Profilbild von BarbaraM

BarbaraM

Lesejury Profi
offline

BarbaraM ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BarbaraM über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2019

Ein wunderbares, spannendes Abenteuer rund um Cassandra Carpers fabelhaftem Café gewürzt mit ganz viel Magie!

Cassandra Carpers fabelhaftes Café
2

Emma wird von einigen Mitschülern immer wieder gepiesackt und kann sich gerade noch so vor ihnen retten, indem sie sich schnell in einem Café versteckt. Die Cafébesitzerin heißt Cassandra Carper und bietet ...

Emma wird von einigen Mitschülern immer wieder gepiesackt und kann sich gerade noch so vor ihnen retten, indem sie sich schnell in einem Café versteckt. Die Cafébesitzerin heißt Cassandra Carper und bietet Emma an, sich ein Cupcake auszusuchen. Emma überlegt ein bisschen und verlangt dann nach einem wunderbar nach Nougat duftendem Küchlein und damit beginnt für das Mädchen ein wunderbares, magisches und spannendes Abenteuer. Denn wer hätte es geahnt, aber bei diesem Cupcake handelt es sich um einen ganz besonderen. Zum Glück hat Emma viele gute Freunde an ihrer Seite…

Mit ihrem Buch „Cassandra Carpers fabelhaftes Café – Magische Cupcakes aller Art“ ist Mona Herbst ein wunderbares, fantasievolles und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Boje-Verlag 2019 erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 368 Seiten umfasst. Es ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, spricht sicherlich auf den ersten Blick Mädchen an, ist aber bestimmt auch für Jungs lesenswert.

Mona Herbst gelingt es in einer absolut kindgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Besonders angetan haben es uns die vielen magischen Ideen der Autorin: Feuerkatze, Gestaltwandler, magische Cupcakes, Witchcastle, Drachenpfau und vieles mehr - aber mehr wird hier nicht verraten, nur so viel: so macht das Lesen Spaß und Freude!
Prima gefallen hat uns auch die Protagonistin Emma. Wir konnten prima mit ihr mitfühlen, uns mitfreuen und uns mit ihr ängstigen. Vor allem in Bezug auf das Thema „Freundschaft“ hat sie sich toll entwickelt und zwei oder auch mehrere richtig gute Freunde gefunden. Wer weiß, was sich daraus vielleicht in weiteren Bänden noch entwickeln wird?!
Aber auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere, wie zum Beispiel Paula, Ben, Cassandra Carper, Molly, Salamanderstrom usw. sind toll beschrieben und fügen sich in die Geschichte sehr stimmig ein.
Das anfängliche Thema „Mobbing“ wird von Mona Herbst ebenfalls prima aufgegriffen, schafft für die Leser sofort einen Bezug zu deren Realität und steigert das Interesse an der Geschichte.

Den einzigen Kritikpunkt den wir hätten, wäre das für uns zu schnelle Ende in Bezug auf die beiden Cupcakes. Hier hätte unserer Meinung noch mehr auf die Ähnlichkeit, die damit verbundene Spannung und die Wirkung eingegangen werden können.

Das Cover des Buches ist absolut passend zur Geschichte: spritzig, jung und eindeutig magisch. Meine Tochter und mich hat es total angesprochen.

Und da uns nun so alles gefällt: die Geschichte insgesamt, die verschiedenen Charaktere, das junge Cover und der frische Schreibstil von Mona Herbst, vergeben wir glatte 5 von 5 Punkten und wir hoffen darauf, das es noch weitere Bände um Cassandra Carpers fabelhaftes Cafe geben wird.

Veröffentlicht am 26.02.2019

Ein absolut gelungener historischer Abenteuerroman, der spannend bleibt bis zur letzten Seite!

Der Gesang der Bienen
1

„Der Gesang der Bienen“ von Ralf H. Dorweiler ist 2019 im Bastei Lübbe Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 400 Seiten.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
A.D. 1152: Als ...

„Der Gesang der Bienen“ von Ralf H. Dorweiler ist 2019 im Bastei Lübbe Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 400 Seiten.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
A.D. 1152: Als Zeidler streift Seyfried durch den Schwarzwald und erntet Honig und Wachs von wilden Bienenvölkern. Als seine Frau zum Tode verurteilt wird, bricht er auf der Suche nach Beistand zum Kloster Bingen auf. Er findet es in heller Aufregung vor, denn die gelehrte Äbtissin Hildegard hat sich mit ihrer direkten Art Feinde innerhalb und außerhalb der Klostermauern geschaffen. Sie knüpft ihre Hilfe an schier unerfüllbare Bedingungen, die Seyfried bis vor den frisch gekrönten König Friedrich I. führen.

