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Veröffentlicht am 22.02.2025

Fesselnder Auftakt

Academy of Lies (Band 1) - Anatomie einer Verschwörung
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Der Klappentext und auch die Leseprobe haben mich neugierig gemacht....

Der Schreibstil ist unkompliziert, flüssig, durchaus atmosphärisch, die Schrift ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Der Klappentext und auch die Leseprobe haben mich neugierig gemacht....

Der Schreibstil ist unkompliziert, flüssig, durchaus atmosphärisch, die Schrift gross, die Kapitel kurz, so dass man nur so durch die Seiten fliegt. Erzählt wird in der ICH- Form aus der Sicht der achtzehnjährigen Protagonistin Quinn. Originell fand ich übrigens ihre medizinischen Notizen festgehalten in einem Tagebuch in kursiver Schrift zu den verschiedenen Todesarten. Dazwischen gibt es auch noch Handynachrichten in Form von Sprechblasen, was das Ganze zusätzlich auflockert.

Quinn ist nicht unbedingt eine Person, die man auf Anhieb ins Herz schliesst, dazu ist sie zu rau, abweisend, nüchtern, was meiner Meinung nach jedoch anhand ihrer Vorgeschichte nachvollziehbar ist. Umso mehr war es erfreulich mitzuerleben, wie sie sich während dem weiteren Verlauf doch noch etwas öffnen konnte. Ihr Bruder Flo ist da ein ganz anderer Typ, ebenso wie ihre Mitbewohnerin Mira. Ein weiterer Charakter, Namens Lenas, der ebenfalls eine tragende Rolle spielt wirkt ebenfalls unnahbar und undurchsichtig. Auf den verschiedenen Plattformen wird eine zarte Liebesgeschichte als Nebenhandlung angeteasert, auf dem Klappentext des Buches steht hiervon nichts, was ich richtig finde. Denn jedenfalls in diesem Band hier, ist wirklich nur ein sehr dezenter Hauch davon zu spüren. Mich persönlich hat dies überhaupt nicht gestört, im Gegenteil ;) Die ganze Ausarbeitung der Nebencharaktere, ist eher schlicht und austauschbar, weshalb sie mir bis auf Quinn whs. nicht lange in Erinnerung bleiben werden!

Das Setting, die leicht melancholische, düstere Atmosphäre und natürlich die medizinische Thematik ( ich bin Pflegefachfrau) haben mich total angesprochen. Ebenfalls die fesselnde Schreibweise, die vielen offenen Fragen, die Geheimnisse, die Andeutungen, die häppchenartigen Auflösungen, dies alles regt buchstäblich zum miträtseln ein. Gegen Ende überschlugen sich die Ereignisse regelrecht, mir war dies fast schon ein bisschen zu dramatisch.

Ansonsten kann ich aber diesen Satz auf dem Buchrücken nur unterschreiben " Der fesselnde Auftakt einer atmosphärischen Medizin- Thriller- Reihe "

Vier Sterne

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Der bisher schwächste Band der Reihe

Black Witch - Rebellion
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Mein Leseeindruck, subjektiv und ACHTUNG enthält SPOILER....

Nachdem mich Band eins begeistern konnte, Band zwei für mich doch leicht schwächelte, war ich nun gespannt auf den dritten Teil. Auch hier ...

Mein Leseeindruck, subjektiv und ACHTUNG enthält SPOILER....

Nachdem mich Band eins begeistern konnte, Band zwei für mich doch leicht schwächelte, war ich nun gespannt auf den dritten Teil. Auch hier habe ich immer wieder zu der Hörbuchvariante gegriffen.

Der Schreibstil ist natürlich unverändert detailliert, bildhaft, intensiv und langsam, dies muss man sicher mögen. Im Gegensatz zu den Vorgängern wird hier übrigens aus mehreren Perspektiven erzählt im personalen Stil, ausser bei den Sichtweisen von Elloren die ist unverändert in der ICH- Form. Die Intention der Autorin die Geschichte so zu schreiben kann ich verstehen, mir persönlich waren es aber fast ein bisschen zu viele Blickwinkel.

