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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2018

Ein wunderbares, phantasievolles und spannendes Abenteuer!

Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers
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Das Buch „Arlo Finch – Im Tal des Feuers“ ist ein atemberaubendes Feuerwerk aus Abenteuern, Gefahren und wundersamen Welten und Wesen. John August gelingt es in seinem Buch eine ganz eigene herrliche Phantasiewelt ...

Das Buch „Arlo Finch – Im Tal des Feuers“ ist ein atemberaubendes Feuerwerk aus Abenteuern, Gefahren und wundersamen Welten und Wesen. John August gelingt es in seinem Buch eine ganz eigene herrliche Phantasiewelt zu erschaffen, aus der man sich als Leser fast nicht mehr losreißen kann.
Das Buch ist im Arena Verlag 2018 erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 310 Seiten. Es ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren.

Arlo Finch zieht mit seiner Schwester und seiner Mutter in das Bergdorf Pine Mountain. Doch irgendetwas geht hier vor sich, das bemerkt Arlo sofort. Es taucht immer wieder ein Hund auf, den es eigentlich überhaupt nicht mehr geben sollte und dann ist da auch noch Katie, die auch nur Arlo sehen kann. Gemeinsam mit seinen Freunden Indra, Wu, Henry und einigen Rangern steckt Arlo dann auch schon mitten in einem großen Abenteuer in den Long Woods voller Schnipslichter, Feenkäfer ...

Die Handlung hat uns total überzeugt. Gerade die Wandelbarkeit der Geschichte war es hierbei, die uns fasziniert hat. Das Erzähltempo steigt im Verlauf dann immer weiter an und wir konnten vom Lesen überhaupt nicht mehr genug bekommen. Unglaubliche phantasiereiche Geschehnisse wie wilde Verfolgungsjagden, gefährliche Prüfungen, Schnipslichter, Feenkäfer und allerhand mehr folgten Schlag auf Schlag.

Von meinen Kindern und mir gibt es eine absolute Lese- und Kaufempfehlung. 
Der Ideenreichtum, der in der Geschichte steckt, hat uns absolut begeistert und auch das richtige Maß an Spannung und Magie überzeugt. John August hat so detailliert geschrieben, dass wir oft dachten, wir würden selbst in den Long Woods und in Pine Mountain stehen. Toll!
Die Illustrationen von Helge Vogt unterstreichen die Handlung und regen die Phantasie des Lesers an.
Wir freuen uns schon auf den zweiten Teil, der leider erst im Herbst 2019 erscheinen wird.

Veröffentlicht am 17.09.2018

Eine ruhige, elegante und poetische Erzählung

Zärtliche Klagen
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„Zärtliche Klagen“ von der japanischen Autorin Yoko Ogawa ist 2018 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 270 Seiten. In Japan ist dieses Werk bereits im Jahr 1996 veröffentlicht ...

„Zärtliche Klagen“ von der japanischen Autorin Yoko Ogawa ist 2018 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 270 Seiten. In Japan ist dieses Werk bereits im Jahr 1996 veröffentlicht worden.

Yoko Ogawa beschreibt das Leben der Kalligrafin Ruriko, die aus Tokio vor ihrem untreuen Mann in das Ferienhaus ihrer Eltern flüchtet. Hier hat sie eine sehr schöne Zeit als Kind verbracht. Anfangs widmet sie sich völlig ihrer Kunst, der Kalligrafie, doch schon bald lernt sie Herrn Nitta kennen. Er wohnt mit seiner Assistentin in einem nahegelegenen Haus und geht dort dem Beruf des Cembalo-Bauers nach. Langsam entspinnt sich eine interessante Dreiecksbeziehung.

Yoko Ogawa schreibt auf ihre ganz besondere Art und Weise: poetisch, sehr ruhig, mit wenig Handlung. Allerdings ist die Erzählung dadurch nicht langweilig. Im Gegenteil, der Leser wird angeregt mitzudenken und mitzufühlen.

