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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Ein Herzensbuch zum Staunen und Nachdenken

Ein Hund namens Katze
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Das Kinderbuch „Ein Hund namens Katze“ von Toni Konto, liebevoll illustriert von Elina Warsta, gehört für mich zu den schönsten Kinderbüchern, die ich seit langem gelesen habe. Ich bin wirklich tief beeindruckt ...

Das Kinderbuch „Ein Hund namens Katze“ von Toni Konto, liebevoll illustriert von Elina Warsta, gehört für mich zu den schönsten Kinderbüchern, die ich seit langem gelesen habe. Ich bin wirklich tief beeindruckt von der besonderen Geschichte, dem poetischen Schreibstil und den wunderwunderschönen Illustrationen.
In der Geschichte geht es um einen Hund, der auf ungewöhnliche Weise seinen eigenen Weg sucht und dabei Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Freundschaft aufwirft. Es ist eine leise, feinsinnige Erzählung, die viel Raum für eigene Gedanken lässt und gleichzeitig sehr berührt.
Der Schreibstil von Toni Konto ist dabei fast schon poetisch, ruhig, einfühlsam und voller kleiner, bedeutungsvoller Momente. Die Illustrationen von Elina Warsta sind einfach bezaubernd: detailreich, stimmungsvoll und mit ganz viel Gefühl gestaltet. Auf jeder Seite gibt es Neues zu entdecken, sodass man immer wieder länger verweilt und sich in den Bildern verlieren kann.
Mich hat dieses Buch nicht nur beim Lesen bewegt, sondern auch danach noch lange beschäftigt. Es regt zum Nachdenken an, lädt aber genauso dazu ein, mit Kindern ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu erzählen und sogar ein wenig zu philosophieren.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, das Buch auch in der Grundschule zu lesen und anschließend gemeinsam darüber zu sprechen. Es bietet so viele Anknüpfungspunkte für Gespräche über Gefühle, Anderssein und das eigene Ich.
Für mich ist „Ein Hund namens Katze“ ein echtes Herzensbuch, das ich so sehr weiterempfehle und zwar nicht nur für Kinder, sondern ebenso für Erwachsene.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Kleine Heldin, große Wirkung

Fritzi Furchtlos
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Das Bilderbuch „Fritzi Furchtlos – Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ von Katja Reider und Thorsten Saleina hat uns supergut gefallen, und wir haben Fritzi sofort ins Herz geschlossen. Sie ...

Das Bilderbuch „Fritzi Furchtlos – Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ von Katja Reider und Thorsten Saleina hat uns supergut gefallen, und wir haben Fritzi sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eine wunderbare kleine Hauptfigur, mit der man sich schnell verbunden fühlt.
Besonders begeistert haben uns die wunderschönen Illustrationen. Alle Figuren sind mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, und vor allem die unterschiedlichen Mimiken sind super gelungen. Man kann die Gefühle der Charaktere direkt in ihren Gesichtern ablesen, was die Geschichte gleich lebendiger macht.
Auch die Botschaft des Buches wird sehr einfühlsam und kindgerecht vermittelt. Wir haben uns sehr mit Fritzi gefreut, dass sie durch Fiete doch noch gelernt hat, sich zu fürchten. Es ist schön zu sehen, wie Gefühle durch andere Menschen sichtbar werden und wie wir uns manchmal erst durch sie unserer eigenen Emotionen bewusst werden. Genau das macht diese Geschichte so besonders.
Die Idee mit dem Angstausschlag fanden wir superlustig. Diese Szene hat bei uns für ein dickes Grinsen im Gesicht gesorgt. Humor und Tiefgang sind hier wunderbar miteinander verbunden, ohne dass es zu schwer oder belehrend wirkt.
Für uns ist dieses Buch ein ganz wundervolles Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft über Gefühle, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung. Es regt zum Nachdenken an, lädt zum gemeinsamen Gespräch ein und macht dabei einfach richtig viel Spaß. Ein echtes Herzensbuch!

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Ein Kinderbuch, das berührt und bleibt

Obacht!
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Für mich ist Obacht ein wahres Kunstwerk. Schon beim ersten Durchblättern war ich tief beeindruckt von den unglaublich schönen Zeichnungen, die trotz ihrer Schlichtheit eine enorme Wirkung entfalten. Die ...

