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Veröffentlicht am 10.02.2019

Ein kinder-ansprechendes, realistisches und schön gestaltetes Wissensbuch mit ganz eigenem Stil

Stell dir vor, du wärst...ein Tier im Wald
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„Stell dir vor, du wärst… ein Tier im Wald“ von Bärbel Oftring ist 2019 im moses Verlag erschienen und umfasst 64 Seiten. Das Buch ist Teil einer Wissensbuchreihe, in der sich auch das Buch „Stell dir ...

„Stell dir vor, du wärst… ein Tier im Wald“ von Bärbel Oftring ist 2019 im moses Verlag erschienen und umfasst 64 Seiten. Das Buch ist Teil einer Wissensbuchreihe, in der sich auch das Buch „Stell dir vor, du wärst… ein Tier im Garten“ finden lässt.

Das Buch informiert sehr kindgerecht und dennoch umfassend zu 20 verschiedenen Tieren, die ihren Lebensraum im Wald haben. Die Autorin Bärbel Oftring bedient sich hier eines ganz besonders Kinder ansprechenden Stiles, nämlich dem Rollenspiel. Sie lässt Kinder in die Rolle beispielsweise des Fuches, Feuersalamanders, Eichhörnchens oder auch Hirsches schlüpfen und bringt ihnen in kurzer und leicht verständlicher Sprache viel Wissenswertes zu den jeweiligen Tieren bei. Die Du-Perspektive lässt Kinder ganz leicht in die Rolle der Waldbewohner schlüpfen.

Ein tolles Element in dem Buch ist auch die Mischung von den wunderschönen Zeichnungen der Illustratorin Alexandra Helm und den verwendeten Fotos. Das hat uns hier richtig gut gefallen und das textlich vermittelte Wissen deutlich unterstützt.

Fazit: Hier handelt es sich um ein realistisches und kindgerechtes Wissensbuch, das hoffentlich in viele Büchereien, Kindergärten, Klassen- und Kinderzimmern Einzug finden.
Wir empfehlen es sehr gerne für Kinder ab 5 Jahren weiter.

Veröffentlicht am 03.02.2019

Ein spannender, vielversprechender Debütroman

Die Klosterbraut
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„Die Klosterbraut“ von Manuela Schörghofer ist 2019 im mtb Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 416 Seiten. Die Autorin veröffentlichte den vorliegenden historischen Roman als ihren ...

„Die Klosterbraut“ von Manuela Schörghofer ist 2019 im mtb Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 416 Seiten. Die Autorin veröffentlichte den vorliegenden historischen Roman als ihren Debütroman auf der Grundlage historischer Ereignisse des 13. Jahrhunderts.

Frankas Lebensweg ist seit langem vorbestimmt: sie soll einmal Nonne werden und in ein Kloster eintreten. Ihre Erziehung wurde von ihrer Mutter vollends darauf ausgerichtet und Franka zweifelt auch nicht an dieser Bestimmung zumal sie auch hinter der Schönheit ihrer älteren Schwester Melinda deutlich zurücksteht. Frankas Eintritt ins Kloster steht nun kurz bevor und deshalb möchte sie nun noch einmal die Freiheit spüren und reitet in ihren geliebten Wald. Und wie es das Schicksal so will lernt sie dort Wulf vom Röllberg kennen, den zukünftigen Gemahl ihrer Schwester Melinda.
Franka beginnt an ihrer Bestimmung zu zweifeln.

Manuela Schörghofer schafft es mit ihrem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte von Franka, Wulf, Melinda, und allen weiteren Charakteren zu ziehen. Ihr Buch lässt sich leicht, flüssig und fortlaufend spannend lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die fein ausgearbeiteten Charaktere der Geschichte einfühlen.
Sehr gut gefallen hat mir das vorangestellte Verzeichnis der im Buch vorkommenden Personen, den Vergleich der damaligen Städte- und Flussbezeichnungen mit denen von heute und das Glossar bezogen auf die Begrifflichkeiten in einem Kloster.