Fazit: Nachdem ich mich mit dem Schreibstil angefreundet habe, war es für mich nun eine ganz neue Erfahrung, dieses Buch zu lesen und in die beruhigende und elegante Welt von Ruriko einzutauchen.

Veröffentlicht am 11.09.2018

Eine unvergessliche Hörreise durch Europa!

Europareise
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Das Hörbuch „Europareise“ ist ein ganz besonderes Hörbuch. Das bemerkt man schon bei den ersten Kapiteln. Es hat mich von Anfang an sehr in seinen Bann gezogen.

Doch um was geht es? (der Inhaltsangabe ...

Das Hörbuch „Europareise“ ist ein ganz besonderes Hörbuch. Das bemerkt man schon bei den ersten Kapiteln. Es hat mich von Anfang an sehr in seinen Bann gezogen.

Doch um was geht es? (der Inhaltsangabe entnommen)
Ein literarischer Streifzug durch Europa: Washington Irving bezaubert mit seinem Bericht über die Alhambra vor Ausbruch des modernen Massentourismus. Charles Dickens rumpelt in einer Kutsche durch Frankreich. Mit Johann Wolfgang von Goethe reisen wir italienisch nach Rom und Neapel; Johann Gottfried Seume "spaziert" nach Syrakus. Der englische Bergsteiger Edward Whymper erklimmt das Matterhorn. Frisch umweht es Ida Pfeiffer in Island und Schweden. Gewohnt abenteuerlustig zieht Fridtjof Nansen auf Schneeschuhen durch die Gebirge Norwegens. Theodor von Kobbe besucht Königsberg und Danzig, zu seiner Zeit deutsche Städte. Heinrich Heine beschreibt das geteilte Polen, Lou Andreas-Salomé ihre Jugend in Russland. Stefan Zweig erzählt von England und Österreich vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Franz Grillparzer reist durch den Balkan nach Griechenland und findet alles schrecklich. Pausanias' Blick auf die Akropolis und die Hellenen fällt da sehr viel wohlwollender aus.

Ich bin sehr davon beeindruckt, welch tolle Atmosphäre jeder einzelne der 8 Sprecher, sei es Vera Teltz, Oliver Rohrbeck, Martin Kautz, Till Hagen, David Nathan, Richard Barenberg, Simon Jäger oder Detlef Bierstedt, mit seiner Stimme schafft. Jeder gibt hier den einzelnen „Ländern“ seine spezielle, ausdrucksstarke Tonnote und erweckt die historischen Berichte noch einmal neu zum Leben. Toll!

Das Hörbuch „Europareise“ ist im Audiobuch-Verlag erschienen. Es umfasst 8 Hörbuch-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 592 Stunden und 50 Minuten.

Fazit: Eine tolle Hörreise quer durch Europa, die sich für mich sehr gelohnt hat. Ich habe viel Interessantes aus der damaligen Zeit erfahren und konnte einiges mit meinen ganz persönlichen Erfahrungen abgleichen. Das hat die Reise für mich ganz besonders gemacht. Sicherlich werde ich in die einzelnen CDs noch öfters hören und auf das Vorgängerprojekt „Deutschlandreise“ bin ich auch schon richtig neugierig geworden.
Ein absoluter Genuss und eine Bereicherung für die Ohren.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Eine ruhige, einfühlsame Geschichte über das Leben der Vogelbeobachterin Len Howard

Das Vogelhaus
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„Das Vogelhaus“ von der niederländischen Autorin Eva Meijer ist 2018 im btb Verlag erschienen und umfasst 320 Seiten.

Eva Meijer beschreibt anhand von recherchierten Fakten aber auch fiktionalen Elementen ...

„Das Vogelhaus“ von der niederländischen Autorin Eva Meijer ist 2018 im btb Verlag erschienen und umfasst 320 Seiten.