Für mich ist Obacht ein wahres Kunstwerk. Schon beim ersten Durchblättern war ich tief beeindruckt von den unglaublich schönen Zeichnungen, die trotz ihrer Schlichtheit eine enorme Wirkung entfalten. Die Farbwelt aus Weiß, Grau, Schwarz und Orange ist so minimalistisch und gerade deshalb so ausdrucksstark. Nichts lenkt ab, alles wirkt bewusst gesetzt. Besonders das Orange fühlt sich wie ein emotionaler Lichtpunkt an, der dem Buch eine besondere Tiefe verleiht.
Ich liebe es, wie viel Raum die Illustrationen lassen, um selbst zu fühlen, zu denken und zu entdecken. Sie überfordern nicht, sondern laden ein, genau hinzuschauen und immer wieder Neues wahrzunehmen. Diese Ruhe und Klarheit machen das Buch für mich so besonders.
Besonders berührt hat mich die zentrale Botschaft: den Mut zu haben, mit dem Unbekannten in Kontakt zu treten. Diese Idee wird so feinfühlig und kindgerecht vermittelt, dass sie weit über ein gewöhnliches Kinderbuch hinausgeht. Sie spricht auch mich als Erwachsene an und erinnert daran, offen, neugierig und mutig zu bleiben.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dieses Buch als kleines Theaterstück mit Kindern aufzuführen, weil die Bilder und die Geschichte so viel Atmosphäre und Emotion transportieren. Gleichzeitig habe ich auch vor, Obacht mit meiner Klasse zu lesen, da es sich hervorragend eignet, um Gespräche über Gefühle, Neugier, Ängste und Offenheit anzuregen.
Für mich ist Obacht ein wunderschönes, tiefgründiges Kinderbuch, das lange nachwirkt. Es verbindet Minimalismus mit großer Aussagekraft, Fantasie mit Gefühl und Leichtigkeit mit Bedeutung. Ein Buch, das ich immer wieder gern zur Hand nehme werde und von Herzen weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Tierisch schön & lehrreich

National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt
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Mir hat das Buch „Die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ aus der Reihe National Geographic Kids supergut gefallen. Die vielen Fotos – teilweise auch großformatig – sind wunderschön und laden richtig zum ...

Mir hat das Buch „Die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ aus der Reihe National Geographic Kids supergut gefallen. Die vielen Fotos – teilweise auch großformatig – sind wunderschön und laden richtig zum Staunen ein.
Die Texte sind nicht überladen, enthalten aber dennoch viele interessante Informationen. Besonders schön finde ich, dass die kleinen Leser immer wieder direkt angesprochen werden, zum Beispiel beim Fennek mit der Frage: „Was hörst du, wenn du nach draußen gehst?“ oder beim gelbbraunen Kofferfisch: „Kennst du andere Dinge, die kastenförmig sind?“ Dadurch wird das Buch sehr lebendig und regt zum Mitdenken an.
Besonders gut haben mir und meinen Kindern die Belugamutter und ihr dunkelgraues Kalb gefallen. Die Frage, welche unterschiedlichen Geräusche meine Kinder machen können, hat für unglaublich viel Spaß gesorgt – es wurde gezeigt, ausprobiert und ganz viel gelacht.
Auch die kleine Säule mit dem Faktenwissen zu jedem Tier gefällt mir richtig gut: kompakt, übersichtlich und dennoch sehr informativ.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass das Buch aufgrund seiner Größe und seines Gewichts für jüngere Kinder nicht gut zum eigenständigen Entdecken geeignet ist. Zum gemeinsamen Betrachten oder Vorlesen eignet es sich jedoch hervorragend.
Insgesamt ist es ein tolles Sachbuch, das Wissen vermittelt und dabei viel Freude macht.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Starke Gefühle? Anna zeigt, wie’s geht!

Anna und die Wut
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Ich habe „Anna und die Wut“ von Christine Nöstlinger und Anke Kuhl mit großer Begeisterung gelesen. Besonders gut gefällt mir der klare und direkte Text. Er spricht die kleinen Leserinnen und Leser unmittelbar ...

Ich habe „Anna und die Wut“ von Christine Nöstlinger und Anke Kuhl mit großer Begeisterung gelesen. Besonders gut gefällt mir der klare und direkte Text. Er spricht die kleinen Leserinnen und Leser unmittelbar an, ohne Umwege und ohne Schnörkel. Genau das macht das Buch so stark – man fühlt sich sofort ernst genommen und verstanden.
Im Mittelpunkt steht Anna, die manchmal so wütend wird, dass sie gar nicht mehr weiß, wohin mit all ihren Gefühlen. Ihre Wut ist groß und mächtig, sie wirbelt alles durcheinander und reißt andere mit. Doch schnell merkt Anna, dass es nicht funktioniert, die Wut einfach freien Lauf zu lassen – am Ende steht sie ganz schön alleine da. Gleichzeitig ist auch das Herunterschlucken keine Lösung. Zum Glück hat Annas Opa eine wunderbare Idee, wie sie lernen kann, mit der Wut besser umzugehen.
Sehr eindrücklich wird damit gezeigt, dass man mit seinen Gefühlen umgehen lernen muss, und dass es völlig in Ordnung ist, wütend zu sein – solange man Wege findet, diese Energie zu kanalisieren.
Die Neuinterpretation ist in meinen Augen äußerst gelungen. Besonders mag ich die farbliche Unterlegung der Wut in den Illustrationen – sie macht die Gefühle sichtbar und für Kinder nachvollziehbar.
Für mich ist „Anna und die Wut“ ein rundum gelungenes Kinderbuch, das wichtige Themen verständlich, ehrlich und zugleich liebevoll vermittelt. Große Leseempfehlung!

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