Ralf H. Dorweiler schafft es mit seinem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte um den Zeidler Seyfried, seiner Familie, Hildegard von Bingen und allen weiteren Charakteren zu ziehen. Sein Buch lässt sich leicht, flüssig und fortlaufend spannend lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die ausgesprochen fein ausgearbeiteten Charaktere der Geschichte einfühlen. Ich habe tatsächlich jede Seite des Buches genossen und war nicht nur vom Ende sehr angetan. Beim Zuklappen war ich wirklich sehr fasziniert davon, wie wunderbar der Autor alle Fäden am Ende zusammenlaufen ließ und wie stimmig das Buch insgesamt ist.
Sehr gut gefallen hat mir auch das Verzeichnis der im Buch vorkommenden Personen mit den jeweiligen Erklärungen.

Fazit: „Der Gesang der Bienen“ ist ein abenteuerliches, sehr gut recherchiertes historisches Abenteuerbuch mit einer durchwegs spannenden Geschichte. Die Spannung bleibt während des ganzen Romanes erhalten.
Man merkt dem Buch an, dass es mit ganz viel Herzblut geschrieben worden ist.
Lesespaß ist hier 100% garantiert und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann
0

„Wo man im Meer nicht mehr stehen kann“ von Fabio Genovesi ist 2019 in der deutschsprachigen Ausgabe im Verlag C. Bertelsmann erschienen und im Jahr 2017bei Mondadori Libri. Der Roman umfasst in der gebundenen ...

„Wo man im Meer nicht mehr stehen kann“ von Fabio Genovesi ist 2019 in der deutschsprachigen Ausgabe im Verlag C. Bertelsmann erschienen und im Jahr 2017bei Mondadori Libri. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 408 Seiten.

Der achtjährige Fabio wächst in der unglaublichen, italienischen Familie der Mancinis auf: er hat neben seinen Eltern und Großeltern gleich noch zehn weitere Großväter, die unverheirateten Brüder seines Opas. Fabio steht also im absoluten Mittelpunkt der großen Familie und natürlich möchte jeder der teilweise auch schrulligen Charaktere viel Zeit mit ihm verbringen und ihn auf das „echte“ Leben vorbereiten. Erst in der Schule bemerkt Fabio, dass es auch noch gleichaltrige Kinder gibt, doch da ist er längst ein Außenseiter.
Als sein Vater durch einen Unfall ins Koma fällt, gelingt es Fabio durch seine eigene Art, zu ihm durchzudringen.

Fabio Genovesi gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen feinfühligen, unglaublich anschaulichen, poetischen und dabei auch so humorvollen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er lässt den jungen Protagonisten Fabio, die Welt der Erwachsenen immer so gut und klug erklären und verstehen und bringt sehr viel Gelassenheit in die Geschichte der oftmals so skurrilen Personen.
Die Botschaft des Buches lautet in meinen Augen: Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!

Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger, humorvoller und lesenswerter Roman, der mir sehr viele Glücksmomente beim Lesen schenkte und bei dem man unweigerlich ein Grinsen während des Lesens im Gesicht hat.
Es war für mich ein sehr schönes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Fabio und seiner großen Familie einzutauchen.
Ich kann es jedem nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Leider nicht wie erwartet

Blackwood
0

„Blackwood – Briefe an mich“ von Britta Sabbag ist 2019 im Verlag Fischer FJB erschienen. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es (dem Klappentext entnommen):

Stell dir vor, ...

„Blackwood – Briefe an mich“ von Britta Sabbag ist 2019 im Verlag Fischer FJB erschienen. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es (dem Klappentext entnommen):

Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?

Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt...