Fazit: „Die Klosterbraut“ ist ein abenteuerliches, gutes Buch mit einer sehr gefühlvollen Geschichte. Die Spannung bleibt während des ganzen Romanes erhalten und ich habe jede Seite genossen.
Ich hätte mir zwar gewunschen, wenn mehr oder vertiefte historische Fakten in den Roman eingeflossen wären, empfehle das Buch aber dennoch gerne und auf alle Fälle weiter.
Ich empfinde es als Debütroman sehr gelungen und freue mich auf weitere Bücher!

Veröffentlicht am 29.01.2019

Langeweile beflügelt die Fantasie

Ein Affe an der Angel
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Darko wohnt in der Stadt im achten Stock und ihm ist heute so richtig langweilig. Draußen regnet es und seine Mama hat es ihm deshalb nicht erlaubt, auf die Wiese zu gehen. Aber wer Darko kennt, der weiß, ...

Darko wohnt in der Stadt im achten Stock und ihm ist heute so richtig langweilig. Draußen regnet es und seine Mama hat es ihm deshalb nicht erlaubt, auf die Wiese zu gehen. Aber wer Darko kennt, der weiß, dass ihm bald etwas Interessantes und Fantasievolles einfallen wird. Und tatsächlich er wirft seine kleine Angel bestückt mit einem Käsewürfel aus und innerhalb kürzester Zeit beißt da doch tatsächlich etwas an.
Und auch mitten im Stau auf der Autobahn in Mamas Auto bricht die Fantasiewelt über Darko herein und bringt allerlei Getier mit und auch in der Tierarztpraxis.

Mit seinem Buch „Ein Affe an der Angel. Fantastische Tiergeschichten aus der Stadt“ ist Jonny Bauer eine fantasievolle kleine Tiergeschichtensammlung gelungen, die im Verlag arsEdition erschienen ist und 15 Seiten umfasst.
Das Buch ist in drei Geschichten in jeweils mehrere Unterkapitel unterteilt und in einfach, klarer Sprache zu lesen.
Jonny Bauers fantastische Einfälle in den Geschichten sind wirklich unschlagbar. Ich als Mama habe wirklich sehr gestaunt und bin total angetan (Wunderbar, wenn auch Erwachsene beim Vorlesen über die Geschichten schmunzeln können). Und auch meine Kinder sind von dem Buch und den Ideen darinnen begeistert und würden am liebsten gleich selbst als Tierforscher losziehen.
Passend zur Geschichte sind immer wunderschöne große und kleine Zeichnungen von dem Illustrator Stephan Lomp zu finden. Die Bilder sind farblich gestaltet und laden zum genauen Betrachten und Entdecken ein. Sie sind sehr liebevoll, klar, aber dennoch detailreich gezeichnet und haben meine Kinder und mich sehr angesprochen.

Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 7-8 Jahren zum Selberlesen und ab 5 Jahren zum Vorlesen.
Wir fanden die drei Tiergeschichten sehr gelungen und in sich stimmig, für ein nächstes Mal würden wir uns auch eine Geschichte mit etwas mehr Spannung wünschen.

Veröffentlicht am 23.01.2019

Ein wunderbares Elfenabenteuer für Leseanfänger, das zum Mitfühlen und Mitfreuen einlädt!

Lara und die freche Elfe in der Schule - Leserabe 1. Klasse - Erstlesebuch für Kinder ab 6 Jahren
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Lara darf in der Schule einen Vortrag über etwas, das fliegt, halten und sie hat sich das Thema „Elfen“ ausgesucht. Nach kurzer Zeit fangen ihre Mitschüler an zu lachen und Nick behauptet sogar, dass es ...

Lara darf in der Schule einen Vortrag über etwas, das fliegt, halten und sie hat sich das Thema „Elfen“ ausgesucht. Nach kurzer Zeit fangen ihre Mitschüler an zu lachen und Nick behauptet sogar, dass es überhaupt keine Elfen gibt. Lara ist traurig und wütend. Aber zum Glück gibt es Ben, der sie tröstet, aufheitert und zu Lara hält und natürlich ist da auch noch die kleine Elfe, die in der Schule nun allerhand Unfug anstellt. Ob die Mitschüler von Lara doch noch anfangen, an Elfen zu glauben? Lest selbst!

