von Marion Stieglitz großgeschrieben. Den himmlischen Duft habe ich bei der bildhaften Erzählweise sofort in der Nase.

Die Autorin hat ein Gespür für facettenreiche und tiefgründige Charaktere. Helen ist mir sofort sympathisch. Ihre zuerst geärgerte Art verwandelt sich in ein träumerisches Verhalten. Zudem erlebt man weitere herzliche Personen in dieser Geschichte, unter anderem die alte Dame Marianne, die ich bereits im ersten Buch in mein Herz geschlossen habe.

Unerwartet bietet das Buch viele Wendungen, die man nicht vorausahnen kann. Man begleitet Helen auf ein wunderbares Abenteuer. Dabei kommt die Liebesgeschichte nicht zu kurz, dennoch geht es um viel mehr. Nämlich um Mut, Selbstverwirklichung und Träume!