An dieses Buch bin ich mit sehr hohen Erwartungen herangegangen und letztendlich überwiegt in mir die Enttäuschung, aber warum?
Ich bin in meiner Buchhandlung auf das Buch wegen des Covers gestoßen. Es ist in meinen Augen eines der schönsten Cover, die ich kenne. Auch der Klappentext hat mich total angesprochen und ich habe mir eine spannende, tiefgründige Auseinandersetzung der Protagonistin mit sich selbst, einem Rück- und Vorblick in das eigene Leben erwartet und dazu etwas von dem Zauber, der Irland und seine Natur und das Geheimnisvolle dieser Insel ausmacht.
Letztendlich bin ich enttäuscht, weil die Charaktere in meinen Augen zu wenig ausgearbeitet sind, weil die Briefe, so wenig im Mittelpunkt stehen, weil es viel zu sehr um die Probleme der Teenies Gesine, Adrian etc. geht und weil ich das Buch zu oft als langweilig empfunden habe. Die Geschichte hat meinen Geschmack nicht getroffen. Ich denke, dass man auch viel mehr aus dem „Libellenthema“ hätte machen können und das geheimnisvolle, mystische Irland etwas mehr hätte einbeziehen können.

Veröffentlicht am 25.05.2019

Ein wunderbares, spannendes Abenteuer gewürzt mit ganz viel Apfelkuchenduft!

Das Apfelkuchen-Geheimnis
0

Vorsicht: Während des Lesens umweht einen förmlich der Duft von frischgebackenem Apfelkuchen

Seit zehn Jahren ist Zippa ein Einzelkind und dann kamen da plötzlich ihre beiden Zwillingsbrüder dazu. In ...

Vorsicht: Während des Lesens umweht einen förmlich der Duft von frischgebackenem Apfelkuchen

Seit zehn Jahren ist Zippa ein Einzelkind und dann kamen da plötzlich ihre beiden Zwillingsbrüder dazu. In ihrer Familie herrscht natürlich erst einmal Chaos und Zippa steht nicht mehr nur im Rampenlicht für ihre Eltern und auch ihrem Hobby, dem Backen, kann sie nicht mehr ungestört nachgehen. Und dann verstirbt plötzlich auch noch die Uroma Mila. Doch Urmila hat eine spannende Überraschung für Zippa bereit: eine Schatzsuche. Zippa ist natürlich neugierig und gemeinsam mit ihren Freunden kommt sie einem alten Familiengeheimnis auf die Spur und auch Zippas heißgeliebtes Hobby „Backen“ spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Mit ihrem Buch „Das Apfelkuchen-Geheimnis“ ist Juliane Breinl ein wunderbares, lebendiges und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Verlag arsEdition 2019 erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 192 Seiten umfasst. Es ist geeignet für Kinder ab 9 Jahren, spricht sicherlich auf den ersten Blick Mädchen an, ist aber auch für Jungs lesenswert.

Juliane Breinl gelingt es in einer absolut kindgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Sie schafft es ab der ersten Seite eine Nähe zu ihren Lesern zu erzeugen. So macht das Lesen Spaß und Freude und die Geschichte ist spannend wie ein Krimi!
Prima gefallen hat uns die Protagonistin Zippa. Wir konnten prima mit ihr mitfühlen, uns mitfreuen und uns mit ihr ängstigen. Aber auch die anderen Charaktere haben uns begeistert.
Das Thema „Freundschaft“ wird in diesem Buch toll angegangen. So werden von Juliane Breinl ganz alltägliche Momente aufgegriffen, wie etwa ein Streit zwischen Max und Zippa, kleine Eifersüchteleien wegen „Stöcki“, aber eben auch die Wertschätzung der Freunde, die zweite Chance und die Bereitschaft, sich auf einen Menschen einzulassen.
Es werden Lösungen aufgezeigt und die Freundschaft entwickelt sich unter den Kindern prima weiter.
Das anfängliche Thema „Einzelkind versus Geschwisterkind“ wird von der Autorin ebenfalls prima aufgegriffen. Und auch hier hat sich Zippa - auch dank ihrer Freunde und natürlich Eltern - positiv entwickelt.

Das Cover des Buches ist absolut passend zur Geschichte: Max und Zippa mit Spaß und Leidenschaft beim Backen des leckeren Apfeltalers. Meine Tochter und mich hat es total angesprochen.

Ein tolles Highlight wartet außerdem am Ende des Buches: das originale Apfeltaler-Rezept!

Und da uns nun so alles gefällt: die Geschichte insgesamt, die Charaktere, das passende Cover und der frische Schreibstil von Juliane Breinl, vergeben wir glatte 5 von 5 Punkten und wir hoffen darauf, das es noch weitere Bände um Zippa und ihr Backtalent geben wird.