Mit ihrem Band „Lara und die freche Elfe in der Schule“ aus der Leserabenreihe (1. Lesestufe) ist Anja Kiel ein witziges und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Ravensburger Verlag erschienen ist und 43 Seiten umfasst.
Das Buch ist in großer Schrift und einfach gehaltener Sprache verfasst und in vier Kapitel unterteilt. Also absolut für Leseanfänger geeignet und eine tolle Lesemotivation. Die Lust auf das Lesen wird sicherlich auch noch durch die beigelegten Sticker unterstützt, die nach dem Lesen eines jeden Kapitels eingeklebt werden dürfen und am Ende des Buches wartet sogar noch ein schönes Lesequiz.
Passend zur Geschichte sind viele ausdrucksstarke Zeichnungen von Illustratorin Elke Broska zu finden. Sie ergänzen und unterstreichen das Gelesene und sind wunderschön anzusehen.

Die Geschichte um die kleine Elfe weist viele schöne Ideen auf, die zum Mitfühlen und auch Nachdenken einladen und aus dem Lebensalltag von Kindern gegriffen sind. So wird Lara bei ihrem kleinen Vortrag von den Mitschülern etwas ausgelacht und muss mit dieser Situation umgehen. Doch zum Glück ist da Ben, der ihr glaubt und eine gute Stütze ist. Eine solche Situation haben bestimmt schon viele Kinder erlebt und können sich wunderbar in Lara hineinversetzen, überlegen, wie es ihr genau geht und auch erkennen, dass Ben ein toller und wichtiger Freund für Lara ist. Für meine Kinder war das beim Lesen ganz wichtig und auch die kleine „Bestrafung“ der kleinen Elfe für die Mitschüler, die Lara ausgelacht haben. So hat sich alles gut die Waage gehalten.

Fazit: Wir sprechen eine Empfehlung aus, für Kinder ab 6 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer selbst erlesen wollen. Zum Vorlesen ist es sicherlich schon ab 5 Jahren geeignet.
Meinen Kindern hat das Buch sehr gut gefallen und das Einkleben der Sticker und das Leseraben-Leserätsel am Ende war natürlich ein großer Ansporn.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Ein wundervoller, vorsichtig geschriebener, fast märchenhafter Roman

Juli verteilt das Glück und findet die Liebe
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„Juli verteilt das Glück und findet die Liebe“ von Tanja Kokoska verfasst ist 2018 im Heyne Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 336 Seiten.

Juli Kahlo ist ein ganz besonderer Mensch ...

„Juli verteilt das Glück und findet die Liebe“ von Tanja Kokoska verfasst ist 2018 im Heyne Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 336 Seiten.

Juli Kahlo ist ein ganz besonderer Mensch und scheint fast ein bisschen aus der Zeit gefallen. Sie wirkt etwas schüchtern und unscheinbar, jedoch hat sie eine wunderbare Gabe: sie macht andere Menschen glücklich. Mit ihrer besonderen Art gelingt es ihr, die Herzen von oftmals einsamen und traurigen Menschen zu erobern und sie hilft ihnen, das Glück zu finden. So wunderbar dies bei anderen Personen gelingt, so wenig schafft sie es, ihre eigene große Liebe zu finden. Doch eines Tages taucht Oskar in ihrem Leben auf. Juli öffnet ihr eigenes Herz und wagt etwas. Sie schlüpft aus ihrem gewohnten Rahmen. Und auch bei Oskar lösen sich alte Verkrustungen. Gemeinsam kommen sie einem alten Familiengeheimnis auf die Spur.

Der Autorin Tanja Kokoska gelingt es sehr malerisch, leise und ruhig zu schreiben und ich fand es einfach wunderbar, dieses Buch zu lesen und habe dies sehr genossen. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht, mitgedacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere, die oftmals etwas skurril und eben besonders waren, hineinversetzen. Gerade die kleinen, vorsichtig und langsam geschriebenen Szenen machen das Buch zu etwas ganz besonderem.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich glücklich gemacht, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein toller, ganz besonderer Roman!