Die Charakterausarbeitung ist sicher unter anderem eine Stärke von Laurie Forest, denn diese sind greifbar, vertieft und nahbar. Allerdings verspürte ich ein gewisses Muster bei den Interaktionen zwischen den verschiedenen Protagonisten.Für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar, wie schnell Elloren sich Lukas zuwendet und diese spezielle magische Verbindung zwischen den Beiden empfand ich als soo nervig. Immer und immer wieder wurde dies erwähnt ich konnte es schon nicht mehr hören und dachte " Jaaa doch, ich habe es verstanden!!" Es gibt also ein paar romantische Anteile, die Gott sei Dank keine expliziten Szenen enthalten, mich jedoch aufregten , da ich den Love Interest nicht mochte ;) Ebenfalls enttäuschte mich Elloren, die hier dauernd an sich am zweifeln ist, zur Unentschlossenheit neigt und sehr unsicher auf mich wirkt.

Schon bei meiner Rezension zum Vorgänger bemängelte ich, dass die Geschichte vom Plot her so ein bisschen auf der Stelle trat, dies fand ich hier leider noch stärker. Es gibt wenig bis keine neuen Entwicklungen, geschweige denn irgendwelche Intrigen, Geheimnisse oder Plot- Twist, o.k. DER auf der letzten Seite, was mir aber schon von Anfang an klar war.... hoffentlich wird wenigstens diese Enthüllung dann neben dem finalen Kampf gegen Vogel noch etwas Schwung in die Geschichte bringen! Vielleicht wäre es von Anfang an besser gewesen nur eine Trilogie zu schreiben.....



Aus all diesen Gründen vergebe ich 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.02.2025

" Kinder deckt den Tisch, eure Mutter braucht einen Moment für sich"

Eine Frage der Chemie
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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Der Weltbeststeller steht gross auf dem Aufkleber meiner Lektüre...tatsächlich ist der Hype damals nicht an mir vorbeigegangen, dennoch greife ich erst ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Der Weltbeststeller steht gross auf dem Aufkleber meiner Lektüre...tatsächlich ist der Hype damals nicht an mir vorbeigegangen, dennoch greife ich erst jetzt drei Jahre später dazu und bin gespannt, wie es mir ergehen wird ;)

Der Schreibstil ist eine Mischung aus kurzen, humorvollen, nüchternen Sätzen und herzerwärmenden Formulierungen, die man einfach markieren muss :) Die Autorin hat die personale Erzählweise gewählt und ich finde es passt zum Flair des Buches. Immer wieder gibt es auch Rückblicke, welche anhand der jeweiligen Jahreszahl gut ersichtlich deklariert sind. und wir kriegen sogar Einblicke in die Gedanken eines Hundes, der uns mit seiner Lebensklugheit beglückt.....

DER Star des Buches ist natürlich ganz klar Elizabeth Zott und auch ich mochte sie auf Anhieb ;) wer nicht...sie ist absolut nicht auf den Mund gefallen, sagt was sie denkt und dies auf so eine pragmatische, trockene Art, dass es schon fast wieder lustig ist. Sie weiss was sie will, steht zu ihren Prinzipien, ist überragend selbstbewusst und lässt sich nicht einschüchtern. Manchmal erinnerte mich ihre sachliche Art schon fast ein bisschen an Menschen mit Autismus Spektrum Störung...auch ihre Tochter verhielt sich für eine vierjährige doch sehr eigenartig und altklug, dies fand ich zu übertrieben. Ebenfalls sehr sympathisch war mir Calvin, ich mochte die witzigen Wortgefechte zischen ihm und Elizabeth, allgemein die Dialoge und die spürbare seelenverwandtschaftliche Verbindung. Ausserdem gefiel mir ihre loyale, zupackende, beständige Freundin Harriet. Am meisten ins Herz geschlossen hatte ich allerdings den Hund Halbsieben und dies obwohl ich eigentlich lieber Katzen mag ;)

Der Einstieg in die Geschichte hat mich sehr angesprochen und neugierig gemacht, ich wollte wissen, wie es zu diesem Umstand gekommen ist. Weshalb ich den weiteren Verlauf mit dem zurückreisen in die Vergangenheit genossen habe. Da die Story in den 60Jahren spielt erleben wir eine wirklich arrogante, diskriminierende Männerwelt, die einem als Leserin mehr als einmal leer schlucken lässt. Weshalb ich dann wieder froh war, wenn skurrile, witzige Situationen das Ganze auflockerten. Es gibt auch mehrere mutmachende, wegweisende, anregende Handlungen, die mich wirklich berührten. Die vielen langwierigen halbtheoretischen chemischen Analysen waren allerdings überhaupt nicht Meins und störten meinen Lesefluss, deshalb habe ich sie oft nur überflogen. Ebenfalls empfand ich das letzte Drittel des Buches mit den Auflösungen als zu übertrieben, nicht glaubhaft und wie ein Happyend nach amerikanischer Art, sehr sehr schade!