Eva Meijer beschreibt anhand von recherchierten Fakten aber auch fiktionalen Elementen das Leben der Len Howard, die von 1894 bis 1973 in England lebte.
Zunächst wird auf ihre Kindheit eingegangen, in der sie schon dieselbe Leidenschaft wie ihr Vater teilt: das Beobachten der heimischen Vögel. Diese Leidenschaft lässt sie auch ihr gesamtes Leben nicht mehr los. Die sehr musikalische Len Howard schafft es, sich als junge Dame aus den herrschenden Konventionen zu befreien. Sie wird eben nicht der erwarteten Rolle einer Hausfrau und Mutter gerecht, sondern wird als Musikerin Teil eines Londoner Orchesters. Im Laufe der Jahre erkennt sie aber ihre wirkliche Passion: die heimische Vogelwelt zu erkunden und das Leben in London hinter sich zu lassen. Sie zieht auf das Land und widmet sich völlig der Vogelkunde. Im Gegensatz jedoch zur wissenschaftlichen Methode beobachtet sie Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum. Sie zieht wichtige Erkenntnisse und veröffentlicht diese in verschiedenen Magazinen.
Durchbrochen von der Schilderung über das Leben von Len Howard wird die Geschichte immer wieder durch die eingeschobene, jeweils kursiv gedruckte Erzählung von Sternchen, einer ganz besonderen Kohlmeisendame.

Eva Meijer gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen, ruhigen und sehr gefühlvollen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Sie beschreibt die Protagonistin in all ihren Stärken und Schwächen und so konnte ich mich gut in Len Howard hineinversetzen und ihr Handeln jeweils gut nachvollziehen.
Besonders gelungen ist meiner Meinung nach die Schilderung der Zeit im tatsächlichen „Vogelhaus“ und besonders gefallen hat mir zudem die Schilderungen über Sternchen, die Kohlmeise.

Fazit: Es war ein Genuss, dieses Buch zu lesen und in die leidenschaftliche Vogelwelt der Len Howard und der Kohlmeise Sternchen einzutauchen.

Veröffentlicht am 02.09.2018

Ein unglaublich witziger und lehrreicher Großstadtroman – nicht nur für Kinder

Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich
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Oh weh, das Leben von den beiden zehnjährigen Jungs Matti und Otto ist zu normal – zu wenig wild, wie sie beide finden. Es spielt sich ab zwischen Kinderyoga, Kinderkochkurs und Musikunterricht. Das kann ...

Oh weh, das Leben von den beiden zehnjährigen Jungs Matti und Otto ist zu normal – zu wenig wild, wie sie beide finden. Es spielt sich ab zwischen Kinderyoga, Kinderkochkurs und Musikunterricht. Das kann nicht so bleiben!
Und noch ehe sie sich versehen, stecken die beiden als echte Freunde mitten in einem Abenteuer. Doch mehr wird hier nicht verraten.

Mit ihrem Buch „Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“ ist Silke Lambeck ein wunderbares witziges und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Gerstenberg Verlag erschienen ist und 180 Seiten umfasst. Passend zur Geschichte sind immer wieder schöne Zeichnungen von der Illustratorin Barbara Jung zu finden.
Das Buch ist in größerer Schrift und einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet. 
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein. Wir (Mama und zwei Kinder) haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und konnten uns ohne Probleme in sie hineinversetzen und gut mitfühlen.
Gerne würden wir noch mehr über Otto und Matti lesen.

Es war so vieles in der Geschichte für uns alle dabei und wir haben richtig gerne gelesen und dabei viel gelacht und so oft geschmunzelt. Überhaupt schreibt Silke Lambeck total realitätsnah und nimmt dabei den aktuellen Zeitgeist sehr gekonnt auf die Schippe - das finde ich als Mama beim Lesen absolut wunderbar. 
Auch das Thema „Vorurteile“ bzw. „Klischees“ und der Umgang damit wird schön aufgegriffen. Mir als Mama gefällt es prima, wie beispielweise anhand der "Wandlung" von Hotte aufgezeigt wird, dass man einen Menschen eben erst kennen lernen muss, bevor man ihn verurteilt. Toll gemacht und ganz ohne erhobenen Zeigefinger! Und dies ist nur ein Beispiel von vielen.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesespaß ist hier 100%ig garantiert.
Schade, dass wir es schon gelesen haben...