Alles in Allem vergebe ich

Vier Sterne

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Mutter, Ehefrau, Studentin....ein ständiges Scheitern an den eigenen Idealen

Eine gute Ehe
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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Letztes Jahr konnte mich die Autorin mit ihrem Debüt begeistern, umso gespannter war ich nun auf ihren neuen Roman.

Der Schreibstil ist unverändert präzise, ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Letztes Jahr konnte mich die Autorin mit ihrem Debüt begeistern, umso gespannter war ich nun auf ihren neuen Roman.

Der Schreibstil ist unverändert präzise, mit wenigen schnörkellosen Worten auf den Punkt gebracht und dennoch auch klug und bildhaft. Erzählt wird im personalen Stil aus der Vergangenheit und "Gegenwart" ( 1960) ersichtlich anhand der Jahreszahlen. Die Schrift ist gross, die Kapitel kurz, so dass man schnell durch die Seiten gleitet.

Obwohl nicht die autodiegtische Perspektive gewählt wurde, fühlte ich mich mit Margerete sehr verbunden, habe mitgefühlt, mitgelitten und konnte viele Dinge total nachvollziehen. Ihre Ausarbeitung war also absolut nah- und greifbar, wie auch die der weiteren Charaktere. Die ganzen Darstellungen der Figuren wirkte lebendig und authentisch, egal ob mir die Protagonisten sympathisch waren oder nicht.

Wie schon bei " Ein völlig anderes Leben" erhielt ich in den Vergangenheitsabschnitten Einblick in einen Teil der deutschen Geschichte, der mir persönlich bis anhin unbekannt war. Die Thematik hat mich sehr bewegt und nachdenklich gestimmt. Jedoch auch die Schilderungen des Mutterseins und Ehelebens in den 1960ern haben mich aufgewühlt, tw. getriggert, wütend gemacht und viele Fragen aufgeworfen....denn scheitern wir Frauen nicht ständig an unseren eigenen Idealen?

Ich habe das neue Werk von Lisa Quentin wieder sehr gerne gelesen, mochte den ganzen Aufbau, die Umsetzung und das Ende mit dem versöhnlichen in die Zukunft blickenden Prolog...." Es war ihr Weg, und er hatte sie zu der gemacht, die sie heute ist. Sie möchte keine andere sein" ( S.344)


Ich vergebe 4 Sterne

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Veröffentlicht am 29.01.2025

" Ständig brechen oder zerbrechen irgendwelche Dinge...."

Zerbrechlich
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Es ist x Jahre her seit ich zum letzten Mal ein Jodi Picoult Buch gelesen habe und nach dem zuklappen dieses Romans frage ich mich wieso ? ;)



Der ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Es ist x Jahre her seit ich zum letzten Mal ein Jodi Picoult Buch gelesen habe und nach dem zuklappen dieses Romans frage ich mich wieso ? ;)



Der Schreibstil ist angenehm, fesselnd, bildhaft, jedoch nie überfrachtend, emotional, aber nicht dramatisierend. Die Entscheidung aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen ist geschickt gewählt, denn so erhält man als Leser ein umfassendes Bild, obwohl ich am Anfang schon etwas Mühe hatte oder Zeit brauchte die einzelnen Personen zuzuordnen.

Durch die verschiedenen Sichtweisen, lernen wir die Charaktere besser kennen, ihre Sorgen, Ängste, Fragen, ihre Freuden, ihre Träume. Immer wieder gelang es der Autorin mir die Protagonisten nahe zu bringen und ich konnte so gut mitfühlen, egal, welche Meinung die Person hatte. DAS muss man erst mal schaffen, von daher fand ich die Charakterausarbeitung wirklich äusserst gelungen.

Ich hatte vor dem lesen des Buches nur wenig Wissen über die " Glasknochenkrankheit" und empfand die Auseinandersetzung darüber, gerade auch in Bezug auf die Klage als sehr intensiv und aufwühlend. Im letzten Kapitel kommt dann doch noch Willow zu Wort und gerade in der Hörbuchvariante, zu der ich ab und zu gegriffen habe ist es sehr berührend ihrer Stimme zu lauschen. Das Ende hat mich eiskalt erwischt im wahrsten Sinne des Wortes....und ich musste tatsächlich das Print in die Hand nehmen und den Abschnitte nochmals lesen, denn damit hätte ich niemals gerechnet! Aber lest selber ihr werdet es nicht bereuen!

4,5 Sterne

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